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- Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2026
Q2, wir müssen kurz reden. Du warst schön, du warst voll, du warst manchmal zu viel. Mein Nacken meldet sich täglich und erinnert mich daran, dass Pause kein Luxus ist. Die letzten Wochen haben mich emotional an meine Grenzen gebracht, und ich wäre nicht ehrlich, wenn ich das hier nicht erwähnen würde. Gleichzeitig: 19 von 29 To-Wants umgesetzt. Fast zwei Drittel. Ich bin stolz auf mich. :-) Und weil das 3. Quartal schon seit dem 1. Juli läuft und ich erst jetzt dazu komme, meine Liste zu schreiben, halte ich es kurz: Das ist nicht normal. Aber normal ist nicht mein Ding. Also, hier sind sie. Meine To-Wants für Juli bis September 2026. Ein paar alte Bekannte, viele neue Wünsche und ein klares Thema, das sich durch alles zieht: Balance. Arbeit und Erholung. Kreativität und Stille. Geben und auch mal Empfangen. So funktioniert meine To-Want-Liste Die Idee kommt aus dem Buch Das 12-Wochen-Jahr*. Ich habe das Konzept für mich angepasst und mache es seitdem jedes Quartal. Der Grundgedanke: Ein Jahr in vier Abschnitte von je zwölf Wochen aufteilen. Nicht auf "irgendwann" warten, sondern in überschaubaren Zeiträumen denken und handeln. Das klingt banal und ist es irgendwie auch. Und trotzdem verändert es alles. Der zweite Grundgedanke: keine To-do-Liste. Sondern eine To-Want-Liste. Ich frage mich nicht, was ich erledigen muss. Ich frage mich, was ich wirklich möchte. Was ich erleben, erschaffen, lernen, genießen will. Das klingt wie ein kleiner Unterschied. Fühlt sich aber ganz anders an, wenn du die Wörter laut sagst. "Ich muss noch ... " versus "Ich möchte ..." Versuch es mal. :-) Meine To-Want-Liste im Überblick Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 3. Quartal 2026 Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2026 Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 3. Quartal 2026 erreichen möchte Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 3. Quartal 2026 Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 3. Quartal 2026 Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 3. Quartal 2026 freue Hier kannst du meine "alten" To-Wants finden Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 3. Quartal 2026 Ziel 1 - Körper: Mein Nacken hat in den letzten Wochen laut gesprochen. Ich höre hin. Die Physio-Übungen, die ich aus der Therapie mitgenommen habe, möchte ich konsequent umsetzen. Und ich möchte mindestens 10x morgens schwimmen gehen oder, wenn das Wetter nicht mitspielt, mit dem Fahrrad um den Cossi drehen. Bewegung als Medizin. Nicht als Pflicht. Ziel 2 - Hamburg: ✔ Zehn Tage Workation in Hamburg. Ich hüte die Katze meiner Freundin Mel, arbeite, treffe meine Lieblingmenschen und atme durch. Arbeit und Erholung auf einmal. Das ist mein Q3-Herzensziel. Ziel 3 - eigene Mini-Me-Produkte: ✔ Es wird Zeit. Meine Mini-Mes sind nicht nur meine kreative Ausdrucksform, sie sind auch ein echtes Angebot. In diesem Quartal fange ich damit an, eigene Produkte rund um die Mini-Mes zu entwickeln. Was das genau wird? Das erzähle ich dir, wenn es so weit ist. :-) Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2026 ✔ Die Blogdekade läuft gerade: 10 Artikel in 10 Tagen. Ich bin spät dran, aber ich bin dabei. Mindestens 10 Blogartikel möchte ich in diesem Quartal veröffentlichen. - Mit diesem Artikel sind es genau 10 geworden :) ✔ Im Rahmen von Judith Peters Content Society gebe ich weiterhin schriftliche und Video-Feedbacks auf Blogartikel, Webseiten, Über-mich-Seiten und Angebotsseiten. Ich lerne dadurch täglich Neues. Das ist nicht nur Arbeit, es ist meine persönliche Masterclass. ✔ Meine eigene Webseite überarbeite ich Schritt für Schritt weiter: Die Startseite ist dran, dann die Über-mich-Seite. - Mit der Startseite habe ich begonnen. Es dauert seine Zeit. Jedes Wort wird hin und her gedreht, bis es an der richtigen Stelle sitzt. Noch ist sie nicht fertig, aber immerhin: Der Anfang ist gemacht. ✔ Und dann sind da noch die eigenen Mini-Me-Produkte. Ja, ich erwähne sie zweimal. Weil sie mir wirklich wichtig sind. ✔ Mindestens einen Aquarell-Workshop möchte ich in diesem Quartal geben. Aquarell ist für mich noch verhältnismäßig neu, und ich möchte das Wissen weitergeben, während ich selbst noch lerne. Das fühlt sich aufregend und ein bisschen mulmig an. Beides ist gut. :-) - Es waren zwei ganz wundervolle Events im schönen DIY-Studio Flamingocat auf der Leipziger Karli. ✔ Jeden Donnerstag erscheint mein Newsletter. Das ist kein Wunsch mehr von mir, das ist Realität. Und es fühlt sich immer noch wie ein kleines Wunder an, wenn ich auf "Senden" drücke. Die Newsletter-Äääängst ist besiegt, aber ich will den Schwung halten. Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 3. Quartal 2026 erreichen möchte ✔ Mein Mini-Me lernt, Gefühle zu zeigen. Das klingt klein. Ist es aber nicht. Für mich war es lange nicht selbstverständlich, Gefühlen Raum zu geben. Meine kleine gezeichnete Karina hilft mir dabei, das zu üben. Alle Gefühle sind willkommen. - Puh … meine Autofahr- und Einparkangst war in diesem Quartal besonders präsent. ✔ Die ATC-Karten kommen wieder: Artist Trading Cards, 6,4 cm x 8,9 cm. Klein, handgemacht, mit viel Herz. Ich freue mich schon auf das neue Thema. - Das Thema war Waldschätze/ Pilze. Neon-Marker und bunte Artcollab-Bilder: Ja, auch das bleibt. Etwas reduziert, aber die "wilden Farben" aus der Jahresvorschau lasse ich nicht fallen. ✔ "12 von 12" erscheint auch wieder. Zwölf Bilder am zwölften. Ein ehrlicher Schnappschuss meines Tages. ✔ Meine kreative Bingokarte füllt sich weiter mit Leben. ✔ Und dann darf ich im September etwas Besonderes erleben: Ich reise nach Lüneburg und bemale zusammen mit meiner Freundin Nicola endlich wieder Keramik. Das wird sooo schön! ✔ Außerdem leite ich ein Sommer-Picknick mit kreativer Mustermalerei im Clara-Park. Als Sommerfest für eine Ergotherapie. Menschen, die draußen sitzen, malen, lachen. Das ist der Job, den ich meinte, als ich mir einmal "Kunst und Kakao" vorgestellt habe. - Aufgrund des Wetters sind wir spontan ins Atelier gezogen. Was für eine schöne Premiere! So viele Menschen hatte ich noch nie bei einem Workshop in meinem kleinen Kreativraum. Es hat so viel Spaß gemacht. Und die Keramikrohlinge vom Lieblingswerk, die seit Weihnachten auf mich warten? Die werden in diesem Quartal endlich bemalt. Ich habe sie schon lange genug angeschaut. Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 3. Quartal 2026 Nacken. Physio. Übungen umsetzen. Jeden Tag. Mindestens 10x morgens schwimmen gehen. Der Cossi liegt so nah, und der Gedanke, morgens ins Wasser zu gleiten, während die Stadt noch schläft, macht mich glücklich. Wenn es klappt: wunderbar. Wenn nicht: Fahrrad um den See und die Morgenstille trotzdem genießen. ✔ Sauna. Endlich. Das hatte ich schon im Q2 auf der Liste und es hat nicht geklappt. Diesmal zähle ich es wirklich. Mindestens zweimal. Zahnreinigung. Unromantisch, aber wichtig. Done. ✔ Den MoRüBli (Monatsrückblick) führe ich ab sofort als festes Format weiter. Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 3. Quartal 2026 ✔ Hamburg, Hamburg, Hamburg. ✔ Zehn Tage Workation bei meiner Freundin Mel in Over/ Seevetal. Ich hüte ihre Katze Mini, arbeite, esse gut und treffe viele liebe Menschen aus meiner Hamburg-Zeit. ✔ Meine Freundin Nathalie treffe ich morgen schon :-) Ich freu mich so sehr. ✔ Meine MMC-Gang, Denise und Michal, sehe ich auch endlich wieder. Wir haben uns damals durch Lars Amends Magic Monday Club kennengelernt und unsere Freundschaft hält trotz der 400 Kilometer Entfernung. ✔ Andrea, meine Freundin aus Stelle, besuche ich. Wir haben uns durch die Ayurveda-Ausbildung kennengelernt. ✔ Und dann ist da Mels 50. Geburtstag. Mel und 50. Das passt irgendwie überhaupt nicht zusammen und gleichzeitig passt es perfekt, weil Mel eine von diesen Menschen ist, die mit jedem Jahr schöner werden. ✔ In Lüneburg besuche ich, wie schon erwähnt, mein Möhrchen Nicola. ✔ In Leipzig gibt es auch einiges: Die Nacht der Kunst möchte ich besuchen. Ursprünglich wollte ich selbst ausstellen. Ich habe gemerkt, dass die Zeit dafür noch nicht reif war. Und das ist in Ordnung. Ich gehe als Besucherin, schaue, staune, lasse mich inspirieren. ✔ Die Grünau-Plattenbau-Ausstellung besuche ich. Ich bin in Leipzig-Grünau aufgewachsen. Diese Ausstellung ist für mich kein Museum, sie ist Erinnerung. ✔ Und das Nachfeiern von Bienes Geburtstag steht am 16. August an. Biene hat im Januar Geburtstag und feiert ihn mit ihren Leipziger Freunden und ihrer Familie in diesem Jahr im Sommer nach. Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 3. Quartal 2026 freue Die Seerunden mit meinen Mädels Anja und Jacqueline. Mindestens zweimal möchte ich mit ihnen um den See laufen. Diese Runden sind kein Sport. Das ist Therapie, Freundschaft und das Beste, was zwei Stunden Bewegung sein können. ✔ Meiner Autofahrangst ins Gesicht sehen. Sobald der Dicke, unser Bully aus der Werkstatt ist, setze ich mich ans Steuer. Puh und ... Punkt. Das Minimalismus-Glas läuft weiter. Langsam, aber weiter. RUSU beenden: Das Online-Programm von Laura Malina Seiler hat mich täglich tanzen gelehrt. Die morgentliche Meditation und das Tanzen behalte ich. Das Programm möchte ich in diesem Quartal noch abschließen. "Der Weg des Künstlers 2" zu Ende lesen. Das Buch liegt schon eine Weile rum und schaut mich fragend an. Mein Hörbuch-Abo kündige ich. Ich schaffe es zeitlich einfach nicht. Lieber Podcasts, die ich wirklich höre. Meine aktuellen Lieblingspodcasts: "Betreutes Fühlen" und "Kaulitz Hills". So unterschiedlich. So gut. - Das Abo läuft weiter. Ich bin inzwischen von Sachbüchern auf Romane umgestiegen. Diese beiden haben mich im letzten Monat besonders gefesselt: „Stay Away from Gretchen“ und die Fortsetzung „Was ich nie gesagt habe“ von Susanne Abel. Danke, Vivi, für die großartigen Empfehlungen. 🤍 Und das war sie, meine Q3-To-Want-Liste. Ehrlich? Sie ist lang. Vielleicht zu lang für jemanden, der gerade sagt: Ich brauche Balance. Aber weißt du was? Nicht alles davon ist Arbeit. Vieles davon ist Leben. Freundschaft, Bewegung, Farbe, Wasser, Lachen, Keramik, Podcasts im Ohr und Katzen streicheln. Das zählt auch. In diesem Sinne: Worauf freust du dich in deinem Sommer noch? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Und wenn du magst, begleite mich jeden Donnerstag per Newsletter. Kein Spam, keine Werbung, nur ich, mit dem, was mich gerade bewegt. Dein erstes Mini-Me: Das Starter-Kit für 0 EUR. Zeichne dich. Fühl dich. Versteh dich. Mit Anleitung, Materialliste und 25 Zeichenimpulsen für dein kreatives Tagebuch. Kein Talent nötig, nur du, ein Stift und ein bisschen Mut. Hier kannst du meine "alten" To-Wants finden: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2024 Das 12-Wochen-Jahr: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2024 Meine "To-Want-Liste": Was ich bis zum 31.12.2023 erleben und schaffen möchte 27 Dinge, die ich im Sommer 2023 erleben möchte Alles Liebe – Karina 🤍 *unbezahlte Werbung
- Kindheitserinnerungen: Es geht nie nur um die Erinnerung
Zusammenfassung meiner Blogparade: Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte Es war meine dritte Blogparade und bei der Themenauswahl wollte ich eigentlich nur eines: die Leichtigkeit von damals als Kind zurück. Ich war hochmotiviert, schnappte mir mein visuelles Tagebuch und zeichnete meine Mini-Me-Abhak-Buchetliste, genau so, wie ich es liebe. Mini-Mes sind selbstgezeichnete Figuren, die aussehen wie ich. Und da war es plötzlich: dieses schöne, warme Gefühl. Genau dieses Gefühl wollte ich auch dir mitgeben. Ich wollte, dass du es beim Schreiben deines eigenen Artikels spürst. Was dann kam? Prokrastination. Wochenlang. Aber nun war es eben meine eigene Blogparade. Und nachdem ich sogar schon die ersten Teilnehmerinnen in den Kommentaren entdeckte, war klar: Ich komme nicht drumherum. Mein eigener Artikel wollte geschrieben werden. Und natürlich auch der dazugehörige Rückblick mit all den entstandenen Blogartikeln. Und jetzt sitze ich hier, habe alle Beiträge noch einmal gelesen und veröffentliche endlich meinen Wrap-up, also die Zusammenfassung all der Artikel, die im Rahmen meiner Blogparade entstanden sind. Was ich dabei fühle, ist vor allem eins: Dankbarkeit. Meine Mini-Me-Bucketliste war schon lange fertig. Es fehlte nur noch der eigene Artikel zur Blogparade. Inhaltsverzeichnis Die Beiträge im Überblick Mascha: Bin ich Kind geblieben? Pia Hübinger: Man kann seine Kindheit nicht wiederholen. Nur besuchen. Mara Hoffmann: Revival für Findus‘ Pfannkuchentorte und ein Tag voll Katze Sadhana & Gisela Karina (mein eigener Artikel): Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück Was diese Blogparade mit mir gemacht hat Die Beiträge im Überblick Autorin Artikel Link Mascha Bin ich Kind geblieben? → Zum Artikel Pia Hübinger Man kann seine Kindheit nicht wiederholen. Nur besuchen. → Zum Artikel Mara Hoffmann Revival für Findus‘ Pfannkuchentorte und ein Tag voll Katze → Zum Artikel Sadhana Kommentar Gisela Kommentar Karina (Mein eigener Artikel) Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück → Zum Artikel Mascha: Bin ich Kind geblieben? Maschas Artikel war der erste, der als Kommentar unter meinem Aufruf erschien. Und er kam über meinen Newsletter, was mich doppelt gefreut hat. Beim Öffnen der Seite sehe ich das Titelfoto: eine Collage. So wunderschön. Mascha hat diesen Artikel an einem besonderen Tag geschrieben. Am 27. Juni war sie genau 66 einhalb Jahre alt. Dass sie sich ausgerechnet an diesem Halbjahresgeburtstag Zeit zum Schreiben genommen hat, berührt mich sehr. Ihr Text ist wie ihre Bilder: ehrlich, leise und voller kleiner Momente. Sie hat sich gefragt, was sie aus ihrer Kindheit nie losgelassen hat. Und stellt fest: vieles ist noch da. Das Collagen kleben, die Natur, die Bilder. Manches geht nicht mehr, aus körperlichen oder wirtschaftlichen Gründen. Aber sie trauert dem nicht nach und ich finde viele Gemeinsamkeiten mit mir. Das Schaukeln zum Beispiel :) Mein Lieblingszitat aus ihrem Artikel: „Mit zunehmendem Alter verlieren Bucketlists zunehmend an Bedeutung." Der hat mich erwischt. Denn ich bin, das sage ich ohne Scham, die Königin der Bucketlisten. Die Bilder, die Collagen, die Zeichnungen und die kleinen Anmerkungen unter ihren Texten, all das hat mich wirklich berührt. Von Herzen danke, liebe Mascha, fürs Teilen. → Zum Artikel Pia Hübinger: Man kann seine Kindheit nicht wiederholen. Nur besuchen. „Erinnerungen sind Wegweiser. Sie bleiben nicht nur, weil sie spektakulär waren, sondern weil sie etwas in uns berühren." Pia kenne ich aus der The Content Society von Judith Peters, und ich kenne viele ihrer Artikel. Sie bleibt nie an der Oberfläche. Sie geht tiefer, stellt Thesen auf, hinterfragt sie erneut. Genau das liebe ich an ihr. Und auch dieser Artikel ist so. Pia schreibt, dass schon beim Lesen meiner Impulsfragen der Widerstand in ihr aufkam. Genau das meine ich, wenn ich sage, dass dieses Thema mehr aufmacht als man erwartet. Sie beschreibt ganz konkret, was sie sich vornimmt. Ihr Sockenstrickzeug hat sie wieder ausgepackt. In den Sommerferien will sie mit ihren Kindern malen, Aquarell, Zentangle. Und dann eine Technik, die mich sofort begeistert hat: Man steckt den Bleistift durch ein Taschentuch, legt das Tuch über das Papier und zeichnet, ohne zu sehen, was entsteht. Erst hinterher hebt man das Tuch. Man kann nicht korrigieren. Das Bewerten wird gleich mit ausgeschaltet. Und dann: der Weg des Künstlers. Julia Camerons Buch hat sie für sich wiederentdeckt und nimmt sich vor, wieder Morgenseiten zu schreiben. Als Morgenseiten-Liebhaberin hat mich das besonders gefreut. „Vielleicht ist das das größte Geschenk unserer Kindheit. Sie erinnert uns daran, dass dieser Mensch einmal in uns gelebt hat. Und dass er noch immer da ist." Danke, liebe Pia, für diesen ehrlichen, tiefen Artikel. → Zum Artikel Dir gefällt, was du hier liest? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das echte Leben dazwischen. Damit du donnerstags kurz durchatmest. Donnerstags bei dir ankommen → Mara Hoffmann: Revival für Findus‘ Pfannkuchentorte und ein Tag voll Katze Mara hat mir per E-Mail geschrieben: Sie ist dabei, live, am 29. Juli. Für uns beide war das eine Premiere. An diesem Tag habe ich in ihrer Instagram-Story verfolgt, wie ihr Artikel entstand. Was für eine schöne Idee. Mara ist Katzenverhaltensberaterin für Familien und ihre Kindheitserinnerung führte sie geradewegs in die Küche. Mit ihrem ältesten Sohn hat sie damals eine Findus-Pfannkuchentorte gebacken, nach dem Kinderbuchklassiker von Sven Nordqvist. Dieses Mal wollte sie das mit ihren beiden Jüngsten wiederholen. Vegan. Und mit jedem, der dazugehört (Kind und Katz'). Das hat mich berührt: Erinnerungen werden nicht eingemottet. Sie werden weitergegeben. Wenn du jetzt Lust auf das Rezept bekommen hast und ihre schönen Katzen sehen möchtest, findest du hier den ganzen Artikel. Von Herzen danke, liebe Mara, für die Teilnahme, das Instagram-Live-Experiment und das leckere Findus-Rezept. → Zum Artikel Und noch zwei besondere Stimmen aus den Kommentaren Sadhana Sadhana hat keinen eigenen Artikel geschrieben, aber ihr Kommentar hat mich zum Lachen gebracht. Sie schreibt, dass sie die kindliche Freude ganz bewusst in ihren Alltag holt, vor allem wenn sie merkt, dass sie zu rigide wird. Auf Festivals fühlt sie sich nachts wie Alice im Wunderland. Und neulich ist sie mit ihrer 18-jährigen Tochter durch ein Gewitter geradelt. Sie wussten, dass sie nass werden würden. Sie wurden nass. Richtig nass. Durch Pfützen, die 50 Zentimeter tief waren, an einer Stelle mit echter Sorge, dass ein Kleinwagen darin schwimmen könnte. Und sie haben gelacht und gejuchzt. Sadhana, du hast einfach einen meiner Bucketlisten-Punkte abgehakt. Ich bin ein bisschen neidisch. Zumal ich das Pfützenspringen bis heute noch nicht getan habe. Auch dir, liebe Sadhana, von Herzen danke für's Teilen. Gisela Gisela ist meine Mutter. Sie hat keinen Blogartikel geschrieben, sondern einfach losgetippt. Ein Strom von Erinnerungen: der Musiklehrer Becker, die erste Zugfahrt allein mit elf Jahren, ihre Schulfreundin Annedore, die sie seit 1960 kennt. Kirschen pflücken mit Opa ganz oben in den Ästen. Aus Omas Teigschüssel naschen. Die Küche als Sammelplatz der Familie, neun Personen. Am Ende schreibt sie: „Ich denke, es reicht erst mal." Ich denke, es reicht für ein ganzes Leben. Meine Mutter lebt das innere Kind. Sie kam sehr jung ins Internat, durfte nur in den Ferien nach Hause. Viele Jahre hat sie die Depression gefangen gehalten. Seitdem sie da rausgefunden hat, lässt sie sich von niemandem mehr etwas verbieten. Sie tanzt, singt, kleidet sich bunt, fernab aller Norm. Oft bin ich die Erwachsene von uns beiden. Und mit zunehmendem Alter liebe ich es, mir dieses Kindsein von ihr abzuschauen. Danke, Mama, für alles. 🤍 Mein eigener Artikel: Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück Mein ursprünglicher Plan war simpel: eine kleine Bucketliste mit Kindheitserinnerungen, die ich einmal wiederholen und dann abhaken wollte. Schöne Momente nochmal erleben, das Gefühl von Leichtigkeit zurückholen. So weit der Plan. Ich überlegte, zeichnete. Und dann kam der Widerstand. Woche für Woche schob ich den Artikel auf. Ich prokrastinierte. Warum eigentlich? Es sind doch nur schöne Erinnerungen. Die Blogparade war längst draußen, die ersten Kommentare standen schon unter meinem Aufruf, nur mein eigener Artikel fehlte noch. Irgendwann habe ich mir von meiner Mutter die alten Fotoalben geholt, mich damit auf den Fußboden gesetzt und darin geblättert. Krass. Da kam ordentlich was hoch. Wie passend, dass genau in dieser Zeit die Fotoausstellung von Harald Kirschner „50 Jahre Grünau – als Grünau noch Schlammhausen hieß..." lief. Denn ich bin aufgewachsen auf einer riesigen Baustelle, die für mich das reinste Paradies war. Aus der Bucketliste wurde etwas anderes. Nicht die Erinnerungen sind es, was ich zurück will. Es ist das Gefühl dahinter. Die Freiheit. Das sanfte Wissen: Mir steht die ganze Welt offen. Pias Artikel hat dabei etwas in mir angestoßen, das diesen Gedanken nochmal weitergeführt hat. → Hier findest du meinen eigenen Artikel Zeichnungen und ein Foto von mir, die ich in den alten Alben meiner Mom entdeckt habe. Was diese Blogparade mit mir gemacht hat Ich bin dankbar. Dankbar für all die Menschen, die sich die Zeit genommen haben, mitzumachen. Für ihre Geschichten, ihre Gedanken und den Mut, auch dort hinzuschauen, wo es vielleicht nicht ganz so bequem wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Was mich beim Lesen aller Beiträge besonders berührt hat, war die Unterschiedlichkeit der Wege, die daraus entstanden sind. Pia hat Dinge aus ihrer Kindheit wieder aufgegriffen und dabei gemerkt, dass sie noch immer etwas in ihr berühren. Mara hat eine Erinnerung mit ihren Kindern neu erlebt. Sadhana holt sich die kindliche Freude ganz bewusst in ihren Alltag. Bei Mascha zeigt sich, dass manches geblieben ist, während anderes heute nicht mehr möglich ist. Und Gisela zeigt mir immer wieder, dass dieses innere Kind auch im Erwachsenenalter seinen Platz haben darf. Und plötzlich war da für mich ein gemeinsamer Gedanke: Wir können unsere Kindheit nicht zurückholen. Aber wir können entdecken, was von ihr noch in uns steckt. Ob ich selbst noch einmal eine Blogparade starte, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe gemerkt, wie viel freier ich mich fühle, wenn ich an den Paraden anderer teilnehme. Vielleicht darf diese Erfahrung einfach genau so stehen bleiben. Was bleibt, ist meine Dankbarkeit für all die Geschichten, die durch diese Blogparade zusammengekommen sind. Und vielleicht auch die Erinnerung daran, dass ein Blick zurück etwas sichtbar macht, das im Heute noch seinen Platz sucht. Das ist manchmal ein Stück Kindheitsverarbeitung. Und die ist nicht immer leicht. Aber vielleicht muss sie das auch gar nicht sein. Hast du eine Kindheitserinnerung, die du gern noch einmal erleben würdest? Schreib mir gern. Und wenn dieser Artikel etwas in dir berührt hat, dann freue ich mich, wenn wir uns öfter lesen. Jeden Donnerstag schicke ich dir einen ehrlichen Text über Kreativität, mentale Gesundheit und das, was mich gerade bewegt. Nur ganz kurz und kein Hochglanz. Versprochen. Hier kommst du zur Anmeldung → Alles Liebe - Karina 🤍 Falls ich etwas nicht ganz getroffen habe, sag mir gern Bescheid. Ich passe den Text dann liebend gerne an.
