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- Was sind ATC-Karten? Kleine Kunstwerke zum Tauschen und Sammeln
Mein erster Kunsttausch per Post und warum ich trotz Kunststudium Angst vorm Auffliegen hatte Der Schlüssel klemmt ein bisschen, wie immer. Die Briefkastenklappe kippt auf. Und da liegt er: mein eigener A5-Umschlag, mit meiner Handschrift drauf, ein bisschen zerknittert von seiner Reise. Ich öffne ihn direkt am Briefkasten. Ich kann einfach nicht warten. Drinnen raschelt es. Neun kleine Karten, nicht größer als meine Bankkarte. Fische, Muscheln, Leuchttürme. Aquarell, Acryl, Buntstift, mit runden Ecken, gestanzt, gestempelt. Neun kleine Kunstwerke von neun Frauen, die ich nur von Instagram kannte. So fühlt sich ein ATC-Tausch an. Kennengelernt habe ich ATC-Karten über die Instagram-Community @artcollabfamily. Seit Juni 2025 durfte ich bei sechs Tauschrunden dabei sein und habe genau 60 dieser Mini-Bilder gezeichnet. Hier erkläre ich dir, was ATC-Karten sind, welche Regeln gelten, was du brauchst und wie der Tausch abläuft. Und ich erzähle dir, warum ich, die seit Kindertagen zeichnet, ausgerechnet bei diesen kleinen Karten mit meinem Perfektionismus gerungen habe. Das Wichtigste in Kürze ATC steht für Artist Trading Card, also Tauschkarte von Künstlerinnen und Künstlern. Format: 6,4 × 8,9 cm (2,5 × 3,5 Zoll), so groß wie eine Sammelkarte. Regel Nr. 1: ATC-Karten werden getauscht, nie verkauft. Rückseite: Name, Thema, Instagram-Name oder Kontakt, Nummer (z. B. 2 von 10). Ursprung: 1997 in Zürich, erfunden vom Schweizer Künstler M. Vänçi Stirnemann. Technik: alles ist erlaubt, von Fineliner über Aquarell bis Collage oder digital. Tauschen kannst du bei Treffen, in Tauschrunden per Post, in Foren oder in Instagram-Collabs. Zeitaufwand bei mir: 30 bis 60 Minuten pro Karte, inklusive Beschriften und Fotografieren. Inhaltsverzeichnis Was ist eine ATC-Karte? Woher kommen ATC-Karten? Wie groß ist eine ATC-Karte und was gehört auf die Rückseite? Was ist der Unterschied zwischen ATC, ACEO und KAKAO? Welche Regeln gelten beim ATC-Tausch? Wo und wie kann ich ATC-Karten tauschen? Wie läuft ein ATC-Tausch auf Instagram ab? Welche Themen hatten wir bisher? Welches Material brauche ich für ATC-Karten? Wie lange dauert es, ATC-Karten zu gestalten? Warum hatte ich trotz Kunststudium Angst vorm Auffliegen? Wie wurden aus Surferinnen meine Mini-Mes? Warum tun ATC-Karten der Seele gut? Ich kann doch gar nicht zeichnen. Kann ich trotzdem mitmachen? Meine Tipps für deine erste ATC-Runde FAQ: Häufige Fragen zu ATC-Karten Fazit: Kleine Karten, große Freude Was ist eine ATC-Karte? Eine ATC-Karte (Artist Trading Card) ist ein kleines, handgemachtes Kunstwerk im Format 6,4 × 8,9 cm, das zwischen Kreativen getauscht und nie verkauft wird. Sie ist genauso groß wie eine Sammelkarte. Ich sage gern: Kunst im Scheckkartenformat. Was drauf ist, entscheidest du. Eine Zeichnung, ein Aquarell, eine Collage, ein Stempeldruck oder etwas Digitales. Oft gibt es ein gemeinsames Thema, zum Beispiel „Meer“ oder „Winter“. Und das Schönste: Du gibst deine Kunst weg und bekommst dafür die Kunst anderer zurück. Meine Lieblings-ATC-Karte aus der Frühlings-Kollektion mit meinem Mini-Me. Woher kommen ATC-Karten? ATC-Karten wurden 1997 in Zürich vom Schweizer Künstler M. Vänçi Stirnemann erfunden. Er nannte das Ganze eine „kollaborative kulturelle Performance“ und lud zu Tauschtreffen ein, bei denen Karten von Hand zu Hand gingen (Quelle: Wikipedia). Die Idee dahinter mag ich sehr: Kunst ohne Geld, ohne Galerie, ohne Bewertung. Einfach Mensch zu Mensch. Von Zürich aus hat sich das Format um die ganze Welt verbreitet, und heute wird auch über die Post und Instagram getauscht. Dir gefällt, was du hier liest? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das echte Leben dazwischen. Damit du donnerstags kurz durchatmest. Donnerstags bei dir ankommen → Wie groß ist eine ATC-Karte und was gehört auf die Rückseite? Eine ATC-Karte ist immer 6,4 × 8,9 cm groß (genau 2,5 × 3,5 Zoll), egal ob hoch oder quer. Diese Größe ist fest, damit alle Karten in die üblichen Sammelkartenhüllen und Alben passen. Auf die Rückseite gehören die Infos zu dir und deiner Karte. In unserer Gruppe schreiben wir: das Thema den Namen den Instagram-Namen (oder einen anderen Kontakt) das Datum die Nummer der Karte, zum Beispiel 1 von 10 Manche haben dafür einen eigenen Stempel oder drucken die Rückseite vor. (Steht seit meiner ersten Runde auf meiner To-do-Liste. Ich arbeite dran. :-)) Was ist der Unterschied zwischen ATC, ACEO und KAKAO? ATC-Karten werden nur getauscht, ACEOs haben dasselbe Format, werden aber verkauft. Und KAKAO ist ein deutscher Begriff, der oft ähnlich wie ATC verwendet wird. ATC ACEO KAKAO Steht für Artist Trading Card Art Cards, Editions and Originals KartenKunst, Auflagen und Originale Format 6,4 × 8,9 cm 6,4 × 8,9 cm 6,4 × 8,9 cm Getauscht oder verkauft? nur getauscht verkauft wird ähnlich wie ATC genutzt Entstanden 1997 in Zürich 2004 auf eBay im deutsch-sprachigen Raum Quellen: Wikipedia, Bastelfrau Ehrlich gesagt hatte ich mal die Idee, meine Motive als druckbare Version anzubieten. Geschafft habe ich das bisher nicht. Wichtig ist mir aber: Die Originalkarten aus dem Tausch bleiben Tauschkarten. Drucke eigener Motive zu verkaufen ist eine ganz andere Sache. Welche Regeln gelten beim ATC-Tausch? Die wichtigste Regel lautet: ATC-Karten werden getauscht, nicht verkauft. Dazu kommen ein paar Spielregeln, die für jede Runde gelten: Das Format ist fest: 6,4 × 8,9 cm. Jede Technik ist erlaubt, solange die Karte flach bleibt und in eine Hülle passt. Dicke Perlen oder Knöpfe brechen auf dem Postweg gern. Die Rückseite wird beschriftet, damit jede weiß, von wem die Karte kommt. Die Deadline gilt für alle. Sonst wartet die ganze Gruppe auf eine Person. (Ich als Deadlinesurferin weiß, wovon ich rede.) Mit Liebe gestalten. Du bekommst Karten, in die jemand Zeit und Herz gesteckt hat. Gib dasselbe zurück. Eigene Ideen statt Kopien. Fotos als Inspiration sind okay, die Umsetzung ist deine. Ausreichend frankieren und Absender drauf. Dazu gleich mehr, ich habe da so meine Erfahrung gemacht. Wo und wie kann ich ATC-Karten tauschen? ATC-Karten kannst du persönlich, per Post in organisierten Tauschrunden, in Foren oder über Instagram tauschen. Instagram ist nur einer von vielen Wegen. Diese Varianten gibt es: Tauschtreffen von Hand zu Hand: So hat alles angefangen. Du bringst deine Karten mit, schaust dir die der anderen an und tauschst direkt. Kein Porto, kein Warten, dafür echte Gespräche über Kunst. Organisierte Tauschrunden per Post: Eine Person übernimmt die Organisation, sammelt die Anmeldungen, legt Thema und Deadline fest und teilt die Gruppen ein. Alle schicken ihre Karten an diese Person, die sie neu mischt und die jeweiligen Stapel zurückschickt. Meist wird blind getauscht. Manche Runden finden regelmäßig statt, zum Beispiel einmal im Quartal wie bei Scrapimpulse. Eins-zu-eins-Tausch: Zwei Menschen tauschen direkt miteinander. Ein bisschen wie Brieffreundschaft, nur mit Kunst. Foren und Communitys: In Bastel- und Mixed-Media-Foren oder in der Postcrossing-Community gibt es eigene ATC-Ecken. Im Kurs oder unter Freundinnen: Am Ende eines Workshops, im Malkreis oder als Geburtstagsaktion. Jede malt ein paar Karten und alle gehen mit einer kleinen Sammlung nach Hause. Instagram-Collabs: Eine Gruppe findet sich über Instagram, tauscht per Post und veröffentlicht die Karten an einem gemeinsamen Tag. So mache ich es. Wie läuft ein ATC-Tausch auf Instagram ab? Bei uns läuft eine Runde in zehn Schritten ab: Thema wählen, zeichnen, fotografieren, verschicken, warten, auspacken, posten, kommentieren. Meine allererste Runde war eine Pop-up-Artcollab zum Thema „Meer“ mit 10 Teilnehmerinnen, veröffentlicht am 15. Juni 2025. Wie eine Artcollab grundsätzlich funktioniert, liest du in meinem Artikel Was ist eine Artcollab?. Thema finden: Wir wählen gemeinsam ein Thema, oft passend zur Jahreszeit und zum Veröffentlichungstermin. Zeichnen: Jetzt hast du Zeit für die Umsetzung. Wir haben die Zeiträume inzwischen verlängert, damit alle entspannter arbeiten können. Fotografieren: Alle Karten einmal als Gruppe und jede einzeln. Rückseite beschriften: Name, Thema, Instagram-Name, Datum, Nummer. Verschicken: Bis zur Deadline schicke ich einen Umschlag an Anja, die bei uns alles organisiert. Darin sind mindestens 9 Karten und ein frankierter Rückumschlag. Bei 10 Teilnehmenden braucht es 9 Karten, damit jede Person am Ende Karten von den anderen erhält. Wer eine eigene Karte behalten möchte, gestaltet einfach 10 Karten und behält eine davon. Die übrigen 9 Karten gehen an Anja. Wer alle 10 Karten verschickt, überlässt Anja die Auswahl und bekommt eine eigene Karte zurück und 9 Karten von den anderen Teilnehmenden. Neu verteilen: Anja mischt alle Karten neu und schickt jeder ihren Stapel im eigenen Rückumschlag zurück. Warten: Neugier, Vorfreude, jeden Tag ein Blick in den Briefkasten. Auspacken: Meistens öffne ich den Umschlag direkt am Briefkasten. Ich halte es einfach nicht aus. Wieder fotografieren: Jede neue Karte einzeln und alle zusammen als neue Gruppe. In einer App ( ich nutze Snapseed oder direkt Instagram) schreibe ich die Instagram-Namen der Künstlerinnen dazu. Das machen nicht alle, ich finde es aber schöner. Gemeinsam veröffentlichen: Am vereinbarten Tag posten alle gleichzeitig. Bei mir zuerst meine eigene Gruppe, dann die Einzelbilder der anderen und ein Foto der neuen Gruppe. Dazu kommt der Text, den Anja uns vorschreibt, und ganz wichtig: Alle werden verlinkt. In den Tagen danach poste ich meine eigenen Einzelbilder, mache aus dem Karussell-Post eine Story und schaue bei den anderen vorbei. Kommentieren gehört dazu. Ich like und kommentiere die Bilder der anderen und antworte auf die Kommentare unter meinen Karten. Aus Wertschätzung für die anderen, die genauso viel Zeit und Liebe in ihre Karten gesteckt haben. Ja, es hilft auch der Reichweite und dem Algorithmus. Aber vorallem geht es mir um die Kunst und das Machen an sich. Bei uns gilt: keine Musik. Nicht jede nutzt lizenzfreie Musik, und selbst wenn ein Song für mich freigegeben ist, heißt das noch lange nicht, dass er das auch für alle anderen Künstlerinnen ist, deren Karten im Beitrag zu sehen sind. Also lassen wir es einfach. Die Karten sprechen ja für sich. Kleine Anekdote zum Porto: Beim letzten Mal war mein Rückumschlag nicht ausreichend frankiert. Er kam trotzdem an, weil mein Absender draufstand. Puh, Glück gehabt! Auf dem Umschlag stand der Hinweis, dass er als Großbrief hätte verschickt werden müssen. Seitdem weiß ich: Beim Porto kommt es nicht nur auf das Gewicht an, sondern auch auf die Maße und die Dicke des Umschlags. Ein Großbrief kostet aktuell 1,80 € (Stand 2026). Und so sieht es dann in Instagram aus → Welche Themen hatten wir bisher? Seit Juni 2025 hatten wir sechs Themen, eins pro Jahreszeit. Bei 10 Karten pro Runde sind das genau 60 Karten, die ich gezeichnet habe. Veröffentlicht Thema Meine Umsetzung 15.06.2025 Meer Surferinnen, meine allerersten ATC-Karten 28.09.2025 Wald Waldtiere 07.12.2025 Winter Meine ersten Mini-Me-Karten: Dinge, die ich im Winter liebe 15.03.2026 Frühling Dinge/ Tiere, die mich an Frühling erinnern 14.06.2026 Wassermelone Die einzige Runde in Rot-Grün statt Braun-Beige 13.09.2026 Pilze und Waldschätze Fliegenpilze in Kombi mit Waldieren und Waldschätzen Mein Lieblingsthema war Winter. Diese Karten liebe ich bis heute. Diesen Winter mache ich zum ersten Mal eine ATC-Pause, weil meine eigenen Projekte Vorrang haben und die Weihnachtszeit bei mir jedes Jahr ganz schön stressig ist. Ja, auch ich lerne. Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei. Welches Material brauche ich für ATC-Karten? Für ATC-Karten reichen festes Papier, ein Stift, etwas zum Schneiden und zwei Umschläge. Alles andere ist Kür. So sieht meine persönliche Materialliste aus: Papier: Block von Boesner im Format 15 × 15 cm. Aus einem Blatt bekomme ich 2 Karten, für eine Runde brauche ich also 5 Blätter. Bleistift und Radiergummi: Ich zeichne IMMER alles vor. Sobald der Fineliner drauf ist, radiere ich die Vorzeichnung wieder weg. Fineliner in Stärke 0,05: der Pigmentliner von Boesner, der Copic Multiliner 0.05 oder der Pigma Micron 005 in der Farbe schwarz. Tuschemarker: Faber-Castell Pitt Artist Pen Brush (pigmentierte Zeichentusche) in meiner geliebten Braun-Beige-Palette. Lineal & Cutter: Dafür habe ich mir extra einen neuen Cutter gekauft. Mit einer stumpfen Klinge franst das Papier aus (besser wäre eine Schneid-oder Stanzmaschine). Schneideunterlage: Ich nehme einfach die Kartonrückseite meines Zeichenblocks. 2 Umschläge in A5 und Briefmarken: einer für den Hinweg, einer als Rückumschlag. Ordentlich frankieren! Zeit, Liebe, ein schönes Thema und ganz viel Lust darauf. Meine Lieblingsfarben aus der Pitt-Reihe Nummer Farbname Wofür ich sie nutze 114 Pale Pink (Zartrosa) einer meiner zwei Lieblinge 132 Beige Red (Beigerot) IMMER für Mini-Me-Haare und Bäckchen :-) 175 Dark Sepia (Dunkelsepia) 186 Terracotta 188 Sanguine (Rötel) 189 Cinnamon (Zimt) 192 India Red (Indischrot) Wenn du nicht selbst zuschneiden magst, gibt es fertig zugeschnittene ATC-Rohlinge aus Aquarell- oder Mixed-Media-Karton. Bei meiner ersten Runde war ich fasziniert, wie professionell manche Karten der anderen waren: eigens dafür gekauftes Papier, runde Ecken, gestanzte Kanten, gestempelte Rückseiten. Meine waren selbst geschnitten. Und das ist völlig okay. Zum Aufbewahren eignen sich Sammelkartenalben mit 9er-Taschen, wie für Fußballbilder. Meine Karten leben noch in einer Box. Ich bin auf der Suche nach einem schönen Sammelalbum, so wie es sich eben gehört. Wie lange dauert es, ATC-Karten zu gestalten? Ich brauche für eine ATC-Karte 30 bis 60 Minuten, inklusive Vorzeichnen, Ausmalen, Beschriften und Fotografieren. Für eine Runde mit 10 Karten sind das also 5 bis 10 Stunden. Das ist bei jeder anders. Und genau das habe ich bei meiner ersten Runde völlig unterschätzt. Ich zeichne normalerweise auf den letzten Drücker. Für eine normale Artcollab zeichne ich ein Bild, mache ein Foto, lade es bei Instagram im Format 4:5 hoch, fertig. Bei ATC-Karten sind es plötzlich 10 Mini-Bilder. Dazu das Fotografieren als Gruppe und einzeln, das Beschriften, der Weg zur Post. Geschafft habe ich es trotzdem jedes Mal. Meistens „kurz vor der Angst“, wie ich so schön sage. Ich bin nun mal eine Deadlinesurferin. (Sorry, Anja!) Warum hatte ich trotz Kunststudium Angst vorm Auffliegen? Weil das kleine Format meinen Perfektionismus geweckt hat und weil meine Karten bei anderen Menschen zu Hause landen, wo sie ganz genau angeschaut werden können. Bei Artcollabs kommen meine Bilder nach dem Posten in eine kleine Box zu den anderen. Ich bin irgendwann aus reinen Platzgründen auf 15 × 15 cm umgestiegen. Bei ATC-Karten ist alles anders. Viel kleiner. 9 bis 10 Bilder statt einem. Das Gefühl, dass jemand anderes mein Bild zu Hause hat und es sich ganz genau anschauen kann, war schon komisch. In meinen Aquarell-Workshops empfehle ich immer, mit einem kleinen Format zu beginnen. Keine Angst vor dem großen weißen Papier. Aber so klein? Da sitzt jeder Strich. Meine Surferinnen sind am Ende unterschiedlich groß geworden, auch die Perspektive, wie sie im Bild sitzen, war jedes Mal anders. Und dann war da diese Stimme. Die Angst vor der Bewertung. Die Angst, dass meine Tauschpartnerin genau hinschaut und merkt, dass ich gar nicht so gut zeichnen kann. Die Angst vorm Auffliegen. Und das als jemand, die zeichnet, seit sie einen Stift halten kann. Mit einem Studium in Modedesign und angewandter Kunst. Und mit dem Wissen einer Heilpraktikerin für Psychotherapie, die genau weiß, wie diese Gedanken funktionieren. Wissen schützt eben nicht vor Gefühlen. Als ich dann die Karten der anderen in den Händen hielt, kam natürlich der Vergleich. Aber nicht so, wie ich es befürchtet hatte. Nicht „meine sind besser“ oder „meine sind schlechter“. Sondern als Inspiration: Was kann ich mir für das nächste Mal mitnehmen? Wie kann ich mir die Arbeit erleichtern? Ab der zweiten Runde wurde es leichter. Leichter, die Bilder loszulassen. Und leichter, die wissentlich komischen Gedanken loszulassen: Was denken die anderen? Wie werden sie meine Karten finden? Wie wurden aus Surferinnen meine Mini-Mes? Ich habe aufgehört, naturgetreu zu zeichnen, und angefangen, meine Mini-Mes auf die Karten zu bringen. Seitdem macht mir jede Runde so viel Freude. Bei meiner ersten Runde zum Thema „Meer“ habe ich lange geschwankt. Meerestiere? Frauen im Retrolook? Gestreifte und gepunktete Badeanzüge? Nach einer langen Pinterest-Recherche hatte ich sogar schon die ersten Zeichnungen begonnen. Am Ende wurden es Surferinnen. Sehr naturgetreu, mit schwarzem Fineliner und Markern in einer reduzierten Farbpalette. Im Dezember 2025 kam das Thema Winter. Und mit ihm meine ersten Mini-Me-ATC-Karten. Ich habe Dinge gezeichnet, die ich im Winter liebe: für Weihnachten schmücken (auch wenn das in meiner echten Welt oft zu kurz kommt), handwerklich kreativ sein, auf einer Karte töpfere ich, malen und einen Schneeengel in den Schnee machen. Die Karte mit dem Schneeengel habe ich behalten. Sie erinnert mich an Kindheit, an Leichtigkeit, an die kleine Freude einfach zwischendurch. Wenn ich ein neues Thema erfahre, lasse ich es erst mal wirken. Ich hole mir Inspiration auf Pinterest, ganz selten frage ich auch mal die KI. Vor allem aber lasse ich mich von der Natur und meinem Alltag inspirieren. Ich liebe es, die kleinen alltäglichen Dinge in meiner Kunst festzuhalten. Gern mit einer Prise Humor und einem Hauch Melancholie. Genau das verkörpern meine Mini-Mes. Sie fühlen sich an wie Kaffee: wie nach Hause kommen. Durch sie erlebe ich die Welt. Zwei Dinge sind auf fast jeder meiner Winter-Karten: Der Fuchs. Er ist mein Krafttier. Er steckt sogar in meinem Geburtsnamen: Ich hieß Reinecke, wie Reineke Fuchs, Goethes listiger Fuchs. Für mich ist der Fuchs leise, schlau und bedacht. In meiner Welt ist er lösungsorientiert, stets wachsam und folgt seinem Instinkt, seiner Intuition. Die Kaffeetasse. Sie bedeutet mir gleich mehreres. Sie erinnert mich an meine große Vision „Kunst und Kakao“. Ich liebe Kakao. Und Kaffee ist für mich nicht nur ein Getränk, sondern ein Gefühl: zu Hause ankommen, Pause machen, mir Genuss erlauben. Die Tasse erinnert mich auch an meinen früheren wundervollen Nebenjob in einem Keramikmalstudio und an eine meiner großen Leidenschaften: Keramik selbst bemalen. Früher wollte ich sogar Keramikmalerin in Meißen werden. Und dann hat sich der Kreis geschlossen: Ein Mini-Me-und-Fuchs-Motiv von einer ATC-Karte habe ich auf eine echte Keramiktasse gemalt. Aus einer Karte, die in meine Hand passt, wurde eine Tasse, die ich jeden Morgen in der Hand halte. Farblich bleibe ich meiner geliebten Braun-Beige-Palette treu. Mit einer Ausnahme: Die Wassermelonen mussten natürlich in Rot-Grün sein. Warum tun ATC-Karten der Seele gut? ATC-Karten verbinden Kreativität, Achtsamkeit und Gemeinschaft, und genau das macht sie für mich zu einer kleinen Selbstfürsorge im Scheckkartenformat. