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  • Aufruf zur Blogparade: Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte

    In ein paar Tagen werde ich 48 Jahre jung. Nicht alt, nur um einige Level höher und besser :-) Ich habe mal gehört, dass die Tage rund um den eigenen Geburtstag ähnlich intensiv sind wie die Raunächte: Sie laden dazu ein, innezuhalten, zu spüren und zu träumen. Und bei mir ist in diesen Tagen noch etwas ganz besonders präsent: die Erinnerung an die "gute alte Zeit". Alles fühlt sich ein wenig weicher an, die Gedanken gehen tiefer als sonst und ich blicke mit großer Dankbarkeit auf das, was war und auf das, was noch kommen darf. Kein Wunder also, dass mich gerade vieles emotional berührt. Wann bist du das letzte Mal barfuß über eine Wiese gelaufen? Oder absichtlich mitten durch eine Pfütze? Manchmal genügt eine einzige Kindheitserinnerung und plötzlich ist sie wieder da: diese Leichtigkeit, dieses unbeschwerte Gefühl von damals. Und so schön, dass gerade jetzt die unverbindliche Blogempfehlung von Judith Peters in meinem Postfach landet, mit ihrem Aufruf zur eigenen Blogparade. Und da ich dazu unbedingt einen eigenen Artikel schreiben möchte und mich bereits jetzt unfassbar sehr auf die Umsetzung freue, möchte ich dich auch in diesem Jahr sanft ermutigen: Erinnere dich. Träume. Und werde richtig neugierig auf die Dinge, Erlebnisse und Momente, die dir als Kind bereits Freude gemacht haben und die du unbedingt noch einmal erleben möchtest. Lass uns gemeinsam erinnern und schreiben 🤍 Was ist eigentlich eine Blogparade? Eine Blogparade ist eine Einladung, gemeinsam über ein bestimmtes Thema zu schreiben. Jeder veröffentlicht dazu einen eigenen Blogartikel, erzählt seine persönliche Geschichte und verlinkt ihn anschließend im Kommentarbereich der Gastgeberin/ des Gastgebers. So entsteht eine bunte Sammlung ganz unterschiedlicher Perspektiven, Erinnerungen und Erfahrungen und ganz nebenbei lernen sich Bloggerinnen und Blogger besser kennen. Was dich in diesem Blogartikel erwartet: Was ist eine Blogparade? Fragen und Schreibimpulse für deine Kindheitserinnerungen So nimmst du an dieser Blogparade teil Häufige Fragen zur Blogparade Was ist eine Blogparade? Bei einer Blogparade gibt ein Blogger ein Thema vor und andere Blogger schreiben dazu einen eigenen Artikel auf ihrer Website. Das Thema meiner Blogparade lautet: Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte. Wenn du mitmachen möchtest, schreibst und veröffentlichst du einen Blogartikel auf deiner eigenen Website. In deiner Einleitung verlinkst du diesen Artikel hier. Sobald dein Beitrag online ist, hinterlässt du unter diesem Artikel einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag. Wie du schreiben möchtest, bleibt ganz dir überlassen. Persönlich, kreativ, poetisch, reflektierend oder ganz einfach als Liste. Alles ist willkommen. Das Schöne daran: Du tauchst für einen Moment wieder in deine Kindheit ein. Vielleicht erinnerst du dich an verrückte Abenteuer, kleine Rituale, besondere Menschen oder die Dinge, die dich damals glücklich gemacht haben. Und wenn es dir wie mir ergeht, freust du dich schon während des Schreibens (ich werde dazu noch zeichnen) auf die Umsetzung. Menschen lieben Geschichten. Und oft ist es nur ein kleiner Satz oder eine Erinnerung, die plötzlich die eigene Kindheit wieder lebendig werden lässt. Genau das macht eine Blogparade für mich so besonders. Du schreibst einen ganz persönlichen Blogartikel, teilst ein Stück deiner Geschichte und erfährst gleichzeitig, welche Erinnerungen dieses Thema bei anderen weckt. Ich finde es jedes Mal aufs Neue faszinierend, wie unterschiedlich und doch verbindend unsere Geschichten sein können. Und falls dir auch deine Sichtbarkeit am Herzen liegt, ist eine Blogparade eine wunderbare Gelegenheit. Neue Menschen entdecken deinen Blog, lernen dich und deine Arbeit kennen und vielleicht entstehen dabei sogar neue Verbindungen. Gleichzeitig kannst du dich von den Beiträgen der anderen Teilnehmer inspirieren lassen und ihre ganz persönlichen Kindheitserinnerungen entdecken. Bist du dabei? Diese Blogparade läuft bis zum Sonntag, den 2. August 2026. Bis dahin kannst du deinen Blogartikel veröffentlichen und hier in den Kommentaren hinterlassen. Warum Kindheitserinnerungen so wertvoll sind? Kindheitserinnerungen sind viel mehr als schöne Geschichten von früher. Sie erinnern uns daran, was uns als Kinder Freude gemacht hat, wofür wir uns begeistern konnten und was uns leichtgefallen ist. Manchmal genügt schon ein Geruch, ein Lied oder ein Ort und plötzlich ist dieses unbeschwerte Gefühl wieder da. Genau deshalb lohnt es sich, diesen Erinnerungen nachzuspüren. Sie können uns zeigen, was uns auch heute noch guttut und was wir vielleicht viel zu lange aus den Augen verloren haben. Fragen und Schreibimpulse für deine Kindheitserinnerungen Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Manche Erinnerungen sind groß und laut, andere wie eine sanfte Umarmung, ganz leise. Und oft sind es gerade die kleinen Momente, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Hier sind einige Fragen, die du in deinem Blogartikel gerne aufgreifen und beantworten kannst. Was hast du als Kind regelmäßig getan und dann irgendwann einfach aufgehört? Welches Kindheitserlebnis taucht in deinen Gedanken immer wieder auf? Gibt es etwas, das du als Kind geliebt hast und wofür du dir heute keine Zeit mehr nimmst? Welches Abenteuer, welches Spiel oder welcher Ort aus deiner Kindheit wartet darauf, wiederentdeckt zu werden? Was würde dein Kind-Ich zu dir sagen, wenn es dich heute beobachtet? Wann hast du zuletzt so gelacht, gespielt oder gestaunt wie als Kind? Was war dein absolutes Lieblingsessen als Kind? Und dein Lieblingsgetränk? Hast du beides schon lange nicht mehr gehabt? Welche kreative Technik hast du als Kind geliebt und nie wieder ausprobiert? Basteln, malen, Scherenschnitt, Linoldruck, Encaustic, Ton, Papier, Farbe, Stoff? Was hat deine Hände damals glücklich gemacht? Gibt es ein Lied aus deiner Kindheit, das du einfach mal wieder laut singen möchtest? Oder eine Pfütze, in die du springen willst? Oder einen Moment echter, ungenierter Frecheit, auf den du lange verzichtet hast Möchtest du mal wieder im Regen tanzen, Gänseblümchenketten flechten, Kirschkerne spucken, Höhlen (unter Tischen) bauen, mit Straßenkreide malen, auf Bäume klettern, nachts Glühwürmchen suchen und Papierboote schwimmen lassen? Falls dir nichts einfällt … Welche Erinnerung bringt dich heute noch zum Lächeln? Welche Kindheitsfreude möchtest du wiederbeleben? Was durftest du als Kind stundenlang tun? Welche Gerüche oder Lieder versetzen dich sofort zurück? Diese Fragen sind Impulse und Einladungen, kein Pflichtprogramm. Du kannst sie beantworten, weiterentwickeln oder deinen ganz eigenen Zugang zum Thema finden. So nimmst du an dieser Blogparade teil: Schreibe einen Beitrag über Kindheitserinnerungen, die du dieses Jahr unbedingt wiederholen möchtest. Wenn du noch keinen Blog hast, kannst du gerne hier unter diesem Blogartikel deinen Beitrag als Kommentar hinterlassen. Verlinke meine Blogparade (also genau diesen Artikel, den du gerade liest) in der Einleitung oder im Fazit deines Blogartikels. Sobald du deinen Blogartikel veröffentlicht hast: Kommentiere hier unter meinem Artikel mit einem kurzen Text und dem Link zu deinem eigenen Blogartikel. Denn nur so kann ich deinen Beitrag zu meiner Blogparade finden. Die Blogparade endet am Sonntag, 2. August 2026. Bis dahin kannst du deinen Beitrag hier im Kommentarbereich hinterlassen. Danach werde ich alle Artikel in einem schönen Abschlussbeitrag zusammentragen und verlinken. Häufige Fragen zur Blogparade Bis wann kann ich teilnehmen? Die Blogparade läuft bis zum 02. August 2026. Danach veröffentliche ich eine Zusammenfassung aller Beiträge. Wie lang sollte mein Beitrag sein? So lang, wie es sich für dich richtig anfühlt. Ob wenige Absätze oder ein ausführlicher Artikel, beides ist willkommen. Muss ich alle Fragen beantworten? Nein. Such dir einfach die Fragen aus, die dich ansprechen. Vielleicht reicht sogar eine einzige Kindheitserinnerung, um einen wunderschönen Artikel entstehen zu lassen. Kann ich auch teilnehmen, wenn ich noch keinen Blog habe? Dann hinterlasse deine Erinnerung gerne als Kommentar unter diesem Artikel oder teile sie auf Social Media und verlinke mich. Darf ich mehrere Erinnerungen aufschreiben? Unbedingt. Es gibt keine Vorgaben. Erzähle genau die Geschichten, die erzählt werden möchten. Vielleicht holst du dir mit deinem Artikel nicht nur eine Erinnerung zurück, sondern auch ein kleines Stück von der Leichtigkeit, die damals ganz selbstverständlich zu deinem Alltag gehörte. Ich freue mich riesig darauf, deine Geschichte zu lesen. Alles Liebe - Karina 🤍 Illustrationen: Karina Röpcke

  • Zeichnen gegen die Angst – wie Kunst mir hilft, Vertrauen zu finden

    End the Stigma: Warum wir über Angst sprechen müssen Angst kennt jede:r – sie zeigt sich in Geldsorgen, Zukunftsangst oder dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Doch was, wenn du ihr statt Weglaufen etwas entgegensetzt? Ich habe gelernt, meine Ängste zu zeichnen, zu schreiben und dadurch Stück für Stück Vertrauen zu finden. Kunst wurde für mich nicht nur Ausdruck, sondern Selbsthilfe. Und genau darum geht es in diesem Text: um den Mut, Angst sichtbar zu machen – Strich für Strich. Umgang mit Ängsten durch kreativen Ausdruck Fokus: Zukunftsangst, Verlustangst, Geldsorgen, Autofahrangst Methoden: Schreiben, Zeichnen, ABCD-Modell, Akzeptanz Ziel: Angst verstehen, annehmen und transformieren – mit Zeichnen gegen Angst als kreativer Weg zur Selbsthilfe Inhaltsverzeichnis: 1. Die vielen Gesichter der Angst – wie sie sich zeigt und was sie will 2. Schreiben & Zeichnen als Anker: Kreative Wege aus der Angst 3. Wenn die Angst mitfährt – eine Autofahrt zurück ins Vertrauen 4. Der psychologische Blick: Kreislauf der Angst & das ABCD-Modell erklärt 5. Zeit für die Angst: Warum Akzeptanz der Wendepunkt ist 6. End the Stigma: Warum wir über Angst sprechen müssen 7. Versöhnung & Vertrauen – was Kunst über Mut lehrt 8. Fazit: Zeichnen gegen Angst als kreative Selbsthilfe 1. Die vielen Gesichter der Angst – wie sie sich zeigt und was sie will Angst ist kein Fremder in meinem Leben. Sie hat viele Gesichter – manche laut, manche leise. In den letzten Monaten bin ich durch sämtliche Ängste gegangen: die Autofahr-Angst, die Ich-schaff-das-alles-nicht-Angst, die Angst um meine Mom und natürlich die allgegenwärtige Ich-verlier-die-Kontrolle-Angst. Was mir geholfen hat? Das Schreiben meiner Morgenseiten – und vor allem: die Kunst. 2. Schreiben & Zeichnen als Anker: Kreative Wege aus der Angst Oh je, was würde ich nur ohne meine täglichen Schreibeinheiten tun? Sie beruhigen mich, geben meinen Gedanken Raum, schaffen Ordnung, wo Chaos war. Hier darf alles sein, was ich nicht laut ausspreche – Sorgen, Ängste, Zweifel, Fragen. Und manchmal, ganz zwischen den Zeilen, tauchen auch Antworten auf. Und dann sind da meine Mini-Me’s – kleine, gezeichnete Versionen meiner selbst, die all das ausdrücken, was Worte manchmal nicht schaffen. Ich zeichne mein Leben, um mein Leben. Und ich liebe es so sehr. In der Psychologie nennt man das „Emotional Processing“ – ein Weg, Gefühle zu verarbeiten, indem man sie sichtbar macht. Für mich ist es keine Methode, sondern pures Überleben mit Fineliner und Zeichentusche. Angst ist kein Monster. Sie ist zutiefst normal und wenn ich mich ihr stelle (in der Psychologie wird diese Konfrontation "Exposition" genannt), wird sie kleiner. Hier bin ich mit meiner Angst in den Bergen. 3. Wenn die Angst mitfährt – eine Autofahrt zurück ins Vertrauen Im August bekam ich einen Auftrag für einen richtig coolen Job. „Ja!“, schrie mein Herz, „Bist du irre?“, mein Verstand. „Du musst Auto fahren.“ Mit Mitte 20 hatte ich meine Tante belächelt, weil sie die 30 Kilometer Landstraße zu meiner Familie nicht mehr mit dem PKW fuhr. Tja, zwanzig Jahre später kenne ich dieses unangenehme Gefühl. Ich hatte jahrelang Ausreden – ich fahre lieber mit den Öffis, es gibt keinen Rückfahrpieper, .... Schon der Gedanke ans Fahren ließ meinen Magen flau werden. In meinem Kopf war unser Bulli ein 7-Tonner, den ich durch winzige Gassen fahren musste. Ebenso beim Einparken. Mit dem LKW in eine Parklücke, die für einen Smart geeignet war. All dies hielt mich ab, mich hinters Steuer zu setzen und mich meiner Angst zu stellen. Und dann kam Tag X: Meine Mom auf dem Beifahrersitz (ja, auch 47-jährige Frauen brauchen manchmal ihre Mütter – und meine wurde offiziell zur Einparkhilfe ernannt). Sonne, Autobahn, angespannte Muskeln, Herzklopfen. Ich fuhr nach Meißen. Die Gebete um einen Parkplatz direkt vor der Location wurden erhört, und ich durfte einen wundervollen, kreativen Workshop geben. Durchatmen, zurück ins Auto – der Rückweg wartete. Und dann auch noch bei Dunkelheit. Da war sie wieder, meine Angst. Unentspannt fuhr ich auf die Autobahn. Und dann ... unser Bulli! Auf ihn und seine Star-Allüren ist Verlass! Die Öllampe blinkte auf. Also Blinker gesetzt, Ausfahrt genommen, an einer verlassenen Tankstelle gehalten. Laut fluchend, unter telefonischer Anweisung meines Freundes und mit meiner Mutter als Taschenlampen-Assistentin, goss ich Öl nach. Zurück ins Auto, tief durchgeatmet, und in Richtung Leipzig weiter. Verbotenerweise parkte ich schließlich auf dem Aldi-Parkplatz – und atmete zum ersten Mal richtig aus. Völlig erschöpft, aber unfassbar stolz, fiel ich ins Bett. Meine Bestätigung des Tages: Ich kann alles tun – auch mit Angst. Mit der Angst habe ich es geschafft. Unfassbar stolz nach dem Einparken in Meißen. 4. Der psychologische Blick: Kreislauf der Angst & das ABCD-Modell erklärt Ich habe meine Autofahrangst gezeichnet. Ein Kreislauf aus Trigger → Gedanken → Gefühl → Verhalten. Je mehr ich vermeiden wollte, desto enger wurde der Kreis. Erst als ich ihn sichtbar machte, wurde er durchlässig. Das nennt man den Kreislauf der Angst – ein Muster, das wir alle kennen. Sobald wir erkennen, dass es die Gedanken sind, die das Gefühl füttern, entsteht Bewegung. Mehr dazu liest du in meinem Artikel über kognitive Denkfehler – dort zeige ich, wie unser Denken uns manchmal in die Irre führt und wie du es liebevoll korrigieren kannst. Auch das ABCD-Modell nach Albert Ellis hilft mir, besonders in Zeiten von Zukunftsangst und Geldsorgen: A (Auslöser): Ein Auftrag fällt weg. B (Belief): „Ich schaffe das nie, ich bin gescheitert.“ C (Consequence): Angst, Enge, Druck. D (Disputation): „Ich habe schon andere Krisen überlebt – und Kunst ist meine Konstante.“ Diese Modelle sind keine Theorien mehr, wenn man sie zeichnet. Sie werden zu Bildern, Farben, Linien – zu etwas, das atmet. Für mich ist es Kunsttherapie in Selbsthilfeform – ehrlich und ganz ohne Leistungsdruck. Was ist das ABCD-Modell? Das ABCD-Modell stammt von Psychologe Albert Ellis. Es beschreibt, wie unsere Gedanken Gefühle und Verhalten beeinflussen – und wie wir sie durch bewusste Reflexion verändern können. Das ABCD-Modell – Angst verstehen in vier Schritten Schritt Was passiert hier? A – Auslöser Etwas passiert – z. B. du bekommst eine Absage oder musst Auto fahren. B – Belief (Glaube / Bewertung) Du denkst: „Ich schaffe das nicht“ oder „Ich bin gescheitert.“ C – Consequence (Gefühl / Reaktion) Dein Körper reagiert: Angst, Anspannung, Vermeidung. D – Disputation (Hinterfragen) Du prüfst: Ist das wirklich wahr? Gibt es Beweise dagegen? – Und ersetzt den Gedanken durch einen realistischeren, z. B. „Ich habe schon andere Situationen gemeistert.“ 🤍 Wenn du diesen Kreislauf zeichnest, machst du sichtbar, was in dir passiert – und schaffst Raum, um neu zu denken. 5. Zeit für die Angst: Warum Akzeptanz der Wendepunkt ist Am Tag meiner großen Fahrt hörte ich am Morgen einen Satz, der mich seitdem begleitet: „Die Angst liegt immer hinter uns, nicht vor uns.“ Wir fürchten selten, was vor uns liegt – sondern, was einmal war. Ich verlor 2025 meinen geliebten Nebenjob, Aufträge wurden abgesagt oder blieben ganz aus, das Konto war leerer als mir lieb war. Das Jahr war ein Arschloch – ehrlich gesagt. Aber ich zeichnete. Ich ließ die Angst neben mir sitzen. Ich gab ihr Zeit und Farbe. Und irgendwann wurde sie stiller. Anfang Oktober 2025 war ich an der Ostsee im Urlaub. Das Wetter war mies, und ich hatte plötzlich richtig viel Zeit, mich mit meinen Ängsten auseinanderzusetzen. Ein Freund hatte zufällig (obwohl – ich glaube ja nicht an Zufälle) ein Buch dabei: „Angst kocht auch nur mit Wasser“ * von Dan Katz. Dieses Buch hat mich sehr inspiriert – und einige meiner Zeichnungen in dieser Zeit sind dadurch entstanden. 6. End the Stigma: Warum wir über Angst sprechen müssen Angst gehört zum Leben. Sie ist kein Feind, sondern ein Freund, der uns auf etwas hinweist. Wir alle tragen sie: die Angst vor Verlust, Kontrolle, Zukunft. Doch wir leben in einer Gesellschaft, die Stärke mit Angstfreiheit verwechselt. "Es gibt kein angstfreies Leben. Es gibt nur den Mut, mit der Angst weiterzugehen." Darüber zu sprechen, zu schreiben, zu zeichnen – ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Akt von Menschlichkeit. Wenn wir über unsere Ängste schweigen, vergrößern wir sie. Wenn wir sie sichtbar machen, verlieren sie ihre Macht. Ich schreibe, um das Schweigen zu brechen. Ich zeichne, um zu verstehen. Ich teile, um zu zeigen: Du bist nicht allein. Und ja – manchmal ist die Angst zu laut, zu groß. Wenn sie uns leiden lässt, den Alltag bestimmt oder das Leben eng macht, ist professionelle Unterstützung kein Zeichen von Versagen, sondern von Selbstfürsorge. Therapie, Coaching, ärztliche Hilfe – sie sind Wege, nicht Schwächen. Schreiben und Zeichnen können helfen, Brücken zu bauen – zwischen dem, was wir fühlen, und dem, was wir verstehen. Aber manchmal brauchen wir jemanden, der mit uns darüber spricht. Und das ist vollkommen in Ordnung. 7. Versöhnung & Vertrauen – was Kunst über Mut lehrt Vielleicht war 2025 gar kein verlorenes Jahr. Es hat ordentlich geruckelt und sich neu sortiert. Ich habe einen großartigen Auftrag bekommen, durch den ich mir endlich mein lang ersehntes iPad kaufen konnte – und darf nun auch beruflich digital zeichnen. Ich darf Sandra, meine liebe Bloggerkollegin, mit Illustrationen für ihr Magazin unterstützen und meine Mini-Me's digital umsetzen – passend zum jeweiligen Magazin-Thema. Außerdem gebe ich inzwischen kreative Workshops für Kinder und Erwachsene. All das wäre vielleicht auch so passiert. Aber das Zeichnen hat mir den Weg dorthin erleichtert. Es hat mich getragen – und mich mit meinen Ängsten versöhnt. Vielleicht war es das Jahr, in dem ich lernte, mit der Angst zu leben, statt gegen sie. "Heute glaube ich: Angst ist kein Feind. Sie ist eine Einladung, mir selbst zuzuhören. Und Kunst ist die Sprache, in der sie antwortet." Was bedeutet für mich ein selbstbestimmtes Leben?: Mein "Mini-Me" in Digital für die Erstausgabe von Sandra Hoppenz in ihrem Magazin. 8. Fazit: Zeichnen gegen Angst als kreative Selbsthilfe Kunst ersetzt keine Therapie. Aber Zeichnen gegen Angst kann eine sanfte Form der Kunsttherapie-Selbsthilfe sein. Und für mich ist sie ein sicherer Ort, an dem Heilung beginnt –leise, farbig, ungefiltert. Kunst als Angstbewältigung Angst zeigt sich bei jedem anders – und oft findet jede:r den eigenen Weg, mit ihr umzugehen. Ich würde mich freuen, wenn du deine kreative Methode gegen Angst in den Kommentaren teilst: Schreibst du, malst du, tanzt du, bastelst du? Und wenn du Lust hast, dieses Jahr gemeinsam kreativ zu werden: Mach mit bei meinem Adventskalender Merry heART-mas – einem kleinen Herzensprojekt voller Farbe, Mut und Vertrauen. Alles Liebe – Karina 🤍 Dein erstes Mini-Me: Das kostenlose Starter-Kit Zeichne dich. Fühl dich. Versteh dich. Mit Anleitung, Materialliste, 25 Zeichenimpulsen für dein kreatives Tagebuch. Kein Talent nötig, nur du, ein Stift und ein bisschen Mut. *unbezahlte Werbung