- Mein "12 von 12" im September: Brunch & Paint, T5 und eine Gottesanbeterin in Leipzig
Ein Samstag, ein Brunch & Paint-Event, ein Angstgegner auf vier Rädern und eine Gottesanbeterin auf dem Gehweg. Kein Ruhetag, aber einer, der mich von morgens müde bis abends satt durch Leipzig trägt. Mit allem, was dazugehört. Willkommen in meinem "12 von 12" im September 2026. Dir gefällt, was du hier liest? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das echte Leben dazwischen. Damit du donnerstags kurz durchatmest. Donnerstags bei dir ankommen → 8 Uhr. Es ist Samstag. Und ich bin noch müde. Gestern Abend hatte ich ein Drink & Paint-Event, und gleich geht es weiter. Ich bin eigentlich kein Frühstücksmensch, aber da das heutige Event bis 14 Uhr geht, muss ich vorher etwas essen. Also sitze ich frisch geduscht, ins Handtuch gewickelt auf dem Sofa und drücke mir Haferflocken mit griechischem Joghurt und Rosinen rein. Proteine sollen es sein, sagt meine Physiotherapeutin. Gut für die Muskeln. Also: essen, fertig machen, und dann ab zum Brunch & Paint, das ich heute begleiten darf. Noch ein letzter Blick in den Spiegel. Der Dutt sitzt. Ein letzter Schluck Kaffee, und... oh. Zurück in die Küche. Den Kaffee nicht vergessen. Jetzt aber schnell. Ich merke schon, wie die Nervosität in mir hochkriecht. Gleich darf ich, nein, muss ich wieder Autofahren. Aber erst noch ein kurzer Stopp im Atelier, um die gepackten Materialien fürs Event abzuholen. Das Motiv für heute steht fest: Serviettentechnik. Der Strand ist immer gefragt, und die Welle ist beim letzten Event spontan beim Vorführen entstanden. Noch nicht ganz fertig, aber als Beispiel mehr als würdig. Ich schnappe mir die beiden Bilder, die Kisten mit Leinwänden, Servietten, Gästeliste und noch vielem mehr, und bringe alles zu unserem Dicken, dem T5. Da steht er. Mein Angstgegner. Eine Freundin nannte ihr Auto immer „Freiheit", und genau daran erinnere ich mich jedes Mal, wenn ich ihn sehe. Hilft nix: Ohne ihn bekomme ich meine Materialkisten nicht transportiert. Also. Kisten rein, Seitenspiegel ausklappen, mich hoch auf den Fahrersitz hieven. „Ich schaffe das", geht's mir durch den Kopf. Tief einatmen, langsam losfahren. Das Universum hat zugehört. Gleich in der Nähe der Location wartet ein riesiger Parkplatz auf mich. Yes! Fahrt 1 ist geschafft. Ich laufe mehrmals und bringe die Kisten ins Café. Kurz vor 10. Perfekt, noch eine ganze Stunde für den Aufbau. Es ist 10:45 Uhr und ich bin bereit. Es duftet schon verführerisch nach Frühstück, denn heute ist Brunch & Paint. Ich mache noch schnell ein Foto für den Blog und warte auf die Gäste. Zwei kreative Stunden verbringen wir miteinander. Ich mag die Serviettentechnik sehr und habe mich für die Farben dunkelgrün und gold auf meiner Leinwand entschieden. 14:15 Uhr. Vor dem Atelier angekommen. Mein Partner erwartet mich schon, er ist meine persönliche Einparkhilfe, bis ich mich irgendwann traue, es auch alleine zu wagen. Ich schaffe es sogar ohne seine Hilfe. Erleichtert steige ich aus. Tief durchatmen. Kurz innerlich feiern, dass ich es wieder gemacht habe. Kisten schnappen, ins Atelier stellen. Bis Montag, denke ich. Auspacken dann in aller Ruhe. Auf dem Weg vom Atelier in die Wohnung, die nur eine Minute zu Fuß entfernt ist, entdecke ich diese Schönheit. Ich knipse sie und schicke das Foto direkt an meine Freundin Caro, die ein riesiges Herz für Insekten und allerlei Krabbeltiere hat. Sie schreibt zurück: „Schon interessant, dass ausgerechnet ein Wesen, das Gottesanbeterin heißt, seine Männchen nach oder sogar während der Paarung verspeist."* Ich schmunzle. Mein Partner und ich gehen nach Hause. Ich lasse mich aufs Sofa fallen, Füße hoch, kurz ausruhen. Bevor es gleich weitergeht. *Ich hab die KI gefragt: Der Name kommt von der Haltung, die aussieht wie ein Beten. Die Verbindung zum "Anbeten" vor dem Verspeisen ist dann wohl mehr glücklicher Zufall als Absicht :) Oha, jetzt habe ich doch Hunger. Zum Glück muss ich heute nicht mehr selbst fahren, das übernimmt mein Partner Rico. Ein kurzer Einkaufs-Stopp, eine Dose Pringles als Erstversorgung, und wir fahren... na, ahnst du es schon? Dorthin, wo man samstags eigentlich nie hinfahren sollte. Japp, genau. IKEA. An einem Samstag. Der Parkplatz verrät es sofort: Die Hoffnung, dass es nachmittags ruhiger sein könnte, war naiv. Aber erstmal stärken, bevor es ins Getümmel geht. „Ach komm, mach doch bitte ein Foto von mir, ist für mein 12 von 12", bettle ich. Keine Chance. Also mache ich es selbst, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Die von unten oder von oben gefallen mir am besten. Frontal? Ähm, nö. Da sehe ich dann doch, leicht eitel, mein Alter. Auf dem Weg nach Hause. Ein paar neue Geschirrtücher, ein Sieb mit "Füßen", eine graue Fußmatte für den Wohnwagen. Das ist unsere Ausbeute. Dabei hat es tatsächlich einen Vorteil, erst nach einem Event ins schwedische Möbelhaus zu fahren. Ich war so müde, dass wir direkt die Abkürzung nach unten genommen und den Ausstellungsbereich komplett ausgelassen haben. Kein „oh, ich möchte noch das sehen" oder „lass uns doch den ganzen Weg nehmen". Nichts davon. Ich sitze platt und satt im Auto, der schwere Kakao liegt noch im Magen, und freue mich auf nichts sehnlicher, als endlich die Füße hochlegen zu können. Und wie schon beim letzten "12 von 12" verabschiede ich mich mit meinem Bild der Instagram-Artcollabfamilie (das Thema diesmal: Indien & Bollywood) und mit den Worten von Caro von „Draußen nur Kännchen", die dieses wunderbare traditionelle Blogformat am Leben erhält: Vielen Dank fürs Gucken. Alles Liebe, Karina 🤍 Du magst solche Einblicke in meinen Alltag? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich dir, was mich gerade beschäftigt, was ich ausprobiere und was mich inspiriert. Kein Spam, nur Gedanken.
- Mein Monatsrückblick August 2026: Elf Events, ein Urteil und viele Katzengeschenke
Goodbye August. Du warst voll. Aufregend. Manchmal echt anstrengend. Und du hast mich mehr beschäftigt als ich dachte. Manchmal schreibt ein Monat sein eigenes Drehbuch. Ich war mehr Zuschauerin als Regisseurin. Ein Gerichtssaal, tote Mäuse, Fotoalben aus alten Zeiten. Und dazwischen: Farbe, Pinsel, 11 Events und eine Workation in der Nähe von Hamburg. August eben. Warum ich einen Monatsrückblick schreibe? Ich nehme mir Zeit, um auf das Vergangene zu schauen. Was hat mich bewegt? Was hat mich begleitet? Was darf ich loslassen? Der Monatsrückblick ist mein persönlicher Raum für Reflexion. Inhaltsverzeichnis Was war das für ein kreativer August in Leipzig! Gerichtssaal, Katze Mini und das Thema Leben und Tod Workation an der Elbe: Webseiten-Makeover und die Claim-Geschichte Auf den Spuren meiner Kindheit in Leipzig-Grünau Mein Gedanke im August: Hinschauen und loslassen Was im August sonst noch los war Diese Blogartikel habe ich im August 2026 geschrieben Was war das für ein kreativer August in Leipzig! Ganze 11 Events durfte ich im August hosten. Darunter 8 Drink&Paint-Events, zwei Aquarell-Workshops in einem wundervollen DIY-Studio auf der Karli und ein ganz eigenes in meinem Atelier. Geplant war es als Picknick. Dann kam das Wetter dazwischen und kurzerhand verlegten wir es nach drinnen. Das Thema: Meditative Musterzeichnung, Bierdeckelkunst. Hach, war das schön. Um mich darauf vorzubereiten, zeichnete ich passend vor dem Schlafengehen selbst die kleinen Deckelchen. Ein schöner Moment, in dem ich meinen Social-Media-Konsum reduzieren und ihn mit der Workshop-Meditation verbinden konnte. Gerichtssaal, Katze Mini und das Thema Leben und Tod ⚠ Triggerwarnung Im nächsten Abschnitt schreibe ich über Stress, ein Gerichtsverfahren und den Tod kleiner Tiere. Wenn dich das gerade zu sehr berührt, überspring diesen Teil einfach und lies weiter unten weiter. Ich war so angespannt. Mein Hals und Nackenbereich schmerzte, mein ganzer Körper war fest. Wir saßen auf der Bank vor dem Amtsgerichtszimmer und warteten darauf, dass das Urteil gesprochen wird. Sie kamen. Wir betraten den Saal. Das Urteil war da. Und ich lief direkt aus dem Gerichtsgebäude zur nächsten Bushaltestelle. Puh. Die Verhandlung hatte wieder länger gedauert als erwartet, und ich musste meine Züge bekommen. Eigentlich war geplant, die kleine Mini, ein schwarzes, zartes Samtpfötchen meiner Freundin Mel, bereits ab Sonntag, dem 2.08. zu hüten. Dann kam die Anfrage für das Aquarell-Event, über die ich mich unfassbar gefreut habe. Und nach dem zweiten Gerichtstermin folgte die Nachricht, dass es einen dritten brauchen würde. Dienstag, 4.08.2026. Also fuhr ich direkt nach der Verhandlung nach Hause, schnappte mir meinen Koffer und düste zum Hauptbahnhof. Was für ein Stress, und dazu noch ein unfassbar schwüler Tag. Die Zugfahrt... oh je. Das ist ein anderes Thema. Ich glaube, ich werde das Chaos zeichnen. Fix und fertig erreichte ich den letzten Bus ab Hamburg-Harburg Richtung Over. Bekam den Schlüssel von dem Mädchen, das Mini bis zu meiner Ankunft gefüttert hatte, und war endlich in der Wohnung meiner Freundin angekommen. Und da lag es. Mein Willkommensgeschenk. Ein kleines, lebloses Mäuschen. Mit Spinnen, Käfern, Krabbeltieren, null Probleme. Aber tote Tiere? Das kann ich nicht. Ich war so angewidert. Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Partner und einer ordentlichen Portion Motivation machte ich mich an die Entsorgung. Was in den nächsten Tagen folgte, war ganz viel Liebe und Gastfreundschaft seitens der kleinen Katze. Drei Mäuse, ein lebendiges Mauswiesel und ein Vögelchen. Mini brachte ihre Beute über ein offenes Dachfenster ins Haus. Ich liebe diese Katze. Aber für mich als Stadtpflanze war es Stress pur. Bisher hatte ich Till und Uno, meine beiden Lieblingskater, gehütet. Dass ich durch die kleine Mini so mit Leben und Tod in Berührung kommen würde, das musste ich erst mal verdauen. Sogar nach meiner Abreise legte sie noch zwei weitere Geschenke in die Wohnung, bis ihre Lieblingsmenschen von ihrer Reise zurückkamen. Puh. Das war ein Erlebnis. Workation an der Elbe: Webseiten-Makeover und die Claim-Geschichte Bereits in Over suchte ich nach einer Möglichkeit, runterzukommen. Die letzten Wochen waren hart. „Ich möchte..." schrieb ich der KI. Wir erarbeiteten einen kleinen Plan, der mich schon während der Workation auf die Zeit danach vorbereiten sollte: Weniger Social Media, besonders vor dem Einschlafen. Mehr Zeit für Spaziergänge. Zeit für meine eigenen Projekte. Ich habe es so genossen, endlich wieder an meiner Webseite zu basteln. Mir endlich die Zeit für den eigenen Claim, die Dreier-Kombo und all das zu nehmen. Nachdem mein neuer Claim stand und der Artikel geschrieben war, schickte ich ihn an meine Blogbuddiline Susanne. Ein ernüchterndes Feedback per Sprachnachricht kam zurück, als ich gerade auf dem Elbdeich zum nächsten Supermarkt lief. Die Sonne wärmte meinen Rücken, das Handy in der Hand, Richtung Sonne und Elbe blitzelnd, hörte ich ihre Nachricht ab. Kurz zusammengefasst: Den Claim fand sie doof. Oha. Auf die Ehrlichkeit meiner Freundin kann ich mich verlassen. Ich lief den Deich runter, ging einkaufen, ließ das Gehörte erst mal sacken und lief auf dem Deich wieder zurück Richtung Wohnung. Ja. Irgendwie hatte sie ja recht. Dir gefällt, was du hier liest? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das echte Leben dazwischen. Damit du donnerstags kurz durchatmest. Donnerstags bei dir ankommen → Auf den Spuren meiner Kindheit in Leipzig-Grünau Durch meinen eigenen Blogartikel zu meiner Blogparade mit dem Thema Kindheitserinnerungen kam ich an meiner eigenen Kindheit nicht vorbei. Ich rief meine Mom an und bat sie, mir die alten Fotoalben rauszusuchen. Ich holte sie, es sind viele, in einer riesigen Plastetüte ab und setzte mich zuhause mit ihnen auf den Fußboden. Ich las zum ersten Mal bewusst die Bildnotizen meiner Mom. Ich muss sagen, es bewegte mich sehr. Ich sah mich als Baby, erfuhr, dass ich die ersten sechs Monate nach meiner Geburt zusammen mit meiner Mom auf dem Bauernhof meiner Oma verbrachte. Als ich einen Krippenplatz bekam, zogen wir zurück nach Leipzig. Zuerst wohnten wir, heute würden wir es WG nennen, bei einer älteren Dame, „Oma Diering". Sie hatte keine Nase und lediglich eine Prothese. Meine Mom sagt das heute noch beim Nennen ihres Namens immer gleich mit dazu. Später dann eine eigene Wohnung in der Langestraße in Leipzig. Erstes Obergeschoss, eine 1,5-Zimmer-Wohnung mit der Dusche in der Küche und der Toilette im Hausflur, in einem Haus, das bereits damals schon einsturzgefährdet war. Das Geländer zu den oberen Etagen war eingebrochen, es regnete durch das Dach. Unsere Nachbarn zogen aus, der Hund der Familie war mein damaliger Sandmann und sagte mir vor dem Schlafengehen gute Nacht. Dann waren wir allein in dem Haus. Im Album las ich, wieviel Angst ich hatte. Die Fenster wurden eingeschlagen, Müll in einer Nacht ins Haus gekippt. Und immer wieder las ich von den vielen Versuchen meiner Mutter, für uns eine Wohnung zu finden. Selbst beim Bürgermeister war sie, nur um wieder abgewiesen zu werden. Im Album stand, wie viel ich weinte. Ich las, dass ich körperliche Reaktionen zeigte und manchmal das, was die Psychologie Regression nennt: In Stressphasen fiel ich in jüngere, kindliche Verhaltensmuster zurück. Es macht mich traurig mit dem Wissen, was innerhalb der ersten Lebensjahre eines Kindes alles „aufgenommen" wird. Tagsüber war ich in der Ganztagskrippe. Von sechs bis sechs. So war das nun mal zu DDR-Zeiten. Dann endlich die Nachricht: Wir bekommen eine Wohnung in Leipzig-Grünau. Ich bin mittlerweile fünf Jahre alt. Grünau ist ein Viertel, das gerade erst erbaut wurde. Was für ein Lichtblick nach den kalten Wintern in dem alten Haus. Die neue Wohnung: 1,5 Zimmer mit einer richtigen Heizung, einem Bad inklusive Badewanne. Meine Mom erfuhr, dass wir noch sechs Monate warten sollten. Sie war tieftraurig. Als ich sie heute darauf ansprach, sagte sie, dass sie noch nie so sehr um etwas gebettelt hatte. Wahnsinn. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Nachdem ich die Alben gelesen und mir Fotos für meinen Kindheitsartikel rausgesucht hatte, traf ich mich am nächsten Tag mit meinem Freund Janko in Grünau, dem Viertel, in das ich vor über 40 Jahren gezogen bin. Die Fotoausstellung „Als Grünau noch Schlammhausen hieß" im Leipziger KOMM-Haus, mit Fotografien von Harald Kirschner, wartete auf uns. Und auch da. Wir schauten uns die Bilder an und bei fast jedem sagte ich: „Wie abgefahren." Das waren so sehr wir. Wir Kinder von Grünau. Wir spielten auf riesigen Kabelrollen, kippelten auf Gehwegplatten rum, die auf Schlamm lagen, blieben unzählige Male mit den Schuhen im Matsch stecken. Das war unsere Kindheit. Das Leben auf einer Baustelle. Und das fühlte sich im Vergleich zu der Wohnung in der Leipziger Innenstadt für mich an wie das reinste Paradies. Mein Gedanke im August: Hinschauen und loslassen „Irgendwann wird alles einen Sinn ergeben. Vertraue dem Prozess." — Unbekannt Dieser August hat mich immer wieder zu einem eingeladen: Hinschauen. Dem Unangenehmen ins Gesicht sehen. Der Gerichtsverhandlung. Den kleinen toten Tieren. Den alten Fotoalben. Der Angst vor dem Autofahren, der ich mich endlich gestellt habe. Und dann: loslassen. Nicht aufgeben, sondern loslassen. Die partielle Mondfinsternis am 28. August im Zeichen Fische sagte es auf ihre Weise: Überlass es dem Universum. Lass los und vertraue. Versuche nichts zu erzwingen. Genau das war es. Alles ist genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Was im August sonst noch los war Keramikbemalen mit meiner Freundin Nicola in Lüneburg Ein Frauenkreis (Psychodrama) als Teilnehmerin Sommer-Geburtstagsfeier meiner Freundin Biene Kreieren neuer ATC-Karten für die Instagram-Artcollabfamily Diese Blogartikel habe ich im August 2026 geschrieben Nach meiner Blogparade kam direkt die Blogdekade: 10 Artikel in 10 Tagen. Nach einer langen Schreibpause habe ich 7 Blogartikel geschafft. Ich bin so stolz darauf :) Meine To-Want-Liste für Quartal 3/2026 Was sind Morgenseiten? 108 Dinge erleben, lernen, bewirken Kreieren ist ein Herzöffner (Mein neuer Claim?) Dinge, auf die ich stolz bin Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück 12 von 12 → Link folgt Mein Ausblick auf den September 2026 Ganze 10 kreative Workshops werde ich geben: 9 Acryl-Events und einen Aquarell-Workshop. Falls du mich als Künstlerin live in Leipzig erleben möchtest, meld dich gern bei mir. ✔ Am 5. September besuche ich die Nacht der Kunst in Leipzig-Gohlis. Eigentlich wollte ich selbst ausstellen, doch war es noch nicht der richtige Zeitpunkt. Ich freue mich darauf, die vielen Kunstwerke auf mich wirken zu lassen. Ich feiere ganz viele Geburtstage: meine Freundin Caro, meine Freundin Kati, der wunderbare Künstler Konrad Thalmann feiert seinen runden Geburtstag, und mein Partner Rico und ich fahren wieder nach Over, denn meine Freundin Mel feiert ebenfalls ihren Ehrentag. Ich freue mich schon sehr auf das Wiedersehen mit Mini, der kleinen Raubkatze. Endlich eine neue Startseite. Die aktuelle ist eine Katastrophe: der falsche Claim drauf, noch halb Ayurveda-Coaching, halb Kreativität. Das soll sich jetzt endlich ändern. Ich arbeite an einem neuen Projekt. Ich freue mich so sehr darauf, meine Mini-Mes noch mehr in die Welt zu bringen. Bleib dabei Möchtest du keinen meiner Artikel verpassen? Dann freue ich mich, wenn du Teil meiner kleinen, feinen Community wirst. Im Newsletter bekommst du persönliche Einblicke, Inspirationen und kreative Impulse direkt in dein Postfach. Alles Liebe — Karina 🤍
- Mein Motto für 2026: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere
Jahreswechsel sind für mich nichts, was ich mit einer großen Party feiern muss. Sie fühlen sich eher an wie ein leiser Übergang. Wie der Wunsch, etwas Neues zu beginnen, ohne sofort loszurennen. Deshalb habe ich mich bewusst für ein Motto entschieden und gegen klassische „Vorsätze“. Ich kenne mich gut genug. Vorsätze verlieren bei mir oft schon nach ein paar Wochen an Kraft oder scheitern an der Umsetzung. Ein Motto hingegen bleibt. Es begleitet mich. Es ist kein Ziel, das ich abhaken muss, sondern eine Haltung, zu der ich immer wieder zurückkehren kann. Ich frage mich nicht: Was will ich erreichen? Sondern: Wie möchte ich mich fühlen? Kreativität zu leben war schon immer ein Teil meines Lebens. Fast so etwas wie mein persönliches Grundrauschen. Doch der Gedanke, dass meine Kreativität mich selbst heilt – und vielleicht auch andere berührt –, ist seit dem letzten Jahr sehr präsent geworden. Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen möchte, erzähle ich dir in diesem Artikel. Viel Freude beim Lesen 🤍 💡 Mein Jahresmotto – kurz erklärt Was ist ein Jahresmotto? ein Leitfaden, kein Ziel zeigt, worauf ich mich fokussieren möchte richtet den Blick darauf, wie ich mich fühlen will Motto vs. gute Vorsätze bewusst gewählt, nicht spontan beschlossen geistert oft schon eine Weile im Kopf herum gute Vorsätze sind schnell gesagt – ein Motto bleibt Form ein Wort oder ein kurzer Satz erkennbar daran, dass er mir Energie gibt Beispiele Leichtigkeit Kreativität Akzeptanz Bewegung Liebe Zeitraum wird am Jahresanfang festgelegt wird am Jahresende reflektiert Kreativ dranbleiben als Blogartikel als Collage im visuellen Tagebuch als Zeichnung oder Bild an der Wand → So bleibt das Motto präsent – nicht als Pflicht, sondern als sanfte Erinnerung. Inhaltsverzeichnis Ankommen statt Durchstarten Wie ich zu meinem Motto gekommen bin Was „Heilung“ für mich bedeutet Meine Kreativität heilt mich selbst Meine Kreativität heilt andere Mein Blick auf 2026 Ankommen statt Durchstarten Okay, es ist soweit. Dieser Artikel darf raus. Während ich ihn schreibe, bin ich in den letzten Zügen der Genesung. Direkt nach dem Veröffentlichen meines Jahresrückblicks bin ich krank geworden. Ob es an der Thaimassage lag, die ich mir nach den anstrengenden Wochen gegönnt habe (ich glaube, da hat sich nicht nur verspannungstechnisch, sondern auch energetisch etwas gelöst) oder ob es einfach die letzten Monate waren. Mein Mantra für den Dezember lautete: einfach nur überleben. Wenn das kein Hinweis darauf ist, dass es irgendwann zu viel war. Umso schöner ist es, jetzt langsam wieder Kraft zu sammeln. Ohne Neujahrsdruck. Ohne „Jetzt aber!“. Für mich beginnt ein neues Jahr nicht um Punkt Mitternacht mit voller Energie, sondern leise. Der Januar ist Raum zum Luftholen, zum Ankommen und zum vorsichtigen Pläne-Schmieden. Wie ich zu meinem Motto gekommen bin Bereits im letzten Jahr bin ich im ersten Kapitel des Buches Der Weg des Künstlers* darüber gestolpert. Es ist nicht nur ein Buch, sondern auch ein 12-Wochen-Programm, das zurück zur eigenen Kreativität führt. In diesem Kapitel werden mehrere Affirmationen vorgestellt. Man soll eine auswählen, die hängen bleibt. Und da war er plötzlich, dieser Satz: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. Mein inneres Warnsystem sprang sofort an. Heilt? Mich und andere? Seit meiner Heilpraktiker-Ausbildung blinkt bei diesem Wort ein großes Achtungsschild in meinem Kopf. Und trotzdem ließ mich dieser Satz nicht los. Er tauchte immer wieder auf. Landete fast täglich am Ende meiner Morgenseiten. Still. Beharrlich. Ohne sich erklären zu müssen. Als es in meinem Jahresrückblick um ein Motto für 2026 ging, musste ich nicht lange überlegen. Dieser Satz war längst da. Er war mein Mantra geworden. Also durfte er auch mein Motto sein. Was „Heilung“ für mich bedeutet Seit letzter Woche bin ich offiziell zu Hause. Ein ungewohntes Gefühl. Durch meine Selbstständigkeit war ich in den letzten Jahren kaum krankgeschrieben, kaum beim Arzt. Durch meinen Nebenjob im Café trage ich jedoch nicht nur Verantwortung für mich, sondern auch für andere. Also blieb ich zu Hause. Und das war gut so. Ich habe alte Bücher hervorgeholt, viel geschlafen und mich, wenn ich wach war, bewusst mit meiner eigenen Heilung beschäftigt. Sogar den Kaffee ließ ich weg. Für jemanden, der sich lange als Kaffeejunkie bezeichnet hat, ein kleines Wunder. Aber das ist eine andere Geschichte. Heilung bedeutet für mich heute vor allem eines: Ich möchte körperlich heilen. Und ganz besonders seelisch. Ich möchte meinen Körper wieder mit der Wertschätzung behandeln, die er verdient. Und innerlich weiterarbeiten. Ehrlich. Sanft. Ohne Abkürzungen. Meine Kreativität heilt mich selbst Was Kreativität für mich ist, darüber habe ich schon oft geschrieben: Kreativität ist für mich nicht nur Zeichnen. Es ist Lösungsfinden, Ausprobieren, Flexibilität, Um-die-Ecke-Denken. Auch 2026 möchte ich Neues wagen. Neue Techniken ausprobieren. Mich wieder öfter überraschen lassen. Am 3. Januar war ich bei einem morphischen Feld-Reading und fragte, was ich in meinem Atelier anbieten soll. Die Antwort kam mehrfach: wilde Farben. Ich war irritiert. Mein Atelier ist ruhig. Holzböden, ein großer brauner Tisch, viel Weiß, Pflanzen, Natur. Wilde Farben passen da auf den ersten Blick nicht hinein. Und doch ertappe ich mich seit Wochen dabei, wie ich mir Videos von Künstler*innen mit riesigen Neon-Acryl-Leinwänden anschaue. Die Farben liegen bereits hier. Pinke Acrylfarbe. Neon-Pastellstifte. „Der Prozess, nicht das Ziel ist der Weg. Und weg vom Perfektionismus“, hieß es weiter. Oh ja. Mein Endgegner. Aber vielleicht ist genau das der heilsame Teil. Loslassen. Vertrauen. Farbe zulassen. (Fun Fact: Wenn Farbe, dann NEON: Ein pinkfarbener Alf-Jogginganzug war als Kind für viele Jahre mein liebstes Kleidungsstück. Vielleicht wusste ich da schon mehr, als mir bewusst war :-) ) Konkret heißt das für mich: Ich möchte freier zeichnen – und größer (nicht immer nur 15 × 15 cm). Ich möchte farbiger arbeiten. Neon, ich komme. Ich möchte neue Techniken ausprobieren, zum Beispiel Acryl kombiniert mit Markern. Ich möchte meine Mini-Mes so oft wie möglich zeichnen (idealerweise täglich). Sie entstehen ohne Perfektionismus. Sie zeigen, was ich wirklich denke und fühle. Und sie bringen mich spürbar in meine eigene Heilung. Meine Kreativität heilt andere Ich weiß: Ich kann niemanden heilen. Das kann nur jede*r selbst wollen. Aber ich kann Raum halten. Ich möchte in meinem Atelier Kurse anbieten, in denen Menschen einfach sein dürfen. Kreativ. Still. Redend. Suchend. Ich möchte mit meiner Kunst berühren. Ich möchte Therapiemanuale zeichnerisch begleiten. Ich möchte Blogartikel schreiben über Kunst, Kreativität und psychische wie körperliche Gesundheit. Und gemeinsam mit meiner Kollegin Sabine Schlotz etwas für Sternenmamas erschaffen. Das ist kein Heilversprechen. Aber wenn mein Sein, meine Kunst, meine Mini-Mes oder meine Worte dazu beitragen, dass es Jemandem ein kleines Stück besser geht, dann ist das für mich alles. Mein Blick auf 2026 Ich gehe langsam in dieses Jahr. Aber klarer. Mit weniger Wollen und mehr Spüren. Mit Vertrauen in Prozesse, die sich nicht planen lassen. Ich denke, genau das ist meine Art, neu zu beginnen. Und vielleicht findest du zwischen diesen Zeilen dein eigenes Motto. Eines, das dich trägt. Ein Gefühl, nach dem du dich ausrichten möchtest. Es ist ein Leitstern, dem du folgen kannst. Und wenn du ihn zwischendurch aus den Augen verlierst, ist das völlig okay. Du brichst keinen Vorsatz. Du kommst einfach in deinem Tempo zurück. So wie ich auch. Alles Liebe - Karina 🤍 *unbezahlte Werbung
- Mein Jahresrückblick 2025: Schonungslos. Gezeichnet. Neu sortiert.