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie schaue ich auch mit dieser Brille auf meine Karten. Das habe ich dabei erlebt: Das Zeichnen beruhigt mich. Während ich zeichne, ist mein Kopf ganz auf dem Papier. Ich liebe es, die mit Fineliner gezeichneten Linien Strich für Strich auszumalen. Dabei steht das Gedankenkarussell still. Das ist auch der Grund, warum ich das manuelle Zeichnen der digitalen Welt vorziehe. Ich bin aufmerksamer im Alltag. Seit ich meine Mini-Mes zeichne, sehe ich überall die kleinen Momente, die ich festhalten möchte. Ich übe Loslassen. Ein Bild zu verschenken, ohne zu wissen, wie es ankommt, ist ein kleines Training gegen Perfektionismus. Ich erlebe Verbundenheit. Zehn Frauen, ein Thema, zehn völlig verschiedene Umsetzungen. Ich bin jedes Mal neugierig auf die Werke der anderen. Ich freue mich auf Post. Vorfreude ist ein wunderbares Gefühl, das im Alltag oft zu kurz kommt. Ich bekomme Resonanz. Wenn ich meine Karten im WhatsApp-Status, auf Instagram, hier im Blog oder im Newsletter teile und eine Reaktion bekomme, ist das für mich die größte Freude. Mit Verkaufen oder Gewinn hat das für mich nichts zu tun. Es ist die Freude am Nachdenken über die Motive, am Umsetzen und am Teilen mit den anderen Künstlerinnen und der Welt. Und wenn dann noch ein Feedback kommt: Was möchte ich mehr? Ich glaube, genau das hatte Stirnemann 1997 im Sinn. Kunst als Begegnung, nicht als Ware. Warum kreativer Ausdruck deiner mentalen Gesundheit guttut, liest du in meinem Artikel über Ikigai, Kreativität und mentale Gesundheit. Ich kann doch gar nicht zeichnen. Kann ich trotzdem mitmachen? Ja. Ich glaube, dass du das kannst. Wir sagen ja auch nicht „ich kann nicht singen“, nur weil wir keine Profisängerin sind. Unter der Dusche singen wir trotzdem. Es braucht nur ein bisschen Mut. Bei ATC-Karten ist alles erlaubt: Collage, Stempel, Muster, Strichmännchen, ein Mini-Me. Wenn du mit kleinen Mustern anfangen magst, schau dir mal meinen Artikel Was ist Zentangle? an. Zentangle passt perfekt auf so eine kleine Karte. Und wie ich in fast all meinen Workshops sage: Du schaffst das. Meine Tipps für deine erste ATC-Runde Diese Tipps hätte ich mir vor meiner ersten Runde gewünscht: Fang früh an. 10 Mini-Bilder brauchen Zeit, plus Fotografieren, Beschriften und Post. (Sagt die Deadlinesurferin.) Zeichne in deinem Stil. Seit ich meine Mini-Mes zeichne statt naturgetreuer Motive, habe ich viel leichter Ideen und vorallem Freude. Such dir ein Erkennungszeichen. Bei mir sind es Mini-Me, Fuchs und Kaffeetasse. So wird aus vielen Einzelkarten deine Handschrift. Mach dir die Rückseite leicht. Ein Stempel oder vorgedruckte Etiketten sparen viel Zeit. Nutz fertige Rohlinge, wenn du nicht zuschneiden magst. Und wenn doch: eine scharfe Klinge. Frankiere richtig. Ein A5-Umschlag ist nicht automatisch ein Großbrief. Achte auf Gewicht, Maße und Dicke. Und schreib immer deine Absenderadresse drauf! Behalte eine Karte für dich. Die mit dem größten persönlichen Bezug. Sieh den Vergleich als Inspiration. Die Karten der anderen zeigen dir, was noch alles möglich ist. Pausen sind erlaubt. Du musst nicht jede Runde mitmachen. FAQ: Häufige Fragen zu ATC-Karten Darf ich ATC-Karten verkaufen? Nein. ATC-Karten werden nach der ursprünglichen Idee nur getauscht. Karten im selben Format, die verkauft werden, heißen ACEO. Wie groß ist eine ATC-Karte genau? 6,4 × 8,9 cm, also 2,5 × 3,5 Zoll. Hoch- oder Querformat ist egal. Muss ich gut zeichnen können, um mitzumachen? Nein. Jede Technik ist erlaubt, auch Collage, Stempel oder Muster. Es braucht nur ein bisschen Mut. Was steht auf der Rückseite einer ATC-Karte? Dein Name, das Thema, dein Kontakt oder Instagram-Name und die Nummer der Karte, zum Beispiel 2 von 10. Wie verschicke ich ATC-Karten? In einem stabilen Umschlag, am besten mit kleinen Schutzhüllen, ausreichend frankiert und mit Absenderadresse. Ein A5-Umschlag kann je nach Gewicht, Maßen und Dicke als Großbrief verschickt werden. Wo finde ich Tauschpartnerinnen? In Instagram-Communitys wie @artcollabfamily, in organisierten Tauschrunden über Blogs, in Foren, in der Postcrossing-Community oder in deinem Kreativkurs. Kann ich ATC-Karten digital gestalten? Ja. In meiner ersten Runde waren auch digital gestaltete Karten dabei. Sie werden ausgedruckt und wie alle anderen per Post getauscht. Wie lange brauche ich für eine ATC-Karte? Bei mir sind es 30 bis 60 Minuten pro Karte, inklusive Beschriften und Fotografieren. Fazit: Kleine Karten, große Freude ATC-Karten sind kleine Kunstwerke im Scheckkartenformat, die getauscht und nie verkauft werden. Sie sind 6,4 × 8,9 cm groß, auf der Rückseite beschriftet und können mit jeder Technik gestaltet werden. Für mich sind sie noch viel mehr. Sie haben mir gezeigt, dass selbst ich nach Jahrzehnten mit dem Stift Angst vorm Auffliegen haben kann. Und dass diese Angst kleiner wird, sobald ich loslasse. Sie haben mir Fuchs, Kaffeetasse und meine Mini-Mes auf ein ganz neues Format gebracht. Und sie haben mir einen Briefkasten voller Vorfreude geschenkt. Hast du Lust bekommen, dein eigenes Mini-Me auf eine ATC-Karte zu zeichnen? Mit meinem Mini-Me Starter-Kit zeichnest du deine erste kleine Figur von dir selbst. Sie passt perfekt auf eine ATC-Karte. Wenn du magst, schicke ich dir jeden Donnerstag meinem Newsletter mit kreativen Impulsen und kleinen Einblicken in meine Mini-Me-Welt. Trag dich gern ein. Und wenn du deine erste ATC-Karte gestaltet hast: Markier mich auf Instagram unter @karinas_pinselyoga. Ich freue mich riesig darauf! Alles Liebe – Karina 🤍
- Was ist eine Artcollab? Wenn Kunst auf Verbindung trifft
Kunst entsteht oft im stillen Kämmerlein, aber manchmal macht sie gemeinsam einfach mehr Sinn. So ging's mir, als ich zufällig über meine erste Artcollab gestolpert bin. Was als neugieriger Klick auf einen Hashtag begann, ist inzwischen fester Bestandteil meines kreativen Alltags geworden. In diesem Artikel erzähle ich dir, was genau eine Artcollab ist, wie sie abläuft, warum sie mehr ist als nur ein Gemeinschaftsprojekt und wie sie sogar deiner mentalen Gesundheit guttun kann. Viel Freude beim Lesen! Inhaltsübersicht Was ist eine Artcollab? Wie läuft so eine Artcollab eigentlich ab? Welche Formen von Artcollabs gibt es eigentlich? Warum sind Artcollabs so beliebt? Wo findet man Artcollabs? Wie unterstützt eine Artcollab die mentale Gesundheit? Häufige Fragen (FAQ) Artcollabs – was sie bringen (und manchmal auch fordern) Meine persönliche Erfahrung Fazit & Einladung zum Mitmachen Was ist eine Artcollab? „Hey, ein Motiv und so viele verschiedene Interpretationen!“ Das war mein erster Gedanke, als ich zufällig über meine allererste Artcollab auf Instagram gestolpert bin. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Zum Glück verriet der Hashtag ein bisschen mehr. Und zack – ein paar Wochen später war ich Teil dieser wundervollen Community. Seitdem bin ich in vier festen Gruppen und es entstehen jeden Monat mehrere Bilder in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen. Und ich liebe es! Eine Artcollab, kurz für Art Collaboration oder auf gut Deutsch eine kreative Zusammenarbeit, bedeutet: Mehrere Menschen machen Kunst zum gleichen Thema. Aber jeder auf seine ganz eigene Weise. Manchmal arbeitet man tatsächlich am selben Werk, aber meist, so wie ich, zeichnet, malt oder collagiert jeder für sich. Was uns verbindet, ist ein gemeinsamer Ausgangspunkt: das Thema. Das kann eine bestimmte Farbpalette sein (z. B. ein Bild nur in Blautönen), ein inspirierendes Foto, ein simples Stichwort („Porträt mit Sonnenbrille“) oder ein monatliches Motto. Oft entstehen solche Collabs auch zu besonderen Anlässen, wie dem Muttertag, dem Weltkusstag am 06. Juli oder dem internationalen Frauentag. Oder sie folgen Instagram-Trends wie „Mein Starterpaket*“, also ich als Figur in einer Spielzeugverpackung (ja, das gibt’s wirklich). Es gibt feste Gruppen oder sie bilden sich wie bei der genannten Starterkit-Aktion meist spontan in einer sogenannten Pop-Up-Gruppe und finden sich über Instagram zusammen. Und das Schönste? Die Ergebnisse werden gesammelt unter einem gemeinsamen Hashtag gepostet. So entsteht eine kleine, feine Galerie voller unterschiedlichster Stile, Ideen und Blickwinkel. Ich mags total und freue mich jedes Mal, ein Teil davon zu sein. Das sind meine Lieblingsbilder, die ohne die Instagram @Artcollabfamily gar nicht entstanden wären. Wie läuft so eine Artcollab eigentlich ab? Ich nehm dich mal mit hinter die Kulissen, direkt in meine ganz persönliche Instagram-Collab-Erfahrung. In der Regel gibt’s jemanden, der das Ganze organisiert, den oder die Admin. Diese Person hält die Gruppe zusammen, gibt die Regeln vor, schaut, dass alles fair bleibt (großes Thema Bildrechte) und erinnert uns auch mal freundlich an den Abgabetermin. Und wirklich: Ohne so jemanden würde es schnell im kreativen Chaos enden. Am Anfang steht das Thema. Jeder darf eins vorschlagen. Das kann ein Foto sein, ein Wort, ein Gefühl oder eine Idee. Und dann wird abgestimmt. Welches Thema die meisten Herzchen bekommt, wird in Kunst verwandelt. Jeder auf seine oder ihre ganz eigene Art. Meistens haben wir dafür rund einen Monat Zeit – mit einer kleinen Deadline von 1-2 Tagen vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin. Sobald alle Werke fertig sind, posten wir sie in unsere gemeinsame Gruppe. Der Admin schreibt einen schönen Begleittext, nennt die Künstler*innen, das Thema und raus geht’s in die Welt. Entweder alle gleichzeitig (meistens wenn’s eine deutschsprachige Gruppe ist) oder über den Tag verteilt, was bei internationalen Gruppen eher der Fall ist. In den Gruppen, in denen ich mitzeichne, sind meist zehn kreative Köpfe dabei, weil Instagram bisher nur zehn Bilder in einem Karussell-Beitrag zuließ. Nach dem Posten wird gelikt, geteilt (wenn man mag), in Storys gezeigt und genossen. Das Schönste: Wir schauen uns gegenseitig die Werke an, lassen liebe Kommentare da und feiern die Vielfalt. Welche Formen von Artcollabs gibt es eigentlich? Oh, da draußen ist die Collab-Welt ganz schön bunt! Ich hab hier mal ein paar Formate gesammelt, die mir begegnet sind – vielleicht kennst du das eine oder andere ja auch schon oder bekommst jetzt Lust, selbst loszulegen: ATC-Karten – das sind kleine Kunstwerke im Scheckkartenformat, die man tauscht wie früher die Glitzersticker auf dem Schulhof. ATC steht übrigens für Artist Trading Cards. Jede Karte ist ein Unikat und reist nach der Fertigstellung oft per Post zu anderen Künstler*innen. So schön analog inmitten der digitalen Welt. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber → Gemeinsame Collagen – besonders beliebt bei Teambuilding-Workshops oder in der Kunsttherapie. Jeder bringt etwas ein: ein Stück Papier, einen Farbklecks, eine Idee. Und am Ende entsteht ein großes Ganzes. Das kann ganz still und meditativ sein oder auch wunderbar chaotisch. Thematische Sketche oder Zeichnungen – hier bekommt man ein bestimmtes Thema vorgegeben (zum Beispiel „Lieblingstier“, „Küchenchaos“ oder „Was ich als Kind werden wollte“) und setzt das mit Stift, Farbe oder iPad um. Jedes Werk steht für sich, und trotzdem ergibt sich eine spannende Sammlung. Digitale Kunstprojekte – vielleicht mein liebstes Format. Stell dir vor: Jede*r gestaltet ein Teil eines Bildes. Ein gemeinsames Thema, aber zehn unterschiedliche Stile. Wenn alles zusammengesetzt wird, entsteht ein digitales Puzzle aus Kreativität, Farbe und ganz viel Persönlichkeit. Das sind nur ein paar Beispiele und die Möglichkeiten sind endlos. Und genau das macht’s so besonders: Jede*r bringt sich ein, auf eigene Weise, im eigenen Tempo. Und trotzdem (oder gerade deshalb) fühlt man sich verbunden. Meine ersten ATC-Karten: Das Thema war "Meer" und ich habe mir dafür Surferinnen ausgesucht. Es war gar nicht so einfach, auf diesem kleinen Format zu zeichnen. Neun Karten wurden verschickt, eine habe ich behalten. Warum sind Artcollabs so beliebt? Ganz einfach: Weil sie verbinden, inspirieren und aus der Komfortzone locken. Ich liebe es, zu zeichnen, zu malen, Neues auszuprobieren – aber was mich wirklich dranbleiben lässt, ist die Deadline. Ohne sie wären viele meiner Bilder wahrscheinlich nie entstanden. Vier Zeichnungen im Monat? Nur weil ich weiß: da wartet eine Gruppe auf mein Werk. Was mit einfachen Fineliner-Skizzen begann, hat sich Stück für Stück weiterentwickelt. Erst kam ein bisschen Aquarell dazu, dann durfte auch mal ein Marker ran. Und inzwischen entstehen sogar kleine Acrylkunstwerke. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so mutig in neue Materialien stürze – aber genau das passiert, wenn man regelmäßig raus aus dem eigenen Kopf und rein in die Collab-Welt geht. Das Schöne ist: Man wächst. Nicht nur technisch, sondern auch menschlich. Der Austausch in der Gruppe, das wertschätzende Feedback, die gemeinsame Vorfreude auf das Thema – all das trägt dazu bei, dass man sich als Künstler*in nicht allein fühlt. Hier noch einmal auf einen Blick, was Artcollabs für mich (und viele andere) so besonders macht: Inspiration: Neue Themen, neue Perspektiven, neue Ideen. Manchmal ist ein Satz im Chat genug, und plötzlich ist da ein Bild im Kopf. Verbindung: Man teilt seine Kunst mit anderen, wird Teil einer kreativen Gemeinschaft. Motivation: Ein fester Abgabetermin hilft, ins Tun zu kommen – ganz ohne Prokrastinations-Schleife. Sichtbarkeit: Hashtags, Reposts und geteilte Beiträge sorgen dafür, dass die eigenen Werke von mehr Menschen gesehen werden. Und ganz ehrlich: Dieses Gefühl, wenn zehn unterschiedliche Bilder zu einem Thema auftauchen – das ist jedes Mal aufs Neue richtig besonders. Wo findet man Artcollabs? Wenn du jetzt Lust bekommen hast, selbst mal bei einer Artcollab mitzumachen, hab ich ein paar Tipps für dich, wo du fündig wirst. Denn ja: Die Möglichkeiten sind da, man muss sie nur entdecken (oder einfach selbst starten ;-) ). Instagram ist für mich der absolute Hotspot. Hier habe ich meine ersten Collabs gefunden – einfach über Hashtags wie #artcollabfamily #artcollab, #atccollab, #artchallenge oder auch thematische wie #drawthisinyourstyle. Manchmal entstehen Gruppen ganz spontan aus einem Kommentar heraus. Facebook-Gruppen gibt’s noch – und sie sind aktiver, als man denkt. Viele kreative Challenges und Call-outs für Gemeinschaftsprojekte werden dort geteilt. Einfach mal nach „Art Collab“ oder „Kunst-Challenge“ suchen. Eigene Netzwerke: Vielleicht hast du schon kreative Freund*innen oder Kolleg*innen? Starte doch selbst eine kleine Collab-Runde. Ein Thema, ein Datum, los geht’s! Das kann sogar per WhatsApp, Signal oder Sprachnachricht koordiniert werden. Also, Augen offen halten oder selbst etwas starten. Beides funktioniert wunderbar. Wie unterstützt eine Artcollab die mentale Gesundheit? Für mich als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Kreativmensch ist das Zusammenspiel von Kunst und seelischem Wohlbefinden mehr als nur ein schöner Nebeneffekt. Es ist ein echter Schatz. Gerade bei einer Artcollab zeigt sich, wie sehr gemeinsames Gestalten auch innerlich etwas in Bewegung bringen kann. Selbstausdruck: Kunst bietet einen Raum, in dem Gefühle sichtbar werden dürfen, ohne viele Worte. Ob leise, laut, bunt oder zart. Alles darf sein. Flow erleben: Beim Zeichnen, Malen oder digitalen Illustrieren tauche ich oft komplett ab. Dieser Zustand, wenn die Gedanken leiser werden und man ganz im Tun versinkt, wirkt wie ein kleiner Kurzurlaub fürs Gehirn. Austausch & Verbindung: In kreativen Gruppen erlebt man, dass man nicht allein ist. Gerade in Phasen, in denen man sich zurückgezogen oder überfordert fühlt, kann dieser Austausch unglaublich stärkend sein. Stabilität durch Routine: Regelmäßige kreative Zeitfenster (z. B. durch Monatsmottos oder fixe Abgabetermine) geben Struktur. Und manchmal ist genau das, was wir brauchen, um wieder besser im eigenen Rhythmus anzukommen. Artcollabs sind für mich also nicht nur eine kreative Spielwiese, sondern auch eine Form der Selbstfürsorge. Eine Einladung, regelmäßig innezuhalten und mit dem, was gerade da ist, etwas zu gestalten. Häufige Fragen (FAQ) Du hast noch Fragen? Hier ein paar Antworten, die dir weiterhelfen könnten: Brauche ich besondere Vorkenntnisse? Nein! Jede*r darf mitmachen, egal ob absoluter Neuling oder Profi mit Pinsel. Muss ich jeden Monat teilnehmen? Nein, viele Artcollabs sind ganz offen. Du entscheidest selbst, wann du dabei sein möchtest. Was ist, wenn ich mal keine Zeit habe? Kein Stress. Die meisten Gruppen sind total verständnisvoll – das echte Leben geht schließlich vor. Was mache ich mit meinen fertigen Werken? Die Möglichkeiten sind vielfältig: Du kannst sie tauschen, verschenken, sammeln oder sogar ausstellen – vielleicht in einem kleinen Café oder einer lokalen Galerie. Artcollabs – was sie bringen (und manchmal auch fordern) Das Schönste an Artcollabs ist für mich das Gemeinschaftsgefühl. Man fühlt sich verbunden, motiviert und bekommt durch das gewählte Thema oder eine Deadline einen sanften Schubs, wirklich dranzubleiben. Viele entdecken, so wie ich, auf diese Weise neue Stilrichtungen oder Techniken für sich – und ganz nebenbei entstehen neue Kontakte und Sichtbarkeit für die eigene Kunst. Natürlich gibt’s auch ein paar Stolpersteine: Manchmal kommt der Abgabetermin ungelegen oder der Vergleich mit anderen verunsichert einen. Auch technische Dinge (z. B. beim digitalen Formatieren oder die Umstellung von Instagram von 1:1 auf 4:5-Formate) können herausfordernd sein. Oder mir fällt das Feedbackgeben schwer. Aber unterm Strich überwiegt das Gute – vor allem das Gefühl, Teil von etwas Kreativem zu sein. Hier sind die Vor- und Nachteile auf einen Blick: Vorteile Gemeinschaftsgefühl Motivation durch Themen & Abgabetermine Erweiterung der eigenen Stilvielfalt Neue Kontakte und Sichtbarkeit Nachteile Zeitdruck, wenn zu viel auf einmal kommt Vergleich mit anderen kann verunsichern Technische Hürden (z. B. bei digitalen Formaten) Meine persönliche Erfahrung Ich habe mit einfachen Zeichnungen in der Gruppe begonnen. Hinzu kamen ATCs , von denen ich vorher noch nie gehört habe. ATCs lösten in mir gemischte Gefühle aus, schließlich versende ich meine Kunstwerke in Form kleiner Karten und tausche sie mit anderen Künstler*innen. D.h. sie werden nicht nur digital geteilt, sondern andere Künstler halten sie auch wirklich in den Händen. Und an die Größe von 64x89 mm (sie ist weltweit einheitlich) musste ich mich erst gewöhnen. So wenig Platz für die eigene Kunst :-) Ich war erstaunt, wie viel Freude es macht, im kleinen Format zu experimentieren. Die monatlichen Themen helfen mir, kreativ dranzubleiben. Besonders schätze ich den Austausch, die Kommentare, Likes, aber auch direkte Gespräche mit anderen Künstler*innen geben mir Energie. Gerade in stressigen Zeiten ist die Collab ein Ort geworden, an dem ich mich sammeln, ausdrücken und entspannen kann. Fazit & Einladung zum Mitmachen Artcollabs sind mehr als kreative Challenges. Sie können echte Kraftquellen sein – für dein Künstlerinnen-Ich, für deine Sichtbarkeit und für deine mentale Gesundheit. Sie sind Räume für Begegnung, Austausch und Selbstfürsorge. Wenn du Lust hast, es auszuprobieren: Starte klein. Eine Artcollab im Monat, ein gemeinsames Thema mit einer Freundin und schon bist du Teil von etwas Größerem. Und wenn du magst, teile diesen Artikel mit jemandem, der Lust hat, mit dir kreativ zu sein. Oder markiere mich auf Instagram (@karinas_pinselyoga), wenn du deine erste Collab teilst. Ich freu mich drauf! Alles Liebe - Deine Karina 🤍 *Und falls du bis hierhin gelesen hast, hier ist sie, die Pop-Up-Artcollab und ich als Starterpaket :-) Titelfoto: Katrin Bieneck
- Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2026
Q2, wir müssen kurz reden. Du warst schön, du warst voll, du warst manchmal zu viel. Mein Nacken meldet sich täglich und erinnert mich daran, dass Pause kein Luxus ist. Die letzten Wochen haben mich emotional an meine Grenzen gebracht, und ich wäre nicht ehrlich, wenn ich das hier nicht erwähnen würde. Gleichzeitig: 19 von 29 To-Wants umgesetzt. Fast zwei Drittel. Ich bin stolz auf mich. :-) Und weil das 3. Quartal schon seit dem 1. Juli läuft und ich erst jetzt dazu komme, meine Liste zu schreiben, halte ich es kurz: Das ist nicht normal. Aber normal ist nicht mein Ding. Also, hier sind sie. Meine To-Wants für Juli bis September 2026. Ein paar alte Bekannte, viele neue Wünsche und ein klares Thema, das sich durch alles zieht: Balance. Arbeit und Erholung. Kreativität und Stille. Geben und auch mal Empfangen. So funktioniert meine To-Want-Liste Die Idee kommt aus dem Buch Das 12-Wochen-Jahr*. Ich habe das Konzept für mich angepasst und mache es seitdem jedes Quartal. Der Grundgedanke: Ein Jahr in vier Abschnitte von je zwölf Wochen aufteilen. Nicht auf "irgendwann" warten, sondern in überschaubaren Zeiträumen denken und handeln. Das klingt banal und ist es irgendwie auch. Und trotzdem verändert es alles. Der zweite Grundgedanke: keine To-do-Liste. Sondern eine To-Want-Liste. Ich frage mich nicht, was ich erledigen muss. Ich frage mich, was ich wirklich möchte. Was ich erleben, erschaffen, lernen, genießen will. Das klingt wie ein kleiner Unterschied. Fühlt sich aber ganz anders an, wenn du die Wörter laut sagst. "Ich muss noch ... " versus "Ich möchte ..." Versuch es mal. :-) Meine To-Want-Liste im Überblick Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 3. Quartal 2026 Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2026 Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 3. Quartal 2026 erreichen möchte Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 3. Quartal 2026 Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 3. Quartal 2026 Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 3. Quartal 2026 freue Hier kannst du meine "alten" To-Wants finden Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 3. Quartal 2026 Ziel 1 - Körper: Mein Nacken hat in den letzten Wochen laut gesprochen. Ich höre hin. Die Physio-Übungen, die ich aus der Therapie mitgenommen habe, möchte ich konsequent umsetzen. Und ich möchte mindestens 10x morgens schwimmen gehen oder, wenn das Wetter nicht mitspielt, mit dem Fahrrad um den Cossi drehen. Bewegung als Medizin. Nicht als Pflicht. Ziel 2 - Hamburg: ✔ Zehn Tage Workation in Hamburg. Ich hüte die Katze meiner Freundin Mel, arbeite, treffe meine Lieblingmenschen und atme durch. Arbeit und Erholung auf einmal. Das ist mein Q3-Herzensziel. Ziel 3 - eigene Mini-Me-Produkte: ✔ Es wird Zeit. Meine Mini-Mes sind nicht nur meine kreative Ausdrucksform, sie sind auch ein echtes Angebot. In diesem Quartal fange ich damit an, eigene Produkte rund um die Mini-Mes zu entwickeln. Was das genau wird? Das erzähle ich dir, wenn es so weit ist. :-) Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2026 ✔ Die Blogdekade läuft gerade: 10 Artikel in 10 Tagen. Ich bin spät dran, aber ich bin dabei. Mindestens 10 Blogartikel möchte ich in diesem Quartal veröffentlichen. - Mit diesem Artikel sind es genau 10 geworden :) ✔ Im Rahmen von Judith Peters Content Society gebe ich weiterhin schriftliche und Video-Feedbacks auf Blogartikel, Webseiten, Über-mich-Seiten und Angebotsseiten. Ich lerne dadurch täglich Neues. Das ist nicht nur Arbeit, es ist meine persönliche Masterclass. ✔ Meine eigene Webseite überarbeite ich Schritt für Schritt weiter: Die Startseite ist dran, dann die Über-mich-Seite. - Mit der Startseite habe ich begonnen. Es dauert seine Zeit. Jedes Wort wird hin und her gedreht, bis es an der richtigen Stelle sitzt. Noch ist sie nicht fertig, aber immerhin: Der Anfang ist gemacht. ✔ Und dann sind da noch die eigenen Mini-Me-Produkte. Ja, ich erwähne sie zweimal. Weil sie mir wirklich wichtig sind. ✔ Mindestens einen Aquarell-Workshop möchte ich in diesem Quartal geben. Aquarell ist für mich noch verhältnismäßig neu, und ich möchte das Wissen weitergeben, während ich selbst noch lerne. Das fühlt sich aufregend und ein bisschen mulmig an. Beides ist gut. :-) - Es waren zwei ganz wundervolle Events im schönen DIY-Studio Flamingocat auf der Leipziger Karli. ✔ Jeden Donnerstag erscheint mein Newsletter. Das ist kein Wunsch mehr von mir, das ist Realität. Und es fühlt sich immer noch wie ein kleines Wunder an, wenn ich auf "Senden" drücke. Die Newsletter-Äääängst ist besiegt, aber ich will den Schwung halten. Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 3. Quartal 2026 erreichen möchte ✔ Mein Mini-Me lernt, Gefühle zu zeigen. Das klingt klein. Ist es aber nicht. Für mich war es lange nicht selbstverständlich, Gefühlen Raum zu geben. Meine kleine gezeichnete Karina hilft mir dabei, das zu üben. Alle Gefühle sind willkommen. - Puh … meine Autofahr- und Einparkangst war in diesem Quartal besonders präsent. ✔ Die ATC-Karten kommen wieder: Artist Trading Cards, 6,4 cm x 8,9 cm. Klein, handgemacht, mit viel Herz. Ich freue mich schon auf das neue Thema. - Das Thema war Waldschätze/ Pilze. Neon-Marker und bunte Artcollab-Bilder: Ja, auch das bleibt. Etwas reduziert, aber die "wilden Farben" aus der Jahresvorschau lasse ich nicht fallen. ✔ "12 von 12" erscheint auch wieder. Zwölf Bilder am zwölften. Ein ehrlicher Schnappschuss meines Tages. ✔ Meine kreative Bingokarte füllt sich weiter mit Leben. ✔ Und dann darf ich im September etwas Besonderes erleben: Ich reise nach Lüneburg und bemale zusammen mit meiner Freundin Nicola endlich wieder Keramik. Das wird sooo schön! ✔ Außerdem leite ich ein Sommer-Picknick mit kreativer Mustermalerei im Clara-Park. Als Sommerfest für eine Ergotherapie. Menschen, die draußen sitzen, malen, lachen. Das ist der Job, den ich meinte, als ich mir einmal "Kunst und Kakao" vorgestellt habe. - Aufgrund des Wetters sind wir spontan ins Atelier gezogen. Was für eine schöne Premiere! So viele Menschen hatte ich noch nie bei einem Workshop in meinem kleinen Kreativraum. Es hat so viel Spaß gemacht. Und die Keramikrohlinge vom Lieblingswerk, die seit Weihnachten auf mich warten? Die werden in diesem Quartal endlich bemalt. Ich habe sie schon lange genug angeschaut. Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 3. Quartal 2026 Nacken. Physio. Übungen umsetzen. Jeden Tag. Mindestens 10x morgens schwimmen gehen. Der Cossi liegt so nah, und der Gedanke, morgens ins Wasser zu gleiten, während die Stadt noch schläft, macht mich glücklich. Wenn es klappt: wunderbar. Wenn nicht: Fahrrad um den See und die Morgenstille trotzdem genießen. ✔ Sauna. Endlich. Das hatte ich schon im Q2 auf der Liste und es hat nicht geklappt. Diesmal zähle ich es wirklich. Mindestens zweimal. Zahnreinigung. Unromantisch, aber wichtig. Done. ✔ Den MoRüBli (Monatsrückblick) führe ich ab sofort als festes Format weiter. Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 3. Quartal 2026 ✔ Hamburg, Hamburg, Hamburg. ✔ Zehn Tage Workation bei meiner Freundin Mel in Over/ Seevetal. Ich hüte ihre Katze Mini, arbeite, esse gut und treffe viele liebe Menschen aus meiner Hamburg-Zeit. ✔ Meine Freundin Nathalie treffe ich morgen schon :-) Ich freu mich so sehr. ✔ Meine MMC-Gang, Denise und Michael, sehe ich auch endlich wieder. Wir haben uns damals durch Lars Amends Magic Monday Club kennengelernt und unsere Freundschaft hält trotz der 400 Kilometer Entfernung. ✔ Andrea, meine Freundin aus Stelle, besuche ich. Wir haben uns durch die Ayurveda-Ausbildung kennengelernt. ✔ Und dann ist da Mels 50. Geburtstag. Mel und 50. Das passt irgendwie überhaupt nicht zusammen und gleichzeitig passt es perfekt, weil Mel eine von diesen Menschen ist, die mit jedem Jahr schöner werden. ✔ In Lüneburg besuche ich, wie schon erwähnt, mein Möhrchen Nicola. ✔ In Leipzig gibt es auch einiges: Die Nacht der Kunst möchte ich besuchen. Ursprünglich wollte ich selbst ausstellen. Ich habe gemerkt, dass die Zeit dafür noch nicht reif war. Und das ist in Ordnung. Ich gehe als Besucherin, schaue, staune, lasse mich inspirieren. ✔ Die Grünau-Plattenbau-Ausstellung besuche ich. Ich bin in Leipzig-Grünau aufgewachsen. Diese Ausstellung ist für mich kein Museum, sie ist Erinnerung. ✔ Und das Nachfeiern von Bienes Geburtstag steht am 16. August an. Biene hat im Januar Geburtstag und feiert ihn mit ihren Leipziger Freunden und ihrer Familie in diesem Jahr im Sommer nach. Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 3. Quartal 2026 freue Die Seerunden mit meinen Mädels Anja und Jacqueline. Mindestens zweimal möchte ich mit ihnen um den See laufen. Diese Runden sind kein Sport. Das ist Therapie, Freundschaft und das Beste, was zwei Stunden Bewegung sein können. ✔ Meiner Autofahrangst ins Gesicht sehen. Sobald der Dicke, unser Bully aus der Werkstatt ist, setze ich mich ans Steuer. Puh und ... Punkt. Das Minimalismus-Glas läuft weiter. Langsam, aber weiter. RUSU beenden: Das Online-Programm von Laura Malina Seiler hat mich täglich tanzen gelehrt. Die morgentliche Meditation und das Tanzen behalte ich. Das Programm möchte ich in diesem Quartal noch abschließen. "Der Weg des Künstlers 2" zu Ende lesen. Das Buch liegt schon eine Weile rum und schaut mich fragend an. Mein Hörbuch-Abo kündige ich. Ich schaffe es zeitlich einfach nicht. Lieber Podcasts, die ich wirklich höre. Meine aktuellen Lieblingspodcasts: "Betreutes Fühlen" und "Kaulitz Hills". So unterschiedlich. So gut. - Das Abo läuft weiter. Ich bin inzwischen von Sachbüchern auf Romane umgestiegen. Diese beiden haben mich im letzten Monat besonders gefesselt: „Stay Away from Gretchen“ und die Fortsetzung „Was ich nie gesagt habe“ von Susanne Abel. Danke, Vivi, für die großartigen Empfehlungen. 🤍 Und das war sie, meine Q3-To-Want-Liste. Ehrlich? Sie ist lang. Vielleicht zu lang für jemanden, der gerade sagt: Ich brauche Balance. Aber weißt du was? Nicht alles davon ist Arbeit. Vieles davon ist Leben. Freundschaft, Bewegung, Farbe, Wasser, Lachen, Keramik, Podcasts im Ohr und Katzen streicheln. Das zählt auch. In diesem Sinne: Worauf freust du dich in deinem Sommer noch? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Und wenn du magst, begleite mich jeden Donnerstag per Newsletter. Kein Spam, keine Werbung, nur ich, mit dem, was mich gerade bewegt. Dein erstes Mini-Me: Das Starter-Kit für 0 EUR. Zeichne dich. Fühl dich. Versteh dich. Mit Anleitung, Materialliste und 25 Zeichenimpulsen für dein kreatives Tagebuch. Kein Talent nötig, nur du, ein Stift und ein bisschen Mut. Hier kannst du meine "alten" To-Wants finden: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2024 Das 12-Wochen-Jahr: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2024 Meine "To-Want-Liste": Was ich bis zum 31.12.2023 erleben und schaffen möchte 27 Dinge, die ich im Sommer 2023 erleben möchte Alles Liebe – Karina 🤍 *unbezahlte Werbung
- Kindheitserinnerungen: Es geht nie nur um die Erinnerung
Zusammenfassung meiner Blogparade: Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte Es war meine dritte Blogparade und bei der Themenauswahl wollte ich eigentlich nur eines: die Leichtigkeit von damals als Kind zurück. Ich war hochmotiviert, schnappte mir mein visuelles Tagebuch und zeichnete meine Mini-Me-Abhak-Buchetliste, genau so, wie ich es liebe. Mini-Mes sind selbstgezeichnete Figuren, die aussehen wie ich. Und da war es plötzlich: dieses schöne, warme Gefühl. Genau dieses Gefühl wollte ich auch dir mitgeben. Ich wollte, dass du es beim Schreiben deines eigenen Artikels spürst. Was dann kam? Prokrastination. Wochenlang. Aber nun war es eben meine eigene Blogparade. Und nachdem ich sogar schon die ersten Teilnehmerinnen in den Kommentaren entdeckte, war klar: Ich komme nicht drumherum. Mein eigener Artikel wollte geschrieben werden. Und natürlich auch der dazugehörige Rückblick mit all den entstandenen Blogartikeln. Und jetzt sitze ich hier, habe alle Beiträge noch einmal gelesen und veröffentliche endlich meinen Wrap-up, also die Zusammenfassung all der Artikel, die im Rahmen meiner Blogparade entstanden sind. Was ich dabei fühle, ist vor allem eins: Dankbarkeit. Meine Mini-Me-Bucketliste war schon lange fertig. Es fehlte nur noch der eigene Artikel zur Blogparade. Inhaltsverzeichnis Die Beiträge im Überblick Mascha: Bin ich Kind geblieben? Pia Hübinger: Man kann seine Kindheit nicht wiederholen. Nur besuchen. Mara Hoffmann: Revival für Findus‘ Pfannkuchentorte und ein Tag voll Katze Sadhana & Gisela Karina (mein eigener Artikel): Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück Was diese Blogparade mit mir gemacht hat Die Beiträge im Überblick Autorin Artikel Link Mascha Bin ich Kind geblieben? → Zum Artikel Pia Hübinger Man kann seine Kindheit nicht wiederholen. Nur besuchen. → Zum Artikel Mara Hoffmann Revival für Findus‘ Pfannkuchentorte und ein Tag voll Katze → Zum Artikel Sadhana Kommentar Gisela Kommentar Karina (Mein eigener Artikel) Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück → Zum Artikel Mascha: Bin ich Kind geblieben? Maschas Artikel war der erste, der als Kommentar unter meinem Aufruf erschien. Und er kam über meinen Newsletter, was mich doppelt gefreut hat. Beim Öffnen der Seite sehe ich das Titelfoto: eine Collage. So wunderschön. Mascha hat diesen Artikel an einem besonderen Tag geschrieben. Am 27. Juni war sie genau 66 einhalb Jahre alt. Dass sie sich ausgerechnet an diesem Halbjahresgeburtstag Zeit zum Schreiben genommen hat, berührt mich sehr. Ihr Text ist wie ihre Bilder: ehrlich, leise und voller kleiner Momente. Sie hat sich gefragt, was sie aus ihrer Kindheit nie losgelassen hat. Und stellt fest: vieles ist noch da. Das Collagen kleben, die Natur, die Bilder. Manches geht nicht mehr, aus körperlichen oder wirtschaftlichen Gründen. Aber sie trauert dem nicht nach und ich finde viele Gemeinsamkeiten mit mir. Das Schaukeln zum Beispiel :) Mein Lieblingszitat aus ihrem Artikel: „Mit zunehmendem Alter verlieren Bucketlists zunehmend an Bedeutung." Der hat mich erwischt. Denn ich bin, das sage ich ohne Scham, die Königin der Bucketlisten. Die Bilder, die Collagen, die Zeichnungen und die kleinen Anmerkungen unter ihren Texten, all das hat mich wirklich berührt. Von Herzen danke, liebe Mascha, fürs Teilen. → Zum Artikel Pia Hübinger: Man kann seine Kindheit nicht wiederholen. Nur besuchen. „Erinnerungen sind Wegweiser. Sie bleiben nicht nur, weil sie spektakulär waren, sondern weil sie etwas in uns berühren." Pia kenne ich aus der The Content Society von Judith Peters, und ich kenne viele ihrer Artikel. Sie bleibt nie an der Oberfläche. Sie geht tiefer, stellt Thesen auf, hinterfragt sie erneut. Genau das liebe ich an ihr. Und auch dieser Artikel ist so. Pia schreibt, dass schon beim Lesen meiner Impulsfragen der Widerstand in ihr aufkam. Genau das meine ich, wenn ich sage, dass dieses Thema mehr aufmacht als man erwartet. Sie beschreibt ganz konkret, was sie sich vornimmt. Ihr Sockenstrickzeug hat sie wieder ausgepackt. In den Sommerferien will sie mit ihren Kindern malen, Aquarell, Zentangle. Und dann eine Technik, die mich sofort begeistert hat: Man steckt den Bleistift durch ein Taschentuch, legt das Tuch über das Papier und zeichnet, ohne zu sehen, was entsteht. Erst hinterher hebt man das Tuch. Man kann nicht korrigieren. Das Bewerten wird gleich mit ausgeschaltet. Und dann: der Weg des Künstlers. Julia Camerons Buch hat sie für sich wiederentdeckt und nimmt sich vor, wieder Morgenseiten zu schreiben. Als Morgenseiten-Liebhaberin hat mich das besonders gefreut. „Vielleicht ist das das größte Geschenk unserer Kindheit. Sie erinnert uns daran, dass dieser Mensch einmal in uns gelebt hat. Und dass er noch immer da ist." Danke, liebe Pia, für diesen ehrlichen, tiefen Artikel. → Zum Artikel Dir gefällt, was du hier liest? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das echte Leben dazwischen. Damit du donnerstags kurz durchatmest. Donnerstags bei dir ankommen → Mara Hoffmann: Revival für Findus‘ Pfannkuchentorte und ein Tag voll Katze Mara hat mir per E-Mail geschrieben: Sie ist dabei, live, am 29. Juli. Für uns beide war das eine Premiere. An diesem Tag habe ich in ihrer Instagram-Story verfolgt, wie ihr Artikel entstand. Was für eine schöne Idee. Mara ist Katzenverhaltensberaterin für Familien und ihre Kindheitserinnerung führte sie geradewegs in die Küche. Mit ihrem ältesten Sohn hat sie damals eine Findus-Pfannkuchentorte gebacken, nach dem Kinderbuchklassiker von Sven Nordqvist. Dieses Mal wollte sie das mit ihren beiden Jüngsten wiederholen. Vegan. Und mit jedem, der dazugehört (Kind und Katz'). Das hat mich berührt: Erinnerungen werden nicht eingemottet. Sie werden weitergegeben. Wenn du jetzt Lust auf das Rezept bekommen hast und ihre schönen Katzen sehen möchtest, findest du hier den ganzen Artikel. Von Herzen danke, liebe Mara, für die Teilnahme, das Instagram-Live-Experiment und das leckere Findus-Rezept. → Zum Artikel Und noch zwei besondere Stimmen aus den Kommentaren Sadhana Sadhana hat keinen eigenen Artikel geschrieben, aber ihr Kommentar hat mich zum Lachen gebracht. Sie schreibt, dass sie die kindliche Freude ganz bewusst in ihren Alltag holt, vor allem wenn sie merkt, dass sie zu rigide wird. Auf Festivals fühlt sie sich nachts wie Alice im Wunderland. Und neulich ist sie mit ihrer 18-jährigen Tochter durch ein Gewitter geradelt. Sie wussten, dass sie nass werden würden. Sie wurden nass. Richtig nass. Durch Pfützen, die 50 Zentimeter tief waren, an einer Stelle mit echter Sorge, dass ein Kleinwagen darin schwimmen könnte. Und sie haben gelacht und gejuchzt. Sadhana, du hast einfach einen meiner Bucketlisten-Punkte abgehakt. Ich bin ein bisschen neidisch. Zumal ich das Pfützenspringen bis heute noch nicht getan habe. Auch dir, liebe Sadhana, von Herzen danke für's Teilen. Gisela Gisela ist meine Mutter. Sie hat keinen Blogartikel geschrieben, sondern einfach losgetippt. Ein Strom von Erinnerungen: der Musiklehrer Becker, die erste Zugfahrt allein mit elf Jahren, ihre Schulfreundin Annedore, die sie seit 1960 kennt. Kirschen pflücken mit Opa ganz oben in den Ästen. Aus Omas Teigschüssel naschen. Die Küche als Sammelplatz der Familie, neun Personen. Am Ende schreibt sie: „Ich denke, es reicht erst mal." Ich denke, es reicht für ein ganzes Leben. Meine Mutter lebt das innere Kind. Sie kam sehr jung ins Internat, durfte nur in den Ferien nach Hause. Viele Jahre hat sie die Depression gefangen gehalten. Seitdem sie da rausgefunden hat, lässt sie sich von niemandem mehr etwas verbieten. Sie tanzt, singt, kleidet sich bunt, fernab aller Norm. Oft bin ich die Erwachsene von uns beiden. Und mit zunehmendem Alter liebe ich es, mir dieses Kindsein von ihr abzuschauen. Danke, Mama, für alles. 🤍 Mein eigener Artikel: Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück Mein ursprünglicher Plan war simpel: eine kleine Bucketliste mit Kindheitserinnerungen, die ich einmal wiederholen und dann abhaken wollte. Schöne Momente nochmal erleben, das Gefühl von Leichtigkeit zurückholen. So weit der Plan. Ich überlegte, zeichnete. Und dann kam der Widerstand. Woche für Woche schob ich den Artikel auf. Ich prokrastinierte. Warum eigentlich? Es sind doch nur schöne Erinnerungen. Die Blogparade war längst draußen, die ersten Kommentare standen schon unter meinem Aufruf, nur mein eigener Artikel fehlte noch. Irgendwann habe ich mir von meiner Mutter die alten Fotoalben geholt, mich damit auf den Fußboden gesetzt und darin geblättert. Krass. Da kam ordentlich was hoch. Wie passend, dass genau in dieser Zeit die Fotoausstellung von Harald Kirschner „50 Jahre Grünau – als Grünau noch Schlammhausen hieß..." lief. Denn ich bin aufgewachsen auf einer riesigen Baustelle, die für mich das reinste Paradies war. Aus der Bucketliste wurde etwas anderes. Nicht die Erinnerungen sind es, was ich zurück will. Es ist das Gefühl dahinter. Die Freiheit. Das sanfte Wissen: Mir steht die ganze Welt offen. Pias Artikel hat dabei etwas in mir angestoßen, das diesen Gedanken nochmal weitergeführt hat. → Hier findest du meinen eigenen Artikel Zeichnungen und ein Foto von mir, die ich in den alten Alben meiner Mom entdeckt habe. Was diese Blogparade mit mir gemacht hat Ich bin dankbar. Dankbar für all die Menschen, die sich die Zeit genommen haben, mitzumachen. Für ihre Geschichten, ihre Gedanken und den Mut, auch dort hinzuschauen, wo es vielleicht nicht ganz so bequem wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Was mich beim Lesen aller Beiträge besonders berührt hat, war die Unterschiedlichkeit der Wege, die daraus entstanden sind. Pia hat Dinge aus ihrer Kindheit wieder aufgegriffen und dabei gemerkt, dass sie noch immer etwas in ihr berühren. Mara hat eine Erinnerung mit ihren Kindern neu erlebt. Sadhana holt sich die kindliche Freude ganz bewusst in ihren Alltag. Bei Mascha zeigt sich, dass manches geblieben ist, während anderes heute nicht mehr möglich ist. Und Gisela zeigt mir immer wieder, dass dieses innere Kind auch im Erwachsenenalter seinen Platz haben darf. Und plötzlich war da für mich ein gemeinsamer Gedanke: Wir können unsere Kindheit nicht zurückholen. Aber wir können entdecken, was von ihr noch in uns steckt. Ob ich selbst noch einmal eine Blogparade starte, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe gemerkt, wie viel freier ich mich fühle, wenn ich an den Paraden anderer teilnehme. Vielleicht darf diese Erfahrung einfach genau so stehen bleiben. Was bleibt, ist meine Dankbarkeit für all die Geschichten, die durch diese Blogparade zusammengekommen sind. Und vielleicht auch die Erinnerung daran, dass ein Blick zurück etwas sichtbar macht, das im Heute noch seinen Platz sucht. Das ist manchmal ein Stück Kindheitsverarbeitung. Und die ist nicht immer leicht. Aber vielleicht muss sie das auch gar nicht sein. Hast du eine Kindheitserinnerung, die du gern noch einmal erleben würdest? Schreib mir gern. Und wenn dieser Artikel etwas in dir berührt hat, dann freue ich mich, wenn wir uns öfter lesen. Jeden Donnerstag schicke ich dir einen ehrlichen Text über Kreativität, mentale Gesundheit und das, was mich gerade bewegt. Nur ganz kurz und kein Hochglanz. Versprochen. Hier kommst du zur Anmeldung → Alles Liebe - Karina 🤍 Falls ich etwas nicht ganz getroffen habe, sag mir gern Bescheid. Ich passe den Text dann liebend gerne an.
- Meine 45 To-Wants für das 4. Quartal 2026
“Oh fall, it’s nice to see you again.” Die Blätter am Baum vor meinem Atelier färben sich langsam in ein warmes Gelb, am Nachmittag kommt der Wunsch nach heißer Schokolade auf, und in den Supermarktregalen stapeln sich längst die ersten Lebkuchen. Alles Zeichen dafür, dass wir uns langsam dem Jahresende nähern. Und bevor die Lichterketten angehen, nehme ich mir die Zeit und schreibe auf, was ich mir für die letzten drei Monate des Jahres wünsche. Diesmal möchte ich meine To-Want-Liste etwas anders gestalten. Der Impuls dazu kommt von Judith* aus der Content Society. Sie empfiehlt, statt einfach aufzuschreiben, was wir bis Silvester noch erleben, erledigen oder erreichen möchten, einen Schritt weiterzugehen und uns zwei Fragen zu stellen: Wer will ich eigentlich sein? Meine Antwort kam schnell. Ich möchte finanziell unabhängig sein mit meinem wundervollen Kreativ-Business. Ich möchte weiterhin selbst kreativ sein, Menschen in ihre Kreativität bringen und mit meinen Mini-Mes so viele Menschen wie möglich erreichen. Wie? Indem ich über mentale Gesundheit aufkläre. Indem ich zeige, wie du dein eigenes Mini-Me zeichnest und dabei deinen persönlichen Themen auf kreative Art begegnest. Und, was schon seit gefühlt Jahren auf meiner persönlichen Agenda steht: neue Produkte entwickeln, eigene Workshops anbieten und mit wundervollen Menschen zusammenarbeiten, die eine große Vision teilen. Was kann ich schon bis Silvester tun, um dieser Vision ein kleines Stück näherzukommen? Aus diesen beiden Fragen sind drei Bereiche entstanden, an denen ich mich in den letzten drei Monaten des Jahres orientieren möchte. Und genau danach ist meine To-Want-Liste dieses Mal sortiert: Was möchte ich bis zum 31.12.2026 erleben? Wie möchte ich wachsen und was möchte ich lernen? Was kann ich der Welt bis Silvester zurückgeben? Inhaltsverzeichnis Kurzer Blick zurück auf mein 3. Quartal Was ich bis zum 31. Dezember 2026 erleben will Wie ich wachsen will und was ich lernen möchte Was ich der Welt bis Silvester zurückgeben will Was steht auf deiner Liste? Hier kannst du meine "alten" To-Wants finden Kurzer Blick zurück auf mein 3. Quartal Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2026 war lang. Sehr lang. 38 Punkte, um genau zu sein. 28 davon konnte ich abhaken. Ich war zehn Tage zur Workation in Hamburg, habe zwei wundervolle Aquarell-Workshops gegeben, Keramik in einem Lüneburger Studio bemalt und bin trotz meiner Autofahrangst in den Bully gestiegen. Und alle meine Mädels, die ich sehen wollte, habe ich gesehen. :) Ein paar Punkte sind offen geblieben: die Neon-Bilder kreieren, die Keramikrohlinge, die im Atelier stehen, zu Ende bemalen, die RUSU von Laura Malina Seiler beenden, mein Buch Der Weg des Künstlers, Teil 2, zu Ende lesen und die Aufgaben auf dem Zettel aus dem Minimalismus-Glas umsetzen. Diese Punkte nehme ich mit ins Q4. Das morgendliche „Sommer“-Schwimmen im See tausche ich gegen Eisbaden. Und das Hörbuch-Abo? Das darf bleiben. Dank meiner Freundin Vivi bin ich von Sachbüchern auf Romane umgestiegen und höre einfach weiter. Was genau ich alles umgesetzt habe, findest du direkt in meiner Q3-Liste. Was ich bis zum 31. Dezember 2026 erleben will Hier kommt alles, worauf ich mich wirklich freue. ✔ Urlaub in der Steiermark in Österreich. Raus aus dem Alltag, meine Freundin Babsi besuchen und ihr Söhnchen kennenlernen ✔, die Mädels treffen ✔, Zeit im Wohnwagen genießen ✔, ganz viel zeichnen, Graz ✔ und Wien besuchen ✔, Kaiserschmarren essen ✔ . Ich freu mich so sehr darauf. Workation mit Nathalie in Leipzig. Kaum bin ich aus dem Urlaub zurück, geht es direkt weiter: Wir arbeiten gemeinsam in meiner Lieblings- und Heimatstadt Hypezig. Für ein paar Tage schließen wir uns in meinem Atelier ein und tüfteln an unseren Projekten. Das wird großartig. Mindestens 5 Weihnachtsmärkte in Leipzig und Umgebung mit meinen Mädels. Auf meiner Liste stehen schon Weihnachten am Kreuz im Werk 2, der kauzige Wintermarkt bei Herr Kauzig und der Weihnachtsmarkt am Felsenkeller in Leipzig. Handbrot, Lichterketten, Mandel- und Lebkuchenduft in der Nase und kalte Finger am warmen Kinderpunschbecher. 3 Weihnachtsmärkte in anderen Städten. Einer davon vielleicht in Dresden, München, eventuell Halle. Ich versuche, am 12.12.2026 mit meinem Atelier bei „Advent in den Höfen“ dabei zu sein. Ich besuche die Ausstellung „Der kleine Prinz“ im Kunstkraftwerk. Ich besuche die Ausstellung „Platte. Leben in der Großwohnsiedlung“ im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Ich teste die beiden neuen Keramikmalstudios (Kreativwerk und Oh! Keramik) in Leipzig. Rein aus Recherchegründen, versteht sich. :-) Kreativworkshop bei Jessica in München. Dieses Jahr will ich unbedingt noch zu Jessica nach München, in einen ihrer Kreativworkshops. Ich folge ihr schon ewig auf Instagram und bin verliebt in ihre abstrakte Kunst. Den Platz in meinem Atelier hab ich gedanklich schon freigeräumt. Das Bild dazu fehlt nur noch. Jede Woche ein kreatives Date mit mir selbst. Mal keine Begleitung und kein Programm, nur ich und meine Neugier. Die Idee stammt aus Julia Camerons „Der Weg des Künstlers“. Eine Schaukel für mein Zimmer. Ich gestalte mein Zimmer um, und dazu gehört eine Schaukel. Als Kind hing bei uns eine im Türrahmen zwischen Wohn- und Kinderzimmer. Ich liebe Schaukeln bis heute: Sobald ich eine sehe, sitze ich auch schon drauf. Zu Hause und im Atelier steht zwar jeweils ein Schaukelstuhl. Aber das ist eben Schaukeln für Erwachsene. Ich will die echte. Ich hüte Till und Uno über Weihnachten. Meine Kuschel-Kater und ich genießen gemeinsam das Fest :) Ich freu mich sooo sehr darauf. Gizmo, die Französische Bulldogge, macht Urlaub in Leipzig. Vor Kurzem hab ich erfahren, dass Gizmo, meine Lieblings-Bulldogge aus Hamburg, für drei Wochen Urlaub bei mir machen wird. Ich hab ihn seit 2023 nicht mehr gesehen. In HH waren wir Nachbarn, und er verbrachte viele Stunden bei mir, während sein Frauchen arbeitete. Ich zelebriere die Rauhnächte. Mindestens 3-mal in die Sauna. Einmal pro Monat, als warmes Geschenk an mich. 3-mal Eisbaden. Mal schauen, ob ich das schaffe. Wie ich wachsen will und was ich lernen möchte Wachsen ist nicht immer kuschelig. Aber Umsatz kommt nun mal von Umsetzen, deshalb stehen genau diese Punkte auf meiner Liste. Damit mein Fokus dahin wandert, wo ich ihn haben will, und nicht dahin, wo’s gerade bequem ist. Mein digitaler Adventskalender wird dieses Jahr schon drei. Ab dem 1. Dezember öffnet er seine Türchen. Wann du dich anmelden kannst, verrate ich zuerst in meinem Newsletter. Geld kostet er dich keinen Cent. Du schenkst mir dafür deine E-Mail-Adresse, und ich schenk dir 24 Türchen. Mein Mini-Me-Journal ist online bestellbar. Es ist der kleine Bruder meines Adventskalenders und mein erstes Mini-Me-Produkt, für das ich Geld nehme. Uiuiui ... aufregend! Ich freu mich riesig. Und genau deshalb drücke ich mich gerade ganz prima davor. Vorfreude und Prokrastination sind offenbar beste Freundinnen. Meine neue Startseite ist fertig und online. Meine neue Angebotsseite ist fertig und online. Meine neue Über-mich-Seite ist fertig und online. Ich veröffentliche meinen 150. Blogartikel. Bis dahin fehlen noch 20. Challenge accepted! Ich gewinne mindestens 50 neue Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten. Falls du noch nicht dabei bist: Du bist herzlich eingeladen. Jeden Donnerstag landet eine kurze Mail in deinem Postfach. Und mit kurz meine ich wirklich kurz, denn lange Newsletter mag ich selbst nicht. Ich schreibe 3 Blogartikel „12 von 12“. Am 12. Oktober, am 12. November und am 12.12.2026. Ich schreibe 3 Monatsrückblicke. Jeweils Anfang Oktober, November und Dezember. Ich schreibe meinen Jahresrückblick 2026. Am Ende des Jahres nehme ich mir wieder bewusst Zeit, um zurückzuschauen und zu reflektieren. Falls du neugierig bist, wie das aussieht: Hier ist mein Jahresrückblick 2025. Ich probiere mindestens 3 neue kreative Techniken aus. ✔ Ich male richtig bunte Bilder mit meinen Neon-Markern. Der Punkt ist ein Mitbringsel aus Q3: noch nicht umgesetzt, aber die Lust ist auf jeden Fall da. Diese Farben leuchten einfach so schön, dass sie nicht länger in der Schublade liegen dürfen. Wenn bunt, dann eben richtig. Ich bemale meine Keramikrohlinge. Die stehen schon viel zu lange im Atelier. Bestellt hab ich sie letztes Jahr zu Weihnachten, fertig ist bisher eins von dreien. Sie kommen vom Lieblingswerk, meinen ehemaligen Arbeitgebern. Bis 2025 hab ich in ihrem schönen Studio Keramikmal-Anleitungen gegeben, und seit Ende 2025 gibt es die Rohlinge online. Weil ich diesen Nebenjob so geliebt habe, ist das meine Herzensempfehlung für alle, die keine Zeit fürs Studio haben, aber trotzdem kreativ sein wollen (unbezahlte Werbung). Ich richte ein automatisches Bezahltool ein. Bisher läuft alles händisch auf Rechnung. Das hat bald ein Ende. Ich meistere mindestens 3 Mut-Challenges. Ich übe Einparken mit unserem Bully. Ich mache an 3 Tagen pro Woche 5 Minuten meine Nacken-Übungen. Der Plan im Sommer war täglich. Die Realität war: fast nie. Also schraube ich runter, statt aufzugeben. Oder wie meine Physiotherapeutin so schön sagt: Muskelaufbau ist wichtig im Alter. Auch wenn ich das nicht hören will. Ich nehme an 2 Aufstellungsterminen (Psychodrama) teil. ✔ Ich schließe RUSU von Laura Malina Seiler ab. Ich lese „Der Weg des Künstlers 2“ zu Ende. Ich führe mein Minimalismus-Glas weiter. Die Idee dahinter: Auf kleine Zettel schreibe ich alles, was mir auffällt oder was ich schon lange erledigen wollte. Die kommen ins Glas, und jede Woche ziehe ich einen. Was draufsteht, wird gemacht. Kein Aufschieben, kein Diskutieren, kein Verschieben. Bisher leider ja. Was ich der Welt bis Silvester zurückgeben will Genau hier treffen sich meine Vision und mein Alltag. Ich probiere was Neues in meinem Newsletter: Jeden Donnerstag gibt’s neben meinen Gedanken einen kleinen Mini-Me-Zeichenimpuls dazu. Weil ich das Zeichnen so liebe und weil ein paar Minuten mit Stift und Papier manchmal mehr freimachen als jede To-do-Liste. Ob ich das jede Woche schaffe? Wir werden sehen. Ich bin selbst gespannt. Ich starte eine Zusammenarbeit mit einer anderen Kreativen. Ich veröffentliche 5 Blogartikel zur Psychoedukation. Ich möchte mein Wissen über mentale Gesundheit mit dir teilen. Ganz ehrlich und ohne erhobenen Zeigefinger. Ich spende regelmäßig. Ich suche mir eine Organisation, die mir am Herzen liegt, und spende. Bis Silvester ist meine erste Spende überwiesen, und danach soll es regelmäßig weitergehen. Ich denke an Kinder, Tiere, kranke oder ältere Menschen. Kannst du etwas empfehlen? Ich verschicke mindestens 10 Karten über Post mit Herz. Ich verschicke selbst gestaltete Grüße an Menschen im Heim. Kleine Karten, die jemandem den Tag ein bisschen wärmer machen. Ich leite 16 Acryl-Workshops bei Drink & Paint. Darunter ein Christmas & Paint. Kreieren und Weihnachtsvorfreude ... ich freu mich. Ich gebe 3 Aquarell-Workshops in den wundervollen DIY-Räumen mit FLAMINGOCAT. Ich lade zu mindestens 3 Kreativ-Events in mein Atelier ein. Farbe, schöne Gespräche, warmes Licht. Komm vorbei! Was steht auf deiner Liste? 45 To-Wants. Sieben mehr als bei meinem Sommer-Rekord. Upsi. :-) Und diesmal fühlt sich die Liste etwas anders an. Jeder Punkt ist ein kleiner Schritt hin zu der Karina, die ich sein möchte. Und du? Was willst du bis Silvester noch erleben, lernen oder zurückgeben? Schreib es mir gern in die Kommentare. Ich bin richtig neugierig. Und falls du beim Lesen Lust bekommen hast, selbst einen Stift in die Hand zu nehmen: Mit meinem Mini-Me Starter-Kit zeichnest du dein erstes kleines Ich, ganz entspannt zu Hause. Dafür brauchst du kein Talent und keine teure Ausrüstung, nur einen Stift, ein Blatt Papier und ein paar Minuten Zeit für dich. Hier kannst du meine "alten" To-Wants finden: 2026 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2026 2025 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2025 2024 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2024 Das 12-Wochen-Jahr: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2024 2023 Meine "To-Want-Liste": Was ich bis zum 31.12.2023 erleben und schaffen möchte 27 Dinge, die ich im Sommer 2023 erleben möchte Alles Liebe – Karina 🤍 *Diese Liste ist Teil der To-Want-Aktion von Judith Peters. Hier findest du ihre To-Want-Liste für das 4. Quartal 2026.