  • Was ist eine Artcollab? Wenn Kunst auf Verbindung trifft

    Kunst entsteht oft im stillen Kämmerlein, aber manchmal macht sie gemeinsam einfach mehr Sinn. So ging's mir, als ich zufällig über meine erste Artcollab gestolpert bin. Was als neugieriger Klick auf einen Hashtag begann, ist inzwischen fester Bestandteil meines kreativen Alltags geworden. In diesem Artikel erzähle ich dir, was genau eine Artcollab ist, wie sie abläuft, warum sie mehr ist als nur ein Gemeinschaftsprojekt und wie sie sogar deiner mentalen Gesundheit guttun kann. Viel Freude beim Lesen! Inhaltsübersicht Was ist eine Artcollab? Wie läuft so eine Artcollab eigentlich ab? Welche Formen von Artcollabs gibt es eigentlich? Warum sind Artcollabs so beliebt? Wo findet man Artcollabs? Wie unterstützt eine Artcollab die mentale Gesundheit? Häufige Fragen (FAQ) Artcollabs – was sie bringen (und manchmal auch fordern) Meine persönliche Erfahrung Fazit & Einladung zum Mitmachen Was ist eine Artcollab? „Hey, ein Motiv und so viele verschiedene Interpretationen!“ Das war mein erster Gedanke, als ich zufällig über meine allererste Artcollab auf Instagram gestolpert bin. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Zum Glück verriet der Hashtag ein bisschen mehr. Und zack – ein paar Wochen später war ich Teil dieser wundervollen Community. Seitdem bin ich in vier festen Gruppen und es entstehen jeden Monat mehrere Bilder in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen. Und ich liebe es! Eine Artcollab, kurz für Art Collaboration oder auf gut Deutsch eine kreative Zusammenarbeit, bedeutet: Mehrere Menschen machen Kunst zum gleichen Thema. Aber jeder auf seine ganz eigene Weise. Manchmal arbeitet man tatsächlich am selben Werk, aber meist, so wie ich, zeichnet, malt oder collagiert jeder für sich. Was uns verbindet, ist ein gemeinsamer Ausgangspunkt: das Thema. Das kann eine bestimmte Farbpalette sein (z. B. ein Bild nur in Blautönen), ein inspirierendes Foto, ein simples Stichwort („Porträt mit Sonnenbrille“) oder ein monatliches Motto. Oft entstehen solche Collabs auch zu besonderen Anlässen, wie dem Muttertag, dem Weltkusstag am 06. Juli oder dem internationalen Frauentag. Oder sie folgen Instagram-Trends wie „Mein Starterpaket*“, also ich als Figur in einer Spielzeugverpackung (ja, das gibt’s wirklich). Es gibt feste Gruppen oder sie bilden sich wie bei der genannten Starterkit-Aktion meist spontan in einer sogenannten Pop-Up-Gruppe und finden sich über Instagram zusammen. Und das Schönste? Die Ergebnisse werden gesammelt unter einem gemeinsamen Hashtag gepostet. So entsteht eine kleine, feine Galerie voller unterschiedlichster Stile, Ideen und Blickwinkel. Ich mags total und freue mich jedes Mal, ein Teil davon zu sein. Das sind meine Lieblingsbilder, die ohne die Instagram @Artcollabfamily gar nicht entstanden wären. Wie läuft so eine Artcollab eigentlich ab? Ich nehm dich mal mit hinter die Kulissen, direkt in meine ganz persönliche Instagram-Collab-Erfahrung. In der Regel gibt’s jemanden, der das Ganze organisiert, den oder die Admin. Diese Person hält die Gruppe zusammen, gibt die Regeln vor, schaut, dass alles fair bleibt (großes Thema Bildrechte) und erinnert uns auch mal freundlich an den Abgabetermin. Und wirklich: Ohne so jemanden würde es schnell im kreativen Chaos enden. Am Anfang steht das Thema. Jeder darf eins vorschlagen. Das kann ein Foto sein, ein Wort, ein Gefühl oder eine Idee. Und dann wird abgestimmt. Welches Thema die meisten Herzchen bekommt, wird in Kunst verwandelt. Jeder auf seine oder ihre ganz eigene Art. Meistens haben wir dafür rund einen Monat Zeit – mit einer kleinen Deadline von 1-2 Tagen vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin. Sobald alle Werke fertig sind, posten wir sie in unsere gemeinsame Gruppe. Der Admin schreibt einen schönen Begleittext, nennt die Künstler*innen, das Thema und raus geht’s in die Welt. Entweder alle gleichzeitig (meistens wenn’s eine deutschsprachige Gruppe ist) oder über den Tag verteilt, was bei internationalen Gruppen eher der Fall ist. In den Gruppen, in denen ich mitzeichne, sind meist zehn kreative Köpfe dabei, weil Instagram bisher nur zehn Bilder in einem Karussell-Beitrag zuließ. Nach dem Posten wird gelikt, geteilt (wenn man mag), in Storys gezeigt und genossen. Das Schönste: Wir schauen uns gegenseitig die Werke an, lassen liebe Kommentare da und feiern die Vielfalt. Welche Formen von Artcollabs gibt es eigentlich? Oh, da draußen ist die Collab-Welt ganz schön bunt! Ich hab hier mal ein paar Formate gesammelt, die mir begegnet sind – vielleicht kennst du das eine oder andere ja auch schon oder bekommst jetzt Lust, selbst loszulegen: ATC-Karten – das sind kleine Kunstwerke im Scheckkartenformat, die man tauscht wie früher die Glitzersticker auf dem Schulhof. ATC steht übrigens für Artist Trading Cards. Jede Karte ist ein Unikat und reist nach der Fertigstellung oft per Post zu anderen Künstler*innen. So schön analog inmitten der digitalen Welt. Gemeinsame Collagen – besonders beliebt bei Teambuilding-Workshops oder in der Kunsttherapie. Jeder bringt etwas ein: ein Stück Papier, einen Farbklecks, eine Idee. Und am Ende entsteht ein großes Ganzes. Das kann ganz still und meditativ sein oder auch wunderbar chaotisch. Thematische Sketche oder Zeichnungen – hier bekommt man ein bestimmtes Thema vorgegeben (zum Beispiel „Lieblingstier“, „Küchenchaos“ oder „Was ich als Kind werden wollte“) und setzt das mit Stift, Farbe oder iPad um. Jedes Werk steht für sich, und trotzdem ergibt sich eine spannende Sammlung. Digitale Kunstprojekte – vielleicht mein liebstes Format. Stell dir vor: Jede*r gestaltet ein Teil eines Bildes. Ein gemeinsames Thema, aber zehn unterschiedliche Stile. Wenn alles zusammengesetzt wird, entsteht ein digitales Puzzle aus Kreativität, Farbe und ganz viel Persönlichkeit. Das sind nur ein paar Beispiele und die Möglichkeiten sind endlos. Und genau das macht’s so besonders: Jede*r bringt sich ein, auf eigene Weise, im eigenen Tempo. Und trotzdem (oder gerade deshalb) fühlt man sich verbunden. Meine ersten ATC-Karten: Das Thema war "Meer" und ich habe mir dafür Surferinnen ausgesucht. Es war gar nicht so einfach, auf diesem kleinen Format zu zeichnen. Neun Karten wurden verschickt, eine habe ich behalten. Warum sind Artcollabs so beliebt? Ganz einfach: Weil sie verbinden, inspirieren und aus der Komfortzone locken. Ich liebe es, zu zeichnen, zu malen, Neues auszuprobieren – aber was mich wirklich dranbleiben lässt, ist die Deadline. Ohne sie wären viele meiner Bilder wahrscheinlich nie entstanden. Vier Zeichnungen im Monat? Nur weil ich weiß: da wartet eine Gruppe auf mein Werk. Was mit einfachen Fineliner-Skizzen begann, hat sich Stück für Stück weiterentwickelt. Erst kam ein bisschen Aquarell dazu, dann durfte auch mal ein Marker ran. Und inzwischen entstehen sogar kleine Acrylkunstwerke. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so mutig in neue Materialien stürze – aber genau das passiert, wenn man regelmäßig raus aus dem eigenen Kopf und rein in die Collab-Welt geht. Das Schöne ist: Man wächst. Nicht nur technisch, sondern auch menschlich. Der Austausch in der Gruppe, das wertschätzende Feedback, die gemeinsame Vorfreude auf das Thema – all das trägt dazu bei, dass man sich als Künstler*in nicht allein fühlt. Hier noch einmal auf einen Blick, was Artcollabs für mich (und viele andere) so besonders macht: Inspiration: Neue Themen, neue Perspektiven, neue Ideen. Manchmal ist ein Satz im Chat genug, und plötzlich ist da ein Bild im Kopf. Verbindung: Man teilt seine Kunst mit anderen, wird Teil einer kreativen Gemeinschaft. Motivation: Ein fester Abgabetermin hilft, ins Tun zu kommen – ganz ohne Prokrastinations-Schleife. Sichtbarkeit: Hashtags, Reposts und geteilte Beiträge sorgen dafür, dass die eigenen Werke von mehr Menschen gesehen werden. Und ganz ehrlich: Dieses Gefühl, wenn zehn unterschiedliche Bilder zu einem Thema auftauchen – das ist jedes Mal aufs Neue richtig besonders. Wo findet man Artcollabs? Wenn du jetzt Lust bekommen hast, selbst mal bei einer Artcollab mitzumachen, hab ich ein paar Tipps für dich, wo du fündig wirst. Denn ja: Die Möglichkeiten sind da, man muss sie nur entdecken (oder einfach selbst starten ;-) ). Instagram ist für mich der absolute Hotspot. Hier habe ich meine ersten Collabs gefunden – einfach über Hashtags wie #artcollabfamily #artcollab, #atccollab, #artchallenge oder auch thematische wie #drawthisinyourstyle. Manchmal entstehen Gruppen ganz spontan aus einem Kommentar heraus. Facebook-Gruppen gibt’s noch – und sie sind aktiver, als man denkt. Viele kreative Challenges und Call-outs für Gemeinschaftsprojekte werden dort geteilt. Einfach mal nach „Art Collab“ oder „Kunst-Challenge“ suchen. Eigene Netzwerke: Vielleicht hast du schon kreative Freund*innen oder Kolleg*innen? Starte doch selbst eine kleine Collab-Runde. Ein Thema, ein Datum, los geht’s! Das kann sogar per WhatsApp, Signal oder Sprachnachricht koordiniert werden. Also, Augen offen halten oder selbst etwas starten. Beides funktioniert wunderbar. Wie unterstützt eine Artcollab die mentale Gesundheit? Für mich als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Kreativmensch ist das Zusammenspiel von Kunst und seelischem Wohlbefinden mehr als nur ein schöner Nebeneffekt. Es ist ein echter Schatz. Gerade bei einer Artcollab zeigt sich, wie sehr gemeinsames Gestalten auch innerlich etwas in Bewegung bringen kann. Selbstausdruck: Kunst bietet einen Raum, in dem Gefühle sichtbar werden dürfen, ohne viele Worte. Ob leise, laut, bunt oder zart. Alles darf sein. Flow erleben: Beim Zeichnen, Malen oder digitalen Illustrieren tauche ich oft komplett ab. Dieser Zustand, wenn die Gedanken leiser werden und man ganz im Tun versinkt, wirkt wie ein kleiner Kurzurlaub fürs Gehirn. Austausch & Verbindung: In kreativen Gruppen erlebt man, dass man nicht allein ist. Gerade in Phasen, in denen man sich zurückgezogen oder überfordert fühlt, kann dieser Austausch unglaublich stärkend sein. Stabilität durch Routine: Regelmäßige kreative Zeitfenster (z. B. durch Monatsmottos oder fixe Abgabetermine) geben Struktur. Und manchmal ist genau das, was wir brauchen, um wieder besser im eigenen Rhythmus anzukommen. Artcollabs sind für mich also nicht nur eine kreative Spielwiese, sondern auch eine Form der Selbstfürsorge. Eine Einladung, regelmäßig innezuhalten und mit dem, was gerade da ist, etwas zu gestalten. Häufige Fragen (FAQ) Du hast noch Fragen? Hier ein paar Antworten, die dir weiterhelfen könnten: Brauche ich besondere Vorkenntnisse? Nein! Jede*r darf mitmachen, egal ob absoluter Neuling oder Profi mit Pinsel. Muss ich jeden Monat teilnehmen? Nein, viele Artcollabs sind ganz offen. Du entscheidest selbst, wann du dabei sein möchtest. Was ist, wenn ich mal keine Zeit habe? Kein Stress. Die meisten Gruppen sind total verständnisvoll – das echte Leben geht schließlich vor. Was mache ich mit meinen fertigen Werken? Die Möglichkeiten sind vielfältig: Du kannst sie tauschen, verschenken, sammeln oder sogar ausstellen – vielleicht in einem kleinen Café oder einer lokalen Galerie. Artcollabs – was sie bringen (und manchmal auch fordern) Das Schönste an Artcollabs ist für mich das Gemeinschaftsgefühl. Man fühlt sich verbunden, motiviert und bekommt durch das gewählte Thema oder eine Deadline einen sanften Schubs, wirklich dranzubleiben. Viele entdecken, so wie ich, auf diese Weise neue Stilrichtungen oder Techniken für sich – und ganz nebenbei entstehen neue Kontakte und Sichtbarkeit für die eigene Kunst. Natürlich gibt’s auch ein paar Stolpersteine: Manchmal kommt der Abgabetermin ungelegen oder der Vergleich mit anderen verunsichert einen. Auch technische Dinge (z. B. beim digitalen Formatieren oder die Umstellung von Instagram von 1:1 auf 4:5-Formate) können herausfordernd sein. Oder mir fällt das Feedbackgeben schwer. Aber unterm Strich überwiegt das Gute – vor allem das Gefühl, Teil von etwas Kreativem zu sein. Hier sind die Vor- und Nachteile auf einen Blick: Vorteile Gemeinschaftsgefühl Motivation durch Themen & Abgabetermine Erweiterung der eigenen Stilvielfalt Neue Kontakte und Sichtbarkeit Nachteile Zeitdruck, wenn zu viel auf einmal kommt Vergleich mit anderen kann verunsichern Technische Hürden (z. B. bei digitalen Formaten) Meine persönliche Erfahrung Ich habe mit einfachen Zeichnungen in der Gruppe begonnen. Hinzu kamen ATCs , von denen ich vorher noch nie gehört habe. ATCs lösten in mir gemischte Gefühle aus, schließlich versende ich meine Kunstwerke in Form kleiner Karten und tausche sie mit anderen Künstler*innen. D.h. sie werden nicht nur digital geteilt, sondern andere Künstler halten sie auch wirklich in den Händen. Und an die Größe von 64x89 mm (sie ist weltweit einheitlich) musste ich mich erst gewöhnen. So wenig Platz für die eigene Kunst :-) Ich war erstaunt, wie viel Freude es macht, im kleinen Format zu experimentieren. Die monatlichen Themen helfen mir, kreativ dranzubleiben. Besonders schätze ich den Austausch, die Kommentare, Likes, aber auch direkte Gespräche mit anderen Künstler*innen geben mir Energie. Gerade in stressigen Zeiten ist die Collab ein Ort geworden, an dem ich mich sammeln, ausdrücken und entspannen kann. Fazit & Einladung zum Mitmachen Artcollabs sind mehr als kreative Challenges. Sie können echte Kraftquellen sein – für dein Künstlerinnen-Ich, für deine Sichtbarkeit und für deine mentale Gesundheit. Sie sind Räume für Begegnung, Austausch und Selbstfürsorge. Wenn du Lust hast, es auszuprobieren: Starte klein. Eine Artcollab im Monat, ein gemeinsames Thema mit einer Freundin und schon bist du Teil von etwas Größerem. Und wenn du magst, teile diesen Artikel mit jemandem, der Lust hat, mit dir kreativ zu sein. Oder markiere mich auf Instagram (@karinas_pinselyoga), wenn du deine erste Collab teilst. Ich freu mich drauf! Alles Liebe - Deine Karina 🤍 *Und falls du bis hierhin gelesen hast, hier ist sie, die Pop-Up-Artcollab und ich als Starterpaket :-) Titelfoto: Katrin Bieneck