2025 war kein leichtes Jahr. Vielleicht waren es die Jahre davor auch nicht. Was ich mitnehme, ist simpel und gleichzeitig schwer: Nichts bleibt, wie es ist. Also flexibel bleiben, nicht aufgeben und mir selbst vertrauen – auch dann, wenn mir eher nach Rückzug und Verkriechen zumute war. Ich habe 2025 viel geweint, mich meiner Autofahrangst gestellt, Aufträge verloren, Sicherheit gesucht, ein Atelier gefunden, alte Geldbilder verabschiedet, Wege gepilgert und neue Räume betreten – innen wie außen. Die größte Herausforderung war, innerlich ruhig zu bleiben, während im Außen vieles wackelte. Dieser Jahresrückblick 2025 ist kein Hochglanz-Recap. Er ist ehrlich, manchmal rau und sehr persönlich. Ein Jahr, das mich schonungslos geprüft, mich gezeichnet und mich Schritt für Schritt neu zusammengesetzt hat. Inhaltsverzeichnis: Meine Themen und Highlights in 2025 Mut, den ich mir nicht ausgesucht habe Wie kann man denn hier wohnen? Pilgern und Nachdenken Mein Glaubenssatz über Geld – wenn alte Geldbilder nicht mehr tragen Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Das Jahr 2025 und meine Kunst Alfred und ich, eine neue Café-Liebe Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Weitere schöne und besondere Momente in 2025 Mein 2025-Fazit Worauf bin ich 2025 stolz? Was war die größte Entscheidung, die ich 2025 getroffen habe? Erste Male – das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt oder gemacht Sätze, die 2025 etwas in mir bewegt haben Wofür bin ich 2025 besonders dankbar? Mein 2025 in Zahlen Mein Ausblick auf 2026 Was ich 2026 anders (besser) machen möchte So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten Meine 7 Ziele für 2026 Meine Themen und Highlights in 2025 Mut, den ich mir nicht ausgesucht habe "Einfach. Mutig. Sein." Das war mein Motto für 2025. Komfortzonen verlassen, mich Herausforderungen stellen, Dinge aussprechen, die ich mich sonst nicht traute. Tja. Pass auf, was du dir wünschst. 2025 war ich mutig. Aber nicht, weil ich es geplant hatte, sondern weil mich das Leben aus meiner Komfortzone katapultiert hat. Da hatte das Leben wohl andere Pläne. Mutig sein bedeutete für mich eigentlich etwas anderes. Ich wollte mir aussuchen, wann ich mutig bin. Was ich mir zutraue, worauf ich Lust habe, was ich schon lange ausprobieren wollte. Nicht den Mut, den man braucht, wenn das Leben entscheidet. Im März erfuhr ich, dass der befristete Vertrag meines Nebenjobs ausläuft. Viel schlimmer noch: Das Studio, in dem ich gearbeitet habe, schloss. Die Gründe waren absolut nachvollziehbar, und doch riss es mir den Boden unter den Füßen weg. Wie hieß es doch so schön? Was nicht zu dir gehört, wird 2025 sterben. Mein Herz war angeknackst. Kurz dachte ich darüber nach, die Einrichtung zusammen mit einer ehemaligen Kollegin zu übernehmen und das Studio neu zu eröffnen. Doch dafür war ich nicht mutig genug. Alles ging mir zu schnell. Das Risiko, die Verantwortung, der Druck. Wir sagten schweren Herzens ab und ich fiel erst einmal in ein Loch. Kein Nebenjob mehr, der mich so erfüllt hatte. Und die Vorstellung vom eigenen Keramikmalstudio war geplatzt. Ein Gedanke hielt mich aufrecht: Wenn ich ein eigenes Studio habe, dann klein. Mit überschaubaren Kosten, ohne Mitarbeitende und in meinem Tempo. Im September unterschrieb ich den Vertrag für mein Atelier. Es ist in einem Künstlerhaus mit vielen kreativen Seelen. Es ist fein, klein und überschaubar. Ich liebe die Energie der beiden Räume und weiß: Hier darf noch viel entstehen. Eine Zeichnung aus meinen Morgenseiten. Mein Motto für 2025: Einfach. Mutig. Sein. Und da war sie. Meine Vision von einem Ort zum Auftanken. Eine Spielwiese zum Verbinden, Zeichnen und zum Lebenlieben. Mein Atelier. Ein Raum, in dem wir gemeinsam kreieren. Tadaaa ... noch haben hier keine Kurse stattgefunden, aber das wird sich 2026 ändern. Wie kann man denn hier wohnen? Pilgern und Nachdenken Unsere Pilgertour auf der Via Regia hätte fast nicht stattgefunden. Ein Trauerfall in der Familie meiner Freundin Susi stand plötzlich zwischen uns und dem Weg. Geplant war, unsere Strecke von Weimar nach Gotha fortzusetzen. Ursprünglich wollten wir auch die Gedenkstätte Buchenwald besuchen, da ich während meiner Schulzeit nie dort war. Nach dem Trauerfall entschieden wir uns anders. Keine Besichtigung. Einfach nur pilgern. Wir starteten in Weimar. Nach einem schönen Abendessen und einem Wiedersehen mit Yvonne aus Gera beim Italiener genossen Susi und ich unsere Einzelzimmer vor der Tour. Der nächste Tag fühlte sich von Beginn an schwer an. Wir liefen auf der ehemaligen Bahnstrecke, vorbei an Gedenksteinen mit den Namen deportierter Jugendlicher. Jungen. Mädchen. Es war kaum auszuhalten. Keine Lust auf Fotos. Ganz anders als sonst auf unseren gemeinsamen Wegen. In Buchenwald angekommen, suchten wir eine Unterkunft für die kommende Nacht in Erfurt. Die Unterkünfte aus dem Pilgerführer gab es nicht mehr, andere waren längst zu Hostels geworden. 50 oder 70 Euro pro Nacht fühlten sich nicht nach Pilgern an. Unser Weg führte an den ehemaligen Häusern der Offiziere vorbei. Heute Wohnhäuser. Ich fragte mich ernsthaft, wie man hier mit dem Wissen um die Geschichte wohnen möchte. Wir liefen weiter. Still. Ruhiger als in den letzten beiden Jahren. Mit der Hoffnung, doch noch etwas zu finden. Schließlich entschieden wir uns gegen Erfurt und für die Pilgerverbundherberge Wallichen davor. Wir wurden mit Kaffee und Kuchen empfangen, feierten den Geburtstag von Oma Brigitte mit und machten abends noch einen Spaziergang. Am nächsten Morgen gingen wir dankbar weiter. Der nächste Tag war heiß und anstrengend. Wir liefen an Erfurt vorbei, mit dem Versprechen im Kopf, dass es in der Nähe der nächsten Unterkunft eine Gaststätte geben würde. In Gedanken hielt ich mich mit Pommes rot-weiß über Wasser. Am Ende war das Hotelrestaurant in Frienstedt bereits geschlossen. Stattdessen gab es Spaghetti, duftende Kräuter aus dem Garten und frisch geerntete Tomaten einer lieben Nachbarin. Am letzten Tag liefen wir unsere Etappe bis Gotha. Die Stimmung war anders. Schwerer. Nicht richtig greifbar. Im Nachhinein passt sie genau zu diesem Jahr. Vielleicht musste der Weg so sein. Das Pilgerbuch der Familie Dünger/Schüßler aus Wallichen. Ich drücke mich oft davor, in die Pilgerbücher der Herbergen zu schreiben. Am liebsten würde ich etwas zeichnen, doch dafür fehlt morgens vor dem Aufbruch meist die Zeit. Danke, liebe Susi, für die passenden Worte. Susi und ich an der Krämerbrücke in Erfurt. Mein Glaubenssatz über Geld – wenn alte Geldbilder nicht mehr tragen Freitag ist mein fester Termin mit Mr. Money. Dann schreibe und bezahle ich Rechnungen, sortiere Belege und bringe Ordnung in meine Ablage. „Warum ist es eigentlich ein Mister Money und keine Misses?“, fragte mich meine Chefin einmal. Gute Frage. Warum ist Geld in meiner inneren Welt ein Mann? Schon vor vielen Jahren kam mir dazu in einer Meditation ein klares Bild: Wenn Geld eine Person wäre, dann wäre es ein Typ im Hoodie, etwas finster, eher distanziert. Mir wurde bewusst, dass ich Geld entweder sofort wieder loswerden wollte oder es richtig wegsperrte, aus Angst vor Not- und Katastrophenfällen. Auch in diesem Jahr tauchte Mister Money in Meditationen wieder als düstere Gestalt auf. Ich versuchte, mit ihm Frieden zu schließen, ihn einzuladen, ihn als Freund zu sehen. Doch meine Glaubenssätze rund ums Geld veränderten sich kaum. In einer weiteren Meditation erkannte ich schließlich, dass es weniger um das knappe Geld meiner Kindheit ging, sondern um die mehrfachen Enteignungen meiner Großmutter, die sich als starke Frau immer wieder etwas aufgebaut hatte. Ein Hoch auf die Epigenetik. Tief in mir saß der Satz: Geld ist nicht sicher. Und erst recht nicht, wenn ich meine Finanzen aus der Hand gebe. Irgendwann kündigte ich Mister Money innerlich. Ich engagierte eine Misses Money, dazu ihre coole, kompetente Assistentin. Und was soll ich sagen: Es funktioniert. Ob es die Kündigung war, das Aufdecken des Glaubenssatzes oder die Verarbeitung über meine Zeichnungen … irgendetwas hat sich gelöst und verändert. Nur gezeichnet, aber mit großer Wirkung. Bye Bye Mr. Money! Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Am 10. Januar 2023 habe ich meinen ersten Blogartikel veröffentlicht. Meinen Jahresrückblick 2022. Damit startete auch mein großes Abenteuer in der Content Society mit Judith als Mentorin. Anfangs ging es mir vor allem um Sichtbarkeit, weil man das im Online-Business eben so macht. Man braucht Content. Also entschied ich mich für einen Blog. Im Juli 2022 hatte ich mit Ayurveda-Coaching begonnen. Wenn ich heute durch meine Artikel scrolle, fühlt es sich an wie ein Tagebuch. Ich habe mit Ayurveda gestartet, mich durch die Heilpraktiker-Prüfungszeit gekämpft – die Artikel aus dieser Zeit gehören bis heute zu den meistgelesenen – und bin schließlich wieder bei der Kunst und Kreativität gelandet. Genau dort, wo ich ursprünglich herkomme. Das Schreiben und mein Blog haben mir viel Klarheit geschenkt. Ich weiß inzwischen, dass ich 2026 meine Kunst und das Thema mentale Gesundheit noch stärker verbinden möchte. Aufklären, berühren und sichtbar machen. Mit meiner Kunst und meinem Wissen aus der Psychologie. Aber es ging nicht nur um Klarheit. Es sind auch wundervolle Freundschaften entstanden. Susanne, meine Blogbuddyline, kennt all meine Hochs und Tiefs. Mit Claudia treffe ich mich inzwischen jeden Morgen im 5-Uhr-Call, ein Ritual, das durch eine Teilnehmerin aus der Content Society entstanden ist. Seit diesem Jahr gebe ich als Teammitglied Feedback auf Blogartikel für Judith. Dabei habe ich selbst unglaublich viel gelernt. Für meine eigenen Artikel war nicht immer Zeit und einiges darf ich noch optimieren. Auch meine Webseite wartet noch auf ein Update. Aber alles Schritt für Schritt. Ein Blogartikel über die Angst und wie mir das Zeichnen dabei hilft, mit ihr Frieden zu schließen. 2026 sollen noch viel mehr davon entstehen. Das Jahr 2025 und meine Kunst Artcollabs und meine ersten ATCs Ach, was war ich kreativ dieses Jahr :-) Ich bin Teil mehrerer Artcollab-Gruppen geworden, aktuell sind es fünf, was ich künftig wieder etwas reduzieren möchte. Artcollabs sind Verbindungen von Künstlerinnen und Künstlern, die sich meist über Instagram finden und zu einem gemeinsamen Thema oder Referenzbild arbeiten. Im Januar habe ich sogar an einer riesigen Artcollab teilgenommen. Ein Fuchs, den über 220 Künstler*innen in ihrem eigenen Stil umgesetzt haben. Im April kam mein erstes ATC**-Projekt dazu. Statt eines einzelnen Bildes entstehen dabei neun oder zehn kleine Karten. Das Besondere: Alle Karten werden an eine Person geschickt, neu sortiert und anschließend verteilt. Am Ende halte ich kleine Mini-Karten (6,4 cm × 8,9 cm) von zehn Künstlerinnen in den Händen. Anfangs hatte ich Bedenken, meine Kunst könnte dabei zu sehr "unter die Lupe" genommen werden oder ich hätte Probleme mit der Größe. Entstanden sind 2025 drei ATC-Runden: Sommer, Herbst und Winter. Ich darf hier gut auf mich achten. Ich bin eine echte Deadline-Surferin und viele meiner Bilder entstehen in den letzten Stunden vor der Abgabe. Wenn dann ohnehin schon viel los ist, verliere ich schnell die Lust am Zeichnen. Genau das soll nicht passieren. Deshalb werde ich meine Gruppen 2026 reduzieren und wieder mehr Kunst machen, auf die ich einfach Lust habe. Mein Fuchs für die BIG ARTCOLLAB 2025, an der mehr als 220 Mitglieder und Freunde der Instagram @artcollabfamily teilgenommen haben. Die Auswahl fiel mir nicht leicht. Das sind meine neun liebsten Artcollab-Bilder, alle im Originalformat 15 × 15 cm und mit Fineliner und Künstlertusche (Marker) gearbeitet. Acryl und Aquarell Für eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Leipziger Studio wollte ich Probearbeiten anfertigen. Da bislang nicht klar war, mit welcher Technik wir starten, begann ich mit Acryl. Im Studium habe ich fast ausschließlich damit gearbeitet. Also kaufte ich bei meinem Lieblingskünstlerbedarf zunächst pastellige, später auch neonfarbene Acrylfarben. Während meine Arbeiten im Studium oft riesig waren, blieb ich diesmal bei meinem Lieblingsformat 15 × 15 cm. Entstanden sind ganz unterschiedliche Richtungen, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie sowohl für Anfänger*innen als auch für Fortgeschrittene umsetzbar sein müssen. Als wir uns schließlich auf Aquarell einigten, entstanden auch dazu Arbeiten, die nicht ganz meinem typischen Stil entsprechen. Es tat gut, aus meiner Fineliner-Marker-Zone auszubrechen und mich wieder anderen Techniken zu widmen. Und ich spüre, dass Acryl mich auch 2026 noch viel mehr begleiten wird. Meine Mini-Mes Ich liebe sie. Meine Mini-Mes sind ein fester Bestandteil meines visuellen Tagebuchs. Ich zeichne mich meistens morgens mit Dutt, Leo-Leggings (Funfact: Ich besitze keine, finde sie an meiner gezeichneten Version aber zuckersüß) und in Situationen, die ich erlebt habe oder mir vorstelle. Sie helfen mir, Erinnerungen festzuhalten, Erlebtes zu verarbeiten oder Dinge zu manifestieren. Manche sind auch extra für meine Blogartikel entstanden. Willkommen in meiner Welt! Erschöpft und glücklich nach einem kreativen Wochenende mit den Kids. Wochenendrückblicke, "12 von 12" und mein Mini-Me für den kreativen Adventskalender Merry heART-mas. Alfred und ich, eine neue Café-Liebe 2025 war wild. Ich musste mir eingestehen, dass neben meinem Wert der Freiheit auch Sicherheit erfüllt sein muss, damit ich kreativ und mit Freude arbeiten kann. Zwei Werte, die gegensätzlicher kaum sein könnten und für mich doch zusammengehören. Auf meinen Joggingrunden lief ich regelmäßig durch die kleine Fußgängerzone Richtung Park. Das alte Eisenbahngeschäft stand leer und im Schaufenster hing ein handgeschriebenes Schild: Alles bleibt anders. Ich mochte diesen Satz und war neugierig, was hier entstehen würde. Monate später kam die Auflösung. Ein kleines Café eröffnete, mit liebevoll ausgewählten, von Künstlerinnen und Künstlern gestalteten Produkten. Das war im September 2024. Am 12. Februar 2025 kamen meine Mutter und ich gerade aus dem Kräuterladen, wo ich mir wie an jedem Mittwoch mein frisches Brot abhole. „Komm, lass uns da mal reingehen“, sagte sie. Kein guter Zeitpunkt, dachte ich. Ich hatte den ganzen Tag Kopfschmerzen und wollte eigentlich nur nach Hause. "Okee, aber nur ganz kurz." gab ich schließlich nach. Wir öffneten die Tür des Café Alfred und Wir. Später erfuhr ich, dass es nach dem Vorbesitzer Alfred Nitsche, einem Modelleisenbahn-Ladenbesitzer, benannt wurde. Hinter dem Tresen strahlte uns Petra, mit großen Augen an und hieß uns herzlich willkommen. Wow, was für ein Strahlen, was für ein Empfang, dachte ich. Wir setzten uns in die gemütliche Ecke mit der kleinen Stehlampe und dem Bücherregal. Alles war so liebevoll eingerichtet. Weißer Salbei zum Räuchern lag auf dem Tisch, die Kerzenhalter, die an Omas Zuhause erinnerten. Ich mochte die Atmosphäre. Ich trank eine heiße Schokolade, meine Mom aß eine Kleinigkeit. Irgendwann fragte ich unsere Gastgeberin, was man tun müsste, um hier selbst Produkte zu verkaufen, und erzählte, dass ich auch nach Räumen suche. „Ach, komm mal mit, ich hab’ da was“, sagte sie. Wir gingen durch den Hinterhof, vorbei an Kaninchen, die genüsslich Salat knabberten, hinein in die Hallen der Erfinderkinder. Ich war überwältigt. Auch den Laden kannte ich noch von früher, damals ein Fahrradladen, nur mit einem anderen Eingang. Wie viele Schätze sich doch in der eigenen Hood verbergen. Aus diesem ersten Treffen ist eine wundervolle Zusammenarbeit entstanden. Ich arbeite heute in Teilzeit im Café, was mein großes Bedürfnis nach Sicherheit erfüllt, gebe Kinderworkshops und habe zwei wunderbare Chefinnen und die entspanntesten Cafébesucher überhaupt gewonnen. Der erste Besuch wurde sogar in meinem "12 von 12" im Februar festgehalten. Ich lieb sie einfach, die Räumlichkeiten der Erfinderkinder-Werkstatt. Weitere schöne und besondere Momente in 2025 Schneewanderung auf dem Rohnberg am Schliersee Meine 3-Wochen-Frühlingskur 2025 zusammen mit Nathalie von Fit & Vermögend Dumm gelaufen in Hamburg (auf dem Weg zur Technischen Orthopädie umgeknickt … das muss man erst mal schaffen) Ausstellung in der Spinnereistraße in Leipzig. Shooting Nummer 2: Danke Biene, für deine Kreativität und Spontanität Ein Wochenende mit den Mädels in Prag. Mein Mini-me und der Fuchs: Die Karte ist eine der Winter-ATC-Karten und die Tasse habe ich am Geburtstag von Nathalie in Hamburg bemalt. Für den 30. Geburtstag meiner Freundin und zum Keramikbemalen nehme ich auch die fast 10-stündige Zugfahrt in Kauf :-) Mein 2025-Fazit Worauf bin ich 2025 stolz? Comic und Magazin Ich habe es getan. Mir endlich mein lang ersehntes iPad gekauft. Auslöser war eine Anfrage für einen Illustrationsjob. Das Unternehmen bot an, meine Zeichnungen zu digitalisieren. Aber ich dachte mir: Wenn schon so eine tolle Möglichkeit, dann will ich den Job auch richtig machen. Kein weiterer Grund mehr, den Kauf vor mir herzuschieben. iPad gekauft, Procreate geladen, ein, zwei Kurse zum digitalen Zeichnen gemacht und den ersten Auftrag umgesetzt. Puh. Gar nicht so einfach. Ich zeichne, seit ich einen Stift halten kann, aber digital ist wirklich eine andere Nummer. Aus diesem einen Auftrag sind in diesem Jahr vier geworden. Dafür bin ich unendlich dankbar. Für die Möglichkeit, das Vertrauen und dafür, dass man mir diesen Weg zugetraut hat. Und dann noch etwas richtig Schönes: Meine Kollegin Sandra Hoppenz erzählte im Blog-&-Talk-Meeting meiner Blogmentorin Judith, dass sie ein Magazin ins Leben ruft. Mein erster Impuls, meine Freundin Nathalie würde sagen ein sakrales Ja: Ich mache die Illustrationen. Ich schrieb Sandra eine Nachricht und kurze Zeit später entstanden bereits drei Zeichnungen. Die zweite Ausgabe inklusive meiner Illustrationen ist inzwischen veröffentlicht. Hach. Ja. Darauf bin ich wirklich stolz. Digital zeichne ich bisher nur fürs Business. Ich liebe einfach die Haptik von Papier und das Geräusch des Stifts, wenn er darüber gleitet. Aber ich bin mir sicher: Sobald etwas mehr Raum da ist, tauche ich noch tiefer ins digitale Zeichnen ein. Was war die größte Entscheidung, die ich 2025 getroffen habe? „Verkaufe Babyschuhe, ungetragen.