- Mein "12 von 12" im Oktober: Wien
Wir haben Urlaub und heute geht es für ein Paar Stunden nach Wien. Willkommen in meinem "12 von 12" im Oktober 2026. Dir gefällt, was du hier liest? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das echte Leben dazwischen. Damit du donnerstags kurz durchatmest. Donnerstags bei dir ankommen → coming soon Und wie schon beim letzten "12 von 12" verabschiede ich mich mit einem Bild und mit den Worten von Caro von „Draußen nur Kännchen", die dieses wunderbare traditionelle Blogformat am Leben erhält: Vielen Dank fürs Gucken. Alles Liebe, Karina 🤍 Du magst solche Einblicke in meinen Alltag? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich dir, was mich gerade beschäftigt, was ich ausprobiere und was mich inspiriert. Kein Spam, nur Gedanken.
- Mein "12 von 12" im September: Brunch & Paint, T5 und eine Gottesanbeterin in Leipzig
Ein Samstag, ein Brunch & Paint-Event, ein Angstgegner auf vier Rädern und eine Gottesanbeterin auf dem Gehweg. Kein Ruhetag, aber einer, der mich von morgens müde bis abends satt durch Leipzig trägt. Mit allem, was dazugehört. Willkommen in meinem "12 von 12" im September 2026. Dir gefällt, was du hier liest? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das echte Leben dazwischen. Damit du donnerstags kurz durchatmest. Donnerstags bei dir ankommen → 8 Uhr. Es ist Samstag. Und ich bin noch müde. Gestern Abend hatte ich ein Drink & Paint-Event, und gleich geht es weiter. Ich bin eigentlich kein Frühstücksmensch, aber da das heutige Event bis 14 Uhr geht, muss ich vorher etwas essen. Also sitze ich frisch geduscht, ins Handtuch gewickelt auf dem Sofa und drücke mir Haferflocken mit griechischem Joghurt und Rosinen rein. Proteine sollen es sein, sagt meine Physiotherapeutin. Gut für die Muskeln. Also: essen, fertig machen, und dann ab zum Brunch & Paint, das ich heute begleiten darf. Noch ein letzter Blick in den Spiegel. Der Dutt sitzt. Ein letzter Schluck Kaffee, und... oh. Zurück in die Küche. Den Kaffee nicht vergessen. Jetzt aber schnell. Ich merke schon, wie die Nervosität in mir hochkriecht. Gleich darf ich, nein, muss ich wieder Autofahren. Aber erst noch ein kurzer Stopp im Atelier, um die gepackten Materialien fürs Event abzuholen. Das Motiv für heute steht fest: Serviettentechnik. Der Strand ist immer gefragt, und die Welle ist beim letzten Event spontan beim Vorführen entstanden. Noch nicht ganz fertig, aber als Beispiel mehr als würdig. Ich schnappe mir die beiden Bilder, die Kisten mit Leinwänden, Servietten, Gästeliste und noch vielem mehr, und bringe alles zu unserem Dicken, dem T5. Da steht er. Mein Angstgegner. Eine Freundin nannte ihr Auto immer „Freiheit", und genau daran erinnere ich mich jedes Mal, wenn ich ihn sehe. Hilft nix: Ohne ihn bekomme ich meine Materialkisten nicht transportiert. Also. Kisten rein, Seitenspiegel ausklappen, mich hoch auf den Fahrersitz hieven. „Ich schaffe das", geht's mir durch den Kopf. Tief einatmen, langsam losfahren. Das Universum hat zugehört. Gleich in der Nähe der Location wartet ein riesiger Parkplatz auf mich. Yes! Fahrt 1 ist geschafft. Ich laufe mehrmals und bringe die Kisten ins Café. Kurz vor 10. Perfekt, noch eine ganze Stunde für den Aufbau. Es ist 10:45 Uhr und ich bin bereit. Es duftet schon verführerisch nach Frühstück, denn heute ist Brunch & Paint. Ich mache noch schnell ein Foto für den Blog und warte auf die Gäste. Zwei kreative Stunden verbringen wir miteinander. Ich mag die Serviettentechnik sehr und habe mich für die Farben dunkelgrün und gold auf meiner Leinwand entschieden. 14:15 Uhr. Vor dem Atelier angekommen. Mein Partner erwartet mich schon, er ist meine persönliche Einparkhilfe, bis ich mich irgendwann traue, es auch alleine zu wagen. Ich schaffe es sogar ohne seine Hilfe. Erleichtert steige ich aus. Tief durchatmen. Kurz innerlich feiern, dass ich es wieder gemacht habe. Kisten schnappen, ins Atelier stellen. Bis Montag, denke ich. Auspacken dann in aller Ruhe. Auf dem Weg vom Atelier in die Wohnung, die nur eine Minute zu Fuß entfernt ist, entdecke ich diese Schönheit. Ich knipse sie und schicke das Foto direkt an meine Freundin Caro, die ein riesiges Herz für Insekten und allerlei Krabbeltiere hat. Sie schreibt zurück: „Schon interessant, dass ausgerechnet ein Wesen, das Gottesanbeterin heißt, seine Männchen nach oder sogar während der Paarung verspeist."* Ich schmunzle. Mein Partner und ich gehen nach Hause. Ich lasse mich aufs Sofa fallen, Füße hoch, kurz ausruhen. Bevor es gleich weitergeht. *Ich hab die KI gefragt: Der Name kommt von der Haltung, die aussieht wie ein Beten. Die Verbindung zum "Anbeten" vor dem Verspeisen ist dann wohl mehr glücklicher Zufall als Absicht :) Oha, jetzt habe ich doch Hunger. Zum Glück muss ich heute nicht mehr selbst fahren, das übernimmt mein Partner Rico. Ein kurzer Einkaufs-Stopp, eine Dose Pringles als Erstversorgung, und wir fahren... na, ahnst du es schon? Dorthin, wo man samstags eigentlich nie hinfahren sollte. Japp, genau. IKEA. An einem Samstag. Der Parkplatz verrät es sofort: Die Hoffnung, dass es nachmittags ruhiger sein könnte, war naiv. Aber erstmal stärken, bevor es ins Getümmel geht. „Ach komm, mach doch bitte ein Foto von mir, ist für mein 12 von 12", bettle ich. Keine Chance. Also mache ich es selbst, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Die von unten oder von oben gefallen mir am besten. Frontal? Ähm, nö. Da sehe ich dann doch, leicht eitel, mein Alter. Auf dem Weg nach Hause. Ein paar neue Geschirrtücher, ein Sieb mit "Füßen", eine graue Fußmatte für den Wohnwagen. Das ist unsere Ausbeute. Dabei hat es tatsächlich einen Vorteil, erst nach einem Event ins schwedische Möbelhaus zu fahren. Ich war so müde, dass wir direkt die Abkürzung nach unten genommen und den Ausstellungsbereich komplett ausgelassen haben. Kein „oh, ich möchte noch das sehen" oder „lass uns doch den ganzen Weg nehmen". Nichts davon. Ich sitze platt und satt im Auto, der schwere Kakao liegt noch im Magen, und freue mich auf nichts sehnlicher, als endlich die Füße hochlegen zu können. Und wie schon beim letzten "12 von 12" verabschiede ich mich mit meinem Bild der Instagram-Artcollabfamilie (das Thema diesmal: Indien & Bollywood) und mit den Worten von Caro von „Draußen nur Kännchen", die dieses wunderbare traditionelle Blogformat am Leben erhält: Vielen Dank fürs Gucken. Alles Liebe, Karina 🤍 Du magst solche Einblicke in meinen Alltag? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich dir, was mich gerade beschäftigt, was ich ausprobiere und was mich inspiriert. Kein Spam, nur Gedanken.
- Mein Monatsrückblick August 2026: Elf Events, ein Urteil und viele Katzengeschenke
Goodbye August. Du warst voll. Aufregend. Manchmal echt anstrengend. Und du hast mich mehr beschäftigt als ich dachte. Manchmal schreibt ein Monat sein eigenes Drehbuch. Ich war mehr Zuschauerin als Regisseurin. Ein Gerichtssaal, tote Mäuse, Fotoalben aus alten Zeiten. Und dazwischen: Farbe, Pinsel, 11 Events und eine Workation in der Nähe von Hamburg. August eben. Warum ich einen Monatsrückblick schreibe? Ich nehme mir Zeit, um auf das Vergangene zu schauen. Was hat mich bewegt? Was hat mich begleitet? Was darf ich loslassen? Der Monatsrückblick ist mein persönlicher Raum für Reflexion. Inhaltsverzeichnis Was war das für ein kreativer August in Leipzig! Gerichtssaal, Katze Mini und das Thema Leben und Tod Workation an der Elbe: Webseiten-Makeover und die Claim-Geschichte Auf den Spuren meiner Kindheit in Leipzig-Grünau Mein Gedanke im August: Hinschauen und loslassen Was im August sonst noch los war Diese Blogartikel habe ich im August 2026 geschrieben Was war das für ein kreativer August in Leipzig! Ganze 11 Events durfte ich im August hosten. Darunter 8 Drink&Paint-Events, zwei Aquarell-Workshops in einem wundervollen DIY-Studio auf der Karli und ein ganz eigenes in meinem Atelier. Geplant war es als Picknick. Dann kam das Wetter dazwischen und kurzerhand verlegten wir es nach drinnen. Das Thema: Meditative Musterzeichnung, Bierdeckelkunst. Hach, war das schön. Um mich darauf vorzubereiten, zeichnete ich passend vor dem Schlafengehen selbst die kleinen Deckelchen. Ein schöner Moment, in dem ich meinen Social-Media-Konsum reduzieren und ihn mit der Workshop-Meditation verbinden konnte. Gerichtssaal, Katze Mini und das Thema Leben und Tod ⚠ Triggerwarnung Im nächsten Abschnitt schreibe ich über Stress, ein Gerichtsverfahren und den Tod kleiner Tiere. Wenn dich das gerade zu sehr berührt, überspring diesen Teil einfach und lies weiter unten weiter. Ich war so angespannt. Mein Hals und Nackenbereich schmerzte, mein ganzer Körper war fest. Wir saßen auf der Bank vor dem Amtsgerichtszimmer und warteten darauf, dass das Urteil gesprochen wird. Sie kamen. Wir betraten den Saal. Das Urteil war da. Und ich lief direkt aus dem Gerichtsgebäude zur nächsten Bushaltestelle. Puh. Die Verhandlung hatte wieder länger gedauert als erwartet, und ich musste meine Züge bekommen. Eigentlich war geplant, die kleine Mini, ein schwarzes, zartes Samtpfötchen meiner Freundin Mel, bereits ab Sonntag, dem 2.08. zu hüten. Dann kam die Anfrage für das Aquarell-Event, über die ich mich unfassbar gefreut habe. Und nach dem zweiten Gerichtstermin folgte die Nachricht, dass es einen dritten brauchen würde. Dienstag, 4.08.2026. Also fuhr ich direkt nach der Verhandlung nach Hause, schnappte mir meinen Koffer und düste zum Hauptbahnhof. Was für ein Stress, und dazu noch ein unfassbar schwüler Tag. Die Zugfahrt... oh je. Das ist ein anderes Thema. Ich glaube, ich werde das Chaos zeichnen. Fix und fertig erreichte ich den letzten Bus ab Hamburg-Harburg Richtung Over. Bekam den Schlüssel von dem Mädchen, das Mini bis zu meiner Ankunft gefüttert hatte, und war endlich in der Wohnung meiner Freundin angekommen. Und da lag es. Mein Willkommensgeschenk. Ein kleines, lebloses Mäuschen. Mit Spinnen, Käfern, Krabbeltieren, null Probleme. Aber tote Tiere? Das kann ich nicht. Ich war so angewidert. Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Partner und einer ordentlichen Portion Motivation machte ich mich an die Entsorgung. Was in den nächsten Tagen folgte, war ganz viel Liebe und Gastfreundschaft seitens der kleinen Katze. Drei Mäuse, ein lebendiges Mauswiesel und ein Vögelchen. Mini brachte ihre Beute über ein offenes Dachfenster ins Haus. Ich liebe diese Katze. Aber für mich als Stadtpflanze war es Stress pur. Bisher hatte ich Till und Uno, meine beiden Lieblingskater, gehütet. Dass ich durch die kleine Mini so mit Leben und Tod in Berührung kommen würde, das musste ich erst mal verdauen. Sogar nach meiner Abreise legte sie noch zwei weitere Geschenke in die Wohnung, bis ihre Lieblingsmenschen von ihrer Reise zurückkamen. Puh. Das war ein Erlebnis. Workation an der Elbe: Webseiten-Makeover und die Claim-Geschichte Bereits in Over suchte ich nach einer Möglichkeit, runterzukommen. Die letzten Wochen waren hart. „Ich möchte..." schrieb ich der KI. Wir erarbeiteten einen kleinen Plan, der mich schon während der Workation auf die Zeit danach vorbereiten sollte: Weniger Social Media, besonders vor dem Einschlafen. Mehr Zeit für Spaziergänge. Zeit für meine eigenen Projekte. Ich habe es so genossen, endlich wieder an meiner Webseite zu basteln. Mir endlich die Zeit für den eigenen Claim, die Dreier-Kombo und all das zu nehmen. Nachdem mein neuer Claim stand und der Artikel geschrieben war, schickte ich ihn an meine Blogbuddiline Susanne. Ein ernüchterndes Feedback per Sprachnachricht kam zurück, als ich gerade auf dem Elbdeich zum nächsten Supermarkt lief. Die Sonne wärmte meinen Rücken, das Handy in der Hand, Richtung Sonne und Elbe blitzelnd, hörte ich ihre Nachricht ab. Kurz zusammengefasst: Den Claim fand sie doof. Oha. Auf die Ehrlichkeit meiner Freundin kann ich mich verlassen. Ich lief den Deich runter, ging einkaufen, ließ das Gehörte erst mal sacken und lief auf dem Deich wieder zurück Richtung Wohnung. Ja. Irgendwie hatte sie ja recht. Dir gefällt, was du hier liest? Dann komm in meinen Newsletter. Jeden Donnerstag schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das echte Leben dazwischen. Damit du donnerstags kurz durchatmest. Donnerstags bei dir ankommen → Auf den Spuren meiner Kindheit in Leipzig-Grünau Durch meinen eigenen Blogartikel zu meiner Blogparade mit dem Thema Kindheitserinnerungen kam ich an meiner eigenen Kindheit nicht vorbei. Ich rief meine Mom an und bat sie, mir die alten Fotoalben rauszusuchen. Ich holte sie, es sind viele, in einer riesigen Plastetüte ab und setzte mich zuhause mit ihnen auf den Fußboden. Ich las zum ersten Mal bewusst die Bildnotizen meiner Mom. Ich muss sagen, es bewegte mich sehr. Ich sah mich als Baby, erfuhr, dass ich die ersten sechs Monate nach meiner Geburt zusammen mit meiner Mom auf dem Bauernhof meiner Oma verbrachte. Als ich einen Krippenplatz bekam, zogen wir zurück nach Leipzig. Zuerst wohnten wir, heute würden wir es WG nennen, bei einer älteren Dame, „Oma Diering". Sie hatte keine Nase und lediglich eine Prothese. Meine Mom sagt das heute noch beim Nennen ihres Namens immer gleich mit dazu. Später dann eine eigene Wohnung in der Langestraße in Leipzig. Erstes Obergeschoss, eine 1,5-Zimmer-Wohnung mit der Dusche in der Küche und der Toilette im Hausflur, in einem Haus, das bereits damals schon einsturzgefährdet war. Das Geländer zu den oberen Etagen war eingebrochen, es regnete durch das Dach. Unsere Nachbarn zogen aus, der Hund der Familie war mein damaliger Sandmann und sagte mir vor dem Schlafengehen gute Nacht. Dann waren wir allein in dem Haus. Im Album las ich, wieviel Angst ich hatte. Die Fenster wurden eingeschlagen, Müll in einer Nacht ins Haus gekippt. Und immer wieder las ich von den vielen Versuchen meiner Mutter, für uns eine Wohnung zu finden. Selbst beim Bürgermeister war sie, nur um wieder abgewiesen zu werden. Im Album stand, wie viel ich weinte. Ich las, dass ich körperliche Reaktionen zeigte und manchmal das, was die Psychologie Regression nennt: In Stressphasen fiel ich in jüngere, kindliche Verhaltensmuster zurück. Es macht mich traurig mit dem Wissen, was innerhalb der ersten Lebensjahre eines Kindes alles „aufgenommen" wird. Tagsüber war ich in der Ganztagskrippe. Von sechs bis sechs. So war das nun mal zu DDR-Zeiten. Dann endlich die Nachricht: Wir bekommen eine Wohnung in Leipzig-Grünau. Ich bin mittlerweile fünf Jahre alt. Grünau ist ein Viertel, das gerade erst erbaut wurde. Was für ein Lichtblick nach den kalten Wintern in dem alten Haus. Die neue Wohnung: 1,5 Zimmer mit einer richtigen Heizung, einem Bad inklusive Badewanne. Meine Mom erfuhr, dass wir noch sechs Monate warten sollten. Sie war tieftraurig. Als ich sie heute darauf ansprach, sagte sie, dass sie noch nie so sehr um etwas gebettelt hatte. Wahnsinn. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Nachdem ich die Alben gelesen und mir Fotos für meinen Kindheitsartikel rausgesucht hatte, traf ich mich am nächsten Tag mit meinem Freund Janko in Grünau, dem Viertel, in das ich vor über 40 Jahren gezogen bin. Die Fotoausstellung „Als Grünau noch Schlammhausen hieß" im Leipziger KOMM-Haus, mit Fotografien von Harald Kirschner, wartete auf uns. Und auch da. Wir schauten uns die Bilder an und bei fast jedem sagte ich: „Wie abgefahren." Das waren so sehr wir. Wir Kinder von Grünau. Wir spielten auf riesigen Kabelrollen, kippelten auf Gehwegplatten rum, die auf Schlamm lagen, blieben unzählige Male mit den Schuhen im Matsch stecken. Das war unsere Kindheit. Das Leben auf einer Baustelle. Und das fühlte sich im Vergleich zu der Wohnung in der Leipziger Innenstadt für mich an wie das reinste Paradies. Mein Gedanke im August: Hinschauen und loslassen „Irgendwann wird alles einen Sinn ergeben. Vertraue dem Prozess." — Unbekannt Dieser August hat mich immer wieder zu einem eingeladen: Hinschauen. Dem Unangenehmen ins Gesicht sehen. Der Gerichtsverhandlung. Den kleinen toten Tieren. Den alten Fotoalben. Der Angst vor dem Autofahren, der ich mich endlich gestellt habe. Und dann: loslassen. Nicht aufgeben, sondern loslassen. Die partielle Mondfinsternis am 28. August im Zeichen Fische sagte es auf ihre Weise: Überlass es dem Universum. Lass los und vertraue. Versuche nichts zu erzwingen. Genau das war es. Alles ist genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Was im August sonst noch los war Keramikbemalen mit meiner Freundin Nicola in Lüneburg Ein Frauenkreis (Psychodrama) als Teilnehmerin Sommer-Geburtstagsfeier meiner Freundin Biene Kreieren neuer ATC-Karten für die Instagram-Artcollabfamily Diese Blogartikel habe ich im August 2026 geschrieben Nach meiner Blogparade kam direkt die Blogdekade: 10 Artikel in 10 Tagen. Nach einer langen Schreibpause habe ich 7 Blogartikel geschafft. Ich bin so stolz darauf :) Meine To-Want-Liste für Quartal 3/2026 Was sind Morgenseiten? 108 Dinge erleben, lernen, bewirken Kreieren ist ein Herzöffner (Mein neuer Claim?) Dinge, auf die ich stolz bin Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück 12 von 12 → Link folgt Mein Ausblick auf den September 2026 Ganze 10 kreative Workshops werde ich geben: 9 Acryl-Events und einen Aquarell-Workshop. Falls du mich als Künstlerin live in Leipzig erleben möchtest, meld dich gern bei mir. ✔ Am 5. September besuche ich die Nacht der Kunst in Leipzig-Gohlis. Eigentlich wollte ich selbst ausstellen, doch war es noch nicht der richtige Zeitpunkt. Ich freue mich darauf, die vielen Kunstwerke auf mich wirken zu lassen. Ich feiere ganz viele Geburtstage: meine Freundin Caro, meine Freundin Kati, der wunderbare Künstler Konrad Thalmann feiert seinen runden Geburtstag, und mein Partner Rico und ich fahren wieder nach Over, denn meine Freundin Mel feiert ebenfalls ihren Ehrentag. Ich freue mich schon sehr auf das Wiedersehen mit Mini, der kleinen Raubkatze. Endlich eine neue Startseite. Die aktuelle ist eine Katastrophe: der falsche Claim drauf, noch halb Ayurveda-Coaching, halb Kreativität. Das soll sich jetzt endlich ändern. Ich arbeite an einem neuen Projekt. Ich freue mich so sehr darauf, meine Mini-Mes noch mehr in die Welt zu bringen. Bleib dabei Möchtest du keinen meiner Artikel verpassen? Dann freue ich mich, wenn du Teil meiner kleinen, feinen Community wirst. Im Newsletter bekommst du persönliche Einblicke, Inspirationen und kreative Impulse direkt in dein Postfach. Alles Liebe — Karina 🤍