  • Comics für die Seele – warum Zeichnen mich heilt

    Kurz vor Weihnachten war ich in der Bücherabteilung direkt am Eingang meines Lieblings-Künstlerbedarfs. Eigentlich wollte ich nur Fineliner kaufen. Und dann blieb ich stehen. Ein Buch. Bunt, auffällig, laut ... als würde es mich rufen.Ich nahm es in die Hand, blätterte darin, betrachtete die Zeichnungen. Fast ausschließlich Frauen. Starke Frauen. Ich legte es zurück. Drei Fineliner wanderten in meinen Korb. Dazu ein kleiner Zeichenblock im Format 15 × 15 cm, mein aktuelles Lieblingsformat. Und trotzdem kam ich immer wieder zu diesem Buch zurück. Ich nahm es erneut in die Hand, las einzelne Abschnitte. Sah Bilder. Und merkte, wie etwas in mir in Resonanz ging. Es hat mich berührt. Ich kaufte das Buch am Ende nicht. Aber ich nahm etwas anderes mit: den Wunsch, mit meiner eigenen Kunst etwas zu bewegen. Gedanken sichtbar zu machen. Gefühle, für die Worte oft nicht reichen. In diesem Artikel erzähle ich, warum Zeichnen mich heilt und welche Rolle Comics für meine mentale Gesundheit spielen. Comics für die Seele – warum sie uns so tief erreichen Comics erinnern uns an unsere Kindheit, an einen frühen Zugang zu Geschichten, Gefühlen und Fantasie. Die Verbindung aus Bild und Text spricht Kopf und Herz gleichzeitig an. Gefühle, für die Worte fehlen, finden in Bildern einen Ausdruck. Comics machen Komplexes (u.a. gesellschaftliche Themen) zugänglich, ohne zu vereinfachen. Sie lassen Raum für Mehrdeutigkeit und eigene Interpretation. Sie verbinden leise, ehrlich und ohne zu belehren. Manchmal ist es einfacher, etwas zu zeichnen, als es auszusprechen. Inhaltsverzeichnis Meine Comic-Kindheit Wie Comics leise in mein Leben zurückkamen Comics & mentale Gesundheit Wie und was ich zeichne Warum ich nicht nur für mich zeichne Buchempfehlungen Fazit Meine Comic-Kindheit Ich bin ein DDR-Kind. Die Auswahl an Comics war begrenzt. Es gab die FRÖSI, die Bummi, die Mosaik-Hefte ... und das war es in meiner Erinnerung auch fast schon. Mit der Wende, ich war 11, änderte sich alles. Plötzlich gab es Mickey Mouse, Donald Duck, bunte Hefte und Taschenbücher. Ich konnte es kaum erwarten zum Zeitschriftenkiosk zu laufen, zückte mein Taschengeld und hütete zu Hause angekommen meine Comics wie einen Schatz. Ich liebte diese Welten, die Abenteurer meiner Superhelden. Stundenlang war ich darin versunken. Und dann wurde ich erwachsen. Und irgendwo auf dem Weg ging das Interesse an Comics verloren. Wie Comics leise in mein Leben zurückkamen Das Wort „Comic“ kam mir erst im letzten Jahr wieder bewusst in den Sinn. Ich wurde gefragt, ob ich für ein großes Unternehmen digitale Comics zeichnen würde. Meine erste Reaktion: Puh … noch nie gemacht. Meine zweite: Wenn sie es mir zutrauen, warum nicht? Ganz ehrlich: „Noch nie gemacht“ stimmte nicht ganz. Ich hatte es nur anders genannt. Seit ich Morgenseiten schreibe, tauchten immer mehr kleine Figuren auf. Erst im Sketchnote-Stil, dann als kleine Szenen. Ich nenne sie liebevoll meine Mini-Mes, kleine Versionen von mir, die meinen Alltag, meine Gedanken und Gefühle festhalten. Wenn ich zeichne, werde ich ruhiger. Die Kombination aus Wort und Bild drückt oft mehr aus als Text allein. Comics & mentale Gesundheit „Wenn du etwas hörst, wirst du es vergessen. Wenn du etwas siehst, wirst du dich erinnern. Aber wenn du etwas machst, wirst du es verstehen.“— chinesisches Sprichwort Wenn ich zeichne, heilt etwas in mir. Ich verarbeite, lasse los, zeichne ohne Perfektionismus. Es ist nichts Abstraktes. Es passiert jedes Mal, wenn ich den Stift ansetze. Zu einem Artikel über meine Autofahrangst habe ich Zeichnungen veröffentlicht. Das Feedback war überwältigend. Menschen fühlten sich gesehen. Sie schrieben mir, dass es ihnen genauso geht. Auch in den sozialen Medien sehe ich es immer wieder: Comics zu Themen wie mentale Gesundheit, Frauenrechte, Genderpolitik oder Rassismus. Keine Themen sind zu schwer und doch werden sie durch Bilder zugänglicher. Pepita Sandwich, eine in Argentinien geborene Illustratorin, bildende Künstlerin und Cartoonistin, die ich über einen Domestika-Kurs entdeckt habe, hat sogar ein ganzes Buch über Die Kunst des Weinens* geschrieben. In ihrem liebevoll illustrierten Buch taucht sie unfassbar tief in die Welt der Tränen ein. Sie betrachtet es wissenschaftlich, historisch und vorallem menschlich. Und sie erinnert daran, dass im Zulassen von Gefühlen oft viel mehr Kraft steckt, als wir denken. Hach ich bewundere ihre Arbeit sehr :-) Wie und was ich zeichne Alltägliches Ich zeichne Geschichten aus dem Leben: wie ich mir die Haare wasche, mein Kaffeebedürfnis, kleine Streits, Beobachtungen im Alltag, Gespräche zwischen Eltern und Kindern, Zitate oder Meditationen. Ich mache mir Gedanken darüber, wie ich Alltagssituationen darstellen kann. Schon beim Überlegen, wie ich sie manchmal auch witzig zeichnen werde, beginne ich zu schmunzeln und allein das schenkt mir ein gutes Gefühl. Willkommen in meiner Welt: Alltagssituationen aus meinem Leben. Mein Tag auf einer Seite. Sorgen & Ängste Ob Autofahrangst, finanzielle Sorgen oder der Umgang mit meinem „Mr. Money“, vieles landet in meinem visuellen Tagebuch. Als meine Mutter 2024 schwer erkrankte, war das tägliche Zeichnen unserer Treffen mein Anker. Schreiben allein reichte nicht. Zeichnen beruhigte mich. Tumor oder Lungenentzündung? Fast zwei Wochen haben wir gebangt. In dieser für mich sehr emotionalen und aufwühlenden Zeit schrieb und zeichnete ich mein Erlebtes in meine Morgenseiten. Es fällt mir leichter, Bilder zu teilen als über meine Ängste zu sprechen. Warum ich nicht nur für mich zeichne Ich möchte aufklären. Durch meine eigene Geschichte, Persönlichkeitsentwicklung und meine Heilpraktiker-Ausbildung habe ich viel Wissen gesammelt, das ich teilen möchte. Ich möchte Trost geben. Und sagen: Ich sehe dich. Du bist nicht allein. Buchempfehlungen Lynda Barry – Syllabus / Making Comics Ellen Forney – Meine Tassen im Schrank. Depressionen, Michelangelo und ich Julia Cameron – Der Weg des Künstlers Liv Strömquist – Der Ursprung der Welt (Gesellschaft & Comic) Fazit Zeichnen erfüllt mich. Es beruhigt, sortiert und heilt. Es ist für mich eine Mischung aus Nostalgie, innerem Kind und tiefer Verbindung zu mir selbst. So wie das Buch im Künstlerbedarf etwas in mir bewegt hat, möchte ich mit meiner Kunst etwas in anderen bewegen. Wenn du dir ein Thema wünschst, das ich zeichnend und schreibend aufgreifen soll, schreib mir gern. Vielleicht geht es um mentale Gesundheit, um Depression, um den Umgang mit Streit in Partnerschaften, um Frauenrechte, mentale Last oder ungleiche Verteilungen im Alltag. Oder um etwas ganz anderes, das dich gerade bewegt. Ich lese mit und nehme es mit an meinen Zeichentisch. Alles Liebe – Karina 🤍 Ein typischer Samstag gezeichnet in meinem Tagebuch: Kein Wecher, einfach auschlafen, mit meinem Partner "abhängen", etwas "Steuer machen" und am späten Nachmittag mit meiner Mom ins Kino gehen (Film: Freud - Jenseits des Glaubens). *unbezahlte Werbung

  • Karinas Mini Me’s klären auf: Welches Gefühl steckt hinter deinem Ziel?