“ Ein Satz, der mich vor Jahren tief berührt hat. Ich las ihn in einem Buch über Storytelling. Und ja, er erzählt so einiges. Lange habe ich überlegt, ob ich das hier teilen möchte. Doch weil ich 2026 noch ehrlicher mit mir und anderen sein will, fühlt es sich jetzt richtig an. Dieses Weihnachten war ich bei meiner Tante in Thüringen. Das letzte Mal, als ich dort war, war Weihnachten 2017. Damals war ich schwanger. Am 28.12.2017 erfuhr ich, dass das Herz nicht mehr schlug. 2025 war ein intensives Jahr. Die größte Entscheidung, die ich getroffen habe: Ich werde keine Kinder haben. Für viele in meinem Umfeld war das längst klar. Ich war 47. Für meinen Partner ohnehin, er hat bereits drei Kinder. Für mich hingegen war es lange nicht entschieden. 2025 war ein Jahr des Loslassens. Ich kündigte die Kryovereinbarung. Seitdem übe ich mich in Akzeptanz. In dem Wissen, nie Mutter zu sein. Viele Jahre hat es mich getroffen, wenn Freundinnen schwanger wurden. Für sie war es schwer, mir davon zu erzählen. Für mich war es schwer, mich ehrlich mitzufreuen. Ich gönnte es ihnen von Herzen und versank trotzdem im Selbstmitleid. Es gab Zeiten, da empfand ich sogar Wut, besonders gegenüber Frauen, die bereits Kinder hatten. Jetzt ist es ausgesprochen. Ich trauere, mal mehr, mal weniger. Und es ist okay. Ich genieße es, die Kinder meiner Freunde beim Wachsen zu begleiten, arbeite mit Kindern und werde noch das ein oder andere Business-Baby in die Welt bringen. Erste Male – das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt oder gemacht digital gezeichnet ein Atelier gemietet Schneeschuhlaufen mit Patrick, Biene und Nathalie alleine einen Film im Sommerkino angeschaut ein Podcast-Interview gegeben und über das wunderbare Ikigai gesprochen das Leipzig Coffee Festival in den Pittlerwerken besucht einen kreativen Workshop mit Picknick im Park gegeben (ich liebe diese Kombi) mit Petra einen Siebdruck-Kurs gemacht (gar nicht so einfach) einen Sushi-Kurs mit Freunden besucht Zentangle® beim Content Society-Barcamp in Stuttgart kennengelernt Alle gleich und doch anders. Mein erster Siebdruck: Das war echt nicht einfach! Sätze, die 2025 etwas in mir bewegt haben Ich mache das nicht gegen dich, sondern für mich. Ich habe diesen Satz zum ersten Mal in Karin Kuschiks Buch „50 Sätze, die das Leben leichter machen“* gelesen. Ich hielt ihn für gut. 2025 hat er mich allerdings ganz schön getriggert. Ich hörte ihn in einem Moment, in dem ich ohnehin sehr dünnhäutig war. Stressbedingt. Meine Freundin sagte mir kurzfristig ab und ich hatte mich zum ersten Mal wirklich getraut, etwas zu dieser Absage zu sagen. Und dann antwortete sie mir: "Ich mache das nicht gegen dich, sondern für mich." Dieser Satz, der saß. Ich war sauer und genervt. Kurz davor hatte ich mich schon über meine beste Freundin geärgert. Es ging darum, Entscheidungen zu treffen und dann auch dazu zu stehen. Mir wurde klar, dass eine Entscheidung für mich ein echtes Commitment ist. Wenn ich zusage, dann tue ich alles dafür, diese Zusage auch einzuhalten. Der Satz „Ich mache das nicht gegen dich, sondern für mich“ fühlte sich in diesem Moment an wie eine Entschuldigung dafür, Vereinbarungen zu brechen. Vielleicht liegt das an meinen Werten. Oder daran, dass ich meine eigenen Grenzen oft noch übergehe. Und ja, ich verstehe den Satz. Sehr sogar. Und dennoch hat er mich genau in diesem Moment richtig getroffen. Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. Es war eine der Affirmationen aus Woche 1 des Buches und 12-Wochen-Programms „Der Weg des Künstlers“ * von Julia Cameron. Dieses Buch ist so etwas wie meine Bibel. Es hat mich dazu gebracht, mit den Morgenseiten zu beginnen. Aus ihnen sind später auch meine Mini-Mes (kleine Selbstzeichnungen mit Dutt als Markenzeichen) entstanden. Heilen. Wie kann man dieses Wort verwenden und es dann auch noch in Bezug auf andere verwenden? Heilversprechen sind schließlich ein Tabu, besonders im Coaching oder als Heilpraktikerin. Und doch lässt mich dieser Satz seitdem nicht mehr los. In den letzten Wochen ist er zu einem Mantra geworden. Er steht fast täglich am Ende der letzten Zeile meiner Morgenseiten. Deshalb nehme ich ihn mit ins Jahr 2026. Als Leitsatz. Als mein Motto. Ich werde mit meinen Mini-Mes zeichnend meine eigenen Themen bearbeiten. Und vielleicht bewegen sie auch etwas in dir. Vielleicht helfen sie dir, dich ein kleines Stück heilen zu lassen. Ich habe mir die Zeit dafür nicht genommen Andrea setzte in einem Zoom-Meeting gerade an zu sagen: „Ich hatte keine Zeit.“ Dann stoppte sie sich selbst und korrigierte: „Nein. Ich habe mir die Zeit dafür nicht genommen.“ Wow. Dieser Satz war kraftvoll und ehrlich. Ich liebe ihn und versuche, ihn mir in Momenten voller Ausreden bewusst ins Gedächtnis zu rufen. Ich kann nicht → Ich gebe dir nicht den Raum Auch dieser Satz war prägend. Ein schnell dahingesagtes „Ich kann nicht“ bedeutet oft: Ich gebe dir gerade nicht den Raum. Das ist mir dieses Jahr erst richtig bewusst geworden und ich wähle ihn, sobald ich es mitbekomme, mit Bedacht. Wofür bin ich 2025 besonders dankbar? Ich liebe Listen. Vor allem, wenn es um Dankbarkeit geht. Darüber könnte ich einen eigenen Artikel schreiben. Heute halte ich mich kurz. Ich bin dankbar für die besten Freundinnen und Freunde, die mich in diesem Jahr besonders aufgefangen haben. Danke an Jacqueline, Andre, Biene, Nathalie, Su, Mel, Nicola, Andrea und all die anderen lieben Herzen in meinem Leben. für meinen Partner, der mir regelmäßig den Spiegel vorhält und mich sanft, manchmal auch klar, auf den Boden der Tatsachen zurückholt. für meine Mom, die gesund, bunt und voller Freude durchs Leben tanzt. für meine Blogbuddyline Susanne, mit der ich 2026 eine ganze Batterie an Blogartikeln veröffentlichen werde. für meine Pilgerwegkarten-Leserin Susi, bei der sich das gemeinsame Gehen, trotz seltener Treffen, jedes Mal wie Nachhausekommen anfühlt. für die beiden Kater Till und Uno, die mir auch 2025 viele kuschelige Momente geschenkt haben. für meine Business-Kolleginnen, mit denen ich unzählige Zoom-Sessions hatte und durch die ich so viel lernen durfte. Danke an Sandra Hoppenz, Katharina Potyka und Bettina Stelzer. für den Mädels-Trip nach Prag und unsere tiefen, ehrlichen Gespräche. für meine beiden ehemaligen Chefs Sandra und Marcus, durch die ich erkannt habe, wie viel Freude, Erfüllung und Leidenschaft für mich selbst in einem Nebenjob liegen können. für meinen Körper, der mich auch mit fast 50 und nach jahrelangen Strapazen nie im Stich gelassen hat. und für dich, Mutzi, meine Laufbuddyline. Sorry, dass es 2025 nicht so oft geklappt hat. Das wird sich ändern. Kaffeetrinken und Katzenkraulen … Was gibt es Schöneres? Auch 2025 durfte ich das Haus und die beiden Schmuse-Tiger Till und Uno von meinen Freunden hüten. Ich kann gar nicht oft genug erwähnen, wie sehr ich jedes Mal die Zeit genieße. Mein 2025 in Zahlen Webseiten-Besucher in 2025: 7.912 Instagram Follower: @karinas_pinselyoga: 591 @karina.roepcke: 384 Anzahl der veröffentlichten Blogartikel: 28 (2024: 38) Klicks des meistgelesenen Artikels: 2566 Die Rosinenübung - Eine Anleitung zur Achtsamkeit Domain Authority: 13 (2024: 9) Anzahl Newsletter-Abonnenten: 192 (2024: 107) Anzahl entstandener Artcollab-Bilder: 51 (2024: 7) Anzahl entstandener ATC-Karten: 30 (2024: 0) Getrunkener Kaffee in Litern: ungefähr 400 Meine Homepage im Dezember 2025 Mein Kunst-Instaprofil am 13.01.2026 Mein Business-Instaprofil am 13.01.2026 (ich muss zugeben, diesen Account vernachlässige ich aktuell etwas) Mein Ausblick auf 2026 Was ich 2026 anders (besser) machen möchte Mehr Yin, weniger Yang 2025 war ich sehr im Kopf. Schon morgens lief das Gedankenkarussell auf Hochtouren. Was ich definitiv verändern möchte, ist meine Zeitgestaltung am Abend. Ich will nicht mehr an abendlichen Zoom-Meetings teilnehmen, weil sie meinen Schlaf stören. Ich möchte auch nicht mehr vom Rechner direkt ins Bett fallen, weil ich mich vorher innerlich nicht lösen kann. Meine Morgenroutine habe ich etabliert, fast schon perfektioniert. Jetzt ist es höchste Zeit für entspannte Abende. Denn wie ich es in der Ayurveda-Ausbildung gelernt habe: Ein guter Tag beginnt am Abend davor. Also spätestens um 19 Uhr den Rechner aus. Vielleicht etwas Yoga, vielleicht zeichnen. So oder so ähnlich stelle ich mir meine Abende vor. So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten Live und in Farbe im Atelier Besuch mich in meinem Atelier im Leipziger Stadtviertel Kleinzschocher. Über kreative Kurse und Workshops informiere ich dich über meinen Newsletter oder auf Instagram. Workshops & Events Du planst ein Event und suchst künstlerische Unterstützung? Dann kannst du mich gern als Workshopleiterin/ Künstlerin anfragen. Illustrationen Ob als Geschenk für dich oder deine Liebsten oder als Illustration für dein Business, schreib mir gern. Oder ganz unkompliziert Wenn du mich einfach sehen möchtest, dann besuch mich sehr gerne im Café oder Atelier. Es ist nichts Passendes für dich dabei und du möchtest trotzdem mit mir arbeiten? Du hast Interesse an einer Zusammenarbeit oder willst dich einfach nur austauschen? Ich freue mich auf deine Nachricht :-) Meine 7 Ziele für 2026 2026 steht für mich im Zeichen des Neuanfangs. Die Zahl 1, mein chinesisches Sternzeichen Pferd und das Jahr des Feuerpferds. Ich möchte meiner Intuition vertrauen und mich von ihr leiten lassen. 1.Aufklärung mit meiner Kunst Ich möchte Blogartikel und Therapiemanuale zum Thema psychische Gesundheit schreiben und sie mit meinen Zeichnungen verbinden. 2.Ein Herzensprojekt Gemeinsam mit Sabine Schlotz entsteht ein Projekt, das Sternenmamas und Familien in Zeiten von Verlust und Trauer begleitet und unterstützt. 3.Mehr Zeit für mich Weniger machen, mehr fühlen. Ich möchte mir bewusst Zeit nehmen für Klangschalenmassagen, Tarotkarten, Familienaufstellungen und alles, was mich innerlich wachsen lässt. 4.Verbindungen leben Schluss mit leeren Versprechen. Ich möchte jeden Monat mindestens eine Freundin besuchen, die ich lange nicht gesehen habe. Vic, Corinna, Mel, Anna, … macht euch bereit :-) 5.Gastartikel schreiben 2026 möchte ich mehrere Gastartikel zu den Themen psychische Gesundheit und Kreativität veröffentlichen. Wenn du einen passenden Blog hast und Gastautorinnen suchst: hello@karinaroepcke.de 6.Mein Motto für 2026 Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. 2026 wird es nicht einfacher, aber mit Sicherheit weniger schwer. *unbezahlte Werbung **ATC-Karten sind kleine Kunstwerke im Scheckkartenformat, die man tauscht wie früher die Sticker auf dem Schulhof. ATC steht für Artist Trading Cards. Jede Karte ist ein Unikat und reist nach der Fertigstellung per Post zu anderen Künstler*innen. So schön analog inmitten der digitalen Welt. Titelbild 📷 : Katrin Bieneck
- Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück
Ich habe diesen Artikel so lange vor mir hergeschoben. Meine Blogparade "Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte" lief ursprünglich bis zum 2. August 2026. Im Newsletter verlängerte ich sie bis zum 15. August. Und jetzt, wo ich eigentlich den Wrap-up schreiben sollte, sitze ich hier und schreibe endlich meinen eigenen Beitrag. Warum so spät? Ich dachte, es wäre einfach. Eine Liste schreiben, Dinge abhaken, fertig. Tretbootfahren, Schaukeln, Vanillepudding naschen. Eine kreative Bucketliste, wie ich sie so sehr liebe. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto mehr merkte ich: Es ist nicht so einfach wie gehofft. Und vielleicht ist das genau der Grund, warum ich ihn so lange geschoben habe. Was ist eine Blogparade? Eine Blogparade ist ein offener Aufruf an andere Blogger und Schreibende, sich einem gemeinsamen Thema zu widmen und ihre eigenen Artikel dazu zu veröffentlichen. Alle Beiträge werden am Ende verlinkt und gesammelt. Hier findest du meinen Aufruf und alle eingegangenen Beiträge. Das liest du in diesem Artikel Viele meiner Kindheitsbilder sind schwarz-weiß Und dann kamen die Farben Die "Asche" und das Gefühl von allem Gezeichnet habe ich, seitdem ich einen Stift halten konnte Warum fühlten sich 8 Wochen Sommerferien damals so unendlich an? Da liegt das Problem mit meiner geplanten Liste Was steckt wirklich hinter dieser Blogparade? Viele meiner Kindheitsbilder sind schwarz-weiß Viele meiner Kindheitsbilder sind schwarz-weiß. Buchstäblich. Unser erster Fernseher zog ein, als ich bereits 7 Jahre alt war (ein Schwarz-Weiß-Gerät). Die Fotos aus dieser Zeit: schwarz-weiß. Und das "graue" Grünau, in das ich mit fünf Jahren mit meiner Mutter zog, war genau das: grau. Das Grün fehlte absolut noch. Neubauviertel, Plattenbauten, Baustellen überall. Riesige Baustellen, die für uns Grünauer Kinder ein Abenteuerspielplatz waren. Kein "Du darfst da nicht hin", keine Absperrungen. Einfach Freiheit. Ich trug fast täglich Gummistiefel. Und ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich beim Über-die-Platten-Springen im Schlamm versackte, meine Schuhe wieder rausziehen musste und mit schlammigen Barfüßen, Schuhen in der Hand, im Türrahmen vor meiner kopfschüttelnden Mutter stand. Der nahegelegene Kulkwitzer See und der riesige Berg direkt vor der Haustür (ich glaube, es war eine Mischung aus aufgeschütteter Erde und Müll), der im Winter zum Rodelberg wurde. Einfach herrlich. Grünau war eine riesige Baustelle und wir mittendrin. Es war schön, ein Teil von etwas Neuem zu sein. Eine Einladung zu meiner Geburtstagsfeier aus meinem Fotoalbum. Das Bild zeigt unser Haus in Leipzig-Grünau mit dem kleinen Spielplatz davor. Nachtrag: Gerade komme ich von der Ausstellung "Als Grünau noch Schlammhausen hieß" aus dem Leipziger KOMM-Haus. Ich bin berührt. Mein Freund Janko, der ebenfalls ein "Grünau-Kind" ist, hat sie sich mit mir angeschaut. Er zog 1982 in das Viertel, ich 1983. Da waren sie, die Fotografien von Harald Kirschner. Natürlich auch die in Schwarz-Weiß. Kinder, sitzend auf riesigen Kabelrollen. Stehend auf Haufen aus Mauersteinen. Liegend in einer riesigen Pfütze auf der Ringstraße nach einem Sommergewitterguss im Jahr 1982. Jugendliche, die die Neueröffnung von Jugendclubs feiern. Outdoor-Disco direkt vor der Schule. Trabant neben Trabant auf großen Flächen, die weder Straße noch Parkplatz andeuteten. Nach der Ausstellung fuhr ich mit dem Rad weiter zu meinem alten Haus. Selliner Straße 34. Wahnsinn, wie viele Jahre vergangen sind. Viele Häuser, gerade die 16er, gibt es nicht mehr. Stattdessen neue Gebäude. Die Bäume sind fast so alt wie ich. Und sie sind jetzt tatsächlich grün. Eine weitere Ausstellung steht noch auf meiner Liste: im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Noch eine über meine Platte. Und dann kamen die Farben Fast jedes Wochenende fuhr ich mit meiner Mutter zu meinen Großeltern nach Burgsdorf, einem kleinen Örtchen mit kaum 200 Seelen. Und dort war nicht nur Oma. Dort waren Opa, fast alle meiner Cousinen und Cousins, und der große Dreiseitenbauernhof, der sich für mich wie eine eigene Welt anfühlte. Ich rieche ihn noch heute. Die Luft roch nach Tier und Erde. Und immer nach dem, was Oma gerade kochte: Arme Ritter, Hochzeitssuppe, oder ihre Gräupchensuppe, die eigentlich keiner mochte, die sie aber extra für mich kochte, weil sie wusste, dass ich sie liebte. Zwischen unseren Beinen schnurrte fast immer eine Katze. Die Hunde (Jack-Russell-Terrier, die irgendwie alle Nelli hießen) schliefen draußen im Stall. Keine Wohnungshunde. Am liebsten hätte ich sie alle ins Haus gelassen. Und dann war da Benjamin. Das Pferd meines Opas. Ein echtes Arbeitspferd, vor dem ich riesigen Respekt hatte. Er wurde nicht immer liebevoll behandelt. Mein Opa war ein hartarbeitender Mann, der im Krieg ein Bein verlor. Tiere waren hier Nutztiere und wurden auch so behandelt. Und trotzdem: Wenn er mich auf den Pferdewagen nahm und wir über die grauen Felder fuhren, Benjamin vorne dran, das gleichmäßige Klackern der Hufe auf dem Weg, war die Welt für einen Moment sehr groß. Ich fühlte mich so wichtig. Ich liebte den Kontrast. Die Stadt mit ihren Baustellen und Platten. Und dieser Hof, der sich für mich wie die ganze Welt anfühlte. Der Bauernhof, meine