- Mein Motto für 2026: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere
Jahreswechsel sind für mich nichts, was ich mit einer großen Party feiern muss. Sie fühlen sich eher an wie ein leiser Übergang. Wie der Wunsch, etwas Neues zu beginnen, ohne sofort loszurennen. Deshalb habe ich mich bewusst für ein Motto entschieden und gegen klassische „Vorsätze“. Ich kenne mich gut genug. Vorsätze verlieren bei mir oft schon nach ein paar Wochen an Kraft oder scheitern an der Umsetzung. Ein Motto hingegen bleibt. Es begleitet mich. Es ist kein Ziel, das ich abhaken muss, sondern eine Haltung, zu der ich immer wieder zurückkehren kann. Ich frage mich nicht: Was will ich erreichen? Sondern: Wie möchte ich mich fühlen? Kreativität zu leben war schon immer ein Teil meines Lebens. Fast so etwas wie mein persönliches Grundrauschen. Doch der Gedanke, dass meine Kreativität mich selbst heilt – und vielleicht auch andere berührt –, ist seit dem letzten Jahr sehr präsent geworden. Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen möchte, erzähle ich dir in diesem Artikel. Viel Freude beim Lesen 🤍 💡 Mein Jahresmotto – kurz erklärt Was ist ein Jahresmotto? ein Leitfaden, kein Ziel zeigt, worauf ich mich fokussieren möchte richtet den Blick darauf, wie ich mich fühlen will Motto vs. gute Vorsätze bewusst gewählt, nicht spontan beschlossen geistert oft schon eine Weile im Kopf herum gute Vorsätze sind schnell gesagt – ein Motto bleibt Form ein Wort oder ein kurzer Satz erkennbar daran, dass er mir Energie gibt Beispiele Leichtigkeit Kreativität Akzeptanz Bewegung Liebe Zeitraum wird am Jahresanfang festgelegt wird am Jahresende reflektiert Kreativ dranbleiben als Blogartikel als Collage im visuellen Tagebuch als Zeichnung oder Bild an der Wand → So bleibt das Motto präsent – nicht als Pflicht, sondern als sanfte Erinnerung. Inhaltsverzeichnis Ankommen statt Durchstarten Wie ich zu meinem Motto gekommen bin Was „Heilung“ für mich bedeutet Meine Kreativität heilt mich selbst Meine Kreativität heilt andere Mein Blick auf 2026 Ankommen statt Durchstarten Okay, es ist soweit. Dieser Artikel darf raus. Während ich ihn schreibe, bin ich in den letzten Zügen der Genesung. Direkt nach dem Veröffentlichen meines Jahresrückblicks bin ich krank geworden. Ob es an der Thaimassage lag, die ich mir nach den anstrengenden Wochen gegönnt habe (ich glaube, da hat sich nicht nur verspannungstechnisch, sondern auch energetisch etwas gelöst) oder ob es einfach die letzten Monate waren. Mein Mantra für den Dezember lautete: einfach nur überleben. Wenn das kein Hinweis darauf ist, dass es irgendwann zu viel war. Umso schöner ist es, jetzt langsam wieder Kraft zu sammeln. Ohne Neujahrsdruck. Ohne „Jetzt aber!“. Für mich beginnt ein neues Jahr nicht um Punkt Mitternacht mit voller Energie, sondern leise. Der Januar ist Raum zum Luftholen, zum Ankommen und zum vorsichtigen Pläne-Schmieden. Wie ich zu meinem Motto gekommen bin Bereits im letzten Jahr bin ich im ersten Kapitel des Buches Der Weg des Künstlers* darüber gestolpert. Es ist nicht nur ein Buch, sondern auch ein 12-Wochen-Programm, das zurück zur eigenen Kreativität führt. In diesem Kapitel werden mehrere Affirmationen vorgestellt. Man soll eine auswählen, die hängen bleibt. Und da war er plötzlich, dieser Satz: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. Mein inneres Warnsystem sprang sofort an. Heilt? Mich und andere? Seit meiner Heilpraktiker-Ausbildung blinkt bei diesem Wort ein großes Achtungsschild in meinem Kopf. Und trotzdem ließ mich dieser Satz nicht los. Er tauchte immer wieder auf. Landete fast täglich am Ende meiner Morgenseiten. Still. Beharrlich. Ohne sich erklären zu müssen. Als es in meinem Jahresrückblick um ein Motto für 2026 ging, musste ich nicht lange überlegen. Dieser Satz war längst da. Er war mein Mantra geworden. Also durfte er auch mein Motto sein. Was „Heilung“ für mich bedeutet Seit letzter Woche bin ich offiziell zu Hause. Ein ungewohntes Gefühl. Durch meine Selbstständigkeit war ich in den letzten Jahren kaum krankgeschrieben, kaum beim Arzt. Durch meinen Nebenjob im Café trage ich jedoch nicht nur Verantwortung für mich, sondern auch für andere. Also blieb ich zu Hause. Und das war gut so. Ich habe alte Bücher hervorgeholt, viel geschlafen und mich, wenn ich wach war, bewusst mit meiner eigenen Heilung beschäftigt. Sogar den Kaffee ließ ich weg. Für jemanden, der sich lange als Kaffeejunkie bezeichnet hat, ein kleines Wunder. Aber das ist eine andere Geschichte. Heilung bedeutet für mich heute vor allem eines: Ich möchte körperlich heilen. Und ganz besonders seelisch. Ich möchte meinen Körper wieder mit der Wertschätzung behandeln, die er verdient. Und innerlich weiterarbeiten. Ehrlich. Sanft. Ohne Abkürzungen. Meine Kreativität heilt mich selbst Was Kreativität für mich ist, darüber habe ich schon oft geschrieben: Kreativität ist für mich nicht nur Zeichnen. Es ist Lösungsfinden, Ausprobieren, Flexibilität, Um-die-Ecke-Denken. Auch 2026 möchte ich Neues wagen. Neue Techniken ausprobieren. Mich wieder öfter überraschen lassen. Am 3. Januar war ich bei einem morphischen Feld-Reading und fragte, was ich in meinem Atelier anbieten soll. Die Antwort kam mehrfach: wilde Farben. Ich war irritiert. Mein Atelier ist ruhig. Holzböden, ein großer brauner Tisch, viel Weiß, Pflanzen, Natur. Wilde Farben passen da auf den ersten Blick nicht hinein. Und doch ertappe ich mich seit Wochen dabei, wie ich mir Videos von Künstler*innen mit riesigen Neon-Acryl-Leinwänden anschaue. Die Farben liegen bereits hier. Pinke Acrylfarbe. Neon-Pastellstifte. „Der Prozess, nicht das Ziel ist der Weg. Und weg vom Perfektionismus“, hieß es weiter. Oh ja. Mein Endgegner. Aber vielleicht ist genau das der heilsame Teil. Loslassen. Vertrauen. Farbe zulassen. (Fun Fact: Wenn Farbe, dann NEON: Ein pinkfarbener Alf-Jogginganzug war als Kind für viele Jahre mein liebstes Kleidungsstück. Vielleicht wusste ich da schon mehr, als mir bewusst war :-) ) Konkret heißt das für mich: Ich möchte freier zeichnen – und größer (nicht immer nur 15 × 15 cm). Ich möchte farbiger arbeiten. Neon, ich komme. Ich möchte neue Techniken ausprobieren, zum Beispiel Acryl kombiniert mit Markern. Ich möchte meine Mini-Mes so oft wie möglich zeichnen (idealerweise täglich). Sie entstehen ohne Perfektionismus. Sie zeigen, was ich wirklich denke und fühle. Und sie bringen mich spürbar in meine eigene Heilung. Meine Kreativität heilt andere Ich weiß: Ich kann niemanden heilen. Das kann nur jede*r selbst wollen. Aber ich kann Raum halten. Ich möchte in meinem Atelier Kurse anbieten, in denen Menschen einfach sein dürfen. Kreativ. Still. Redend. Suchend. Ich möchte mit meiner Kunst berühren. Ich möchte Therapiemanuale zeichnerisch begleiten. Ich möchte Blogartikel schreiben über Kunst, Kreativität und psychische wie körperliche Gesundheit. Und gemeinsam mit meiner Kollegin Sabine Schlotz etwas für Sternenmamas erschaffen. Das ist kein Heilversprechen. Aber wenn mein Sein, meine Kunst, meine Mini-Mes oder meine Worte dazu beitragen, dass es Jemandem ein kleines Stück besser geht, dann ist das für mich alles. Mein Blick auf 2026 Ich gehe langsam in dieses Jahr. Aber klarer. Mit weniger Wollen und mehr Spüren. Mit Vertrauen in Prozesse, die sich nicht planen lassen. Ich denke, genau das ist meine Art, neu zu beginnen. Und vielleicht findest du zwischen diesen Zeilen dein eigenes Motto. Eines, das dich trägt. Ein Gefühl, nach dem du dich ausrichten möchtest. Es ist ein Leitstern, dem du folgen kannst. Und wenn du ihn zwischendurch aus den Augen verlierst, ist das völlig okay. Du brichst keinen Vorsatz. Du kommst einfach in deinem Tempo zurück. So wie ich auch. Alles Liebe - Karina 🤍 *unbezahlte Werbung
- Mein Jahresrückblick 2025: Schonungslos. Gezeichnet. Neu sortiert.
2025 war kein leichtes Jahr. Vielleicht waren es die Jahre davor auch nicht. Was ich mitnehme, ist simpel und gleichzeitig schwer: Nichts bleibt, wie es ist. Also flexibel bleiben, nicht aufgeben und mir selbst vertrauen – auch dann, wenn mir eher nach Rückzug und Verkriechen zumute war. Ich habe 2025 viel geweint, mich meiner Autofahrangst gestellt, Aufträge verloren, Sicherheit gesucht, ein Atelier gefunden, alte Geldbilder verabschiedet, Wege gepilgert und neue Räume betreten – innen wie außen. Die größte Herausforderung war, innerlich ruhig zu bleiben, während im Außen vieles wackelte. Dieser Jahresrückblick 2025 ist kein Hochglanz-Recap. Er ist ehrlich, manchmal rau und sehr persönlich. Ein Jahr, das mich schonungslos geprüft, mich gezeichnet und mich Schritt für Schritt neu zusammengesetzt hat. Inhaltsverzeichnis: Meine Themen und Highlights in 2025 Mut, den ich mir nicht ausgesucht habe Wie kann man denn hier wohnen? Pilgern und Nachdenken Mein Glaubenssatz über Geld – wenn alte Geldbilder nicht mehr tragen Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Das Jahr 2025 und meine Kunst Alfred und ich, eine neue Café-Liebe Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Weitere schöne und besondere Momente in 2025 Mein 2025-Fazit Worauf bin ich 2025 stolz? Was war die größte Entscheidung, die ich 2025 getroffen habe? Erste Male – das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt oder gemacht Sätze, die 2025 etwas in mir bewegt haben Wofür bin ich 2025 besonders dankbar? Mein 2025 in Zahlen Mein Ausblick auf 2026 Was ich 2026 anders (besser) machen möchte So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten Meine 7 Ziele für 2026 Meine Themen und Highlights in 2025 Mut, den ich mir nicht ausgesucht habe "Einfach. Mutig. Sein." Das war mein Motto für 2025. Komfortzonen verlassen, mich Herausforderungen stellen, Dinge aussprechen, die ich mich sonst nicht traute. Tja. Pass auf, was du dir wünschst. 2025 war ich mutig. Aber nicht, weil ich es geplant hatte, sondern weil mich das Leben aus meiner Komfortzone katapultiert hat. Da hatte das Leben wohl andere Pläne. Mutig sein bedeutete für mich eigentlich etwas anderes. Ich wollte mir aussuchen, wann ich mutig bin. Was ich mir zutraue, worauf ich Lust habe, was ich schon lange ausprobieren wollte. Nicht den Mut, den man braucht, wenn das Leben entscheidet. Im März erfuhr ich, dass der befristete Vertrag meines Nebenjobs ausläuft. Viel schlimmer noch: Das Studio, in dem ich gearbeitet habe, schloss. Die Gründe waren absolut nachvollziehbar, und doch riss es mir den Boden unter den Füßen weg. Wie hieß es doch so schön? Was nicht zu dir gehört, wird 2025 sterben. Mein Herz war angeknackst. Kurz dachte ich darüber nach, die Einrichtung zusammen mit einer ehemaligen Kollegin zu übernehmen und das Studio neu zu eröffnen. Doch dafür war ich nicht mutig genug. Alles ging mir zu schnell. Das Risiko, die Verantwortung, der Druck. Wir sagten schweren Herzens ab und ich fiel erst einmal in ein Loch. Kein Nebenjob mehr, der mich so erfüllt hatte. Und die Vorstellung vom eigenen Keramikmalstudio war geplatzt. Ein Gedanke hielt mich aufrecht: Wenn ich ein eigenes Studio habe, dann klein. Mit überschaubaren Kosten, ohne Mitarbeitende und in meinem Tempo. Im September unterschrieb ich den Vertrag für mein Atelier. Es ist in einem Künstlerhaus mit vielen kreativen Seelen. Es ist fein, klein und überschaubar. Ich liebe die Energie der beiden Räume und weiß: Hier darf noch viel entstehen. Eine Zeichnung aus meinen Morgenseiten. Mein Motto für 2025: Einfach. Mutig. Sein. Und da war sie. Meine Vision von einem Ort zum Auftanken. Eine Spielwiese zum Verbinden, Zeichnen und zum Lebenlieben. Mein Atelier. Ein Raum, in dem wir gemeinsam kreieren. Tadaaa ... noch haben hier keine Kurse stattgefunden, aber das wird sich 2026 ändern. Wie kann man denn hier wohnen? Pilgern und Nachdenken Unsere Pilgertour auf der Via Regia hätte fast nicht stattgefunden. Ein Trauerfall in der Familie meiner Freundin Susi stand plötzlich zwischen uns und dem Weg. Geplant war, unsere Strecke von Weimar nach Gotha fortzusetzen. Ursprünglich wollten wir auch die Gedenkstätte Buchenwald besuchen, da ich während meiner Schulzeit nie dort war. Nach dem Trauerfall entschieden wir uns anders. Keine Besichtigung. Einfach nur pilgern. Wir starteten in Weimar. Nach einem schönen Abendessen und einem Wiedersehen mit Yvonne aus Gera beim Italiener genossen Susi und ich unsere Einzelzimmer vor der Tour. Der nächste Tag fühlte sich von Beginn an schwer an. Wir liefen auf der ehemaligen Bahnstrecke, vorbei an Gedenksteinen mit den Namen deportierter Jugendlicher. Jungen. Mädchen. Es war kaum auszuhalten. Keine Lust auf Fotos. Ganz anders als sonst auf unseren gemeinsamen Wegen. In Buchenwald angekommen, suchten wir eine Unterkunft für die kommende Nacht in Erfurt. Die Unterkünfte aus dem Pilgerführer gab es nicht mehr, andere waren längst zu Hostels geworden. 50 oder 70 Euro pro Nacht fühlten sich nicht nach Pilgern an. Unser Weg führte an den ehemaligen Häusern der Offiziere vorbei. Heute Wohnhäuser. Ich fragte mich ernsthaft, wie man hier mit dem Wissen um die Geschichte wohnen möchte. Wir liefen weiter. Still. Ruhiger als in den letzten beiden Jahren. Mit der Hoffnung, doch noch etwas zu finden. Schließlich entschieden wir uns gegen Erfurt und für die Pilgerverbundherberge Wallichen davor. Wir wurden mit Kaffee und Kuchen empfangen, feierten den Geburtstag von Oma Brigitte mit und machten abends noch einen Spaziergang. Am nächsten Morgen gingen wir dankbar weiter. Der nächste Tag war heiß und anstrengend. Wir liefen an Erfurt vorbei, mit dem Versprechen im Kopf, dass es in der Nähe der nächsten Unterkunft eine Gaststätte geben würde. In Gedanken hielt ich mich mit Pommes rot-weiß über Wasser. Am Ende war das Hotelrestaurant in Frienstedt bereits geschlossen. Stattdessen gab es Spaghetti, duftende Kräuter aus dem Garten und frisch geerntete Tomaten einer lieben Nachbarin. Am letzten Tag liefen wir unsere Etappe bis Gotha. Die Stimmung war anders. Schwerer. Nicht richtig greifbar. Im Nachhinein passt sie genau zu diesem Jahr. Vielleicht musste der Weg so sein. Das Pilgerbuch der Familie Dünger/Schüßler aus Wallichen. Ich drücke mich oft davor, in die Pilgerbücher der Herbergen zu schreiben. Am liebsten würde ich etwas zeichnen, doch dafür fehlt morgens vor dem Aufbruch meist die Zeit. Danke, liebe Susi, für die passenden Worte. Susi und ich an der Krämerbrücke in Erfurt. Mein Glaubenssatz über Geld – wenn alte Geldbilder nicht mehr tragen Freitag ist mein fester Termin mit Mr. Money. Dann schreibe und bezahle ich Rechnungen, sortiere Belege und bringe Ordnung in meine Ablage. „Warum ist es eigentlich ein Mister Money und keine Misses?“, fragte mich meine Chefin einmal. Gute Frage. Warum ist Geld in meiner inneren Welt ein Mann? Schon vor vielen Jahren kam mir dazu in einer Meditation ein klares Bild: Wenn Geld eine Person wäre, dann wäre es ein Typ im Hoodie, etwas finster, eher distanziert. Mir wurde bewusst, dass ich Geld entweder sofort wieder loswerden wollte oder es richtig wegsperrte, aus Angst vor Not- und Katastrophenfällen. Auch in diesem Jahr tauchte Mister Money in Meditationen wieder als düstere Gestalt auf. Ich versuchte, mit ihm Frieden zu schließen, ihn einzuladen, ihn als Freund zu sehen. Doch meine Glaubenssätze rund ums Geld veränderten sich kaum. In einer weiteren Meditation erkannte ich schließlich, dass es weniger um das knappe Geld meiner Kindheit ging, sondern um die mehrfachen Enteignungen meiner Großmutter, die sich als starke Frau immer wieder etwas aufgebaut hatte. Ein Hoch auf die Epigenetik. Tief in mir saß der Satz: Geld ist nicht sicher. Und erst recht nicht, wenn ich meine Finanzen aus der Hand gebe. Irgendwann kündigte ich Mister Money innerlich. Ich engagierte eine Misses Money, dazu ihre coole, kompetente Assistentin. Und was soll ich sagen: Es funktioniert. Ob es die Kündigung war, das Aufdecken des Glaubenssatzes oder die Verarbeitung über meine Zeichnungen … irgendetwas hat sich gelöst und verändert. Nur gezeichnet, aber mit großer Wirkung. Bye Bye Mr. Money! Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Am 10. Januar 2023 habe ich meinen ersten Blogartikel veröffentlicht. Meinen Jahresrückblick 2022. Damit startete auch mein großes Abenteuer in der Content Society mit Judith als Mentorin. Anfangs ging es mir vor allem um Sichtbarkeit, weil man das im Online-Business eben so macht. Man braucht Content. Also entschied ich mich für einen Blog. Im Juli 2022 hatte ich mit Ayurveda-Coaching begonnen. Wenn ich heute durch meine Artikel scrolle, fühlt es sich an wie ein Tagebuch. Ich habe mit Ayurveda gestartet, mich durch die Heilpraktiker-Prüfungszeit gekämpft – die Artikel aus dieser Zeit gehören bis heute zu den meistgelesenen – und bin schließlich wieder bei der Kunst und Kreativität gelandet. Genau dort, wo ich ursprünglich herkomme. Das Schreiben und mein Blog haben mir viel Klarheit geschenkt. Ich weiß inzwischen, dass ich 2026 meine Kunst und das Thema mentale Gesundheit noch stärker verbinden möchte. Aufklären, berühren und sichtbar machen. Mit meiner Kunst und meinem Wissen aus der Psychologie. Aber es ging nicht nur um Klarheit. Es sind auch wundervolle Freundschaften entstanden. Susanne, meine Blogbuddyline, kennt all meine Hochs und Tiefs. Mit Claudia treffe ich mich inzwischen jeden Morgen im 5-Uhr-Call, ein Ritual, das durch eine Teilnehmerin aus der Content Society entstanden ist. Seit diesem Jahr gebe ich als Teammitglied Feedback auf Blogartikel für Judith. Dabei habe ich selbst unglaublich viel gelernt. Für meine eigenen Artikel war nicht immer Zeit und einiges darf ich noch optimieren. Auch meine Webseite wartet noch auf ein Update. Aber alles Schritt für Schritt. Ein Blogartikel über die Angst und wie mir das Zeichnen dabei hilft, mit ihr Frieden zu schließen. 