    Ich sitze mal wieder krank im Bett, der doofe Husten ist zurück. Alle Termine für dieses Wochenende sind abgesagt und zwischen Tee, dem Pad mit der Lieblings-Handpan-Playlist und viel zu warmer Decke entsteht etwas, das ich sonst selten habe: Zeit. Zeit zum Heilen. Zeit zum Nachdenken. Zeit für meine keine Ahnung wievielte RUSU. Die Rise Up & Shine Uni (kurz RUSU) ist ein von Laura Malina Seiler entwickeltes Programm, um endlich in die Umsetzung zu kommen und den eigenen Traum, sie sagt das eigene Wunder, in die Wirklichkeit zu bringen. Da sitze ich nun im Bett, während Draußen endlich der Frühling erwacht, mit der viel zu warmen Decke auf den ausgestreckten Beinen, das dicke Workbook vor mir, und dann kommt sie. Diese eine Frage. Welches Gefühl steckt hinter meinem Ziel? Hmm ... Dankbarkeit, Liebe, Vertrauen kommen mir als erstes in den Sinn. Aber sind das wirklich Gefühle? Ich merke, wie ich stocke. Und das, obwohl ich so viel mit Emotionen arbeite, sie zeichne, mit Düften verbinde, mit ihnen manifestiere. Also beginne ich zu recherchieren. Und weil ich Gefühle nicht nur benenne, sondern alles, was mir wichtig ist, auch zeichne, begleiten dich in diesem Artikel meine Mini Me’s spielerisch dabei, meine Ergebnisse zu erkunden. Viel Freude beim Lesen. Was sind Gefühle? Bewusste innere Wahrnehmungen von dem, was in uns passiert Subjektive Erfahrungen wie Angst, Freude, Ärger, Liebe oder Eifersucht Entstehen durch das, was wir erleben, denken oder körperlich spüren Nicht eindeutig messbar und bei jedem Menschen anders Alles, was ich in meinem Körper und meiner Psyche bewusst wahrnehme, vom weiten Herzen bis zum flauen Bauchgefühl, ist für mich ein Gefühl Inhaltsverzeichnis Was sind Gefühle? Sind Gefühle gleich Emotionen? Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen Die häufigsten Grundgefühle Warum Gefühle bei der Zielsetzung so wichtig sind Warum wir unsere Gefühle oft nicht benennen können Wie du deine Gefühle besser wahrnimmst Mini Übung für deinen Alltag Gefühle zeichnen mit meinen Mini Me's Meine Gefühlsliste zum Download Fazit und die Gefühle hinter Zielen Was sind Gefühle? Das sagt "das Internet": Gefühle sind bewusste innere Wahrnehmungen dessen, was in uns passiert. Vereinfacht zusammengefasst nach psychologischen Definitionen sind Gefühle subjektive Erfahrungen wie Angst, Freude, Ärger, Liebe oder Eifersucht. Sie entstehen durch die Verarbeitung von Reizen, also durch das, was wir erleben, denken oder körperlich spüren. Gefühle sind nicht eindeutig messbar. Sie sind individuell. Zwei Menschen können dieselbe Situation erleben und völlig unterschiedlich fühlen. Meine eigene Definition Alles, was ich in meinem Körper und in meiner Psyche bewusst wahrnehme, erlebe und FÜHLE ist für mich ein Gefühl. Wenn mein Herz nach einem schönen Gespräch vor Freude und Beseeltheit ganz weit wird. Wenn mein Magen aus Angst vorm Autofahren grummelt und unfassbar nervös wird. Wenn ich abends auf meiner "Piecksmatte" liegend, körperlich und innerlich ganz ruhig werde. Das ist nicht nur ein Zustand. Das ist ein Gefühl. Sind Gefühle gleich Emotionen? Ich liebe meine Duftöle und habe für bestimmte Emotionen sogar ganz eigene Mischungen. Und weil ich genau wissen wollte, welches Öl wofür steht, habe ich mir natürlich auch das passende Buch mit Emotionsrad bestellt. Und während ich noch über Gefühle und Emotionen nachdenke, kam die Frage: Ist das eigentlich dasselbe? Was sagt denn hier die KI? Die Anwort: "Nicht ganz. Auch wenn wir die Begriffe im Alltag oft durcheinanderwerfen, gibt es einen feinen Unterschied. Emotionen sind automatische Reaktionen deines Systems. Dein Herz schlägt schneller, dein Atem verändert sich, dein Körper reagiert. Gefühle sind das, was du daraus bewusst wahrnimmst und benennst. Sie sind die innere Erfahrung, die du spürst und einordnest. Die Emotion passiert. Das Gefühl wird erlebt." Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen Emotionen sind automatische körperliche Reaktionen, die spontan ablaufen Gefühle sind die bewusste Wahrnehmung und Benennung dieser Reaktionen Emotion zeigt sich im Körper, zum Beispiel durch schnelleren Puls oder Anspannung Gefühl entsteht, wenn du innerlich erkennst und aussprichst, was gerade in dir los ist Emotion passiert von selbst, Gefühl wird erlebt, eingeordnet und benannt In der Manifestationsarbeit wirken vor allem bewusst gefühlte Zustände wie Liebe, Vertrauen oder Dankbarkeit, weil sie im Körper verankert werden Die häufigsten Grundgefühle Psychologisch werden oft diese Basisgefühle genannt: Freude Trauer Wut Angst Ekel Überraschung Doch im Alltag erleben wir viel mehr Nuancen. Erleichterung Stolz Neid Scham Dankbarkeit Sehnsucht Zufriedenheit Überforderung Inspiration Weltschmerz Zwischen gut und schlecht liegt eine ganze Gefühlswelt. Warum Gefühle bei der Zielsetzung so wichtig sind Gefühle spielen bei der Zielsetzung eine entscheidende Rolle, weil sie uns zeigen, was uns wirklich antreibt. Ziele, die nur auf Vernunft basieren, ohne dass wir emotional davon berührt werden, führen oft zu Motivationseinbrüchen oder schnellem Aufgeben. Wer dagegen seine inneren Gefühle erkennt und bewusst einbezieht, kann seine Ziele klarer definieren, den eigenen Antrieb nutzen und Hindernisse leichter überwinden. Kurz gesagt: Gefühle sind der Motor, der deine Ziele lebendig macht. Warum wir unsere Gefühle oft nicht benennen können Und trotzdem saß ich da mit meinem Workbook und wusste es nicht sofort. Vielleicht kennst du das. Wir können erklären, was wir wollen. Wir können Pläne machen. Aber wenn jemand fragt, wie wir uns dabei fühlen möchten, wird es still. Oft haben wir nicht gelernt, Gefühle differenziert wahrzunehmen. Es gab vielleicht nur traurig, wütend, glücklich. Alles dazwischen blieb namenlos. Manchmal fehlt uns einfach der Wortschatz. Und manchmal auch der Mut, ehrlich hinzuschauen. Wie du deine Gefühle besser wahrnimmst Eigentlich, wenn ich genauen hinspüre, kann ich meine Gefühle schon recht gut deuten. Wie? 1. Innehalten. Zwei bewusste Atemzüge. 2. Den Körper scannen. Wo spüre ich etwas? In der Brust. Im Bauch. In den Schultern. 3. Gefühl konkret benennen. Nicht schlecht, sondern enttäuscht. Nicht gut, sondern erleichtert oder zufrieden. Das dauert keine fünf Minuten. Aber es verändert viel. Mini Übung für deinen Alltag Ich hab von einer Übung gelesen, die sich ganz leicht umsetzen lässt. Sie lautet: Stell dir abends eine Frage: Welches Gefühl hat meinen Tag heute am meisten geprägt? Und dann frage dich: Was hat es ausgelöst. Was wollte es mir sagen. Was hätte ich gebraucht. Ganz einfach und mehr braucht es nicht. Gefühle zeichnen mit meinen Mini Me's Ich zeichne meine Gefühle. Das ist meine Art, sie greifbar zu machen. Meine Lieblingsgefühle passend zu meinem RUSU Wunder sind: inspiriert, erfüllt, glücklich, voller Vertrauen kraftvoll, dankbar Vielleicht magst du deine auch einmal zeichnen. Es ist spannend, was dabei sichtbar wird. Meine Gefühlsliste zum Download Weil ich gemerkt habe, wie sehr mir manchmal die Worte fehlen, habe ich eine Gefühlsliste erstellt, die du dir herunterladen kannst. Sie hilft dir, dein inneres Erleben genauer zu benennen und bewusster wahrzunehmen. Manchmal entsteht Klarheit allein dadurch, dass ein Wort plötzlich passt. Fazit und die Gefühle hinter Zielen Ein spannendes Feld. Da habe ich mein Emotionsrad und so viele Tools aus meinen Ausbildungen gelernt und doch stockte ich bei der Frage nach dem Gefühl hinter meinem Ziel. Vielleicht ist genau das der Punkt. Gefühle lassen sich nicht nur theoretisch verstehen. Sie wollen erlebt werden. Ich sitze also hier mit Husten, Workbook und viel zu warmer Decke und übe weiter. Eins ist jedoch sicher. Ich spüre bereits heute riesengroße Dankbarkeit (verrückt, das war auch mein erster Gedanke). Und jetzt bin ich neugierig. Hättest du deine Gefühle hinter deinem Ziel auf Anhieb benennen können? Alles Liebe – Karina 🤍

  • Mein "12 von 12" am 12. April 2026

    Ich bin zurück. Was war das nur für eine Woche! Vom Pilgerweg in Thüringen direkt in die Münchener Olympiahalle zum 10-jährigen "happy, holy & confident"-Podcast-Jubiläum von Laura Malina Seiler. Kurz schlafen und zurück nach Leipzig. Da sitze ich jetzt auf der Couch, mit dem Laptop auf dem Schoß und tausend Gedanken im Kopf. Womit starten? Okay, ich beginne mit meinem "12 von 12", der wundervollen Bloggertradition, die Caro von Draußen nur Kännchen weiterführt. Wer es nicht kennt: An jedem 12. des Monats werden 12 Bilder gemacht, die meinen Tag dokumentieren. Los geht’s und dir viel Spaß beim Stöbern. 7:20 Uhr. Ich werde noch vor dem Weckerklingeln wach. Stehe ich auf? Nein, noch eine Stunde, bevor mein RUSU Morning Ritual* beginnt. Ich drehe mich um und schlafe wieder ein. 8:20 Uhr. Auch hier in München, ich übernachte bei meiner Freundin Biene, die mir ihre Wohnung für eine Nacht überlassen hat, während sie selbst beruflich für ein Fotoshooting unterwegs ist. Aufstehen, meditieren, tanzen, schnell Kaffee kochen, duschen und noch fix meine Maiscracker essen, die vom Pilgerweg übrig geblieben sind. Bling: eine Nachricht von Jacqueline … 9:30 Uhr. Noch Zeit, um mich zu setzen und eine Tasse Kaffee zu genießen. Bling: … "OK, noch paar Minuten ..." denke ich. Ich bringe meinen kleinen Rucksack an die Wohnungstür. Auf dem Weg entdecke ich im Flurschrank das Bild von Gizmo und mir. Biene hatte uns an der Ostsee vor Jahren fotografiert. Wie ich diesen kleinen Stinker vermisse. 10:00 Uhr. Aufgefüllt und voller Glück steige ich zu meinen Freunden ins Auto. Sie nehmen mich zurück nach Leipzig. Zuhause angekommen erst mal auf die Couch. Ich schaue mit meinem Partner einen Film, esse eine recht große Portion Eis und raffe mich schließlich auf, um meinen Rucksack auszupacken. Der große Wanderrucksack wartet ebenfalls darauf, geleert zu werden. Ich schieße noch schnell ein Foto, um mir die Einstellungen für die nächste Pilgertour zu merken. Der Rucksack ist eine Leihgabe meiner Mom und es braucht immer eine Weile, bis das kleine Monster und ich beim Pilgern "zusammenpassen". In meinem Kopf stapeln sich die Gedanken. Ich möchte bloggen, zeichnen, nein, erst mal die neue Woche planen und eigentlich als Allererstes die letzten Tage reflektieren. Ich packe weiter aus. Oh, wie ich es liebe, das Journal von Laura. Schon einige Male habe ich überlegt, es mir zu kaufen. Zu teuer, dachte ich jedes Mal. Bereits gestern beim Event konnte ich es mit meinen Gedanken füllen. Ich koche mir eine Kanne Kräutertee und beschließe ins Atelier zu gehen und nach den Blumen zu schauen. Schließlich war ich über eine Woche unterwegs. Hach, wie ich diese Energie dort liebe. Den Blumen geht es auch gut. Sie bekomme einen extragroßen Schluck Wasser und ich kann beruhigt wieder nach Hause gehen. Beim Abschließen der Zwischentür muss ich schmunzeln. Suche den Fehler :-) (Hast du es entdeckt, dass kleine Guckloch in Kombination mit den Glasscheiben?) Der kleine Platz in meiner Hood: Ostern ist vorbei und die Kirschlüten sind auch verblüht. Es ist das 13. Bild, ein kleiner Bonus und wie bei fast jedem "12 von 12" verabschiede ich mich mit meinem aktuellsten Instagram-Artcollab-Bild, welches morgen am 13. April veröffentlicht wird. Dieses mal mit dem Thema "Black is beautifull". Vielen Dank fürs Gucken, machs dir schön und bis zum nächsten "12 von 12". Alle Liebe – deine Karina 🤍 *Das RUSU-Morning -Ritual ist teil Illustrationen und Fotos: Karina Röpcke

  • Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2026

    Heute ist der 14. Februar, Valentinstag. Und eigentlich wäre es für meine To-Want-Liste für die ersten drei Monate, also mein erstes Quartal, fast schon ein bisschen spät. Aber ganz ehrlich, wenn nicht heute, wann dann? Genau deshalb nutze ich diesen Tag, um mich bewusst auf die Dinge zu konzentrieren, die mir wirklich am Herzen liegen. Dieses Mal gilt: weniger ist mehr. Dafür sind es echte Herzens-To-Wants. Also los. Hier kommen von ganzem Herzen meine To-Wants für das erste Quartal 2026. 🤍 Meine To-Want-Liste im Überblick: Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 4. Quartal 2025 Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 4. Quartal 2025 Was ich mit meiner Kunst und Kreativität bis zum Jahresende 2025 erreichen möchte Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 4. Quartal 2025 Mein Wohn-Projekt für das 4. Quartal 2025 Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 4. Quartal 2025 Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 4. Quartal 2025 freue Hier kannst du meine "alten" To -Wants finden Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 1. Quartal 2026 Ziel 1 – sportlich: „Kümmere dich rechtzeitig um deinen Körper“ heißt es so schön. Ich habe keine großen sportlichen Ziele, sondern möchte eine kleine Sporteinheit als feste Routine etablieren. Mindestens fünfmal pro Woche: Squats, Mountain Climbers und Planks, jeweils drei Durchgänge. Im Anschluss eine kurze Einheit aus Mady Morrisons großem Video-Repertoire. Ziel 2 – persönlich: Zeichnen, zeichnen, zeichnen. Ich weiß, das ist auch kreativ, aber bei mir gibt es da keine Trennung. Deshalb möchte ich jede Woche mit meinen Mini-Me’s künstlerisch festhalten und reflektieren, was mir besonders wichtig war. Ziel 3 – kreativ: ✔ Bei der morphischen Feldlesung im Januar hieß es „Wilde Farben“. Wenn das kein Anlass ist, endlich meine Acrylfarben aus dem Rollcontainer hervorzuholen und damit zu experimentieren. Es entstehen mindestens zwei Bilder. Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 1. Quartal 2026 ✔ Eine neue Comic-Auftragsarbeit wird entstehen. Ich freue mich jedes Mal sehr darüber, wie viel Vertrauen mir entgegengebracht wird. ✔ Bei allem, was ich tue, möchte ich Freude empfinden. Auch in diesem Jahr gebe ich wieder Feedback auf Blogartikel in Judith Peters Content Society. ✔ Gemeinsam mit Petra arbeite ich an unserem Skill-Box-Projekt. ✔ Im Café, in dem ich zwei Tage pro Woche arbeite, übe ich mich in Barista-Art und genieße die Gespräche mit unseren wunderbaren Gästen. Mein kleines Ziel: ein halbwegs erkennbares Motiv im Cappuccino. - Es ist ein Herz geworden ... mit ganz viel Fantasie ;-) Und ich möchte meine Newsletter-Liste auf 500 Personen erweitern. Wenn du dabei sein möchtest, freue ich mich sehr, dich willkommen zu heißen, hier entlang! Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 1. Quartal 2026 erreichen möchte Sandra Hoppenz veröffentlicht die 3. Ausgabe ihres Online-Magazins und somit die 3. Zeichnung von mir zum Thema Ernährung und Gesundheit. ✔ Ich werde wieder Keramik bemalen 🤍 ✔ Ich werde mindestens 5 kreative Workshops leiten. ✔ Ich veröffentliche 8 Artcollab-Bilder, die zusammen mit anderen Künstler*innen der Artcollabfamily entstehen werden. ✔ ATC Artcollab, die Vierte: Die ATC Karten zum Thema Frühling stehen an und ich habe mich wieder für meine Mini Mes entschieden, weil sie mir schon bei der Winter Edition so viel Freude gemacht haben. Es entstehen zehn ATC Sammelkarten zum Tauschen. Endlich wieder 12 von 12. Im Februar ✔ und März veröffentliche ich jeweils am 12. des Monats zwölf Bilder, die meinen Tag dokumentieren. 12 von 12 bedeutet ganz schlicht: zwölf Bilder am zwölften. - Leider habe ich es nur im Februar geschafft mein "12 von 12" zu veröffentlichen. ✔ Ich habe mich für die RUSU angemeldet und möchte sie dieses Mal künstlerisch begleiten, meine Erfahrungen zeichnen und auf meine Weise festhalten. ✔ Meine kreative Bingokarte ist fertig und wartet darauf, mit Leben gefüllt zu werden. Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 1. Quartal 2026 Ich werde mir eine Ayurveda-Frühjahrskur gönnen. Ich werde mindestens 4x in die Sauna gehen. (1x✔,...) Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 1. Quartal 2026 Ich reise als Überraschung zu ... (wird hier noch nicht verraten). - Das hat leider nicht geklappt, weil mich eine Erkältung ans Bett gefesselt hatte. ✔ Das letzte März-Wochenende gehts für uns zum Krimmidinner nach Lübben. Nachdem ich Silvester bei "Mord am Tisch" die Mörderrolle ungewollt übernehmen durfte, bin ich gespannt, wer dieses mal dahinter steckt. Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 1. Quartal 2026 freue ✔ Laura Malina Seilers 10. Rise Up & Shine Uni 2026 (kurz RUSU) beginnt am 16. Februar 2026. Eigentlich wollte ich nur sehen wieviel sie mittlerweile kostet und ups ... ich habe auf den Kaufen-Buttonn gedrückt. Da sich beruflich und privat sehr viel verändert seit meiner letzten RUSU verändert hat, bin ich gespannt, ob sich mein RUSU-Wunderr in diesem Jahr erfüllen wird. ✔ Ich möchte wieder ins Kino gehen. ✔ Der 20. Februar ist super energetish und ich werde ihn mit meiner Freundin Susi verbringen. Hier kannst du meine "alten" To -Wants finden Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2024 Das 12-Wochen-Jahr: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2024 Meine "To-Want-Liste": Was ich bis zum 31.12.2023 erleben und schaffen möchte 27 Dinge, die ich im Sommer 2023 erleben möchte Hast du berufliche, persönliche, gesundheitliche, kreative oder sogar mutige Ziele für das erste Quartal 2026? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Alles Liebe und eine wundervolle Zeit - deine Karina 🤍 *Nach dem Prinzip aus „Das 12-Wochen-Jahr“ formuliere ich meine Ziele als To-Want-Liste. Ich möchte mich nicht durch Pflichten antreiben lassen, sondern durch das, was mich wirklich begeistert – meine Kunst, meine Kreativität und das stetige Wachsen auf meinem Weg als kreative Allrounderin. Titelfoto: Katrin Bieneck

  • Karinas Mini Me’s klären auf: Was ist Skin Picking?