Cousinen und Cousins, Opa, das Pferd Benjamin und ich und mittendrin immer ein Hund namens Nelli. Die "Asche" und das Gefühl von allem Die "Asche" (eine riesige Fläche mit Aschresten, Sperrmüll und Alltagsdingen, die die Dorfbewohner nicht mehr brauchten) war unser Spielzeuggeschäft, unser Baustoffhandel, unsere Fundgrube. Alte Töpfe, angeschlagenes Geschirr, Holzreste. Wir bauten Buden: zwischen der eingefallenen Scheune und dem Hühnerhof, unter Obstbäumen im riesigen Garten. Immer mittendrin die Tiere. Das Lachen der Cousinen und Cousins, das ernsthafte Verhandeln, wer für was zuständig ist. Heute unvorstellbar. Damals: Freiheit pur. Und abends, wenn alle satt und müde waren, saß ich irgendwo mit einem Stift und zeichnete. Seit meine Großeltern nicht mehr leben, war ich nur noch wenige Male in Burgsdorf. Das kleine Örtchen meiner Familie. Gezeichnet habe ich, seitdem ich einen Stift halten konnte Mit fünf Jahren war ich das erste Mal im Zeichenzirkel und blieb dort bis fast zur Lehre. Was ich damals noch nicht wusste: dass dieser Stift, diese Bilder, der Wunsch, die Welt durch Linien zu begreifen, mein Leben prägen würde. Im Studium zur Modedesignerin (ein riesiger Mädchentraum, für den ich mit viel Ehrgeiz auf die Eignungsprüfung hinarbeitete). Später in Italien, dann Backstage für ein Kreuzfahrtschiffunternehmen. Und heute als Künstlerin, die anderen Menschen zeigt, dass Kreativität kein Talent ist, sondern etwas, das in jedem steckt. Damals als Kind, bäuchlings auf dem Fußboden, zeichnend. Ich war einfach nur da. Ich hatte keinen Plan und kein Ziel. Nur mein Fantasie, bunte Stifte, etwas Papier und Zeit, die sich endlos anfühlte. Warum fühlten sich 8 Wochen Sommerferien damals so unendlich an? Ich glaube, weil wir als Kinder so viel Neues erlebten. Jede Stunde war anders als die davor. Als Erwachsene füllen wir unsere Tage mit To-Dos, vollen Kalendern, Effizienz. Die Zeit rast, weil wir uns kaum noch wirklich einlassen auf das, was keine Agenda hat. Und das schreibe ich als Selbständige, die eigenständig über ihren Kalender walten kann. Da liegt das Problem mit meiner geplanten Liste Ich wollte eine kreative Abhakliste schreiben. Tretbootfahren. Schaukeln. Vanillepudding kochen. Eis aus der Muschelwaffel naschen. Eine Kuh kraueln. Bäuchlings auf dem Boden zeichnen. Aber mit einer neuen To-Do-Liste kommt das Gefühl von damals nicht zurück. Weil es nie um die Aktivitäten ging. Es ging um das Gefühl dahinter. Um das sanfte, warme Wissen: Mir steht die ganze Welt offen. Ich gehe angstfrei durchs Leben. Ich muss nichts beweisen, nirgendwo ankommen, nichts erfüllen. Freiheit. Unbekümmertheit. Das ist es, was ich mir wirklich zurückwünsche. Die Zeichnungen mit meinen Mini-Mes entstanden Ende Juni 2026, kurz nach dem Aufruf meiner Blogparade, mein Artikel über zwei Monate später. Was steckt wirklich hinter dieser Blogparade? Ich glaube, ich habe diesen Aufruf nicht nur für meine Leserinnen und Leser geschrieben. Sondern besonders für mich. Als Erinnerung, dass Leichtigkeit keine Kindheitssache ist. Dass das Zeichnen ohne Ziel, das Bude-Bauen aus Fundstücken, das voller Stolz und dem Gefühl von Wichtigsein auf einem Pferdewagen zu sitzen, nichts davon etwas war, das ich hinter mir lassen musste. Vielleicht ist das die eigentliche Aufgabe: nicht Kindheitserinnerungen Punkt für Punkt abarbeiten. Sondern das Gefühl dahinter in die Gegenwart holen. Jeden Tag ein ganz kleines bisschen mehr. Und du? Welches Gefühl aus deiner Kindheit vermisst du am meisten, und was bräuchtest du, um es dir zurückzuholen? Schreib es mir in die Kommentare. Ich lese wirklich alles. Wenn dieser Text etwas in dir berührt hat: Jeden Donnerstag schreibe ich im Newsletter über Kreativität, mentale Gesundheit und das Leben, das sich gut anfühlt. Kurz, ehrlich, warm und ohne Bullshit. Ich freue mich, wenn du dabei bist. Und wenn du mit einem Stift in der Hand wieder zu dieser Leichtigkeit finden möchtest: In meinen Workshops passiert genau das. Alles Liebe - Karina 🤍
- Kreieren ist ein Herzöffner: Mein neuer Claim und die Geschichte dahinter
Fast nebenbei. So entsteht manchmal das Wichtigste. Wir sprachen über Getränke und Gefühle. Kaffee. Kakao. Espresso. Und ich sagte, fast ohne nachzudenken: "Kakao ist für mich ein Herzöffner." Ich hörte meine eigenen Worte. Spürte noch den warmen, leicht süßlichen Geruch in der Vorstellung. Und wusste sofort: Da ist er. Mein neuer Claim heißt: Kreieren ist ein Herzöffner. Was das bedeutet, warum ausgerechnet heute, am Neumond, der richtige Moment ist, und welche Geschichte hinter diesen vier Wörtern steckt, das möchte ich dir hier erzählen. Kreieren ist ein Herzöffner Was ist ein Claim? Ein Claim ist ein kurzer Satz (meist unter 7 Wörtern), der auf den Punkt bringt, wofür jemand steht, nicht das Angebot, sondern die Haltung dahinter. "Just do it" (Nike). "Think different" (Apple). Und jetzt: "Kreieren ist ein Herzöffner" (Karina Röpcke). Darum geht es in diesem Artikel: Kreieren bedeutet: erschaffen aus dem Inneren, nicht Technik, nicht Talent, nicht Kopieren. "Kreieren ist ein Herzöffner" entstand in einem Gespräch über Kakao. Warum frühere Claims wie "Jeder ist kreativ. Punkt." inhaltlich stimmten, aber nicht saßen. Was ich mit diesem Claim in der Welt bewirken möchte, und warum der Neumond der richtige Zeitpunkt ist. Inhaltsverzeichnis Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner"? Warum ich genau jetzt einen neuen Claim entwickelt habe Was ich damit bewirken möchte FAQ: Kreieren ist ein Herzöffner Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner"? Kreieren ist für mich nicht Malen. Nicht Zeichnen. Nicht Basteln. Kreieren bedeutet: etwas erschaffen, das wirklich aus dem Inneren kommt. Gedanklich und bestenfalls mit den Händen. Und das passiert nur dann, wenn es mich auch berührt. Das klingt einfach. Aber ich habe fast 20 Jahre gebraucht, um diesen Unterschied zu verstehen. Ich habe Modedesign studiert, Diplomdesignerin, Fachbereich Angewandte Kunst. Mein Kindheitstraum. Ich hatte so unfassbar darauf hingefiebert. Und dann durfte ich sehr früh lernen, was die Modebranche bedeutet: inspirieren lassen, anpassen, weiterdrehen. Das ist das Handwerk. Das ist das System. Ich merkte: Das bin nicht ich. Meinen Traumjob habe ich nie ausgeübt. Nicht weil ich nicht gut genug war. Sondern weil ich etwas erschaffen wollte, das wirklich aus mir kommt. Nicht angepasst, nicht nachgebaut, sondern MEINS. Wirklich kreiert, in meinem tiefsten Sinne des Wortes, habe ich erst begonnen, als meine Mini-Mes entstanden sind. Kleine Figuren, zuerst Strichmännchen, dann Sketchnotes, dann immer echter, immer persönlicher. Ich zeichnete sie, weil ich meinen Gefühlen eine Form geben wollte, weil Worte manchmal einfach nicht reichen. Das waren die ersten echten Momente, in denen ich kreiert habe. Und genau das öffnet das Herz. Nicht die Technik. Nicht das Können. Das Erschaffen aus dem Inneren, das, was entsteht, weil es dich wirklich berührt. Kreieren ist ein Herzöffner als Kreativität als Herzöffner zu verstehen, ist übrigens nicht dasselbe. Kreativität ist das große Wort. Kreieren ist das Tun. Der erste Strich. Die Hand, die etwas wagt. Deshalb: Kreieren ist ein Herzöffner. Warum ich genau jetzt einen neuen Claim entwickelt habe Ich hatte schon Claims. Zwei davon. "Use your talents." Und "Jeder ist kreativ. Punkt." Beide stimmen. Ich glaube daran, von ganzem Herzen. Und trotzdem saßen sie nicht richtig. "Use your talents" klingt nach Aufforderung. Nach Ansage. Und ich höre in meinen Workshops so oft: "Ich habe kein Talent." Dabei bedeutet Talent für mich: Interesse haben. Üben. Dranbleiben. Wie ein Kind, das laufen lernt. Es fällt hin. Steht auf. Fällt wieder. Und irgendwann läuft es einfach. Mit diesem Claim spreche ich die falsche Sprache für die Menschen, die ich wirklich erreichen möchte. "Jeder ist kreativ. Punkt." Der Satz stimmt. Aber dieser kleine, mächtige Punkt machte daraus eine Absolution. Ich wollte das Gegenteil: Raum für Fragen. Stille. Die sanfte Einladung, sich selbst zu begegnen. Der Punkt ließ keinen Raum dafür. Und dann kam das Feedback auf meine Mini-Mes. Eine Teilnehmerin reiste extra aus Hannover nach Leipzig an, für die Kombi aus HPPsych und Kunst. Nach einem Aquarell-Workshop hörte ich diesen Satz, eines Teilnehmers "Normalerweise hätte ich 100-mal die gleiche Blume gemalt, bis sie perfekt ist, aber heute bin ich so richtig runter gekommen und jetzt total entspannt." Hach...ich schwebte nach Hause. Kreativität zieht sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben, von der Schneiderlehre mit Gesellenbrief, über das Modedesign-Studium, die Kostümbildnerei in Italien (ohne Sprachkenntnisse, einfach gesprungen), die Jahre auf See bei AIDA, bis heute ins Atelier. Immer war der Wunsch da: erschaffen. Ausdruck geben. Berühren. Diese kreative Selbstentfaltung, die ich in meinen Workshops begleite, war der rote Faden, lange bevor ich einen Namen dafür hatte. Mein Claim durfte entstehen. Was ich damit bewirken möchte Heute ist Neumond. Ich hätte diesen Moment nicht bewusst so geplant. Und doch: Der Neumond ist für mich die Zeit der Innenschau. Des Reflektierens. Des stillen Kreierens. Nicht die Zeit der großen Ankündigung. Ich werde diesen Claim erstmal für mich wirken lassen. Ihn fühlen, bevor er in die Welt geht. Das passt für mich. In meiner Bucketliste habe ich geschrieben: "Mein Mini-Me alle Gefühle zeigen lassen. Alle." Und: "Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken lernen, klar, direkt, ohne Umwege." Das ist kein Zufall. Das ist ein roter Faden, der sich gerade sehr deutlich zeigt. Und ... ich bin von Sternzeichen Krebs. Und ja, wir gelten als die mit dem Schutzpanzer, wenn es zu viel wird. Ein Satz, den ich vor nicht all zu langer Zeit gehört habe: "Mein Panzer ist keine Mauer. Er ist eine Werkstatt." Ich ergänze: eine Kreativ-Werkstatt. Denn in mir sind in den letzten Jahren so viele Ideen entstanden. Meine Mini-Mes. "Kunst und Kakao". Der Wunsch, anderen zu zeigen, wie sie ihre eigene Mini-Me erschaffen können. Die tiefe Überzeugung, dass Kreativität heilt, nicht weil ich das behaupte, sondern weil ich es jeden Workshop selbst erlebe: erschöpft gehe ich nach Hause, und gleichzeitig mit einem riesigen Grinsen, vollem Herzen und diesem wunderbaren FLOW-Gefühl. Diese Ideen dürfen jetzt endlich in die Welt. Kreieren ist ein Herzöffner. Das ist mein Claim. Er ist noch warm. Und ich freue mich sehr auf alles, was jetzt kommt. :-) Wenn du neugierig bist, wie sich das anfühlt, dein eigenes Mini-Me zu erschaffen, hol dir gerne mein kostenloses Mini-Me Starter-Kit. Materialliste, Anleitung und 25 Zeichenimpulse warten auf dich. → Hier zum Mini-Me Starter-Kit Und wenn du donnerstags etwas Warmes in deinen Posteingang möchtest, dann freue ich mich über dich in meinem Newsletter. → Hier zum Newsletter Oder stöber gerne weiter: Comics für die Seele: warum Zeichnen mich heilt FAQ: Kreieren ist ein Herzöffner Was ist ein Claim und warum brauche ich einen? Ein Claim ist ein kurzer Satz, meist unter 7 Wörtern, der auf den Punkt bringt, wofür jemand steht. Nicht das Angebot, sondern die Haltung. Ein guter Claim hilft Menschen in Sekunden zu verstehen: Bin ich hier richtig? Er ist auch kein Werbespruch, sondern ehrlicher Ausdruck der eigenen Überzeugung. Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner" genau? Kreieren bedeutet für mich nicht Malen als Technik oder Zeichnen als Fertigkeit. Es bedeutet: etwas erschaffen, das wirklich aus dem Inneren kommt, und das nur dann gelingt, wenn es einen auch berührt. Wer so kreiert, öffnet sich selbst. Das Herz geht auf. Das passiert unabhängig von Talent oder Können. Wie hat Karina Röpcke ihren Claim entwickelt? Nicht durch Strategie-Workshops, sondern durch einen unerwarteten Moment: "Kakao ist für mich ein Herzöffner", sagte ich ganz nebenbei. Und sofort wusste ich: Das ist er. Gute Claims entstehen oft aus dem, was man schon sagt, lange bevor man strategisch darüber nachdenkt. Was sind Mini-Mes? Mini-Mes sind kleine, selbstgezeichnete Figuren, bei mir entstanden aus Strichmännchen und Sketchnotes, als Versuch, meinen Gefühlen eine Form zu geben. Heute sind sie mein Markenzeichen und ein Selbsterkenntnistool, das ich in Workshops und über mein kostenloses Mini-Me Starter-Kit mit anderen teile. Warum hat Karina ihre alten Claims aufgegeben? "Use your talents" klang nach Ansage und trifft genau die Menschen nicht, die ich erreichen möchte, weil viele denken: "Ich habe kein Talent." "Jeder ist kreativ. Punkt." war inhaltlich richtig, aber der Punkt machte daraus eine Absolution, ohne Raum für die sanfte Einladung, die ich eigentlich meine. Beide Claims stimmten inhaltlich. Aber keiner klang nach mir. Alles Liebe – Karina 🤍
- 40+ Dinge, auf die ich stolz bin
Stolz. Allein das Wort macht mir manchmal Bauchgrummeln. Nicht weil ich mich schäme, stolz zu sein. Sondern weil ich jahrelang gelernt habe, dass man das nicht zu laut sagt. Dass es arrogant klingt. Dass man schnell hinzufügen sollte: "Aber das ist doch nichts Besonderes." Doch weißt du was? Es ist besonders. Für mich. Vor zwei Jahren wollte ich schon bei Lorenas Blogparade mitmachen. Die erste Runde hatte mich sofort angesprochen. Und dann kam das Leben dazwischen. Dieses Mal bin ich wieder spät dran. Aber besser so als nie. Und so nehme ich mir jetzt die Zeit und schreibe auf, worauf ich stolz bin. Nicht um anzugeben. Sondern um zu sehen, wie weit ich schon gekommen bin. Hinweis zur Blogparade Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade "100 Dinge, auf die ich stolz bin 2026" von Lorena Hoormann. Die Idee: Schreib auf, worauf du stolz bist, und entdecke dabei deine eigene Schatzkiste an Ressourcen, Kompetenzen und gelebtem Leben. Hier findest du alle Infos zur Blogparade von Lorena Hoormann Stolz: niedrige Schwingung oder heimliche Superkraft? Ich kenne die Diskussion. In manchen spirituellen Kreisen gilt Stolz als niedrige Schwingung, als Ausdruck des Egos, das sich über andere erhebt, das trennt statt verbindet. Ich glaube, da steckt ein Körnchen Wahrheit drin. Überheblichkeit, Arroganz, das Ego, das andere kleinmacht, damit es selbst größer wirkt. Das fühlt sich nicht gut an. Das kenne ich auch in mir, wenn ich ehrlich bin. Aber darum geht es hier nicht. Was ich aufschreibe, ist kein "Ich bin besser als andere." Es ist: "Ich habe das geschafft. Und das darf ich sehen." Psychologisch gesehen ist genau das Selbstwirksamkeit. Das Wissen: Ich kann etwas bewegen. Ich habe Krisen überlebt, Entscheidungen getroffen, Ängste angeschaut. Das sind keine Zufälle. Das bin ich. Und diese Schatzkiste aus eigenen Erfahrungen ist meine größte Ressource für das, was noch kommt. Also. Hier ist meine Liste ... noch nicht ganz fertig. Und das ist gut so. :-) 40+ Dinge, auf die ich stolz bin 1. Ich bin stolz auf meine Mutter. Sie hat sich nach langen, dunklen Jahren ihrer Depression zurück ins bunte Leben gekämpft. Heute ist sie lebensfreudiger, aufgeweckter und lebendiger denn je. Wenn ich sie sehe, weiß ich: Menschen können sich verändern. Wirklich. (Mehr über sie erfährst du in meinem Interview mit meiner Mom, den Artikel findest du hier.) 2. Ich habe die Heilerlaubnis auf dem Gebiet der Psychotherapie: Ich bin stolz, dass ich meine Heilpraktiker Überprüfung mit Leichtigkeit bestanden habe. OK, ich habe unheimlich viel dafür gelernt , aber besonders den Tag der mündlichen Prüfung und die Bearbeitung des Fallbeispiels konnte ich richtig genießen. 3. Ich bin stolz, dass ich ohne die Sprache zu sprechen nach Italien gegangen bin und dort als Costumista gearbeitet habe. Oh ja, ich hatte Respekt, aber meine Kollegen haben mich in Bella Italia sehr unterstützt. Die Schimpfwörter lernten sie mir selbstverständlich zuerst. 4. Ich bin stolz, dass ich seit genau vier Jahren (20.07.) selbstständig bin, mit wertschätzenden Auftraggebern und großartigen, kreativen Jobs. Das ist nicht selbstverständlich. 5. Ich bin stolz, dass ich mir, als ich an meinem Tiefpunkt war, professionelle Hilfe eines Therapeuten genommen habe. 6. Ich bin stolz, dass ich meine chronischen Rückenschmerzen mithilfe von regelmäßigem Yoga in den Griff bekommen habe und seit einigen Jahren schmerzfrei bin. Ein riesengroßes Dankeschön geht an Mady Morrison für ihre Liebe und ihre Passion! 7. Ich bin stolz, dass ich meine Website allein aufgebaut habe, inklusive aller Tools, die für ein Onlinebusiness gebraucht werden: Zoom, Canva, Calendly und was noch alles dazugehört. 8. Ich bin stolz, dass ich zuhause die Technikfee bin und PC, Drucker und Co. selbst einstelle. 9. Ich bin stolz, dass ich mir seit August 2025 ein eigenes Atelier gemietet habe. Meinen Safe Space. Die Energie dort, ich liebe sie. 10. Ich bin stolz auf meine wundervollen Freunde. Menschen, die ich jederzeit anrufen kann und die mich auffangen, wenn es mir nicht gut geht. Dass ich diese Menschen in meinem Leben habe, ist ein absolutes Geschenk. 11. Ich bin stolz auf mich, dass ich wegen meiner Autofahrangst bewusst immer wieder hinters Steuer setze und mich meiner Angst stelle. Auch wenn es noch zu selten ist. Es zählt. 