2026 sollen noch viel mehr davon entstehen. Das Jahr 2025 und meine Kunst Artcollabs und meine ersten ATCs Ach, was war ich kreativ dieses Jahr :-) Ich bin Teil mehrerer Artcollab-Gruppen geworden, aktuell sind es fünf, was ich künftig wieder etwas reduzieren möchte. Artcollabs sind Verbindungen von Künstlerinnen und Künstlern, die sich meist über Instagram finden und zu einem gemeinsamen Thema oder Referenzbild arbeiten. Im Januar habe ich sogar an einer riesigen Artcollab teilgenommen. Ein Fuchs, den über 220 Künstler*innen in ihrem eigenen Stil umgesetzt haben. Im April kam mein erstes ATC**-Projekt dazu. Statt eines einzelnen Bildes entstehen dabei neun oder zehn kleine Karten. Das Besondere: Alle Karten werden an eine Person geschickt, neu sortiert und anschließend verteilt. Am Ende halte ich kleine Mini-Karten (6,4 cm × 8,9 cm) von zehn Künstlerinnen in den Händen. Anfangs hatte ich Bedenken, meine Kunst könnte dabei zu sehr "unter die Lupe" genommen werden oder ich hätte Probleme mit der Größe. Entstanden sind 2025 drei ATC-Runden: Sommer, Herbst und Winter. Ich darf hier gut auf mich achten. Ich bin eine echte Deadline-Surferin und viele meiner Bilder entstehen in den letzten Stunden vor der Abgabe. Wenn dann ohnehin schon viel los ist, verliere ich schnell die Lust am Zeichnen. Genau das soll nicht passieren. Deshalb werde ich meine Gruppen 2026 reduzieren und wieder mehr Kunst machen, auf die ich einfach Lust habe. Mein Fuchs für die BIG ARTCOLLAB 2025, an der mehr als 220 Mitglieder und Freunde der Instagram @artcollabfamily teilgenommen haben. Die Auswahl fiel mir nicht leicht. Das sind meine neun liebsten Artcollab-Bilder, alle im Originalformat 15 × 15 cm und mit Fineliner und Künstlertusche (Marker) gearbeitet. Acryl und Aquarell Für eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Leipziger Studio wollte ich Probearbeiten anfertigen. Da bislang nicht klar war, mit welcher Technik wir starten, begann ich mit Acryl. Im Studium habe ich fast ausschließlich damit gearbeitet. Also kaufte ich bei meinem Lieblingskünstlerbedarf zunächst pastellige, später auch neonfarbene Acrylfarben. Während meine Arbeiten im Studium oft riesig waren, blieb ich diesmal bei meinem Lieblingsformat 15 × 15 cm. Entstanden sind ganz unterschiedliche Richtungen, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie sowohl für Anfänger*innen als auch für Fortgeschrittene umsetzbar sein müssen. Als wir uns schließlich auf Aquarell einigten, entstanden auch dazu Arbeiten, die nicht ganz meinem typischen Stil entsprechen. Es tat gut, aus meiner Fineliner-Marker-Zone auszubrechen und mich wieder anderen Techniken zu widmen. Und ich spüre, dass Acryl mich auch 2026 noch viel mehr begleiten wird. Meine Mini-Mes Ich liebe sie. Meine Mini-Mes sind ein fester Bestandteil meines visuellen Tagebuchs. Ich zeichne mich meistens morgens mit Dutt, Leo-Leggings (Funfact: Ich besitze keine, finde sie an meiner gezeichneten Version aber zuckersüß) und in Situationen, die ich erlebt habe oder mir vorstelle. Sie helfen mir, Erinnerungen festzuhalten, Erlebtes zu verarbeiten oder Dinge zu manifestieren. Manche sind auch extra für meine Blogartikel entstanden. Willkommen in meiner Welt! Erschöpft und glücklich nach einem kreativen Wochenende mit den Kids. Wochenendrückblicke, "12 von 12" und mein Mini-Me für den kreativen Adventskalender Merry heART-mas. Alfred und ich, eine neue Café-Liebe 2025 war wild. Ich musste mir eingestehen, dass neben meinem Wert der Freiheit auch Sicherheit erfüllt sein muss, damit ich kreativ und mit Freude arbeiten kann. Zwei Werte, die gegensätzlicher kaum sein könnten und für mich doch zusammengehören. Auf meinen Joggingrunden lief ich regelmäßig durch die kleine Fußgängerzone Richtung Park. Das alte Eisenbahngeschäft stand leer und im Schaufenster hing ein handgeschriebenes Schild: Alles bleibt anders. Ich mochte diesen Satz und war neugierig, was hier entstehen würde. Monate später kam die Auflösung. Ein kleines Café eröffnete, mit liebevoll ausgewählten, von Künstlerinnen und Künstlern gestalteten Produkten. Das war im September 2024. Am 12. Februar 2025 kamen meine Mutter und ich gerade aus dem Kräuterladen, wo ich mir wie an jedem Mittwoch mein frisches Brot abhole. „Komm, lass uns da mal reingehen“, sagte sie. Kein guter Zeitpunkt, dachte ich. Ich hatte den ganzen Tag Kopfschmerzen und wollte eigentlich nur nach Hause. "Okee, aber nur ganz kurz." gab ich schließlich nach. Wir öffneten die Tür des Café Alfred und Wir. Später erfuhr ich, dass es nach dem Vorbesitzer Alfred Nitsche, einem Modelleisenbahn-Ladenbesitzer, benannt wurde. Hinter dem Tresen strahlte uns Petra, mit großen Augen an und hieß uns herzlich willkommen. Wow, was für ein Strahlen, was für ein Empfang, dachte ich. Wir setzten uns in die gemütliche Ecke mit der kleinen Stehlampe und dem Bücherregal. Alles war so liebevoll eingerichtet. Weißer Salbei zum Räuchern lag auf dem Tisch, die Kerzenhalter, die an Omas Zuhause erinnerten. Ich mochte die Atmosphäre. Ich trank eine heiße Schokolade, meine Mom aß eine Kleinigkeit. Irgendwann fragte ich unsere Gastgeberin, was man tun müsste, um hier selbst Produkte zu verkaufen, und erzählte, dass ich auch nach Räumen suche. „Ach, komm mal mit, ich hab’ da was“, sagte sie. Wir gingen durch den Hinterhof, vorbei an Kaninchen, die genüsslich Salat knabberten, hinein in die Hallen der Erfinderkinder. Ich war überwältigt. Auch den Laden kannte ich noch von früher, damals ein Fahrradladen, nur mit einem anderen Eingang. Wie viele Schätze sich doch in der eigenen Hood verbergen. Aus diesem ersten Treffen ist eine wundervolle Zusammenarbeit entstanden. Ich arbeite heute in Teilzeit im Café, was mein großes Bedürfnis nach Sicherheit erfüllt, gebe Kinderworkshops und habe zwei wunderbare Chefinnen und die entspanntesten Cafébesucher überhaupt gewonnen. Der erste Besuch wurde sogar in meinem "12 von 12" im Februar festgehalten. Ich lieb sie einfach, die Räumlichkeiten der Erfinderkinder-Werkstatt. Weitere schöne und besondere Momente in 2025 Schneewanderung auf dem Rohnberg am Schliersee Meine 3-Wochen-Frühlingskur 2025 zusammen mit Nathalie von Fit & Vermögend Dumm gelaufen in Hamburg (auf dem Weg zur Technischen Orthopädie umgeknickt … das muss man erst mal schaffen) Ausstellung in der Spinnereistraße in Leipzig. Shooting Nummer 2: Danke Biene, für deine Kreativität und Spontanität Ein Wochenende mit den Mädels in Prag. Mein Mini-me und der Fuchs: Die Karte ist eine der Winter-ATC-Karten und die Tasse habe ich am Geburtstag von Nathalie in Hamburg bemalt. Für den 30. Geburtstag meiner Freundin und zum Keramikbemalen nehme ich auch die fast 10-stündige Zugfahrt in Kauf :-) Mein 2025-Fazit Worauf bin ich 2025 stolz? Comic und Magazin Ich habe es getan. Mir endlich mein lang ersehntes iPad gekauft. Auslöser war eine Anfrage für einen Illustrationsjob. Das Unternehmen bot an, meine Zeichnungen zu digitalisieren. Aber ich dachte mir: Wenn schon so eine tolle Möglichkeit, dann will ich den Job auch richtig machen. Kein weiterer Grund mehr, den Kauf vor mir herzuschieben. iPad gekauft, Procreate geladen, ein, zwei Kurse zum digitalen Zeichnen gemacht und den ersten Auftrag umgesetzt. Puh. Gar nicht so einfach. Ich zeichne, seit ich einen Stift halten kann, aber digital ist wirklich eine andere Nummer. Aus diesem einen Auftrag sind in diesem Jahr vier geworden. Dafür bin ich unendlich dankbar. Für die Möglichkeit, das Vertrauen und dafür, dass man mir diesen Weg zugetraut hat. Und dann noch etwas richtig Schönes: Meine Kollegin Sandra Hoppenz erzählte im Blog-&-Talk-Meeting meiner Blogmentorin Judith, dass sie ein Magazin ins Leben ruft. Mein erster Impuls, meine Freundin Nathalie würde sagen ein sakrales Ja: Ich mache die Illustrationen. Ich schrieb Sandra eine Nachricht und kurze Zeit später entstanden bereits drei Zeichnungen. Die zweite Ausgabe inklusive meiner Illustrationen ist inzwischen veröffentlicht. Hach. Ja. Darauf bin ich wirklich stolz. Digital zeichne ich bisher nur fürs Business. Ich liebe einfach die Haptik von Papier und das Geräusch des Stifts, wenn er darüber gleitet. Aber ich bin mir sicher: Sobald etwas mehr Raum da ist, tauche ich noch tiefer ins digitale Zeichnen ein. Was war die größte Entscheidung, die ich 2025 getroffen habe? „Verkaufe Babyschuhe, ungetragen.“ Ein Satz, der mich vor Jahren tief berührt hat. Ich las ihn in einem Buch über Storytelling. Und ja, er erzählt so einiges. Lange habe ich überlegt, ob ich das hier teilen möchte. Doch weil ich 2026 noch ehrlicher mit mir und anderen sein will, fühlt es sich jetzt richtig an. Dieses Weihnachten war ich bei meiner Tante in Thüringen. Das letzte Mal, als ich dort war, war Weihnachten 2017. Damals war ich schwanger. Am 28.12.2017 erfuhr ich, dass das Herz nicht mehr schlug. 2025 war ein intensives Jahr. Die größte Entscheidung, die ich getroffen habe: Ich werde keine Kinder haben. Für viele in meinem Umfeld war das längst klar. Ich war 47. Für meinen Partner ohnehin, er hat bereits drei Kinder. Für mich hingegen war es lange nicht entschieden. 2025 war ein Jahr des Loslassens. Ich kündigte die Kryovereinbarung. Seitdem übe ich mich in Akzeptanz. In dem Wissen, nie Mutter zu sein. Viele Jahre hat es mich getroffen, wenn Freundinnen schwanger wurden. Für sie war es schwer, mir davon zu erzählen. Für mich war es schwer, mich ehrlich mitzufreuen. Ich gönnte es ihnen von Herzen und versank trotzdem im Selbstmitleid. Es gab Zeiten, da empfand ich sogar Wut, besonders gegenüber Frauen, die bereits Kinder hatten. Jetzt ist es ausgesprochen. Ich trauere, mal mehr, mal weniger. Und es ist okay. Ich genieße es, die Kinder meiner Freunde beim Wachsen zu begleiten, arbeite mit Kindern und werde noch das ein oder andere Business-Baby in die Welt bringen. Erste Male – das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt oder gemacht digital gezeichnet ein Atelier gemietet Schneeschuhlaufen mit Patrick, Biene und Nathalie alleine einen Film im Sommerkino angeschaut ein Podcast-Interview gegeben und über das wunderbare Ikigai gesprochen das Leipzig Coffee Festival in den Pittlerwerken besucht einen kreativen Workshop mit Picknick im Park gegeben (ich liebe diese Kombi) mit Petra einen Siebdruck-Kurs gemacht (gar nicht so einfach) einen Sushi-Kurs mit Freunden besucht Zentangle® beim Content Society-Barcamp in Stuttgart kennengelernt Alle gleich und doch anders. Mein erster Siebdruck: Das war echt nicht einfach! Sätze, die 2025 etwas in mir bewegt haben Ich mache das nicht gegen dich, sondern für mich. Ich habe diesen Satz zum ersten Mal in Karin Kuschiks Buch „50 Sätze, die das Leben leichter machen“* gelesen. Ich hielt ihn für gut. 2025 hat er mich allerdings ganz schön getriggert. Ich hörte ihn in einem Moment, in dem ich ohnehin sehr dünnhäutig war. Stressbedingt. Meine Freundin sagte mir kurzfristig ab und ich hatte mich zum ersten Mal wirklich getraut, etwas zu dieser Absage zu sagen. Und dann antwortete sie mir: "Ich mache das nicht gegen dich, sondern für mich." Dieser Satz, der saß. Ich war sauer und genervt. Kurz davor hatte ich mich schon über meine beste Freundin geärgert. Es ging darum, Entscheidungen zu treffen und dann auch dazu zu stehen. Mir wurde klar, dass eine Entscheidung für mich ein echtes Commitment ist. Wenn ich zusage, dann tue ich alles dafür, diese Zusage auch einzuhalten. Der Satz „Ich mache das nicht gegen dich, sondern für mich“ fühlte sich in diesem Moment an wie eine Entschuldigung dafür, Vereinbarungen zu brechen. Vielleicht liegt das an meinen Werten. Oder daran, dass ich meine eigenen Grenzen oft noch übergehe. Und ja, ich verstehe den Satz. Sehr sogar. Und dennoch hat er mich genau in diesem Moment richtig getroffen. Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. Es war eine der Affirmationen aus Woche 1 des Buches und 12-Wochen-Programms „Der Weg des Künstlers“ * von Julia Cameron. Dieses Buch ist so etwas wie meine Bibel. Es hat mich dazu gebracht, mit den Morgenseiten zu beginnen. Aus ihnen sind später auch meine Mini-Mes (kleine Selbstzeichnungen mit Dutt als Markenzeichen) entstanden. Heilen. Wie kann man dieses Wort verwenden und es dann auch noch in Bezug auf andere verwenden? Heilversprechen sind schließlich ein Tabu, besonders im Coaching oder als Heilpraktikerin. Und doch lässt mich dieser Satz seitdem nicht mehr los. In den letzten Wochen ist er zu einem Mantra geworden. Er steht fast täglich am Ende der letzten Zeile meiner Morgenseiten. Deshalb nehme ich ihn mit ins Jahr 2026. Als Leitsatz. Als mein Motto. Ich werde mit meinen Mini-Mes zeichnend meine eigenen Themen bearbeiten. Und vielleicht bewegen sie auch etwas in dir. Vielleicht helfen sie dir, dich ein kleines Stück heilen zu lassen. Ich habe mir die Zeit dafür nicht genommen Andrea setzte in einem Zoom-Meeting gerade an zu sagen: „Ich hatte keine Zeit.“ Dann stoppte sie sich selbst und korrigierte: „Nein. Ich habe mir die Zeit dafür nicht genommen.“ Wow. Dieser Satz war kraftvoll und ehrlich. Ich liebe ihn und versuche, ihn mir in Momenten voller Ausreden bewusst ins Gedächtnis zu rufen. Ich kann nicht → Ich gebe dir nicht den Raum Auch dieser Satz war prägend. Ein schnell dahingesagtes „Ich kann nicht“ bedeutet oft: Ich gebe dir gerade nicht den Raum. Das ist mir dieses Jahr erst richtig bewusst geworden und ich wähle ihn, sobald ich es mitbekomme, mit Bedacht. Wofür bin ich 2025 besonders dankbar? Ich liebe Listen. Vor allem, wenn es um Dankbarkeit geht. Darüber könnte ich einen eigenen Artikel schreiben. Heute halte ich mich kurz. Ich bin dankbar für die besten Freundinnen und Freunde, die mich in diesem Jahr besonders aufgefangen haben. Danke an Jacqueline, Andre, Biene, Nathalie, Su, Mel, Nicola, Andrea und all die anderen lieben Herzen in meinem Leben. für meinen Partner, der mir regelmäßig den Spiegel vorhält und mich sanft, manchmal auch klar, auf den Boden der Tatsachen zurückholt. für meine Mom, die gesund, bunt und voller Freude durchs Leben tanzt. für meine Blogbuddyline Susanne, mit der ich 2026 eine ganze Batterie an Blogartikeln veröffentlichen werde. für meine Pilgerwegkarten-Leserin Susi, bei der sich das gemeinsame Gehen, trotz seltener Treffen, jedes Mal wie Nachhausekommen anfühlt. für die beiden Kater Till und Uno, die mir auch 2025 viele kuschelige Momente geschenkt haben. für meine Business-Kolleginnen, mit denen ich unzählige Zoom-Sessions hatte und durch die ich so viel lernen durfte. Danke an Sandra Hoppenz, Katharina Potyka und Bettina Stelzer. für den Mädels-Trip nach Prag und unsere tiefen, ehrlichen Gespräche. für meine beiden ehemaligen Chefs Sandra und Marcus, durch die ich erkannt habe, wie viel Freude, Erfüllung und Leidenschaft für mich selbst in einem Nebenjob liegen können. für meinen Körper, der mich auch mit fast 50 und nach jahrelangen Strapazen nie im Stich gelassen hat. und für dich, Mutzi, meine Laufbuddyline. Sorry, dass es 2025 nicht so oft geklappt hat. Das wird sich ändern. Kaffeetrinken und Katzenkraulen … Was gibt es Schöneres? Auch 2025 durfte ich das Haus und die beiden Schmuse-Tiger Till und Uno von meinen Freunden hüten. Ich kann gar nicht oft genug erwähnen, wie sehr ich jedes Mal die Zeit genieße. Mein 2025 in Zahlen Webseiten-Besucher in 2025: 7.912 Instagram Follower: @karinas_pinselyoga: 591 @karina.roepcke: 384 Anzahl der veröffentlichten Blogartikel: 28 (2024: 38) Klicks des meistgelesenen Artikels: 2566 Die Rosinenübung - Eine Anleitung zur Achtsamkeit Domain Authority: 13 (2024: 9) Anzahl Newsletter-Abonnenten: 192 (2024: 107) Anzahl entstandener Artcollab-Bilder: 51 (2024: 7) Anzahl entstandener ATC-Karten: 30 (2024: 0) Getrunkener Kaffee in Litern: ungefähr 400 Meine Homepage im Dezember 2025 Mein Kunst-Instaprofil am 13.01.2026 Mein Business-Instaprofil am 13.01.2026 (ich muss zugeben, diesen Account vernachlässige ich aktuell etwas) Mein Ausblick auf 2026 Was ich 2026 anders (besser) machen möchte Mehr Yin, weniger Yang 2025 war ich sehr im Kopf. Schon morgens lief das Gedankenkarussell auf Hochtouren. Was ich definitiv verändern möchte, ist meine Zeitgestaltung am Abend. Ich will nicht mehr an abendlichen Zoom-Meetings teilnehmen, weil sie meinen Schlaf stören. Ich möchte auch nicht mehr vom Rechner direkt ins Bett fallen, weil ich mich vorher innerlich nicht lösen kann. Meine Morgenroutine habe ich etabliert, fast schon perfektioniert. Jetzt ist es höchste Zeit für entspannte Abende. Denn wie ich es in der Ayurveda-Ausbildung gelernt habe: Ein guter Tag beginnt am Abend davor. Also spätestens um 19 Uhr den Rechner aus. Vielleicht etwas Yoga, vielleicht zeichnen. So oder so ähnlich stelle ich mir meine Abende vor. So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten Live und in Farbe im Atelier Besuch mich in meinem Atelier im Leipziger Stadtviertel Kleinzschocher. Über kreative Kurse und Workshops informiere ich dich über meinen Newsletter oder auf Instagram. Workshops & Events Du planst ein Event und suchst künstlerische Unterstützung? Dann kannst du mich gern als Workshopleiterin/ Künstlerin anfragen. Illustrationen Ob als Geschenk für dich oder deine Liebsten oder als Illustration für dein Business, schreib mir gern. Oder ganz unkompliziert Wenn du mich einfach sehen möchtest, dann besuch mich sehr gerne im Café oder Atelier. Es ist nichts Passendes für dich dabei und du möchtest trotzdem mit mir arbeiten? Du hast Interesse an einer Zusammenarbeit oder willst dich einfach nur austauschen? Ich freue mich auf deine Nachricht :-) Meine 7 Ziele für 2026 2026 steht für mich im Zeichen des Neuanfangs. Die Zahl 1, mein chinesisches Sternzeichen Pferd und das Jahr des Feuerpferds. Ich möchte meiner Intuition vertrauen und mich von ihr leiten lassen. 1.Aufklärung mit meiner Kunst Ich möchte Blogartikel und Therapiemanuale zum Thema psychische Gesundheit schreiben und sie mit meinen Zeichnungen verbinden. 2.Ein Herzensprojekt Gemeinsam mit Sabine Schlotz entsteht ein Projekt, das Sternenmamas und Familien in Zeiten von Verlust und Trauer begleitet und unterstützt. 3.Mehr Zeit für mich Weniger machen, mehr fühlen. Ich möchte mir bewusst Zeit nehmen für Klangschalenmassagen, Tarotkarten, Familienaufstellungen und alles, was mich innerlich wachsen lässt. 4.Verbindungen leben Schluss mit leeren Versprechen. Ich möchte jeden Monat mindestens eine Freundin besuchen, die ich lange nicht gesehen habe. Vic, Corinna, Mel, Anna, … macht euch bereit :-) 5.Gastartikel schreiben 2026 möchte ich mehrere Gastartikel zu den Themen psychische Gesundheit und Kreativität veröffentlichen. Wenn du einen passenden Blog hast und Gastautorinnen suchst: hello@karinaroepcke.de 6.Mein Motto für 2026 Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. 2026 wird es nicht einfacher, aber mit Sicherheit weniger schwer. *unbezahlte Werbung **ATC-Karten sind kleine Kunstwerke im Scheckkartenformat, die man tauscht wie früher die Sticker auf dem Schulhof. ATC steht für Artist Trading Cards. Jede Karte ist ein Unikat und reist nach der Fertigstellung per Post zu anderen Künstler*innen. So schön analog inmitten der digitalen Welt. Titelbild 📷 : Katrin Bieneck