    Dermatillomanie einfach erklärt – Ursachen, Gefühle und Wege aus dem Kreislauf „Finger weg. Keine Selbstverletzung auf der Yogamatte“, höre ich die leise, aber bestimmte Stimme in meinem Kopf sagen. Mist. In genau diesem Moment spüre ich sie auch schon. Meine Finger an meinem Kopf. Wie sie sich langsam durch die Haare graben und diese eine Stelle suchen, die ich so gut kenne. Shit, denke ich. Ich wollte es schon wieder tun. Ich nehme die Finger vom Kopf und merke, wie sich dieses alte, bekannte und so ungeliebte Schuldgefühl langsam ausbreitet. Warum wollte ich es schon wieder machen? Dieses blöde Skin Picking! 🤍 Liebevolle Triggerwarnung – Hinweis für sensible Seelen: In diesem Artikel geht es um das Thema Skin Picking, also das wiederholte Bearbeiten der eigenen Haut. Ich beschreibe keine drastischen Szenen. Dennoch kann das Thema für manche Menschen emotional berühren. Wenn du merkst, dass es dich gerade überfordert, lies in deinem Tempo oder komm später wieder darauf zurück. Du darfst gut auf dich achten. Was ist Skin Picking? Fachbegriff: Dermatillomanie oder Excoriation Disorder Definition: Wiederholtes, zwanghaftes Bearbeiten der eigenen Haut Auslöser: Häufig Stress, innere Anspannung, Perfektionismus, emotionale Belastung Was hilft: Bewusstwerden, Trigger erkennen, alternative Strategien, therapeutische Unterstützung Heilungschancen: Gut behandelbar mit Verhaltenstherapie und begleitenden Maßnahmen Inhaltsverzeichnis Was ist Skin Picking? Skin Picking ist mehr als nur Pickel ausdrücken Wie äußert sich Skin Picking? Mögliche Ursachen Was kann ich tun? Heilungschancen Fazit Was ist Skin Picking? Skin Picking, fachlich Dermatillomanie genannt, bezeichnet das wiederholte und schwer kontrollierbare Kratzen, Drücken, Zupfen oder Aufkratzen der eigenen Haut. Seit dem DSM 5 wird die sogenannte Excoriation Disorder als eigenständige psychische Störung im Bereich der Zwangsspektrum-Störungen geführt. Auch in der ICD 11 wird sie unter den körperbezogenen repetitiven Verhaltensstörungen eingeordnet. In der ICD 10** fand man sie noch unter Impulskontrollstörungen. Studien gehen davon aus, dass etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein, da viele Betroffene aus Scham keine Hilfe suchen. (Quelle: American Psychiatric Association DSM 5 sowie WHO ICD 11.) Skin Picking ist mehr als nur Pickel ausdrücken Ich habe den Begriff tatsächlich erst in meinen Dreißigern entdeckt, und zwar auf Facebook. Es war ein Aufruf zu einer Studie für Menschen, die zwanghaft ihre Haut bearbeiten. "Was? Es gibt ein Wort dafür? Und schlimmer noch: Es ist eine psychische Störung?" Ich war entsetzt. Ich habe schon immer gekratzt. Ich glaube als Kind wollte ich die "perfekte Haut" und hab angefangen zu kratzen, damit sich die Oberfläche wieder schön glatt anfühlt (es ging nie um die Optik, aber um das Gefühl einer markellosen Fläche). Mein Opa, damals Polizist, sagte halb im Spaß, halb im Ernst, ich würde später einmal anhand meiner Narben identifiziert werden können. Und in meinem Ausweis würden alle Narben einzeln aufgelistet sein. Ein schrecklicher Gedanke, der mich leider nicht davon abhielt. Auch in meiner Zeit als Costumista (ich arbeitete für eine italienische Firma in der Kostümabteilung), mit leider viel zu kurzen Hosen als Arbeitskleidung, kratzte ich Mückenstiche auf. Die dunklen Narben auf gebräunter Haut fielen auf. Es war mir unangenehm, als mein Chef mich darauf ansprach. Also "verlagerte" ich meine wunden Stellen. An den Kopf. Unter Kleidung. Dorthin, wo es niemand sah. Erst während meiner Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung im Bereich Psychotherapie verstand ich, was da eigentlich passierte. Definition. Ursachen. Therapieansätze. Und vor allem: Ich bin nicht allein. Wie äußert sich Skin Picking? Skin Picking bedeutet nicht nur, gelegentlich einen Pickel auszudrücken. Es geht um Kontrollverlust. Um ein inneres Ziehen. Um den Druck, es JETZT tun zu müssen. Betroffene bearbeiten häufig Gesicht, Kopfhaut, Lippen, Schultern, Rücken oder kauen und Zupfen an ihren Finger. Manchmal stundenlang. Oft unbewusst. Beim Lesen, beim Fernsehen, beim Nachdenken. Typisch ist eine Gefühlskette: innere Anspannung, Stress, Wut, Traurigkeit oder sogar Langeweile steigender Drang kurzfristige Erleichterung beim Kratzen danach Schuld, Scham oder Ekel Hinzu kommen körperliche Folgen wie Entzündungen, Narben, offene Wunden. Und die ständige Angst, dass jemand es bemerkt. Viele beginnen, Situationen zu vermeiden. Freibad. Friseur. Dates. Für mich waren Friseurbesuche lange verbunden mit dem Gedanken: Hoffentlich ist die Haut bis dahin verheilt. Mögliche Ursachen Skin Picking ist multifaktoriell. Es gibt nicht DIE EINE Ursache. Häufig spielen eine Rolle: Stress und Überforderung Perfektionismus emotionale Regulationsschwierigkeiten Angststörungen oder depressive Episoden traumatische Erfahrungen Neurowissenschaftlich wird diskutiert, dass das Verhalten kurzfristig das Belohnungssystem aktiviert. Die Erleichterung wirkt wie eine kleine Entlastungsschleife im Gehirn. Das verstärkt das Verhalten langfristig. (Quelle unter anderem: Grant et al., 2012, Journal of Clinical Psychiatry.) Was kann ich tun? Der erste Schritt ist Bewusstwerden. Viele kratzen, so wie ich, ganz automatisch und das ist auch das Schwierige daran. Deshalb hilft es, das Verhalten zu beobachten. Tagebuch führen Tracke für ein paar Wochen: Wie fühle ich mich vorher? Wie oft passiert es`? In welchen Situationen? Wie stark sind die Verletzungen? Wie geht es mir danach? Allein dieses Beobachten kann schon Veränderung anstoßen. Trigger erkennen und reduzieren Stress ist bei mir ein riesiger Auslöser. Wie an diesem Morgen auf der Yogamatte. Die To do Liste sitzt mir im Nacken. Meine Regel Nummer eins: Keine Selbstverletzung auf der Yogamatte. Das bedeutet für mich nicht nur, keine Position zu erzwingen. Sondern auch nicht zu kratzen. Hände beschäftigen Solange meine Hände etwas tun, können sie nicht kratzen. Ich setze mich an den Tisch und zeichne meine Mini Me’s. Sie halten mich nicht nur vom Bearbeiten meiner Haut ab, sie bringen mich vor allem zur Ruhe und schalten meinen Kopf aus. Andere hilfreiche Strategien können sein: Mir hilft es, Öl auf die entsprechenden Stellen zu tupfen. Ich nehme gern Öle, die zusätzlich pflegend und entzündungshemmend wirken. Sobald das Öl aufgetragen ist, berühre ich die Stelle nicht mehr, weil meine Finger unbewusst nach Unebenheiten suchen. Öl an den Fingerkuppen mag ich nämlich gar nicht. Außerdem möchte ich mir Fingerkappen kaufen, damit ich mich an diesen Stellen nicht weiter verletzen kann. Weitere Möglichkeiten sind: Pflaster auf gefährdete Stellen regelmäßige Hautpflege, um Unebenheiten zu reduzieren Fidget Tools oder Stressbälle Atemübungen kognitive Verhaltenstherapie Die Verhaltenstherapie gilt aktuell als wirksamster Ansatz. Besonders Habit Reversal Training, eine Gewohnheitsumkehrtherapie, wird häufig eingesetzt. Heilungschancen Skin Picking ist behandelbar. Mit therapeutischer Begleitung, Geduld und einem liebevollen Blick auf sich selbst sind deutliche Verbesserungen möglich. Für mich gehören Rückfälle dazu. Aber ich habe gelernt, sie nicht als Versagen zu sehen, sondern als Teil meines Prozesses. Was mir besonders wichtig ist: Wenn du leidest, such dir Unterstützung. Sprich mit deinem Arzt oder Therapeuten. Suche Austausch in Selbsthilfegruppen oder Foren. Ich weiß, wie viel Scham da mitschwingt. Und, du bist nicht allein. Fazit Ich habe für mich erkannt: Ich kratze vor allem bei Stress. Geht's mir gut und bin ich entspannt, kratze ich nicht und meiner Haut geht's auch gut. Und ich habe gelernt, mir selbst früher zuzuhören. Meine Mini Me’s sind für mich mehr als Zeichnungen. Sie sind kleine Botschafterinnen. Sie klären auf. Sie nehmen Scham den Raum. Sie erinnern mich daran, dass Selbstfürsorge manchmal damit beginnt, die eigenen Hände sanft zurückzunehmen. Vielleicht ist dieser Artikel ein erster kleiner Schritt für dich. Oder für jemanden, den du kennst. Alles Liebe – Karina 🤍 Dein erstes Mini-Me: Das kostenlose Starter-Kit Zeichne dich. Fühl dich. Versteh dich. Mit Anleitung, Materialliste, 25 Zeichenimpulsen für dein kreatives Tagebuch. Kein Talent nötig, nur du, ein Stift und ein bisschen Mut.

  • Mein „12 von 12“ am 12. Februar 2026

    Heute ist der 12. Februar 2026. Und wenn du schon länger hier mitliest, weißt du: neuer Monat, neues Kännchen! Am 12. jedes Monats zeige ich dir in 12 Bildern kleine Ausschnitte aus meinem Tag. Der Name „Kännchen“ kommt übrigens von Caro vom Blog Draußen nur Kännchen , die diese schöne Bloggertradition weiterführt. Viele Blogger*innen machen mit, und es ist jedes Mal super schön zu sehen, wie unterschiedlich so ein Tag aussehen kann. Und da ich am Wochenende arbeite und kreative Workshops gebe, fühlt sich der Donnerstag für mich ein bisschen wie ein kleiner Samstag an. Wenn du wissen möchtest, wie ich ihn verbracht habe, dann mach es dir gemütlich, scroll dich durch und hab viel Freude beim Stöbern. Der kaputte Bildschirm meines Laptops hält mich nicht davon ab, jeden Morgen meine liebsten Yogaeinheiten von Mady Morrison zu praktizieren. Also ging es auch an diesem Morgen direkt vom Schlafzimmer auf die Yogamatte. Ich liebe ihre Einheiten und bin so dankbar für ihr Tun und die vielen wundervollen Videos, die sie kostenlos zur Verfügung stellt und die mir vor Jahren sogar eine Rückenoperation erspart haben. Von Herzen danke, liebe Mady. Ölziehen, Zungeschaben und Zähneputzen sind am Morgen nicht verhandelbar und zählen wie die Yogaeinheit mit Mady, neben dem Schreiben meiner Morgenseiten zu meiner geliebten Morgenroutine. Die „Picks“-Matte liegt für heute Abend schon im Bett bereit. Im Moment hilft sie mir wunderbar beim Einschlafen. Wenn ich mich vor dem Zubettgehen darauflege, fahre ich so richtig runter und komme zur Ruhe. Zum Schlafen selbst nehme ich sie natürlich wieder aus dem Bett. Hello again, liebste Droge! Schon der zweite Kaffee diese Woche, aber immerhin nicht mehr täglich und nicht mehr in Litern. Kleine Schritte zählen schließlich auch. Für mich ist Kaffee kein Getränk. Er ist ein schönes warmes Gefühl, eine gemütliche Pause mitten im Tag, manchmal auch eine ziemlich fiese Form von Prokrastination. Eine kleine Belohnung nach getaner Arbeit. Oder eben davor. Heute ist er ganz klar meine Motivation, endlich die Wohnung zu putzen. Wir bekommen Besuch und jedes Mal davor schreit mein innerer Monk: So kannst du doch niemanden empfangen. Beweg deinen Hintern und tu etwas. Okay, ich gebe zu, ich habe mich schon sehr gebessert. Aber im Bad noch schnell über die Armaturen wischen, das steht auf jeden Fall an. Kennste? 😉 Nicht, dass das Frau Nelly auch nur annähernd auffallen würde. Hach, endlich wieder einen Bully auf dem Schoß und der kleinen Maus den Rücken kraulen. Frau Nelly gehört übrigens meiner Freundin Alex. Wir haben uns im Kindergarten kennengelernt und kennen uns daher schon einige Jahre. Heute haben Alex, Louisa (ihre Tochter) und die kleine Knutschkugel zusammen mit uns gefrühstückt. Lou, Frau Nelly, Alex, ich und Freitag der Dackel, ein ehemaliges Requisitenstück aus meiner Kreuzfahrtschiffs-Theater-Backstagezeit. Nach seiner Theaterkarriere bewachte Freitag unser buntes Büro in Hamburg, bevor er schließlich bei mir einzog. Seinen Namen trägt er übrigens, weil gefühlt jeder Freitage liebt. Ich habe den dreien noch voller Stolz mein neues Atelier gezeigt, in dem dieses Jahr viele schöne kreative Kurse stattfinden werden. Wieder zu Hause hieß es für mich, in meiner Mittagspause noch schnell ein Bild für die neue Instagram Artcollab Challenge zu zeichnen. Und da ich eine echte Deadline Surferin bin, muss das Bild heute natürlich noch raus. Fertig! Hättest du das Thema "Maskenball" erkannt? Am Nachmittag gibt es heiße Schokolade für meinen Partner und mich. Ich trinke meine ungesüßt und mit Wasser angerührt, für ihn darf sie süß und schön cremig sein. Nach der Stärkung geht es für mich an den Rechner und ich gebe Feedback für die The Content Society von Judith Peters. Dabei lerne ich selbst jedes Mal unglaublich viel, nicht nur übers Schreiben im Allgemeinen, sondern auch für meine eigenen Artikel. Mit meinem Betthupferl-Vitamindrink vorm Schlafengehen verabschiede ich mich von dir. Vielen Dank fürs Gucken und bis zum nächsten "12 von 12". Alle Liebe – deine Karina 🤍 Illustrationen und Fotos: Karina Röpcke