12. Ich bin stolz, dass ich fast ein ganzes Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff in der Kostümabteilung gearbeitet habe, im Anschluss noch fast 9 Jahre von Land mit wundervollen Dienstreisen. Der Job war anstrengend, trotz der tollen Reiseziele, und der Seegang war manchmal wirklich übel. 13. Ich bin stolz, dass ich mich regelmäßig beruflich neu erfinde und nicht bleibe, "nur weil es vielleicht mehr Geld oder mehr Sicherheit gibt." Dass ich mich wohlfühle, hat Prio. 14. Ich bin stolz, dass alle Berufe, die ich gewählt habe, kreativ sind: Schneiderlehre, Diplom Modedesignerin (FH) und heute als Workshopleiterin für kreative Events. 15. Ich bin stolz auf mich, dass ich bei Events offen und extrovertiert auf Menschen zugehe und meine Freude und Liebe zur Kreativität auf sie übertrage. 16. Ich bin stolz auf meine Morgenroutine. Schreiben, Zeichnen, Meditieren und seit Anfang des Jahres sogar Tanzen. Sie ist mein größter Schatz und meine persönliche Notfallbox in schweren Zeiten. Ohne sie wüsste ich manchmal nicht, wohin mit mir. 17. Ich bin stolz, dass meine Mutter und ich vor Gericht gegangen sind, um Gesicht zu zeigen und Grenzen zu setzen. Wir wissen, wie schwer dieser Schritt ist, besonders für Frauen. Wir sind unendlich dankbar, dass wir gehört, gesehen und geglaubt wurden. 18. Ich bin stolz, dass ich nach jahrzehntelanger Quälerei meinen Körper lieben und schätzen gelernt habe. "Erst annehmen, dann abnehmen" war auf diesem Weg mein größtes Mantra. 19. Ich bin stolz, dass ich zu meiner Spiritualität stehe. Kartenlegen, Räuchern, Heilsteine sammeln. Ich empfinde das nicht als esoterisch, sondern als Seelenschmeichler. (Und ja: Steine sind Herdentiere. Wer hat hier keine Sammlung? :-) ) 20. Ich bin stolz, dass meine Freunde mir ihre liebsten Haustiere anvertrauen. Ich genieße die kleinen Auszeiten und vielen Kuscheleinheiten mit Kater Till und Uno, Katze Mini und dem kleinen Schnautzer Hugo. 21. Ich bin stolz darauf, dass ich mit 18 Jahren einen Wohnungsbrand überstanden habe und aus diesem Trauma halbwegs unversehrt herausgekommen bin. Es war ein einschneidendes Erlebnis, das sicher auch zu meinem großen Bedürfnis nach Sicherheit beigetragen hat. 22. Ich bin stolz auf meinen Partner, der es seit fast 15 Jahren mit mir aushält. So schlimm kann ich also nicht sein. :-) 23. Ich bin stolz, dass ich jeden Mittwoch zur Yogastunde gehe. Danke an Franzi für deinen strengen Blick, durch den du mich in die richtige Position bringst! 24. Ich bin stolz, dass ich Ayurveda nie dogmatisch angewendet, sondern die ayurvedische Lehre in mein Leben integriert habe. Generell halte ich nicht viel von Dogmatismus. 25. Ich bin stolz auf mein Design-Adlerauge. Beim Feedback geben in der The Content Society von Judith Peters durfte ich merken, dass ich einen ganz eigenen Blick für Gestaltung habe, der anderen sehr oft auch hilft. 26. Ich bin stolz, dass ich mir durch die 60/15 Arbeitsregel endlich Pausen nehme. 60 Minuten arbeiten, 15 Minuten Pause. Klingt einfach. War es lange wirklich nicht. 27. Ich bin stolz, dass ich über mehr als ein Jahr mit meiner Freundin Claudia den 5-Uhr-Club hatte und um diese Zeit auch aufgestanden bin. Heute treffen wir uns immer noch 5 × pro Woche, aber erst morgens um acht. 28. Ich bin stolz darauf, dass ich an einem Mittwoch im Februar 2021 ganz spontan meinen ersten Halbmarathon gelaufen bin. Ich hatte Angst, dass die Maskenpflicht auch für meine Joggingrunden an der Alster kommen könnte, und wollte es deshalb unbedingt noch vorher schaffen. 29. Ich bin stolz darauf, dass ich während der Pandemie mit meiner Freundin Nicole mindestens zweimal pro Woche bei Wind und Wetter um die Außenalster gejoggt bin. Ich war in dieser Zeit so fit wie nie und bin nicht einmal erkältet gewesen, während um uns herum alle verschnupft waren. 30. Ich bin stolz, dass ich über 100 Blogartikel geschrieben habe. 100. Das klingt nach einer Zahl. Aber dahinter stecken hundert Mal Hinsetzen, Hineinspüren, Ehrlichsein. 31. Ich bin stolz, dass ich mit meiner Freundin Susi den ökumenischen Pilgerweg laufe. Noch zwei Etappen, dann sind wir in Vacha am Ziel. 32. Ich bin stolz, dass ich den Mut hatte, mich ein zweites Mal selbstständig zu machen. 33. Ich bin stolz auf meine langen grauen Haare. Das war ein riesiger Weg und Prozess. Meine weiße Strähne habe ich schon seit Anfang 30, gefärbt habe ich meine Haare bereits in der Teenagerzeit. Sie rauswachsen zu lassen war eine zu der Zeit mutigsten Entscheidungen, die ich für mich getroffen habe. 34. Ich bin stolz, dass ich mir gerade, jetzt, die Zeit nehme und nochmal auf den alten Elbdeich gehe, bevor ich morgen zurück nach Leipzig fahre. Das ist kein kleines Ding. Das ist Selbstfürsorge in Echtzeit. 35. Ich bin stolz, dass durch mein Coaching zwei weitere tolle Frauen die Überprüfung als Heilpraktikerin für Psychotherapie bestanden haben und nun ebenfalls die Heilerlaubnis besitzen. Stolz und Freude pur. 36. Ich bin stolz auf meine Mini-Mes, meine selbstgezeichneten Illustrationen und Comics, die ich für Menschen und Unternehmen entwerfe. Sie machen Menschen glücklich. Und das macht mich glücklich. 37. Ich bin stolz auf mein dazu passendes Freebie, weil ich schon so oft danach gefragt wurde und es nun endlich fertig ist. 38. Ich bin stolz auf die vielen wundervollen kreativen Events, die ich in den letzten beiden Jahren gegeben habe. Jedes einzelne davon. 39. Ich bin stolz, dass ich zwei neue Künstlerinnen in Magdeburg bei ihrem allerersten Drink & Paint Event im zuckersüßen Café Vanillekind begleiten durfte. Diese Abende waren echt besonders. 40. Ich bin stolz, dass ich heute endlich wieder einen "12von12" Artikel geschrieben habe. 41. Ich bin stolz, dass ich meine Gedanken teile, mich dadurch verletzlich mache und es trotzdem tue. Und du? Worauf bist du stolz? Ich wette, du hast mehr auf deiner Liste, als du gerade denkst. Stell dir Lorenas Lieblingsfrage: "Was noch?" Dann schreib es auf. Für dich. Weil du es verdient hast, deine eigene Schatzkiste zu sehen. Wenn du Lust hast, mach doch gerne bei Lorenas Blogparade mit, oder schreib mir, was auf deiner Liste steht. Und falls du nicht genug von kreativen Impulsen, persönlichen Geschichten und ein bisschen Psychologie-Kram bekommen kannst: Jeden Donnerstag schreibe ich dir meinen Newsletter, direkt ins Postfach, ganz ohne Algorithmus. Alles Liebe – Karina 🤍
- 108 Dinge, die ich noch erleben, lernen und bewirken möchte
Mein Beitrag zur Blogparade von Marianna Sajaz 108. Nicht 100. Als ich Mariannas Einladung zur Blogparade gelesen habe, war sofort klar: Den Artikel schreibe ich. Ich kenne sie aus dem Yoga und dem Ayurveda: Auf einer Mala, einer Gebetskette, reihen sich genau 108 Perlen aneinander, eine nach der anderen. Und die 8? Dreht man sie auf die Seite, wird sie zum Zeichen für Unendlichkeit. ∞ Das passt perfekt zu einer Liste, die eigentlich nie fertig wird. Ich liebe Listen. To-do-Listen begleiten mich täglich, auch wenn ich sie gerne kleiner werden sähe. Vier Mal im Jahr schreibe ich To-Want-Listen für mein nächstes Quartal. Mit meinen Mini-Mes zeichne ich sie monatlich ins Skizzenbuch. Meine kreative Bingokarte begleitet mich durchs Jahr. Und Bucketlisten? Die lese und schreibe ich mit echter Begeisterung. Diese hier ist alles auf einmal: Bucketliste, Wunschzettel, Liebesbrief ans Leben. Die Parade ist offiziell schon vorbei. Aber wer schreibt Wünsche nach Ablaufdatum? Ich nicht :-) Was ist eine Bucketliste? Eine Bucketliste ist eine persönliche Sammlung von Dingen, die man im Laufe seines Lebens noch erleben, lernen oder bewirken möchte. Kein Pflichtprogramm, kein Muss. Nur das, was einem wirklich am Herzen liegt. Der Begriff stammt aus dem Englischen und steht für die Dinge, die man getan haben möchte, bevor das Leben endet. Für mich ist eine Bucketliste kein Zeichen von Vergänglichkeit, sondern eine Einladung: Was wäre wirklich wichtig? Meine Reiseroute: 7 Stationen, 108 Wünsche Ich möchte erleben (1–23) Ich möchte lernen (24–35) Ich möchte wachsen (36–53) Ich möchte kreieren (54–68) Ich möchte bewirken (69–80) Ich möchte verbinden (81–92) Ich möchte sein (93–108) Ich möchte erleben Die schwedischen Schären entdecken, in einer Hütte mit eigener Sauna übernachten und ein Böötchen fahren. (Der Gedanke allein macht mich glücklich.) Mit dem Fahrrad den Elberadweg von Dresden nach Hamburg radeln. Mit meiner Mom in den Urlaub fahren. 2023 haben wir eine Raddampferfahrt auf der Elbe gemacht. Ich hatte ganz viel Arbeit im Gepäck. (Brauchte ich nicht :-) Skandinavien mit dem Wohnwagen bereisen. Den Jakobsweg nach Santiago de Compostela laufen, bis ans Meer und hoffentlich mit meiner Freundin Susi. Wir pilgern bereits gemeinsam die Via Regia. Ein Schritt vor dem anderen, zusammen. New York erleben. Nochmal auf Bali in einem Infinity-Pool schwimmen. Mit Rico und meiner Mom eine Kreuzfahrt machen, diesmal als Gäste. Ich durfte 10 Jahre für ein Kreuzfahrtunternehmen arbeiten. Jetzt möchte ich das Meer mal von der anderen Seite des Geländers genießen. :-) Die Orte in Italien nochmal besuchen. Drei Jahre habe ich für eine italienische Firma gearbeitet, diese Orte gehören zu meiner Geschichte. In Japan Umami in seiner reinsten Form probieren. Die Blauen Zonen der Welt besuchen, die Orte, an denen Menschen am glücklichsten alt werden. (Seitdem ich über Ikigai schreibe, lässt mich das nicht los.) Ein Yoga-Retreat in Spanien mitmachen. Eine Faultierfarm besuchen. (Ich weiß, ich weiß.) Vor einem riesigen Wasserfall mit Regenbogen stehen und ganz ehrfürchtig schweigen. Nochmal Polarlichter sehen. Den Sommer wie als Kind draußen verbringen. Wir waren Dauercamper. Natur, Lagerfeuer, Zeit, dieses Gefühl vermisse ich. Von der Natur aus arbeiten. Zeichnen, schreiben, einfach sein. Bei den Tanzabenden am Kanal in Leipzig mitmachen. An lauen Sommerabenden, mit anderen Menschen, einfach tanzen. Mit meinen Robbie-Mädels Anja und Jacqueline bei einem Robbie Williams-Konzert dabei sein und LAUT mitsingen. Eine riesige Party mit all meinen Freunden feiern und dabei so richtig wild tanzen. ✔ Als Wiederholungstäterin immer wieder Keramik bemalen, auch wenn Rico sagt: "Wir haben schon genug Tassen." :-) Die Nacht der Kunst in Leipzig besuchen und irgendwann, wenn die Zeit reif ist, selbst ausstellen. Die Grünau-Plattenbau-Ausstellung besuchen. Ich bin in Leipzig-Grünau aufgewachsen. Das ist kein Museum für mich. Das ist Erinnerung. Ich möchte lernen Digital zeichnen lernen, so leicht und fließend wie mit Stift und Papier. Einen Acrylmalkurs mit Neonfarben bei der Münchener Künstlerin Jessica Eichinger belegen. Dabei eine eigene Leinwand von Grund auf bauen. Tarotkarten legen lernen. Ich schaue schon regelmäßig nach Workshops. Jahreszeitenkreise kennenlernen und feiern. Einen Frauenkreis in Leipzig besuchen. Die Freude am Lernen niemals verlieren. Niemals. Mich über Finanzen bilden. Passives Einkommen, finanzielle Selbstständigkeit, das Thema gehört unbedingt dazu. Täglich irgendetwas Neues lernen, auch wenn es der Name einer Pflanze ist. "Der Weg des Künstlers 2" (Spirituelle Führung auf dem Weg des Künstlers von Julia Cameron) zu Ende lesen. Es schaut mich schon eine Weile fragend an. Die RUSU, der 12-wöchentliche Onlinekurs "Rise Up & Shine Uni" von Laura Malina Seiler abschließen. Das Morgen-Ritual aus der RUSU so lange wie möglich beibehalten: meditieren, tanzen, mit einem riesigen Grinsen in den Tag starten. Ich möchte wachsen Mir selbst weniger im Weg stehen. Das mache ich leider aktuell noch ziemlich oft. Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken lernen, klar, direkt, ohne Umwege. Ich glaube, das würde einige Konflikte in meinem Leben gar nicht erst entstehen lassen. Veränderungen als Prozess annehmen. Sie gehören zum Leben. Es geht nicht ohne sie. Schnellere Entscheidungen treffen. Alte Entscheidungen loslassen, wenn sie nicht mehr passen. (Klappt nicht, ok, next.) Einmal im Monat mutig sein, ganz bewusst. Den Mutmuskel trainieren. Vielleicht wieder als kleine Monats-Challenge mit meiner Freundin Jacqueline. Die Autofahrangst überwinden und einfach losfahren, wie früher. Ganz selbstverständlich, angstfrei. Mich leicht fühlen, vom Kopf, nicht vom Gewicht. Weniger sorgen. Weniger PerFUCKtionismus. Mehr Meer erleben. Die Frage "Was würde die Liebe tun?" öfter beantworten und danach handeln. Neugierig bleiben. Jeden Tag. Mit offenen Augen durchs Leben gehen und die kleinen Wunder dieser schönen Erde bestaunen. Mit offenem Herzen ebenso. Nichts als selbstverständlich nehmen. Alte Geschichten, die ich mir über mich selbst erzähle, loslassen. Platz für neue Erfahrungen machen. Ich möchte kreieren Ein Kinderbuch illustrieren. Eigene Mini-Me-Produkte entwickeln. Es wird Zeit. Anderen zeigen, wie sie IHR Mini-Me zeichnen können, weil Bilder manchmal sagen, was Worte nicht schaffen. ATC-Karten kreieren. ATC sind "Artist Trading Cards", die nur 6,4 x 8,9 cm klein und handgemacht sind, mit ganz ganz viel Herz. Die kreative Bingokarte Feld für Feld ausfüllen. Die Keramikrohlinge vom Lieblingswerk endlich bemalen. Sie warten seit Weihnachten. 12 von 12 schreiben. Zwölf ehrliche Bilder am zwölften. Artcollab-Bilder mit Neon-Markern. Mein Mini-Me alle Gefühle zeigen lassen. Alle. Ein Sommer-Picknick mit kreativer Mustermalerei im Clara-Park leiten. Aquarell-Workshops geben, während ich selbst noch so viel über die Technik lerne. Meine 3 Morgenseiten täglich schreiben. Das visuelle Tagebuch mit meinen Mini-Mes als tägliche Praxis behalten. Das Aufschieberitis-Glas befüllen und jede Woche eine Aufgabe daraus erledigen. Langsam, aber stetig. Wie sage ich immer so schön: Schritt für Schritt. Den MoRüBli jeden Monat schreiben. Ich mag die Bloggertradition sehr, hab mir in den letzten Monaten jedoch keine Zeit dafür genommen. Ich möchte bewirken Über mentale Gesundheit aufklären, ehrlich, ohne Angst, mit dem Hashtag #entthestigma. Menschen berühren und zum Strahlen bringen. Menschen zum Nachdenken anregen, damit sie ihren eigenen Weg finden. Dass Menschen sich trauen, über Scham zu sprechen, so wie ich es mir auch trauen möchte. Kunst und Kakao: Frauenkreise mit Kartenlegung, Kakaozeremonie und intuitivem Malen selbst erleben. Meine Vision Kunst und Kakao selbst geben. Für meine Mini-Mes bekannt sein, immer in Verbindung mit mentaler Gesundheit. Mit meinem Newsletter "Donnerstags bei dir ankommen" viele Menschen erreichen. Blogartikel schreiben, die in Erinnerung bleiben. Mich für Menschen- und Tierrechte einsetzen. Meine Webseite so weiterentwickeln, dass sie zeigt, wer ich wirklich bin. (Kreativkurse in den Mittelpunkt. Ayurveda-Coaching raus.) Mit Menschen über ihre Geschichten sprechen und ihnen wirklich zuhören. Ich möchte verbinden Mit meinem Partner Rico ein schönes, ehrliches und entspanntes Leben leben. Mit Rico zusammen alt werden. Meiner Mom etwas zurückgeben, für alles, was sie mir ermöglicht hat. In welcher Form auch immer. Danke, Mom. Für ALLES. Mit Rico mindestens einmal im Jahr Urlaub machen, ganz ohne Laptop, ganz ohne Arbeit. Noch viele Jahre auf meine Lieblingskater Till und Uno aufpassen 🤍. Auf Katze Mini aufpassen, auch wenn sie mir gerade mit ihren Mäusen als "Geschenk" den letzten Nerv raubt. Seerunden mit Anja und Jacqueline um den Kulki. Das ist kein Sport. Das ist Therapie, Freundschaft und das Beste, was zwei Stunden sein können. Mit Freunden lachen, bis der Bauch wehtut. Freundschaften pflegen, die trotz Distanz halten. (Hallo, MMC-Gang, Nicola, Susi, Mel, Vivi, ...) Mit meiner Hamburger Zeit in Verbindung bleiben, mit den Menschen, nicht nur mit der Erinnerung. Draußen und mit der Natur verbunden sein. Dort meditieren, atmen, lauschen, entdecken, staunen. Mit meinen Menschen das Leben teilen, nicht nur die schönen Seiten. Ich möchte sein In einem eigenen Tinyhäuschen in der Natur sein, mit Ruhe, Zeit und Raum für mein kreatives Sein und Tun. Beruflich immer das tun, was ich liebe und worauf ich Lust habe. Noch einen Halbmarathon laufen. Früh morgens mit meiner Freundin Caro schwimmen gehen, während die Stadt noch schläft. Sauna. Endlich. Und regelmäßig. Täglich tanzen, lachen, schreiben. Weniger Social Media. Mehr Me-Time. Mehr Raum für das, was wirklich zählt: für mich und mein Business. Den Stift nie aus der Hand legen. Nie aufhören, mein Leben als Geschenk zu sehen. Mich selbst als Wunder sehen, immer. Den Frieden finden, der nicht von außen kommt. Immer wissen, wo ich dazugehöre: zu meinen Menschen, meinen süßen Pflegetieren, der Natur. Irgendwann ganz friedlich, voller Dankbarkeit und mit einem Lächeln von dieser Welt gehen. Und wissen: Das war ein schönes Leben. Jeden Tag wählen, dem Leben gegenüber offen zu bleiben. Das nächste Abenteuer planen, das eine, von dem ich heute noch nicht weiß, wie es heißt. So viele "Ich möchte". Und die wenigsten enden mit finanzieller Sicherheit. Verrückt! Ich möchte ein entspanntes Leben, in dem ich lernen, wachsen, ich sein kann. In Verbindung mit meinen Menschen, meinen Tieren und der Natur. Das ist meine 108. Das ist mein ∞. Danke, liebe Marianna, für diesen schönen Impuls. Manchmal brauche ich eine Einladung, um mir wirklich die Zeit zu nehmen und zu fragen, was ich im Leben möchte. Was steht auf deiner Liste? Alles Liebe – Karina 🤍 Ein Auszug aus meinem visuellen Tagebuch mit meiner Mai 2026-Bucketliste.