- Das wünsche ich mir wirklich aus meiner Kindheit zurück
Ich habe diesen Artikel so lange vor mir hergeschoben. Meine Blogparade "Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte" lief ursprünglich bis zum 2. August 2026. Im Newsletter verlängerte ich sie bis zum 15. August. Und jetzt, wo ich eigentlich den Wrap-up schreiben sollte, sitze ich hier und schreibe endlich meinen eigenen Beitrag. Warum so spät? Ich dachte, es wäre einfach. Eine Liste schreiben, Dinge abhaken, fertig. Tretbootfahren, Schaukeln, Vanillepudding naschen. Eine kreative Bucketliste, wie ich sie so sehr liebe. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto mehr merkte ich: Es ist nicht so einfach wie gehofft. Und vielleicht ist das genau der Grund, warum ich ihn so lange geschoben habe. Was ist eine Blogparade? Eine Blogparade ist ein offener Aufruf an andere Blogger und Schreibende, sich einem gemeinsamen Thema zu widmen und ihre eigenen Artikel dazu zu veröffentlichen. Alle Beiträge werden am Ende verlinkt und gesammelt. Hier findest du meinen Aufruf und alle eingegangenen Beiträge. Das liest du in diesem Artikel Viele meiner Kindheitsbilder sind schwarz-weiß Und dann kamen die Farben Die "Asche" und das Gefühl von allem Gezeichnet habe ich, seitdem ich einen Stift halten konnte Warum fühlten sich 8 Wochen Sommerferien damals so unendlich an? Da liegt das Problem mit meiner geplanten Liste Was steckt wirklich hinter dieser Blogparade? Viele meiner Kindheitsbilder sind schwarz-weiß Viele meiner Kindheitsbilder sind schwarz-weiß. Buchstäblich. Unser erster Fernseher zog ein, als ich bereits 7 Jahre alt war (ein Schwarz-Weiß-Gerät). Die Fotos aus dieser Zeit: schwarz-weiß. Und das "graue" Grünau, in das ich mit fünf Jahren mit meiner Mutter zog, war genau das: grau. Das Grün fehlte absolut noch. Neubauviertel, Plattenbauten, Baustellen überall. Riesige Baustellen, die für uns Grünauer Kinder ein Abenteuerspielplatz waren. Kein "Du darfst da nicht hin", keine Absperrungen. Einfach Freiheit. Ich trug fast täglich Gummistiefel. Und ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich beim Über-die-Platten-Springen im Schlamm versackte, meine Schuhe wieder rausziehen musste und mit schlammigen Barfüßen, Schuhen in der Hand, im Türrahmen vor meiner kopfschüttelnden Mutter stand. Der nahegelegene Kulkwitzer See und der riesige Berg direkt vor der Haustür (ich glaube, es war eine Mischung aus aufgeschütteter Erde und Müll), der im Winter zum Rodelberg wurde. Einfach herrlich. Grünau war eine riesige Baustelle und wir mittendrin. Es war schön, ein Teil von etwas Neuem zu sein. Eine Einladung zu meiner Geburtstagsfeier aus meinem Fotoalbum. Das Bild zeigt unser Haus in Leipzig-Grünau mit dem kleinen Spielplatz davor. Nachtrag: Gerade komme ich von der Ausstellung "Als Grünau noch Schlammhausen hieß" aus dem Leipziger KOMM-Haus. Ich bin berührt. Mein Freund Janko, der ebenfalls ein "Grünau-Kind" ist, hat sie sich mit mir angeschaut. Er zog 1982 in das Viertel, ich 1983. Da waren sie, die Fotografien von Harald Kirschner. Natürlich auch die in Schwarz-Weiß. Kinder, sitzend auf riesigen Kabelrollen. Stehend auf Haufen aus Mauersteinen. Liegend in einer riesigen Pfütze auf der Ringstraße nach einem Sommergewitterguss im Jahr 1982. Jugendliche, die die Neueröffnung von Jugendclubs feiern. Outdoor-Disco direkt vor der Schule. Trabant neben Trabant auf großen Flächen, die weder Straße noch Parkplatz andeuteten. Nach der Ausstellung fuhr ich mit dem Rad weiter zu meinem alten Haus. Selliner Straße 34. Wahnsinn, wie viele Jahre vergangen sind. Viele Häuser, gerade die 16er, gibt es nicht mehr. Stattdessen neue Gebäude. Die Bäume sind fast so alt wie ich. Und sie sind jetzt tatsächlich grün. Eine weitere Ausstellung steht noch auf meiner Liste: im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Noch eine über meine Platte. Und dann kamen die Farben Fast jedes Wochenende fuhr ich mit meiner Mutter zu meinen Großeltern nach Burgsdorf, einem kleinen Örtchen mit kaum 200 Seelen. Und dort war nicht nur Oma. Dort waren Opa, fast alle meiner Cousinen und Cousins, und der große Dreiseitenbauernhof, der sich für mich wie eine eigene Welt anfühlte. Ich rieche ihn noch heute. Die Luft roch nach Tier und Erde. Und immer nach dem, was Oma gerade kochte: Arme Ritter, Hochzeitssuppe, oder ihre Gräupchensuppe, die eigentlich keiner mochte, die sie aber extra für mich kochte, weil sie wusste, dass ich sie liebte. Zwischen unseren Beinen schnurrte fast immer eine Katze. Die Hunde (Jack-Russell-Terrier, die irgendwie alle Nelli hießen) schliefen draußen im Stall. Keine Wohnungshunde. Am liebsten hätte ich sie alle ins Haus gelassen. Und dann war da Benjamin. Das Pferd meines Opas. Ein echtes Arbeitspferd, vor dem ich riesigen Respekt hatte. Er wurde nicht immer liebevoll behandelt. Mein Opa war ein hartarbeitender Mann, der im Krieg ein Bein verlor. Tiere waren hier Nutztiere und wurden auch so behandelt. Und trotzdem: Wenn er mich auf den Pferdewagen nahm und wir über die grauen Felder fuhren, Benjamin vorne dran, das gleichmäßige Klackern der Hufe auf dem Weg, war die Welt für einen Moment sehr groß. Ich fühlte mich so wichtig. Ich liebte den Kontrast. Die Stadt mit ihren Baustellen und Platten. Und dieser Hof, der sich für mich wie die ganze Welt anfühlte. Der Bauernhof, meine Cousinen und Cousins, Opa, das Pferd Benjamin und ich und mittendrin immer ein Hund namens Nelli. Die "Asche" und das Gefühl von allem Die "Asche" (eine riesige Fläche mit Aschresten, Sperrmüll und Alltagsdingen, die die Dorfbewohner nicht mehr brauchten) war unser Spielzeuggeschäft, unser Baustoffhandel, unsere Fundgrube. Alte Töpfe, angeschlagenes Geschirr, Holzreste. Wir bauten Buden: zwischen der eingefallenen Scheune und dem Hühnerhof, unter Obstbäumen im riesigen Garten. Immer mittendrin die Tiere. Das Lachen der Cousinen und Cousins, das ernsthafte Verhandeln, wer für was zuständig ist. Heute unvorstellbar. Damals: Freiheit pur. Und abends, wenn alle satt und müde waren, saß ich irgendwo mit einem Stift und zeichnete. Seit meine Großeltern nicht mehr leben, war ich nur noch wenige Male in Burgsdorf. Das kleine Örtchen meiner Familie. Gezeichnet habe ich, seitdem ich einen Stift halten konnte Mit fünf Jahren war ich das erste Mal im Zeichenzirkel und blieb dort bis fast zur Lehre. Was ich damals noch nicht wusste: dass dieser Stift, diese Bilder, der Wunsch, die Welt durch Linien zu begreifen, mein Leben prägen würde. Im Studium zur Modedesignerin (ein riesiger Mädchentraum, für den ich mit viel Ehrgeiz auf die Eignungsprüfung hinarbeitete). Später in Italien, dann Backstage für ein Kreuzfahrtschiffunternehmen. Und heute als Künstlerin, die anderen Menschen zeigt, dass Kreativität kein Talent ist, sondern etwas, das in jedem steckt. Damals als Kind, bäuchlings auf dem Fußboden, zeichnend. Ich war einfach nur da. Ich hatte keinen Plan und kein Ziel. Nur mein Fantasie, bunte Stifte, etwas Papier und Zeit, die sich endlos anfühlte. Warum fühlten sich 8 Wochen Sommerferien damals so unendlich an? Ich glaube, weil wir als Kinder so viel Neues erlebten. Jede Stunde war anders als die davor. Als Erwachsene füllen wir unsere Tage mit To-Dos, vollen Kalendern, Effizienz. Die Zeit rast, weil wir uns kaum noch wirklich einlassen auf das, was keine Agenda hat. Und das schreibe ich als Selbständige, die eigenständig über ihren Kalender walten kann. Da liegt das Problem mit meiner geplanten Liste Ich wollte eine kreative Abhakliste schreiben. Tretbootfahren. Schaukeln. Vanillepudding kochen. Eis aus der Muschelwaffel naschen. Eine Kuh kraueln. Bäuchlings auf dem Boden zeichnen. Aber mit einer neuen To-Do-Liste kommt das Gefühl von damals nicht zurück. Weil es nie um die Aktivitäten ging. Es ging um das Gefühl dahinter. Um das sanfte, warme Wissen: Mir steht die ganze Welt offen. Ich gehe angstfrei durchs Leben. Ich muss nichts beweisen, nirgendwo ankommen, nichts erfüllen. Freiheit. Unbekümmertheit. Das ist es, was ich mir wirklich zurückwünsche. Die Zeichnungen mit meinen Mini-Mes entstanden Ende Juni 2026, kurz nach dem Aufruf meiner Blogparade, mein Artikel über zwei Monate später. Was steckt wirklich hinter dieser Blogparade? Ich glaube, ich habe diesen Aufruf nicht nur für meine Leserinnen und Leser geschrieben. Sondern besonders für mich. Als Erinnerung, dass Leichtigkeit keine Kindheitssache ist. Dass das Zeichnen ohne Ziel, das Bude-Bauen aus Fundstücken, das voller Stolz und dem Gefühl von Wichtigsein auf einem Pferdewagen zu sitzen, nichts davon etwas war, das ich hinter mir lassen musste. Vielleicht ist das die eigentliche Aufgabe: nicht Kindheitserinnerungen Punkt für Punkt abarbeiten. Sondern das Gefühl dahinter in die Gegenwart holen. Jeden Tag ein ganz kleines bisschen mehr. Und du? Welches Gefühl aus deiner Kindheit vermisst du am meisten, und was bräuchtest du, um es dir zurückzuholen? Schreib es mir in die Kommentare. Ich lese wirklich alles. Wenn dieser Text etwas in dir berührt hat: Jeden Donnerstag schreibe ich im Newsletter über Kreativität, mentale Gesundheit und das Leben, das sich gut anfühlt. Kurz, ehrlich, warm und ohne Bullshit. Ich freue mich, wenn du dabei bist. Und wenn du mit einem Stift in der Hand wieder zu dieser Leichtigkeit finden möchtest: In meinen Workshops passiert genau das. Alles Liebe - Karina 🤍
- Kreieren ist ein Herzöffner: Mein neuer Claim und die Geschichte dahinter
Fast nebenbei. So entsteht manchmal das Wichtigste. Wir sprachen über Getränke und Gefühle. Kaffee. Kakao. Espresso. Und ich sagte, fast ohne nachzudenken: "Kakao ist für mich ein Herzöffner." Ich hörte meine eigenen Worte. Spürte noch den warmen, leicht süßlichen Geruch in der Vorstellung. Und wusste sofort: Da ist er. Mein neuer Claim heißt: Kreieren ist ein Herzöffner. Was das bedeutet, warum ausgerechnet heute, am Neumond, der richtige Moment ist, und welche Geschichte hinter diesen vier Wörtern steckt, das möchte ich dir hier erzählen. Kreieren ist ein Herzöffner Was ist ein Claim? Ein Claim ist ein kurzer Satz (meist unter 7 Wörtern), der auf den Punkt bringt, wofür jemand steht, nicht das Angebot, sondern die Haltung dahinter. "Just do it" (Nike). "Think different" (Apple). Und jetzt: "Kreieren ist ein Herzöffner" (Karina Röpcke). Darum geht es in diesem Artikel: Kreieren bedeutet: erschaffen aus dem Inneren, nicht Technik, nicht Talent, nicht Kopieren. "Kreieren ist ein Herzöffner" entstand in einem Gespräch über Kakao. Warum frühere Claims wie "Jeder ist kreativ. Punkt." inhaltlich stimmten, aber nicht saßen. Was ich mit diesem Claim in der Welt bewirken möchte, und warum der Neumond der richtige Zeitpunkt ist. Inhaltsverzeichnis Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner"? Warum ich genau jetzt einen neuen Claim entwickelt habe Was ich damit bewirken möchte FAQ: Kreieren ist ein Herzöffner Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner"? Kreieren ist für mich nicht Malen. Nicht Zeichnen. Nicht Basteln. Kreieren bedeutet: etwas erschaffen, das wirklich aus dem Inneren kommt. Gedanklich und bestenfalls mit den Händen. Und das passiert nur dann, wenn es mich auch berührt. Das klingt einfach. Aber ich habe fast 20 Jahre gebraucht, um diesen Unterschied zu verstehen. Ich habe Modedesign studiert, Diplomdesignerin, Fachbereich Angewandte Kunst. Mein Kindheitstraum. Ich hatte so unfassbar darauf hingefiebert. Und dann durfte ich sehr früh lernen, was die Modebranche bedeutet: inspirieren lassen, anpassen, weiterdrehen. Das ist das Handwerk. Das ist das System. Ich merkte: Das bin nicht ich. Meinen Traumjob habe ich nie ausgeübt. Nicht weil ich nicht gut genug war. Sondern weil ich etwas erschaffen wollte, das wirklich aus mir kommt. Nicht angepasst, nicht nachgebaut, sondern MEINS. Wirklich kreiert, in meinem tiefsten Sinne des Wortes, habe ich erst begonnen, als meine Mini-Mes entstanden sind. Kleine Figuren, zuerst Strichmännchen, dann Sketchnotes, dann immer echter, immer persönlicher. Ich zeichnete sie, weil ich meinen Gefühlen eine Form geben wollte, weil Worte manchmal einfach nicht reichen. Das waren die ersten echten Momente, in denen ich kreiert habe. Und genau das öffnet das Herz. Nicht die Technik. Nicht das Können. Das Erschaffen aus dem Inneren, das, was entsteht, weil es dich wirklich berührt. Kreieren ist ein Herzöffner als Kreativität als Herzöffner zu verstehen, ist übrigens nicht dasselbe. Kreativität ist das große Wort. Kreieren ist das Tun. Der erste Strich. Die Hand, die etwas wagt. Deshalb: Kreieren ist ein Herzöffner. Warum ich genau jetzt einen neuen Claim entwickelt habe Ich hatte schon Claims. Zwei davon. "Use your talents." Und "Jeder ist kreativ. Punkt." Beide stimmen. Ich glaube daran, von ganzem Herzen. Und trotzdem saßen sie nicht richtig. "Use your talents" klingt nach Aufforderung. Nach Ansage. Und ich höre in meinen Workshops so oft: "Ich habe kein Talent." Dabei bedeutet Talent für mich: Interesse haben. Üben. Dranbleiben. Wie ein Kind, das laufen lernt. Es fällt hin. Steht auf. Fällt wieder. Und irgendwann läuft es einfach. Mit diesem Claim spreche ich die falsche Sprache für die Menschen, die ich wirklich erreichen möchte. "Jeder ist kreativ. Punkt." Der Satz stimmt. Aber dieser kleine, mächtige Punkt machte daraus eine Absolution. Ich wollte das Gegenteil: Raum für Fragen. Stille. Die sanfte Einladung, sich selbst zu begegnen. Der Punkt ließ keinen Raum dafür. Und dann kam das Feedback auf meine Mini-Mes. Eine Teilnehmerin reiste extra aus Hannover nach Leipzig an, für die Kombi aus HPPsych und Kunst. Nach einem Aquarell-Workshop hörte ich diesen Satz, eines Teilnehmers "Normalerweise hätte ich 100-mal die gleiche Blume gemalt, bis sie perfekt ist, aber heute bin ich so richtig runter gekommen und jetzt total entspannt." Hach...ich schwebte nach Hause. Kreativität zieht sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben, von der Schneiderlehre mit Gesellenbrief, über das Modedesign-Studium, die Kostümbildnerei in Italien (ohne Sprachkenntnisse, einfach gesprungen), die Jahre auf See bei AIDA, bis heute ins Atelier. Immer war der Wunsch da: erschaffen. Ausdruck geben. Berühren. Diese kreative Selbstentfaltung, die ich in meinen Workshops begleite, war der rote Faden, lange bevor ich einen Namen dafür hatte. Mein Claim durfte entstehen. Was ich damit bewirken möchte Heute ist Neumond. Ich hätte diesen Moment nicht bewusst so geplant. Und doch: Der Neumond ist für mich die Zeit der Innenschau. Des Reflektierens. Des stillen Kreierens. Nicht die Zeit der großen Ankündigung. Ich werde diesen Claim erstmal für mich wirken lassen. Ihn fühlen, bevor er in die Welt geht. Das passt für mich. In meiner Bucketliste habe ich geschrieben: "Mein Mini-Me alle Gefühle zeigen lassen. Alle." Und: "Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken lernen, klar, direkt, ohne Umwege." Das ist kein Zufall. Das ist ein roter Faden, der sich gerade sehr deutlich zeigt. Und ... ich bin von Sternzeichen Krebs. Und ja, wir gelten als die mit dem Schutzpanzer, wenn es zu viel wird. Ein Satz, den ich vor nicht all zu langer Zeit gehört habe: "Mein Panzer ist keine Mauer. Er ist eine Werkstatt." Ich ergänze: eine Kreativ-Werkstatt. Denn in mir sind in den letzten Jahren so viele Ideen entstanden. Meine Mini-Mes. "Kunst und Kakao". Der Wunsch, anderen zu zeigen, wie sie ihre eigene Mini-Me erschaffen können. Die tiefe Überzeugung, dass Kreativität heilt, nicht weil ich das behaupte, sondern weil ich es jeden Workshop selbst erlebe: erschöpft gehe ich nach Hause, und gleichzeitig mit einem riesigen Grinsen, vollem Herzen und diesem wunderbaren FLOW-Gefühl. Diese Ideen dürfen jetzt endlich in die Welt. Kreieren ist ein Herzöffner. Das ist mein Claim. Er ist noch warm. Und ich freue mich sehr auf alles, was jetzt kommt. :-) Wenn du neugierig bist, wie sich das anfühlt, dein eigenes Mini-Me zu erschaffen, hol dir gerne mein kostenloses Mini-Me Starter-Kit. Materialliste, Anleitung und 25 Zeichenimpulse warten auf dich. → Hier zum Mini-Me Starter-Kit Und wenn du donnerstags etwas Warmes in deinen Posteingang möchtest, dann freue ich mich über dich in meinem Newsletter. → Hier zum Newsletter Oder stöber gerne weiter: Comics für die Seele: warum Zeichnen mich heilt FAQ: Kreieren ist ein Herzöffner Was ist ein Claim und warum brauche ich einen? Ein Claim ist ein kurzer Satz, meist unter 7 Wörtern, der auf den Punkt bringt, wofür jemand steht. Nicht das Angebot, sondern die Haltung. Ein guter Claim hilft Menschen in Sekunden zu verstehen: Bin ich hier richtig? Er ist auch kein Werbespruch, sondern ehrlicher Ausdruck der eigenen Überzeugung. Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner" genau? Kreieren bedeutet für mich nicht Malen als Technik oder Zeichnen als Fertigkeit. Es bedeutet: etwas erschaffen, das wirklich aus dem Inneren kommt, und das nur dann gelingt, wenn es einen auch berührt. Wer so kreiert, öffnet sich selbst. Das Herz geht auf. Das passiert unabhängig von Talent oder Können. Wie hat Karina Röpcke ihren Claim entwickelt? Nicht durch Strategie-Workshops, sondern durch einen unerwarteten Moment: "Kakao ist für mich ein Herzöffner", sagte ich ganz nebenbei. Und sofort wusste ich: Das ist er. Gute Claims entstehen oft aus dem, was man schon sagt, lange bevor man strategisch darüber nachdenkt. Was sind Mini-Mes? Mini-Mes sind kleine, selbstgezeichnete Figuren, bei mir entstanden aus Strichmännchen und Sketchnotes, als Versuch, meinen Gefühlen eine Form zu geben. Heute sind sie mein Markenzeichen und ein Selbsterkenntnistool, das ich in Workshops und über mein kostenloses Mini-Me Starter-Kit mit anderen teile. Warum hat Karina ihre alten Claims aufgegeben? "Use your talents" klang nach Ansage und trifft genau die Menschen nicht, die ich erreichen möchte, weil viele denken: "Ich habe kein Talent." "Jeder ist kreativ. Punkt." war inhaltlich richtig, aber der Punkt machte daraus eine Absolution, ohne Raum für die sanfte Einladung, die ich eigentlich meine. Beide Claims stimmten inhaltlich. Aber keiner klang nach mir. Alles Liebe – Karina 🤍