  • Mein Monatsrückblick Januar 2026: Zurück zum MoRüBli

    Ein ganzes Jahr ohne Monatsrückblick. Irgendwie habe ich meinen MoRüBli vermisst. Und genau deshalb ist er jetzt wieder da. Ich möchte ihn dieses Jahr wieder schreiben, weil ich dich dadurch ein kleines Stück mit in mein Leben nehmen kann. In meine kreative Welt. In meinen Alltag. In die Momente, die leicht sind und in die, die holpern. Denn ja, auch ich struggle. Auch ich stecke fest. Auch ich habe kreative Blockaden und Phasen, in denen nichts fließt. Nach einem Jahr Pause sage ich also: Willkommen zurück. Willkommen zu meinem ersten MoRüBli nach einem Jahr. Und willkommen zu meinem Januar 2026. Was dich in diesem Blogartikel erwartet: Ein Jahr Monatsrückblick-Pause Mord am Tisch und Lügen auf Anweisung Speedreading, morphisches Feld lesen und wilde Farben Was im Januar 2026 sonst noch los war Entstandene Kunst im Januar 2026 Was ich im Januar 2026 gebloggt habe Ausblick auf den Februar 2026 Ein Jahr Monatsrückblick-Pause Ein ganzes Jahr habe ich keinen MorüBli geschrieben, wie der Monatsrückblick in der Content Society von Judith Peters liebevoll genannt wird. Immer wieder habe ich daran gedacht, hatte Lust darauf. Jeden Monat tauchte er als unverbindliche Blogempfehlung bei Judith auf und trotzdem habe ich diese Pause gebraucht. Ich mag es eigentlich sehr, über meinen Monat zu schreiben. Aber mein eigener PerFUCKtionismus hat mich letztlich blo(g)kiert. Ich wollte gutes Storytelling üben, die schönsten Fotos mit dir teilen und den Rückblick als leichten, angenehmen Lesestoff gestalten. Doch das viele Bilder raussuchen, sie für die Webseite verkleinern (ich brauche eeeeewig dafür) und alles stimmig und vorallem SCHÖN machen hat unglaublich viel Zeit gefressen. Zu viel Zeit, damit es sich für mich gut angefühlt hat. Ab jetzt soll es anders werden. Maximal ein Tag, vielleicht sogar nur ein paar Stunden fürs Tippen, weniger Bilder, dafür mehr gezeichnet. Ich nehme dich mit in meine kreative, bunte, wilde, manchmal auch emotionale Welt, öffne mich und meine Psyche in Form meiner kleinen Mini-Me's als Zeichnungen und hoffe, du magst das. 2026: KW 1 2026: KW2 2026: KW3 2026: KW4 Mein letzter MoRüBli war von Januar 2025. Mord am Tisch und Lügen auf Anweisung „Was machen wir?“, fragte meine Freundin Jacqueline. "Hmm … auf jeden Fall Raclette." Ich bin kein großer Fan von riesigen Silvesterpartys. Aber wenn meine Freunde einladen, bin ich dabei. Also haben wir Silvester, wie schon die beiden Jahre zuvor, im Haus meiner Freundin gefeiert. Mit ihrer Familie, einem weiteren Pärchen und meinen beiden Lieblingskatern Till und Uno. Wer mich kennt, weiß: Spieleabende sind nicht so mein Ding. Oder anders gesagt: Wenn man mich fragt, habe ich meist keine Lust. Aber sobald wir anfangen, bin ich voll dabei. „Was haltet ihr von Mord am Tisch ?“, fragte Jacqueline. Eine Art Krimidinner für zu Hause. Okay, dachte ich, probieren wir’s. Meine Freundin bestellte das Spiel, verschickte die Rollen und so begrüßten wir uns am Silvesterabend chic und geschniegelt, denn die passende Verkleidung ist ausdrücklich erwünscht. Das Spiel war witzig, spannend und kurzweilig. Es wurde verdächtigt, beschuldigt und wild spekuliert. Und was denkst du, wer der Mörder war? Ich natürlich. Keine einfache Rolle, denn ich war die einzige Person, die lügen durfte und auch das liegt mir nicht besonderst. Komplett überführt wurde ich allerdings nicht, also kann ich nicht so schlecht gewesen sein. In diesem Sinne: Prosit und Happy New Year. 🥂 Speedreading, morphisches Feld lesen und wilde Farben Am 3. Januar gab es eine Veranstaltung, in der es um eine morphische Feldlesung ging. Eine Art Neujahres-Speedreading. Jede Person, die wollte, konnte daran teilnehmen. Ich mag das Studio sehr, da ich dort regelmäßig an Aufstellungsarbeiten teilnehme. Eine morphische Feldlesung war Neuland für mich. Wir wurden ganz herzlich begrüßt. Es gab eine wundervolle Meditation zum Erden und Ankommen, das morphische Feld wurde erklärt und jede Person konnte für etwa fünf Minuten die eine Frage stellen, die sie in 2026 tragen wollte. Das konnten Fragen sein wie: Was ist der nächste Schritt? Was brauche ich, damit es mir besser geht? Bis hin zur großen Frage nach der eigenen Berufung. Da ich mir ein Atelier mit der Absicht genommen hatte, Keramikmalkurse zu geben, dies aber aufgrund der bereits drei existierenden Öfen in meinem Künstlerhaus aktuell nicht möglich ist, suchte ich nach anderen Angeboten. Meine Frage lautete daher: Mein Jahresmotto ist „Meine Kreativität heilt mich selbst und andere“ . Was soll ich in meinem Atelier als Erstes anbieten? „Wilde Farben“ war die erste Antwort. Wilde Farben. In meinem Atelier ist alles sehr natürlich gestaltet. Holzfußboden, großer brauner Holztisch, eine passende Holzbank, weiße Wände und viele Grünpflanzen. An wilde Farben hatte ich überhaupt nicht gedacht. „Vertraue dem Prozess“ , hieß es weiter. Ich muss sagen, das arbeitet seitdem sehr in mir. Bereits im letzten Jahr habe ich mir grelle Acrylfarben gekauft. Zartes Rosa, leuchtendes Pink bis hin zu knalligem Neon. In den Wochen davor habe ich mich auch immer häufiger dabei ertappt, wie ich Künstler beobachtet habe, die auf riesigen Leinwänden mit verdünnten Acrylfarben arbeiteten. Mit einer Langsamkeit und Liebe, dass in mir alles ruft: Das will ich auch. Aber nicht nur im Atelier. Auch bei der Auswahl meiner Kleidung oder beim Zusammenstellen von Materialien, Möbeln und Deko merke ich, wie sehr es mich nach Farbe ruft. Ob das am Frühling liegt oder doch an dem Reading Anfang Januar. Ich glaube, genau dieses Wilde, das Unvorhersehbare, das Abschiednehmen vom Perfektionismus, ist etwas, das mich selbst heilt. Und wer weiß, was daraus 2026 für meine Kursteilnehmer*innen und mich noch alles entstehen wird. Was im Januar 2026 sonst noch los war Erstmal war nicht viel los, denn ich wurde krank. In den letzten Jahren habe ich mir in meiner Selbstständigkeit kaum Zeit genommen, um mich wirklich bei Erkältungen auszukurieren. Dieses Mal war es anders. Durch meinen Teilzeitjob im Café trage ich Verantwortung für unsere Gäste. Also ging es zum Arzt und ich habe mir einen Krankenschein geholt. Verrückt eigentlich, aber genau dadurch habe ich mir zum ersten Mal seit Jahren echte Bettruhe erlaubt. Okay … ein bisschen wurde dann doch gearbeitet, denn die Blogger*innen der Content Society warten schließlich auf ihr Feedback zu ihren Blogartikeln :-) Ich bin wieder fit und auf dem Weg zu einem tollen Treffen für ein wundervolles neues Projekt. Noch schnell ein Foto vom eingefrorenen Karl-Heine-Kanal geschossen. Diese Winterromantik liebe ich einfach :-) Was für eine schöne Location, das Kaiserbad in Leipzig. Noch sind keine weiteren Gäste da und ich bereite mich in Ruhe auf die zweite Projektbesprechung vor. Zurück im Café. Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich diesen Spruch lese. Treffen in Weida: Viele Jahre hatten wir uns nicht gesehen, meine alte Gang und ich. Nach dem Kaffeetrinken ging es für einen Spaziergang vorbei an der Osterburg, dieser alten Fabrik, zurück zu unserem Freund Rasmus. Ich habe ein Faible für alte Gebäude und ganz besonders für Schriftzüge. Deshalb musste ich die „Konsumgüter“ unbedingt auch bildlich festhalten. Erkennst du meine Liebe zur Romantisierung von Fotos? Die Osterburg ist eingehüllt in diese wundervolle Sonnenuntergangsstimmung. Zurück bei Rasmus gab es beim Geschichtenerzählen aus alten, verrückten Zeiten Raclette und Schrottwichteln. Zum Glück habe ich nicht die beiden riesigen Biergläser gezogen, sondern ein niedlich kleines Porzellan-Pillendöschen. Sehen wir nicht entzückend zusammen aus? Den SchneeBär hab ich zusammen mit Dani bei einem Spaziergang im Leipziger Volkspark (Küchenholz) entdeckt. Ein Projekt, das mich fast zwei Monate beschäftigt hat: die Lampe in meinem Atelier. Durch eine alte Gasleitung, die fast zehn Zentimeter aus der Decke hängt, hatte ich lange keine passende Baldachinlösung, also nichts, was die unschönen Kabel hätte verstecken können. Meine Ideen reichten von einem alten Joghurtbecher über eine Spezialanfertigung aus dem 3D-Drucker bis hin zu einem dicken Rohr aus dem Baumarkt. Bis mir irgendwann die Pflanzenabteilung einfiel. Am Ende wurde es ein Blumentopf, in den wir ein Loch für das Kabel gebohrt haben. Und somit kehrte endlich Licht im Atelier ein. Entstandene Kunst im Januar 2026 Es sind wieder einige Artcollab -Bilder entstanden. Und es gab sogar eine BIG Artcollab. Im letzten Jahr war ein Fuchs das Referenzbild, in diesem Jahr ein Haus. Und weil ich Menschen so gerne zeichne, durften sie auf meinem Bild natürlich nicht fehlen. Die erste Artcollab 2026 mit dem Thema "Erwachen". Thema: kalte Jahreszeit Mit ihr habe ich mich am schwersten getan. Das ist meine moderne Interpretation von Jeanne d’Arc (Johanna von Orléans), einer französischen Widerstandskämpferin aus dem 15. Jahrhundert. Thema: Stripes or squares Thema: Referenzbild (Ich mag mein Bild nicht wirklich und hab es in der Nacht vor Abgabe nur halbherzig gezeichnet. Es ist einmal im "Dunkeln" und einmal bei Tageslicht fotografiert.) Wenn ich ehrlich bin, bevorzuge ich die offenen Artcollab-Themen und nicht die vorgegeben Referenzbilder. Und da ist meine Version vom Häuschen ... natürlich mit Menschen :-) Insgesamt zeichneten über 250 Künstler:innen dieses Haus in ihrem ganz persönlichen Stil. Unter dem Hashtag #bigartcollabfamily2026 findest du auf Instagram ihre Bilder. Und nochmal der Fuchs aus der BIG Artcollab aus dem Jahr 2025. Was ich im Januar 2026 gebloggt habe Comics für die Seele – warum Zeichnen mich heilt Mein Motto für 2026: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere Mein Jahresrückblick 2025: Schonungslos. Gezeichnet. Neu sortiert. Ausblick auf den Februar 2026 Meine Feelgood Bucket-List für den Februar 2026. Endlich wieder Keramik bemalen. Ich habe mir Keramik für zu Hause bestellt und werde sie gemeinsam mit meinen Mädels, meinen ehemaligen Kolleginnen aus dem Lieblingsstudio, in meinem Atelier kreativ verzieren. Wir haben dort lange zusammen gearbeitet und ich freue mich so sehr darauf, mit ihnen gemeinsam kreativ Zeit zuverbringen. Hach war das schön! Und an das Keramikbemalen kann ich direkt mein Häckchen setzen 🤎 Wir feiern Geburtstag. Mein Partner wird … (ich bin mir nicht sicher, ob ich die Zahl hier verraten darf :-) ). Wusstest du, dass der 20.02.2026 energetisch ein großartiges Datum ist? Genau deshalb wird dieser Tag etwas ganz Besonderes. Ich verbringe ihn mit meiner Freundin Susi aus Dresden und ihrer Freundin Elisabeth. Wir trinken herzöffnenden Kakao, legen Karten, tauschen uns über die wundervolle Welt der Spiritualität aus, spinnen neue Ideen und genießen einfach unser Frausein und unsere Verbundenheit. Ich werde zwei kreative Workshops leiten und freue mich riesig darauf. Für einen davon werde ich mich erneut meiner Autofahrangst stellen . Drück mir die Daumen. Im Februar werden viiiiele Blogartikel entstehen. Judith Peters ruft zur alljährlichen Blogdekade auf. Das heißt: zehn Artikel in zehn Tagen. Eine richtig gute Übung für mich, meinem PerFUCKtionismus liebevoll, aber bestimmt in den Hintern zu treten. Ob ich wirklich zehn Artikel schaffe? Ich glaube eher nicht. Aber ich gebe auf jeden Fall mein Bestes. Und meine Bingokarte , ein Trend, der gerade auf Instagram unterwegs ist, wird endlich fertig. Wenn ich etwas mache, dann richtig. Und so hat die Fertigstellung ein kleines bisschen länger gedauert. Illustrationen und Fotos: Karina Röpcke