- Was sind Morgenseiten? Meine ehrliche Erfahrung mit der Methode von Julia Cameron
Drei Seiten. Jeden Morgen. Von Hand. Das war mein erster Gedanke, als ich im Zug von Hamburg nach Leipzig saß und die ersten Seiten von "Der Weg des Künstlers*" las: Wie soll das gehen? Was soll ich da schreiben? Und warum ausgerechnet drei Seiten? Ich hatte das Buch kurz zuvor in einer kleinen Buchhandlung in der Marktstraße gefunden, nahe der U-Bahn-Station Feldstraße. Mit meiner Freundin Vivi war ich durch Hamburg geschlendert, und es lag da, als hätte es auf mich gewartet. Am 17. Juni 2024 schrieb ich meine ersten Morgenseiten. Was danach passierte, hat mich selbst überrascht. Das Wichtigste in Kürze Was sind Morgenseiten? Drei handgeschriebene Seiten, die du jeden Morgen als erstes schreibst, unzensiert, ohne Struktur, ohne Bewertung. Die Methode stammt von Julia Cameron aus ihrem Buch "Der Weg des Künstlers" (1992). Wer hat Morgenseiten erfunden? Julia Cameron, US-amerikanische Autorin, Künstlerin und Kreativ-Coach. Was bringen Morgenseiten? Sie sortieren Gedanken, bauen Stress ab, räumen mentalen Nebel weg und öffnen den Weg zur eigenen Kreativität. Wie lange dauern Morgenseiten? Je nach Schreibtempo 20-40 Minuten. Darf ich Morgenseiten tippen? Julia Cameron empfiehlt ausdrücklich Handschrift. Der Stift auf dem Papier hat eine andere Wirkung als die Tastatur. Inhaltsverzeichnis Was sind Morgenseiten, und warum klingen sie so simpel? Woher kommen Morgenseiten? Julia Cameron und "Der Weg des Künstlers" Warum genau 3 Seiten? Steckt da ein System dahinter? Was ist der Unterschied zwischen Morgenseiten und einem Journal? Meine ehrliche Erfahrung: Was Morgenseiten mit mir gemacht haben Was können Morgenseiten für dich tun? FAQ: Häufige Fragen zu Morgenseiten Was sind Morgenseiten, und warum klingen sie so simpel? Morgenseiten sind drei handgeschriebene Seiten, die du jeden Morgen schreibst. Direkt nach dem Aufstehen, bevor der Tag dich einholt. Keine Struktur, keine Vorgaben, keine Bewertung. Sozusagen direkt vom Kopf aufs Blatt. Julia Cameron beschreibt es so: "Damit Sie Ihre Kreativität fördern können, müssen Sie sie zunächst einmal finden. Um dieses Ziel zu erreichen, bitte ich Sie, ein auf den ersten Blick sinnloses Verfahren anzuwenden: das Schreiben der Morgenseiten." Julia Cameron, Der Weg des Künstlers Sinnlos. Sie sagt es selbst. Und trotzdem hat diese Methode seit 1992 unfassbar vielen Menschen geholfen: Künstlerinnen, Führungskräften, Menschen in Krisen, Menschen, die einfach wieder zu sich selbst finden wollten. Der Kern ist simpel: Du schreibst. Alles. Was in deinem Kopf ist. Unzensiert. Drei Seiten voll. Woher kommen Morgenseiten? Julia Cameron und "Der Weg des Künstlers" Morgenseiten stammen aus dem Buch "Der Weg des Künstlers - Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität" von Julia Cameron, erschienen 1992. Das Herzstück des Buches: ein Zwölf-Wochen-Programm mit zwei Werkzeugen. Jeden Morgen drei handgeschriebene Seiten, die Morgenseiten. Und einmal pro Woche ein Kreativtreff mit dir selbst, etwas, das nur dir gehört. Kein klassischer Ratgeber. Kein "5 Tipps für mehr Kreativität". Eher ein Begleiter, der ganz zart fragt: Was wolltest du eigentlich schon immer tun? Ich beschreibe es gerne als meine kreative Bibel. In meinem Artikel "Der Weg des Künstlers: Wie Morgenseiten meine Mini-Mes in die Welt brachten" erfährst du mehr :-) Warum genau 3 Seiten? Steckt da ein System dahinter? Ja. Und nein. Julia Cameron empfiehlt drei Seiten, weil die ersten anderthalb Seiten meistens "Oberflächen-Gedanken" sind. Der Einkaufszettel, die E-Mail, die du noch schreiben solltest, das Gespräch von gestern, das dich noch beschäftigt. Erst danach, wenn der Kopf sich leer geschrieben hat, kommen die ehrlichen Sätze. Die, die du dir selbst eigentlich nicht sagen wolltest. Die, die wichtig sind. Drei Seiten sind genug, um wirklich anzukommen. Und nicht so viel, dass es sich wie eine Aufgabe anfühlt. Dazu gibt es eine konkrete Notlösung für Tage, an denen dir gar nichts einfällt: Schreib dasselbe Wort, bis die drei Seiten voll sind. Klingt absurd. Funktioniert. Was ist der Unterschied zwischen Morgenseiten und einem Journal? Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Und es ist ein echter Unterschied. Strukturierte Journale wie das 6-Minuten-Tagebuch oder das Higher-Self-Journal von Laura Malina Seiler arbeiten mit vorgegebenen Fragen und Prompts. "Wofür bin ich heute dankbar?" "Was möchte ich heute erreichen?" Diese Struktur ist hilfreich, wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst. Sie gibt dir Halt. Ein Eintrag in mein 6-Minuten-Tagebuch vom 11. Oktober 2023, dem Tag meiner schriftlichen Überprüfung zum HPPsych. Morgenseiten haben keine Fragen. Keine Vorgaben. Keinen Halt. Das ist genau der Punkt. Du schreibst, was ist. Nicht, was sein sollte. Nicht, was sich gut anhört. Sondern das echte, ungeordnete, manchmal chaotische Innere. Ich nutze beide. Das eine ergänzt das andere. Aber sie fühlen sich grundverschieden an. Morgenseiten Strukturiertes Journal Vorgaben Keine Ja, Prompts und Fragen Länge 3 Seiten Meist 1-2 Seiten Wann Morgens, als erstes Flexibel Ziel Gedanken rauslassen, Klarheit Reflexion, Dankbarkeit, Ziele Format Fließtext, unzensiert Antworten auf Fragen Meine ehrliche Erfahrung: Was Morgenseiten mit mir gemacht haben Als Kind habe ich Tagebuch geschrieben. Das Cover war niedlich, irgendetwas mit Blumen, rosa, mit einem kleinen silbernen Schloss und einem dazugehörigen Schlüssel. Ich habe es nie zu Ende geschrieben. Ein paar Zeilen, dann verlor ich die Lust. Wiedergefunden, gleiche Geschichte. Ich dachte, ich bin einfach kein Tagebuch-Mensch. Dann kam "Der Weg des Künstlers". Und etwas war anders. Ich glaube, es war das Fehlen jeder Erwartung. Kein Schloss, das ich aufmachen musste. Kein leeres weißes Buch, das auf etwas Bedeutsames wartete. Nur drei Seiten. Täglich. Fertig. Am 17. Juni 2024 schrieb ich die ersten Zeilen: "Meine ersten Morgenseiten! 17.06.2024. Ich habe gerade dieses schöne Notizbuch entdeckt. Ich hab es vor fast zwei Jahren, an meinem Geburtstag, von Andrea geschenkt bekommen. Wir haben uns zum Frühstück in Altona getroffen. Lange stand es neben meinen anderen Notizbüchern. Ich nehme es aus dem Schrank und die Überschrift auf dem Cover: everyday adventures." Karina Röpcke, erste Morgenseiten, 17. Juni 2024 Passt, dachte ich. Was dann folgte: Ich schrieb täglich. Mal drei Seiten voller Gedanken, mal eine halbe Seite To-do-Liste (ja, das mache ich leider immernoch). Ich stellte mir Fragen, die ich mir sonst nie gestellt hätte. Ich fing an, meine Gefühle zu benennen, nicht nur meine Gedanken. Ich fragte mich, wo ich Emotionen in meinem Körper spüre. Das Gefühl des "Getrieben-seins" am Morgen, dieses innere Unruhe-Kribbeln, das mich manchmal schon beim Aufwachen erwischte? Es verschwand. Als meine Mutter im Sommer 2024 ins Krankenhaus musste und die Tage schwerer wurden, als die Worte es konnten, wusste ich: Ich brauche die Seiten. "Angst ist das, was einen Künstler blockiert. Die Morgenseiten räumen die Angst beiseite." Julia Cameron, Der Weg des Künstlers Sie hatten recht. Und noch etwas passierte: Aus meinen Seiten tauchten Figuren auf. Kleine, strichmännchenartige Gestalten, die meine Gedanken zeichnerisch festhielten. Daraus wurden meine Mini-Mes, meine selbstgezeichneten Figuren, die heute in meinen Blogartikeln aufklären, Gefühle ausdrücken und mein Erlebtes festhalten. Morgenseiten haben meine Mini-Mes in die Welt gebracht. Das hätte ich nie gedacht. Mein Mini-Me aus meinem visuellen Tagebuch. Was können Morgenseiten für dich tun? Du musst keine Krise haben, um mit Morgenseiten anzufangen. Du musst auch keine Künstlerin sein. Julia Cameron hat diese Methode für alle entwickelt, die das Gefühl haben, dass da noch etwas in ihnen steckt, das raus möchte. Morgenseiten können dir helfen, wenn du: morgens mit einem vollen Kopf aufwachst und nicht weißt, wo du anfangen sollst das Gefühl hast, getrieben zu sein, ohne Pause, ohne Klarheit kreativ sein möchtest, aber nicht weißt wie oder wo Gedanken und Gefühle trennen möchtest einfach einen Ort brauchst, der nur dir gehört Sie sind kein Wundermittel. Manche Tage fühlen sich leer an. Manche Seiten lesen sich später wie eine Einkaufsliste. Das ist völlig in Ordnung. Aber über Wochen und Monate entsteht etwas. Eine ehrlichere Beziehung zu dir selbst. FAQ: Häufige Fragen zu Morgenseiten Muss ich jeden Tag Morgenseiten schreiben? Julia Cameron empfiehlt es täglich, ohne Ausnahme. In der Praxis gilt: Dranbleiben ist wichtiger als Perfektion. Wenn du einen Tag aussetzt, fang am nächsten einfach wieder an. Was schreibe ich, wenn mir nichts einfällt? Schreib genau das: "Mir fällt nichts ein." Oder schreib dasselbe Wort immer wieder, bis die Seiten voll sind. Der Punkt ist, die Hand zu bewegen und den Kopf zu leeren, nicht literarische Meisterwerke zu produzieren. Darf ich meine Morgenseiten jemals lesen? Julia Cameron empfiehlt, die ersten acht Wochen nicht zurückzublättern. Die Morgenseiten sind zum Rauslassen da, nicht zum Analysieren. Ich halte mich meistens daran. :-) Wie viel Zeit brauche ich für Morgenseiten? Je nach Schreibtempo 20-40 Minuten. Ich schreibe nach meinem Yoga-Call, mit einer kleinen Kerze auf dem Schreibtisch. Können Morgenseiten als Therapieersatz dienen? Nein. Morgenseiten sind ein kreatives Werkzeug, keine therapeutische Methode. Bei ernsteren psychischen Belastungen empfehle ich professionelle Unterstützung, und behalte die Morgenseiten als Ergänzung. Was brauche ich, um mit Morgenseiten zu starten? Ein Notizbuch, einen Stift, drei Seiten Zeit. Das war's. Vielleicht liest du das gerade und denkst: Drei Seiten? Jeden Morgen? Was soll ich da nur schreiben? Ich habe genau das gedacht. Dann griff ich trotzdem zum Stift. Und mache es bis auf wenige Ausnahmen noch heute. Wenn du Lust bekommen hast, dein kreatives Inneres ein bisschen mehr zu erkunden, schau dir gerne mein kostenloses Starter-Kit an. Es ist kein Kurs über Morgenseiten, aber ein erster Schritt in deine eigene kreative Praxis: dein erstes Mini-Me zeichnen. Du zahlst keinen Euro dafür, nur deine E-Mail-Adresse. Dafür bekommst du von mir jeden Donnerstag ein bisschen von mir in dein Postfach. :-) [ZUM STARTER-KIT 🤍] Und wenn du magst, begleite mich jeden Donnerstag per Newsletter. Dort schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das Leben als Künstlerin in Leipzig. Alles Liebe – Karina 🤍 *unbezahlte Werbung für alle Bucherwähnungen
- Der Weg des Künstlers: Wie Morgenseiten meine Mini-Mes in die Welt brachten
Mein Beitrag zu Melanies Blogparade „Welches Buch hat dein Leben verändert?" Mein absolutes Lieblingsbuch. Meine kreative Bibel. So habe ich Der Weg des Künstlers von Julia Cameron schon einmal beschrieben, in einem Artikel über drei Bücher, die mein Leben auf den Kopf gestellt haben. Und trotzdem hätte ich damals nicht ahnen können, wie tief dieses Buch noch in mein Leben eintauchen würde. Es stand ewig auf meiner Kaufliste. Ich schob es vor mir her und fand es schließlich in einer kleinen Buchhandlung in Hamburg. Dann kam eine Affirmation aus Woche 1 des Buches, die mich anfangs fast abgestoßen hat: „Meine Kreativität heilt mich selbst und andere." Puh. Wie übergriffig, dachte ich. Wie groß das klingt. Wie weit weg von mir. Heute ist genau dieser Satz mein Motto für 2026 und der am meisten notierte in meinen Morgenseiten (drei handgeschriebene Seiten, die ich jeden Morgen schreibe). Aus diesen Seiten wurden Zeichnungen. Aus den Zeichnungen wurden Mini-Mes, meine selbstgezeichneten Figuren, die meine Gefühle ausdrücken, mein Erlebtes festhalten und in meinen Blogartikeln über mentale Gesundheit aufklären. Wie das passiert ist? Das erzähle ich dir hier. Der Weg des Künstlers Der Weg des Künstlers von Julia Cameron ist 1992 erschienen und hat seitdem unfassbar vielen Menschen geholfen, ihre Kreativität wiederzufinden. Oder zum ersten Mal wirklich zu leben. Das Herzstück: zwölf Wochen, zwei Übungen. Jeden Morgen drei handgeschriebene Seiten, die sogenannten Morgenseiten. Und einmal pro Woche ein Kreativtreff mit dir selbst, etwas, das nur dir gehört. Kein Ratgeber im klassischen Sinne. Kein „5 Tipps für mehr Kreativität". Eher ein schöner Begleiter, der dich sanft anschubst und fragt: Was wolltest du eigentlich schon immer tun? Inhaltsverzeichnis Ein Buch, das nicht locker ließ: meine erste richtige Begegnung mit Der Weg des Künstlers Meine Erfahrung mit den Morgenseiten: Drei Seiten? Jeden Morgen? Wirklich? Meine erste Sketchnote und der Prototyp meiner Mini-Mes Als Zeichnen Therapie wurde: der Sommer, als meine Mom ins Krankenhaus musste Aus Strichmännchen wurden Mini-Mes Dein eigener Weg des Künstlers beginnt vielleicht hier Ein Buch, das nicht locker ließ: meine erste richtige Begegnung mit Der Weg des Künstlers Es stand schon lange auf meiner Kaufliste. Immer wieder ploppte es auf meinem Handy auf, wurde empfohlen, tauchte in Bücherschränken auf. Ich sah es, klickte weiter, legte es weg. „Irgendwann", dachte ich. „Wenn die Zeit passt." Dann war ich bei meiner Freundin Vivi in Hamburg zu Besuch. Wir schlenderten durch die Marktstraße, über den kleinen Platz gegenüber der U-Bahn-Station Feldstraße, und standen plötzlich vor einer kleinen Buchhandlung. „Komm, lass uns reingehen", sagte ich. Ich liebe es, Bücher zu kaufen, wenn ich auf Reisen bin. Es fühlt sich an wie ein kleines Souvenir für den Kopf. Ich steuerte direkt auf die Spiri-Abteilung zu, strich mit dem Finger über die Buchrücken und blieb stehen. Da war es: Der Weg des Künstlers von Julia Cameron. Diesmal musste ich es einfach kaufen. Ich arbeitete selbst gerade an einem Coachingprogramm, bei dem es darum ging, Menschen wieder mit ihrer eigenen Kreativität zu verbinden. Das Buch lag da, als hätte es auf mich gewartet. Ich kaufte es. Und bereits im Zug zurück nach Leipzig las ich die ersten Seiten. Dass es sich um ein Zwölf-Wochen-Programm handelte, wurde mir erst da so richtig bewusst. Meine Erfahrung mit den Morgenseiten: Drei Seiten? Jeden Morgen? Wirklich? „Damit Sie Ihre Kreativität fördern können, müssen Sie sie zunächst einmal finden. Um dieses Ziel zu erreichen, bitte ich Sie, ein auf den ersten Blick sinnloses Verfahren anzuwenden: das Schreiben der Morgenseiten." Julia Cameron, Der Weg des Künstlers „Drei Seiten? Jeden Morgen? Was soll ich da nur erzählen?" Das war mein erster Gedanke. Und trotzdem griff ich zum Stift. Am 17. Juni 2024 legte ich los. Oben auf der Seite stand: „Meine ersten Morgenseiten! 17.06.2024. Ich habe gerade dieses schöne Notizbuch entdeckt. Ich hab es vor fast zwei Jahren, an meinem Geburtstag, von Andrea geschenkt bekommen. Wir haben uns zum Frühstück in Altona getroffen. Lange stand es neben meinen anderen Notizbüchern, die teilweise beschrieben und teilweise noch neu sind. Ich nehme es aus dem Schrank und die Überschrift auf dem Cover: everyday adventures." Passt, dachte ich. Und am Ende schrieb ich: „Geschafft! Meine ersten drei Morgenseiten, jippie ... der wichtigste Schritt ist getan :-) Bis morgen!" Das Buch fordert dreierlei: drei Seiten von Hand schreiben, und zwar jeden Morgen, einmal pro Woche einen Kreativtreff mit sich selbst einplanen, und sich auf die zwölf Wochen einlassen. Ich hab's getan. Meine erste Sketchnote und der Prototyp meiner Mini-Mes Genau einen Monat später beantwortete ich eine Aufgabe aus dem Buch. Die Anweisung lautete: „Führen Sie, in der Reihenfolge von wichtig bis gering oder umgekehrt, zehn Veränderungen auf, die Sie gerne vornehmen würden. Beginnen Sie dabei folgendermaßen: Ich würde gerne ..." Meine Nummer 9: Ich würde gerne mehr zeichnen. Meine Nummer 10: Das mache ich heute Abend. Und dahinter zeichnete ich direkt ein kleines Blatt Papier mit der Aufschrift: „To Do: Heute abend zeichnen." Gezeichnet hatte ich ja schon immer, also ab dem Zeitpunkt, als ich als Knirps einen Stift halten konnte. Aber das war meine erste Sketchnote. Dabei half mir ein kleiner Zufall: Im Notizbuch lag noch ein A5-Blatt mit Sketchnote-Zeichnungen, eine Vorlage, die ich längst vergessen hatte. Genau das wurde meine Inspiration. Strichmännchenartig, ganz einfach und ehrlich. Und wenn ich heute zurückschaue: praktisch der Prototyp meiner Mini-Mes, entstanden durch eine einzige Buchaufgabe. Es folgten kleine About Today-Zeichnungen: mein Partner und ich beim Shoppen, beim Reisen mit der Deutschen Bahn, ich beim Bloggen. Klein und spontan, aber sie hielten meinen Alltag fest wie ein visuelles Tagebuch. Drei Kurse auf Domestika (einer Online-Kreativplattform mit Fokus auf Design, Illustration und Handwerk), die ich in dieser Zeit buchte, taten ihr Übriges und brachten meine Mini-Mes zum Leben. Als Zeichnen Therapie wurde: der Sommer, als meine Mom ins Krankenhaus musste Meine Mom hatte eine Routine-OP. Alles sollte unkompliziert laufen. Mein Partner holte sie aus der Klinik ab, sie sollte ein paar Tage bei uns übernachten, einfach zur Sicherheit nach der Narkose. Es war unfassbar heiß draußen. Sie schlief viel, aß fast nichts, trank wenig. Ich schrieb in mein Tagebuch, wie aufgewühlt ich war. Sie war schwach, blass, schweißnass, kraftlos. Als ich sie bat, ein paar Treppenstufen mit mir zu laufen, konnte sie es kaum. Mein Partner Rico half mir, sie zurück ins Bett zu bringen. Ich rief in der Klinik an. Letztendlich fuhren wir in die Notaufnahme. Nach stundenlangen Untersuchungen trat die Ärztin zu mir auf den Krankenhausflur. "Malignom in der Lunge", sagte sie. Und irgendetwas mit Raumforderung. Ich stieg zu meinem Partner ins Auto, googlte Malignom und war geschockt. Das hatte sie mir gesagt? Auf dem Flur einer Notaufnahme? Die Luft war schwer, wie die Diagnose, die im Raum stand. Was mir in dieser schweren Zeit half: meine Morgenseiten. Und das Zeichnen. Ich zeichnete unsere Besuche in der Klinik. Wie ich den Garten meiner Mom goss, während sie nicht konnte. Die verstörenden Gespräche, in denen sie anfing, meinem Partner und mir den Garten schmackhaft zu machen, als ob sie... nein. Das zeichnete ich auch. Und das Gespräch, in dem ich durch "Zufall" erfuhr, dass es sich zum Glück „nur" um eine Lungenentzündung handelte. Diese kleinen Strichmännchen hielten meine Gedanken fest. Ließen meine Befürchtungen raus. Gaben meiner Angst einen Ort. „Angst ist das, was einen Künstler blockiert. Die Morgenseiten räumen die Angst beiseite." Julia Cameron, Der Weg des Künstlers Ich brauchte die Bilder, um zu verarbeiten. Warum mir das Schreiben allein nicht gereicht hat? Ich weiß es nicht genau. Was ich weiß: Zeichnen war für mich, seit ich denken kann, so etwas wie Beruhigung. Etwas, das ich konnte. Etwas, das immer verfügbar war. Ich brauchte nur einen Stift und Papier. Und in diesem Sommer brauchte ich es mehr als jemals zuvor. Aus Strichmännchen wurden Mini-Mes Heute trenne ich meine Seiten. Ich habe mein Texttagebuch, dass sich manchmal eher anfüllt, wie eine endlos-lange To-Do-Liste, in dem an manchen Tagen drei Seiten mit Gedanken gefüllt sind und an anderen weniger. Und ich habe ein visuelles, kreatives Tagebuch, in dem meine Mini-Mes leben. Sie haben sich weiterentwickelt, diese kleinen Figuren. Optisch, aber vorallem in dem, was sie ausdrücken. Ich zeichne immernoch About the Day-Zeichnungen. Ich zeichne Monatsbucketlisten mit Dingen, die ich unbedingt erleben möchte. Ich zeichne meine Gefühle, wenn alles zu viel wird. Und ich zeichne Mini-Mes, die in meinen Blogartikeln aufklären: zum Beispiel darüber, was Skin-Picking ist oder zum Thema Angst. Eine Buchaufgabe. Zehn kleine Veränderungen. Nummer 9: Ich würde gerne mehr zeichnen. Daraus wurden meine Mini-Mes. Manchmal braucht es nur einen einzigen Satz, den man aufschreibt, um etwas in Bewegung zu bringen. Und manchmal braucht es ein Buch, das einen daran erinnert, dass Kreativität kein Luxus ist, sondern ein Weg nach Hause zu sich selbst. Der Weg des Künstlers hat mir diesen Weg gezeigt und ich darf ihn bis heute gehen. Texttagebuch / Morgenseiten Mein visuelles Tagebuch / Mini-Mes Format 3 handgeschriebene Seiten Zeichnungen, Illustrationen, Mini-Mes Wann Täglich, morgens Wenn Worte einfach nicht reichen Was drin steckt Gedanken, Gefühle, Alltag, alles was raus muss About the Day, Monatsbucketlisten, Gefühle wenn alles zu viel wird, Aufklärung zu mentaler Gesundheit Werkzeug Stift und Notizbuch Stift, Papier, Fineliner Funktion Loslassen, Klarheit gewinnen, verarbeiten Verarbeiten durch Bild, ausdrücken und mit dir teilen Dein eigener Weg des Künstlers beginnt vielleicht hier Mittlerweile gibt es auch die Fortsetzung: Spirituelle Führung auf dem Weg des Künstlers von Julia Cameron. Darin kommt neben den Morgenseiten, dem Kreativtreff und den ebenfalls im ersten Buch empfohlenen Spaziergängen noch eine vierte Säule hinzu: die Bitte, geleitet zu werden. Ich bin noch nicht ganz durch mit dem diesmal 6- statt 12-Wochen-Programm. Egal, was jetzt noch kommt: Das erste Buch hat sein Versprechen mehr als gehalten. Und nicht nur das, es hat meine kleinen Mini-Mes in die Welt gebracht. Mit denen an meiner Seite kann mich nichts mehr so schnell umhauen. Und vielleicht liest du das hier und denkst: „Ich möchte das auch. Ich brauche auch so kleine Superhelden um mich herum, mit denen ich meine Welt gestalten kann." Dann ist mein Freebie „Zeichne dein erstes Mini-Me" vielleicht genau das Richtige für dich. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du deine eigene kleine Figur aufs Papier bringst, ganz ohne Vorkenntnisse, ganz ohne Perfektion. Der Weg des Künstlers ist meine absolute Herzensempfehlung. Wenn du spürst, dass da etwas in dir ist, das raus möchte, hol es dir. Du wirst staunen, was ein Stift, ein Notizbuch und drei Seiten am Morgen in Bewegung bringen können. Und wenn du danach Lust hast, dein eigenes Mini-Me zu kreieren, klick gerne auf das Bild oder den Button und melde dich kostenlos an. Alles Liebe – Karina 🤍