  • Kreative Bingokarten zum Jahresbeginn: spielerisch ins neue Jahr starten

    Der Jahresanfang fühlt sich für mich oft nach Neustart an. Ein neuer Kalender, leere Seiten und ganz ganz ganz viele Ideen. Gleichzeitig steigt spürbar der Druck. In meinem Kopf tauchen all die lieben guten Vorsätze auf, die diesmal wirklich etwas verändern sollen. Eine kreative Bingokarte zum Jahresbeginn setzt genau hier an. Sie ist spielerisch, schenkt mir dieses leise, vorfreudige, warme Gefühl und kommt ganz ohne erhobenen Zeigefinger aus. Und weil ich meine Mini-Me’s unfassbar gern in kleine Kästchen platziere, habe ich es ausprobiert. Ich habe meine eigene Bingokarte gezeichnet und sie mit all den beruflichen und privaten Momenten gefüllt, die ich in diesem Jahr erleben möchte. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über kreative Bingokarten wissen musst. Du bekommst eine kleine Anleitung, lernst, worin sie sich vom Visionboard unterscheiden, wie du sie für dich nutzen kannst und welchen Einfluss sie auf deine mentale Gesundheit haben. Viel Freude beim Lesen und Ausprobieren! Kreative Bingokarte auf einen Blick Zweck: Motivation, Struktur und vor allem Freude Inhalt: Aufgaben, Wünsche, Beobachtungen Einsatz: Schule, Arbeit, Familie, Social Media Gestaltung: von handgezeichnet bis digital Wirkung: fördert Fokus und Reflexion Zeitraum: mehrere Monate oder ein ganzes Jahr Inhaltsverzeichnis Was ist eine kreative Bingokarte? Jahresbingo zum Jahresbeginn: bewusst planen, aber ganz ohne Druck Beispiele für kreative Bingokarten zum Jahresbeginn Anleitung: Kreative Bingokarte zum Jahresbeginn erstellen Warum kreative Bingokarten so beliebt sind Warum sind Bingokarten beliebt? Jahresbingo & mentale Gesundheit Visionboard oder Jahres-Bingokarte – wo liegt der Unterschied? Kreative Bingokarten auf Instagram & Social Media Q&A: Häufige Fragen Fazit Was ist eine kreative Bingokarte? Ich scrolle durch Instagram und plötzlich taucht sie wieder auf. Eine Bingokarte mit niedlich gezeichneten Figuren und kleinen Beschreibungen wie „alte Freunde treffen“, „Neues lernen“ oder „Wellness gönnen“. Genau hier beginnt das kreative Bingo. Aber was steckt eigentlich dahinter? Die kreative Bingokarte ist eine Abwandlung des klassischen Bingospiels. Statt Zahlen findest du Begriffe, kleine Szenen, Aufgaben oder Beobachtungen in den einzelnen Feldern. Alles darf, nichts muss. Wie der Name schon sagt, steht die Kreativität im Mittelpunkt, sowohl in der Gestaltung als auch bei der Wahl der Materialien. Ich liebe es, meine Mini-Me’s mit Finelinern und Markern in kleine Kästchen zu zeichnen, sie etwas putzig darzustellen darzustellen und mir selbst Momente festzuhalten, die ich im Laufe des Jahres erleben möchte. Besonders motivierend und darauf freue ich mich ehrlicherweise am meisten, ist für mich das Abhaken, sobald etwas davon Wirklichkeit geworden ist. Für mich hat eine kreative Bingokarte nichts mit Leistung oder dem Erreichen von Zielen zu tun. Es geht nicht darum, alles zu schaffen. Es geht darum, meine geliebten Häkchen zu setzen und wahrzunehmen, wie viele schöne Dinge tatsächlich passieren. Um Spaß, Leichtigkeit und die Lust am Machen. Jahresbingo zum Jahresbeginn: bewusst planen, aber ganz ohne Druck Ich fand die Idee schön, mein Bingo direkt zu Beginn des neuen Jahres zu zeichnen und damit bewusste Momente festzuhalten, die sich über das Jahr verteilen. In vielerlei Hinsicht überschneidet sich ein Jahresbingo mit klassischen To-want-Listen. Gerade bei beruflichen Projekten enthält es aber genau die Vorhaben, auf die ich mich wirklich freue und die sich richtig anfühlen. Gezeichnet oder künstlerisch gestaltet haben diese Vorhaben für mich eine andere Bedeutung als eine rein schriftliche Liste, etwa meine quartalsweisen To-want-Listen. Durch das Visuelle bleiben sie präsenter. Ich schaue mein Jahresbingo super gerne an, hänge es sichtbar in meinem Atelier auf, verbinde Gefühle damit und erinnere mich daran, warum mir diese Dinge wichtig sind. So richtet sich mein Fokus ganz automatisch auf meine Herzensprojekte. Nicht auf alles, was theoretisch möglich wäre, sondern auf das, was mein Jahr versüßen und bereichern darf. Gerade zum Jahresbeginn passt dieses Format für mich besonders gut. Wenn scheinbar alles möglich ist, kann genau das schnell überfordern. So viele Ideen, so viele Erwartungen, so viele Vorsätze. Eine kreative Bingokarte nimmt dieser Weite etwas von ihrem Druck. Sie teilt das große Ganze in überschaubare Felder und ersetzt starre Ziele durch neugierige Fragen. Was möchte ich erleben? Was darf leicht sein? Aus diesem Grund findest du in meinem Jahresbingo nicht nur kreative und berufliche Projekte, sondern ganz bewusst auch Raum für Selbstliebe. Dinge, die mir guttun. Massagen, die Wärme in der Sauna, Yoga so oft es sich stimmig anfühlt. Nicht als Pflicht, sondern als Einladung, gut mit mir umzugehen. Auch beruflich habe ich mir andere Fragen gestellt als sonst. Keine klassischen Leistungsziele, sondern grundsätzliche Gedanken. Wie kann ich meine Talente nutzen? Was braucht die Welt von mir? Fragen, die sich an meinem Ikigai orientieren und mir helfen, meine Arbeit sinnhaft auszurichten. Für mich ist das Jahresbingo deshalb vor allem eines. Eine schöne Einladung, mein Jahr bewusst zu erleben. Nicht perfekt, nicht vollständig durchgeplant, sondern aufmerksam. Feld für Feld. Beispiele für kreative Bingokarten zum Jahresbeginn Ideen für Themen: Achtsamkeits-Bingo Jahreszeiten-Bingo Kreativ-Bingo Gesundheits-Bingo (ganz ohne Druck) Familien-Bingo Berufliches Jahresbingo Typische Felder einer kreativen Bingokarte sind zum Beispiel: „Einen neuen Ort entdecken“ „Etwas zum ersten Mal tun“ „Einen Tag ganz ohne Termine“ „Ein Projekt abschließen, das lange liegen blieb“ "Eine Wohlfühlmassage gönnen" "Digitales Zeichnen lernen" Anleitung: Kreative Bingokarte zum Jahresbeginn erstellen Schritt für Schritt: Zeitraum festlegen (z. B. ein ganzes Jahr von Januar bis Dezember) Ein zentrales Thema wählen (Alltag, Achtsamkeit, Kreativität oder so wie meins: beruflich und privat) 9, 16 oder 25 Felder definieren (ich habe es an die Seite meines visuellen Tagebuchs angepasst) Felder klar und realistisch formulieren Gestaltung auswählen (Papier, Canva, Notizbuch, Visuelles Tagebuch) Die Umsetzung meiner Jahresbingokarte Aktuell halte ich alles, was mich bewegt, in meinem visuellen Tagebuch fest. Genau deshalb war es für mich der perfekte Ort, um dort auch meine Jahresbingokarte entstehen zu lassen. Zu Beginn zeichnete ich mit Bleistift und Lineal die Felder vor. Danach widmete ich mich den privaten Bingofeldern. Die einzelnen Themen notierte ich ebenfalls zunächst mit Bleistift und skizzierte meine Mini-Me’s passend dazu. Anschließend erweckte ich sie mit schwarzem Fineliner und Markern zum Leben. Wenn ich etwas genauer festhalten wollte, ergänzte ich eine kurze Beschreibung. Sobald ein Feld fertig war, setzte ich mit dem passenden Marker einen kleinen Rahmen darum. Die Felder entstanden dabei nicht der Reihe nach. Stattdessen entschied ich nach Gefühl und achtete darauf, dass ähnliche Themen, wie zum Beispiel Saunabesuch und Massage, nicht direkt nebeneinanderlagen. Das ist allerdings mein ganz persönlicher Monk. So füllte sich Feld für Feld. Zuerst die privaten, danach die beruflichen Vorhaben. Tipp: Ein Feld ließ ich ganz bewusst frei. Nicht alles muss geplant sein. Manche Dinge dürfen sich im Laufe des Jahres einfach zeigen. Und was mir besonders am Herzen liegt: KEIN PerFUCKtionismus! Es geht nicht um perfekte Proportionen, den goldenen Schnitt beim Zeichnen oder eine tadellos dargestellte Perspektive. Es geht um die Freude beim Kreieren :-) Oben links siehst du einen Ausschnitt aus meiner privaten/ persönlichen Bingokarte und unten rechts sind drei Felder meiner beruflichen Pläne, sowie ein "freies" Feld für Unvorhersehbares. Warum kreative Bingokarten so beliebt sind Als ich kreative Bingokarten auf Instagram entdeckt habe, war ich sofort verliebt. Diese vielen kleinen Zeichnungen, fast wie Mini-Comics und dann auch noch so zuckersüß. Sie sind leicht, verspielt und gleichzeitig sehr aussagekräftig. Ich habe mich für zwei Karten entschieden, eine private und eine berufliche. Wobei sich das bei mir sowieso kaum trennen lässt. Die Zeichnungen sind intuitiv verständlich, bringen mich selbst zum Schmunzeln und oft auch die Menschen, die sie ansehen. Schon beim Überlegen, was ich in diesem Jahr alles Schönes erleben möchte, stellt sich ein warmes, schönes Gefühl ein. In meinem Artikel Comics für die Seele habe ich darüber geschrieben, dass Zeichnen helfen kann, auch schwierige oder schwer greifbare Themen sichtbar zu machen. Genau das passiert für mich auch mit der Bingokarte. Neben leichten, kreativen Momenten finden dort auch größere Themen Platz. Mein Sternenmama-Projekt, Herzensideen, Wünsche für meine Selbstfürsorge und kleine Wellness-Vorhaben. Alles darf nebeneinander existieren, ohne bewertet zu werden. Warum sind Bingokarten beliebt? Sie sind leicht verständlich Sie bringen Humor in ernste oder monotone Situationen Sie fördern Aufmerksamkeit und Achtsamkeit Sie verbinden Menschen („Ah, das hatte ich auch!", "Das möchte ich auch machen.“) Jahresbingo & mentale Gesundheit Hier wird es besonders spannend. Denn wie du beim Lesen vielleicht schon gemerkt hast, wirkt sich allein das Gestalten meines Jahresbingos positiv auf meine mentale Gesundheit aus. Ich sage nicht, dass es ein Wundermittel ist. Aber es unterstützt mich im Alltag und erinnert mich sanft daran, an meinen Projekten dranzubleiben und meine Selbstfürsorge ernst zu nehmen. Motivation Kleine, erreichbare Felder senken die innere Hürde, anzufangen. Statt dem großen Gedanken „Ich müsste mal mein Leben sortieren“ finde ich in meinem Bingo zum Beispiel eine Zeichnung, die mich daran erinnert, die Yogamatte auszurollen und mir bewusst Zeit für Entspannung zu nehmen. Vorfreude Ich liebe es zu zeichnen und mit meinen Händen etwas Kreatives zu erschaffen. Zeichnen beruhigt mich. Ich ziehe Linie für Linie mit dem Fineliner, wähle meine Marker nach meinen Lieblingsfarben aus und fülle Fläche für Fläche. Jedes Detail genieße ich. Beim Kreieren entsteht gleichzeitig Ruhe und positive Erwartung. Mein Gehirn liebt das. Schon die Planung zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Abhaken & Erfolgserleben Jedes abgehakte Feld feiere ich. Es ist ein sichtbarer Erfolg. Dopamin wird ausgeschüttet und das Gefühl, etwas erreicht zu haben, stellt sich ein. Nicht die großen Schritte zählen, sondern die kleinen Etappen unterwegs. Selbstwirksamkeit Ich sehe schwarz auf weiß, oder genauer gesagt bunt auf Papier, was ich geschafft habe. Gerade in Phasen, in denen sich alles zäh anfühlt, ist das ein echter Motivationsbooster. Wichtig dabei ist, dass das Jahresbingo realistisch bleibt. Kein Selbstoptimierungs-Marathon, wie es meine Freundin Vivi so schön nennt. Aus diesem Grund empfehle ich auch, ein, zwei oder mehrere Felder bewusst leer zu lassen. Für Unerwartetes. Für Dinge, die sich erst im Laufe des Jahres zeigen. Visionboard oder Jahres-Bingokarte – wo liegt der Unterschied? Gerade zum Jahresbeginn tauchen sie oft gemeinsam auf: Visionboards und Jahres-Bingokarten. Ich liebe beide. Beide beschäftigen sich mit dem kommenden Jahr, beide versprechen Orientierung und Motivation. Und trotzdem fühlen sie sich im Alltag ganz unterschiedlich an. Ein Visionboard richtet den Blick nach vorne. Es sammelt Wünsche, Stimmungen und Lebensbereiche, oft in Form von Bildern oder einzelnen Worten. Es geht weniger darum, wie etwas erreicht wird, sondern darum, wohin man möchte. Ein Visionboard hängt an der Wand, liegt im Hintergrund und wirkt im Unterbewusstsein. Es inspiriert, ohne etwas einzufordern. Die Jahres-Bingokarte dagegen bleibt nah am täglichen Leben. Sie begleitet durch das Jahr und macht Entwicklung sichtbar. Jedes Feld steht für eine konkrete Erfahrung, eine Handlung oder einen Moment, der tatsächlich eintreten kann. Statt Zukunftsbildern geht es um kleine Schritte, die abgehakt werden dürfen. Kurz gesagt: Das Visionboard gibt die Richtung vor. Die Jahres-Bingokarte zeigt den Weg. Mental wirken sie ebenfalls unterschiedlich. Während ein Visionboard vor allem Vorfreude und Orientierung schafft, stärkt die Jahres-Bingokarte das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Sie macht sichtbar, dass etwas passiert ist. Dass das Jahr nicht einfach vorbeizieht, sondern gestaltet wird – Feld für Feld. Ich kombiniere beides. Mein gezeichnetes Visionboard beantwortet die Frage „Was wünsche ich mir?“ und meine Jahres-Bingokarte ergänzt „Wie fühlt sich mein Alltag auf dem Weg dorthin an?“ Visionboard vs. Jahres-Bingokarte Visionboard Fokus: Wünsche & Zukunftsbilder Form: Bilder, Symbole, Schlagworte Wirkung: Inspiration, Orientierung Nutzung: meist passiv, im Hintergrund Veränderung: bleibt oft das ganze Jahr gleich Jahres-Bingokarte Fokus: Erlebnisse & konkrete Schritte Form: klare Felder mit Aufgaben oder Momenten Wirkung: Motivation, Selbstwirksamkeit Nutzung: aktiv, über Monate hinweg Veränderung: wächst und füllt sich im Laufe des Jahres Kreative Bingokarten auf Instagram & Social Media Und weil ich die kreative Bingokarten zuerst auf Instagram entdeckt habe, hier noch einige Gedanken dazu: Sie funktionieren dort besonders gut, weil sie: leicht teilbar sind inspirieren und zum Mitmachen einladen ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen Hashtag-Ideen: Mir ist bewusst, dass Hashtags heute nicht mehr die Bedeutung haben wie noch vor ein paar Jahren. Trotzdem möchte ich dir einige davon vorstellen, falls du deine Bingokarte auf Instagram teilen möchtest: #jahresbingo #kreativebingokarte #neuesjahrneustart #achtsamkeit2026 #mitmachaktion #alltagsfreude #mentalgesund Q&A: Häufige Fragen Wie viele Felder sollte eine Bingokarte haben? Neun oder sechzehn Felder sind für ein Jahr gut überschaubar. Am Ende kannst du die Anzahl aber ganz nach dem wählen, was du geplant hast und was sich für dich stimmig anfühlt. Muss man alle Felder schaffen? Nein, natürlich nicht. Die Bingokarte ist ein Begleiter, kein Maßstab. Sie soll dich motivieren und nicht unter Druck setzen. Ist eine kreative Bingokarte besser als gute Vorsätze? Ich persönlich mag keine guten Vorsätze. Sie sind oft genauso schnell wieder verschwunden, wie sie entstanden sind. Eine kreative Bingokarte ist flexibler und weniger druckvoll. Durch das bewusste Gestalten und Nachdenken bleibt sie außerdem viel präsenter und nachhaltiger im Kopf. Was ist, wenn ich mein Jahresbingo „nicht gut genug“ finde? Dann ist es genau richtig. Eine kreative Bingokarte muss nicht perfekt sein. Sie lebt davon, persönlich zu sein, nicht davon, schön oder vollständig zu wirken. Was mache ich, wenn sich meine Wünsche im Laufe des Jahres ändern? Dann darf sich auch dein Bingo verändern. Felder können angepasst, übermalt oder einfach leer gelassen werden. Dein Jahr entwickelt sich und dein Jahresbingo darf das genauso tun. Fazit Mir hat es richtig viel Freude bereitet, meine Bingokarte zu zeichnen. Für mich ist sie kein Plan, der mich antreibt, sondern ein schöner Begleiter durch das Jahr. Am Jahresende werde ich mit einem Lächeln an all die bezaubernden Momente, Projekte und Erlebnisse zurückdenken, die Wirklichkeit geworden sind. Und genau das macht sie zu einem erstaunlich guten Start ins neue Jahr. Und bevor ich sie gleich auf Instagram teile, möchte ich dich fragen: Was würdest du in deiner Bingokarte festhalten und worauf freust du dich in diesem Jahr? Alle Liebe – Karina 🤍 Aus meinem visuellen Tagebuch: Eine weitere Möglichkeit, um Wohlfühl-Pläne zu schmieden, ist eine gezeichnete Monats-Bucket-Liste. Illustrationen: Karina Röpcke

  • Ich wirke, also bin ich - Kreativität im Business

    Herzlich willkommen zu meinem eigenen Artikel meiner Blogparade „Ich wirke, also bin ich – Kreativität im Business“! Ich freue mich riesig, dass du hier bist und dich für mein Lieblingsthema, die Kreativität, interessierst. Kreativität und Business scheinen auf den ersten Blick vielleicht nicht viel miteinander zu tun zu haben. Doch wie Steve Jobs einst sagte: „Creativity is just connecting things.“ Genau das ist es, was erfolgreiche Unternehmen und Unternehmer ausmacht – die Fähigkeit, scheinbar Unzusammenhängendes zu verknüpfen und daraus etwas Neues, Einzigartiges zu schaffen. Steve Jobs selbst ist ein Paradebeispiel dafür. Seine visionären Produkte und bahnbrechenden Präsentationen sind ein Beweis dafür, wie Kreativität nicht nur Innovationen hervorbringt, sondern auch eine starke emotionale Verbindung zu den Kunden schafft. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie essenziell Kreativität im Business ist, und wie sie nicht nur meine beruflichen, sondern auch meine persönlichen Projekte beeinflusst und bereichert. Von meiner Arbeit als Coachin, der Liebe zur Kunst, meinem Nebenjob im Keramikmal-Studio und meiner Tätigkeit als Bloggerin – Kreativität ist der Motor, der all meine Aktivitäten antreibt. Viel Freude beim Lesen! Was dich in diesem Blogartikel erwartet: Steve zeigt, wie's geht: "Kreativität im Business" Bedeutung von Kreativität im Business-Kontext Warum dieses Thema für mich persönlich wichtig ist 1. Was bedeutet Kreativität im Business für mich? 2. Methoden und Techniken, mit denen ich kreativ bin und bleibe Morgenseiten schreiben Brainstorming Brainwriting oder auch Bloggewitter Mindmapping Loslassen 3. Die Rolle der Kreativität in meiner Arbeit als Ayurveda-Coachin und zukünftig auch als Heilpraktikerin für Psychotherapie Psychotherapie und Kreativität Techniken, die sich wunderbar als Schreibtherapie anbieten Ayurveda und Kreativität 4. Fazit Steve zeigt, wie's geht: "Kreativität im Business" "Creativity is just connecting things. When you ask creative people how they did something, they feel a little guilty because they didn’t really do it, they just saw something. It seemed obvious to them after a while. That’s because they were able to connect experiences they’ve had and synthesize new things." – Steve Jobs Kennst du Steve Jobs? Er ist für mich ein Meister. Ich meine hiermit nicht seine unterkühlten und arroganten Charaktereigenschaften, sondern seine innovativen Produkte. Er zählt zu den besten Rednern der Wirtschaftswelt. Seine Präsentationen sowie die legendäre Stanford-Eröffnungsrede "Finde, was du liebst" aus dem Jahre 2005 zeigen, wie kreatives Storytelling funktioniert und überzeugt. Steve Jobs war ein Visionär voller Kreativität und ich muss gestehen, ich liebe fast alle seine Produkte (inklusive der Verpackungen). Kreativität ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs in jedem Business. Ob es darum geht, innovative Lösungen zu finden, einzigartige Produkte zu entwickeln (am Beispiel von Jobs: ein PC, der für alle Menschen leicht und intuitiv zu bedienen ist, oder die transportable Playliste in Form des ersten iPod) oder neue Wege der Kundenansprache, wie die an der Stanford-Universität zu entdecken – kreative Ansätze sind unerlässlich, um sich in der heutigen, schnelllebigen Geschäftswelt zu behaupten. Bedeutung von Kreativität im Business-Kontext Im Business-Kontext bedeutet Kreativität weit mehr als nur künstlerische Fähigkeiten wie Malen, Schreiben, Tanzen oder Basteln. Es geht darum, Probleme auf unkonventionelle Weise zu lösen, Chancen zu erkennen und zu nutzen sowie Neues zu schaffen und zu verbessern. Kreativität ist der Motor, der Innovation antreibt und Unternehmen hilft, sich von der Konkurrenz abzuheben. Warum dieses Thema für mich persönlich wichtig ist Für mich ist Kreativität die Grundlage meiner Arbeit. Das war sie schon immer. Nach dem Modedesign-Studium als Schnittdirektrice, Jahre später als Designerin mit eigenem Modelabel, sowie als Costume- & Make-Up-Supervisorin Backstage auf einem Kreuzfahrtschiff. Heute arbeite ich kreativ im Coaching mit meinen Klienten, in meinem geliebten Nebenjob als Kreativberaterin in einem Keramikmal-Studio, sobald ich Content für Social Media erstelle, beim Bloggen und Zeichnen. In meiner täglichen Praxis verbinde ich Psychologie, Ayurveda und die moderne Spiritualität mit meiner Kunst. Diese besondere Kombination ermöglicht mir, Menschen auf vielfältige und einfallsreiche Weise zu unterstützen und ihnen zu helfen. Für mich ist Kreativität im Business nicht nur eine berufliche, sondern vor allem auch eine persönliche Herzensangelegenheit. 1. Was bedeutet Kreativität im Business für mich? Kreativität bedeutet für mich vieles. Es ist Ideensuche, Lösungsfindung, Zeichnen, achtsam sein und Ausschau nach kreativen Formen halten. Ich liebe es, mit "offenen" Augen und neugierigem Blick Schaufenster abzuscannen, Licht-Schatten-Formen an Wänden und auf Gehwegen zu entdecken, ästhetisches, minimalistisches und praktisches Design zu bestaunen, einen liebevoll-geformten Kakaobecher in der Hand zu halten, in Pinterest zu stöbern, neue Zeichen-Inspirationen zu sammeln oder eine neue Schreibtechnik für meine Blogartikel auszuprobieren. Wie beeinflusst meine künstlerische Tätigkeit mein Business? Als Künstlerin nutze ich meine kreative Energie nicht nur, um kleine Kunstwerke (ich zeichne meine Fineliner-Porträts am liebsten auf 15x15 cm Papier) zu schaffen, sondern auch, um neue Ideen und frische Ansätze in meine beruflichen Projekte einzubringen. Im Berufsleben manifestiert sich die Kreativität ... in meinem neuen 1:1 Angebot für kreative Herzen: KREIEREN STATT REAGIEREN: Die Kunst, das Leben leicht zu machen. in meinen Blogartikeln. Du findest Kreativität in der Art, wie ich Texte schreibe (Storytelling), in meinen Zeichnungen, die ich als Titelbild nutze oder um Geschriebenes bildlich darzustellen, beim Fotografieren meiner "12von12"-Bilder usw. Kunst ist ein großartiges Mittel, um Emotionen auszudrücken und zu kommunizieren. beim Gestalten der Coaching-Unterlagen mit dem Online-Design-Tool Canva. beim Vorbereiten und Organisieren einer Kakao- oder Teezeremonie. beim Kreieren meiner Markenidentität - durch mein Design und die Zeichnungen kann ich ein unverwechselbares und, ich hoffe, es ist mir gelungen, ein authentisches Markenimage zu schaffen, das meine Persönlichkeit und meine Werte widerspiegelt. beim Designen meiner eigenen Webseite, meines Logos ("heART" welches die beiden Wörter "heart und art" beinhaltet), schönen Flyern, informativen Workbooks und wertvollen Angeboten. Ich besitze ein recht gutes visuelles Gespür und ein feines Auge für Details. Diese Eigenschaften fließen direkt in mein Business ein und zieht auch Kunden an, die meine Vision und Ästhetik teilen. beim lösungsorientierten Coaching und der Arbeit mit meinen Klienten und Klientinnen - durch meine künstlerische Tätigkeit habe ich gelernt, außerhalb der "normalen" Grenzen zu denken und kreative Ansätze zur Problemlösung zu entwickeln. im Keramikmal-Studio, sobald ich Kunden und Kundinnen berate, ihr Lieblingsmotiv umzusetzen. ... und in so vielem mehr. Mein Logo und die Idee dahinter: Ich vertraue auf mein Herz (heart), denn es weiß, was wahr ist und es weiß, was für mich bestimmt ist. Genau wie dein Herz es für dich weiß. Dieses Herz öffnet sich beim Coachen, in meinen Beratungen und in Gesprächen mit Menschen, die mir viel bedeuten. Und ich verbinde es mit meiner Kunst (art) und mit meiner Kreativität, weil alles schon immer in mir vorhanden war. Umgesetzt wurde das Logo von der lieben Dani "danibydsgn". Was ich besonders daran mag: die Bögen erinnern mich zusätzlich an Meereswellen und die Zeit als ehemalige Seefahrerin. Ich möchte dich an einer Geschichte teilhaben lassen, denn als ich 2020 überlegte, mich selbstständig zu machen, war für mich klar, ich muss sichtbar werden, um Klienten zu erhalten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, wie. In meiner ersten Selbstständigkeit vor ca. 15 Jahren als Modedesignerin gab es in meiner Welt noch kein Instagram. Die damaligen Kunden und Kundinnen erhielt ich über Mund-zu-Mund-Propaganda. Meine Kollektionen waren verteilt in kleinen Boutiquen auf Kommissionsbasis und ich verkaufte auf DaWanda (einer Online-Plattform, die ähnlich der von Etsy ist), meine selbstgefertigten Produkte. Mit dem Coaching war es anders. Es gab keine Plattform für mich, bis auf Instagram. Ich durchstöberte die Accounts meiner Coaching-Kollegen und stellte fest, dass sie sich doch ziemlich ähnlich waren. Die gleichen Grafiken, nur andere Farben. Für mich stand fest, ich wollte es anders. Also begann ich zu zeichnen, etwas, was ich seit Jahren vernachlässigt hatte. Seitdem sind meine Bilder ein wichtiger Bestandteil meiner Beiträge. Und nicht nur das, auch habe ich wundervolle Zeichen-Auftragsarbeiten erhalten. Mein Business-Instagram Feed mit meinen Zeichnungen. Eine Zeichnung, die für meine Ayurveda-Kollegin Lydia entstand. Sie ist eine tolle Ayurveda-Köchin und teilt ihre leckeren Rezepte bei Instagram unter dem Namen "ayur_hungry". 2. Methoden und Techniken, mit denen ich kreativ bin und bleibe "Aber du bist ja kreativ, ich nicht." Ein Satz, den ich öfter höre. Wir alle sind kreativ, vorausgestzt, wir stehen unserer eigenen Kreativität nicht im Weg. Der größte Gegner ist die Alltagsroutine und die Ausrede, keine Zeit zu haben. Eine befreundete Ayurveda-Kollegin meinte einmal in einem anderen Zusammenhang zu mir: "Mach's einfach!" Und genau das zählt auch für die eigene Kreativität. Sie ist kein Sesselsport! Und klar hilft es mir ab und zu während des Zeichnens schöne Musik zu hören, aber ich muss mir die Zeit und den Raum nehmen und in die Umsetzung kommen, damit etwas geschieht. Ich muss aktiv werden, meine Vorstellungskraft nutzen, etwas kreieren, wieder verwerfen, um es anschließend neu zu probieren. Und dann ist es vollkommen egal, ob ich zeichne, meiner Intuition folge, Tagebuch schreibe, Rollenspiele inszeniere, meine vier Wände dekoriere oder achtsam und mit allen Sinnen eine Tasse Tee genieße. Im Folgenden möchte ich dir Techniken vorstellen, die ich sehr gerne nutze. Morgenseiten schreiben Bei mir ist "etwas Neues" hinzugekommen. Seit genau 45 Tagen schreibe ich jeden Morgen, kurz nach dem Aufstehen, meine Morgenseiten. Ich setze mich an den Schreibtisch und schreibe los. Die einzige Vorgabe, es müssen mindestens drei Seiten sein. Im Gegensatz zu meinen Blogartikeln schreibe ich sie mit der Hand. Am Ende der 3 Seiten notiere ich zusätzlich drei positive Glaubenssätze, die ich aktuell bearbeite, 5x hintereinander. An manchen Tagen dauern diese Seiten gefühlt ewig, an anderen wiederum sprudeln die Gedanken regelrecht aus mir heraus. Julia Camerons Buch "Der Weg des Künstlers - Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität"** inspirierte mich zu den Morgenseiten. Das Buch stand schon lange auf meiner Bücherliste und erst jetzt, habe ich die Zeit gefunden, es zu lesen und die Aufgaben darin umzusetzen. Am Ende der drei Seiten und meinen positiv-formulierten Glaubenssätzen füge ich jeden Abend eine kleine Zeichnung hinzu, die dokumentiert, was ich am jeweiligen Tag erlebt habe. Brainstorming In Zusammenarbeit mit mehreren Menschen liebe ich Brainstorming. Zum Beispiel bei der Keramik-Gestaltung: Wenn unsere Kunden und Kundinnen eine Idee mitbringen, sammeln wir Kreativberaterinnen gemeinsam mit ihnen mögliche Herangehensweisen. Die für gut-befundene Technik wird umgesetzt. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Einfach loslegen und die Kreativität fließen lassen. Brainwriting oder auch Bloggewitter Ähnlich dem Brainstorming werden beim Brainwriting Ideen gesammelt und notiert. Im Anschluss erfolgt der Austausch mit den Teilnehmern, z. B. bei einem gemeinsamen Workshop. In der "TheContenSociety"-Gruppe, in der ich mich mit vielen MitbloggerInnen austausche, nutzen wir besonders gerne während einer Blogdekade (10 Blogartikel in 10 Tagen) das Ideengewitter. Hierfür treffen wir uns (diejenigen, die eine Idee möchten) 10 Tage hintereinander jeweils um 8 Uhr in der Früh und erklären kurz, welche Informationen oder Ideen wir von den anderen MitbloggerInnen haben möchten. Haben wir Gedanken zum entsprechenden Thema, wird im Zoom-Chat in die Tasten getippt. Auf "LOS" drücken wir alle gleichzeitig auf "senden" und die Ideen prasseln wie ein Gewitter in den Chat. Ein herrliches Gefühl, Inspirations-Explosion pur! Mindmapping In Vorbereitung auf meine Überprüfung beim Gesundheitsamt für den "Heilpraktiker für Psychotherapie" kam ich mit Auswendiglernen nicht weit. Es waren einfach zu viele Krankheitsbilder, Symptome, Therapieverfahren, Gesetze, usw., die in meinem Kopf bleiben mussten. Was mir half, war das Zeichnen von Mindmaps. Ich nutzte unterschiedliche Farben, zeichnete Strichmännchen und kleine Icons, die es mir einfach machten, das Gelernte auch im Gedächtnis zu verankern. Auch für meine Coachees, die ich auf die mündliche Überprüfung in Sachsen vorbereite, gibt es einige Mindmaps als Vorlagen von mir. Loslassen Kreativität ist nicht planbar. Die besten Ideen kommen mir auf dem Fahrrad, unter der Dusche, beim Joggen oder beim Spazierengehen. Wenn ich eine Idee habe oder kreativ sein möchte, mache ich mir einige Notizen und lass sie erstmal auf mich wirken. Irgendwann, kurz vor dem Einschlafen oder eben unter der Dusche, ploppen sie auf und sind bereit, angeschaut und umgesetzt zu werden. 3. Die Rolle der Kreativität in meiner Arbeit als Ayurveda-Coachin und zukünftig auch als Heilpraktikerin für Psychotherapie Psychotherapie und Kreativität Kreativität eröffnet neue Wege in meiner Arbeit mit Klienten und bietet ebenso einen geschützten Raum, indem Wachstum stattfinden kann. Seit Januar 2024 besitze ich die Heilerlaubnis, die es mir ermöglicht, auch therapeutisch zu arbeiten. Ich werde zukünftig in meiner Praxis Psychotherapie mit verschiedenen kreativen Techniken kombinieren, um den individuellen Bedürfnissen meiner Klienten gerecht zu werden. Ich liebe die Kreativität, denn sie ist ein mächtiges Werkzeug, das es ermöglicht, weit über die Sprache hinauszugehen und tiefere Ebenen des Bewusstseins zu erreichen. Durch den Einsatz von Kunst, Musik und Schreiben können Klienten oft auf eine Weise kommunizieren und reflektieren, die mit Worten allein nicht möglich wäre. Besonders die Kunsttherapie hat es mir als Therapiemethode angetan. Hierfür werden meine Klienten ermutigt, ihre Gefühle und Gedanken durch Zeichnungen oder Malerei auszudrücken, um neue Perspektiven zu ermöglichen. Auch die Schreibtherapie, das Schreiben von Tagebüchern, Gedichten oder Geschichten bietet sich wunderbar an, um Unbewusstes an die Oberfläche zu bringen, um das eigene Gedanken-Chaos zu sortieren, zu reflektieren und um Klarheit zu gewinnen. Durch Eigenerfahrung, dem Ausprobieren allerhand verschiedener Techniken weiß ich kreatives Schreiben selbst sehr zu schätzen. Techniken, die sich wunderbar als Schreibtherapie anbieten: Tagebuch schreiben das Beantworten der Wunderfrage meditatives Schreiben im Hier und Jetzt ABC-Listen, zu einem bestimmten Thema, die zum freien Denken anregen autobiografisches Schreiben dem Vervollständigen von Satzanfängen, um zu bestimmten Erkenntnissen zu gelangen beobachtendes Schreiben Schreiben eines Dankbarkeitstagebuchs oder die genannten Morgenseiten (Freewriting) Meine ABC-Liste zum Thema Selbstliebe und Selbstfürsorge. Neben der Kunst- und Schreibtherapie unterstützen Meditations- und Achtsamkeitsübungen mich und meine Klienten im Hier und Jetzt zu sein und dadurch Ruhe zu finden. Kennst du die Rosinenübung? In diesem Artikel findest du die Anleitung dazu. Auch das bedeutet Kreativität für mich. Ich schule sehr gerne die Achtsamkeit meiner Klienten, damit sie im Alltag Ruhe finden. Ayurveda und Kreativität Ayurveda, die traditionelle indische Heilkunst, spielt ebenso eine bedeutende Rolle in kreativen Prozessen. Die Grundprinzipien des Ayurveda helfen nicht nur, Körper und Geist ins Gleichgewicht zu bringen, sondern fördern auch die kreative Energie und Schaffenskraft. Ayurveda und Kreativität - Wie passt das zusammen? Ayurveda betrachtet den Menschen ganzheitlich und zielt darauf ab, das natürliche Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele zu bewahren. Dieses Gleichgewicht ist wichtig für die Kreativität, da es Klarheit, Fokus und innere Ruhe fördert. Durch ayurvedische Praktiken kann ich Stress abbauen, geistige und körperliche Energie steigern und meine kreative Inspiration nähren. Beispiele, wie Ayurveda-Prinzipien mich und meine Kreativität unterstützen Im Coaching kombiniere ich Ayurveda mit kreativen Ansätzen, um durch Balance und gezielte Techniken wie Meditation, Atemübungen, Ernährung nach Doshas, der Anwendung ätherischer Öle, Kräuter und Tees, sowie Selbstmassage die Kreativität sowohl für mich als auch meine Klienten zu fördern. Meine Tagesroutine (Dinacharya) Sie hilft mir dabei, den Tag bewusst und fokussiert zu beginnen. Das Einhalten von regelmäßigen Schlaf- und Essenszeiten schafft Stabilität und Klarheit im Kopf, was wiederum die Kreativität fördert. Wie du bereits weißt, beginne ich meinen Tag mit Yoga und meinen Morgenseiten. Und wenn es die Zeit erlaubt, wird meditiert. Meditation und Atemübungen (Pranayama) Durch meine liebe Kollegin Karin Meinzer konnte ich wundervolle natürliche Atemübungen kennenlernen, die sich meinen Bewegungen anpassen. Denn wie sagt sie so schön: "Atem ist Bewegung". Ich versuche sie sooft wie möglich, in meinen Alltag zu integrieren. Regelmäßige Meditationspraxis, ich mag z.B. die Gehmeditation und Atemübungen lassen mich ruhig werden und öffnen den Raum für kreative Gedanken und Ideen. Ernährung nach Doshas Die richtige Ernährung spielt eine Schlüsselrolle im Ayurveda. Je nach persönlicher Konstitution (Dosha) empfehle ich bestimmte Nahrungsmittel. Hauptsache frisch, ist mein oberstes Prinzip. Denn nur frische und nährstoffreiche LEBENsmittel schenken mir die optimale Energie. Für mein kreatives Arbeiten bevorzuge ich leichte, energiereiche Mahlzeiten, die je nach regionalem und saisonalem Angebot, mein Vata-Dosha ausbalancieren. Selbstmassage (Abhyanga): Abhyanga, die ayurvedische Selbstmassage mit warmem Öl, hilft, Stress abzubauen und das Nervensystem zu beruhigen. Diese Praxis fördert die Entspannung und schafft eine wohltuende Verbindung zwischen Körper und Geist, was wiederum die Kreativität steigert. Eine regelmäßige Selbstmassage hilft mir, meine kreative Energie zu revitalisieren und innere Balance zu finden. Durch die Integration von Ayurveda in meinen Alltag kann ich nicht nur meine Gesundheit und mein Wohlbefinden fördern, sondern auch meine kreative Schaffenskraft intensivieren. Ayurveda bietet wertvolle Werkzeuge, um Balance zu finden und den kreativen Fluss zu unterstützen, sodass ich meine künstlerischen und beruflichen Ziele inspiriert verfolgen kann. 4. Fazit Kreativität im Business ist für mich mehr als künstlerische Fähigkeit. Es bringt mir Klarheit, lässt mich von meinen Kollegen und Kolleginnen unterscheiden, hilft mir bei der Ideenfindung, bei der Problemlösung, lässt mich neugierig bleiben, wieder Kind sein und hilft, meine Gedanken und Gefühle zu sortieren. Ob als Coachin, Künstlerin, Ayurveda-Expertin, Bloggerin und Kreativberaterin - kreative Ansätze bereichern mein Leben und mein Business. Sie sind tief in meinem Arbeitsalltag verwurzelt. Ich danke dir, wenn du bis hierhin gelesen hast und hoffe, du konntest wertvolle Einblicke und Inspirationen für dein eigenes Business mitnehmen. Hast du Lust bekommen einen eigenen Artikel zum Thema "Kreativität im Business" zu schreiben, dann lade ich dich herzlich ein, an meiner Blogparade teilzunehmen. Oder hinterlasse gerne einen Kommentar mit deinen Gedanken und Ideen. Welche Methoden und Techniken nutzt du, um kreativ zu bleiben? Alles Liebe - Karina 🤍 *Illustrationen: Karina Röpcke/ Illustration Titelblatt: Foto-Inspiration: Dennis Gall **unbezahlte Werbung

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