top of page

Suchergebnisse

126 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Kreieren ist ein Herzöffner: Mein neuer Claim und die Geschichte dahinter

    Fast nebenbei. So entsteht manchmal das Wichtigste. Wir sprachen über Getränke und Gefühle. Kaffee. Kakao. Espresso. Und ich sagte, fast ohne nachzudenken: "Kakao ist für mich ein Herzöffner." Ich hörte meine eigenen Worte. Spürte noch den warmen, leicht süßlichen Geruch in der Vorstellung. Und wusste sofort: Da ist er. Mein neuer Claim heißt: Kreieren ist ein Herzöffner. Was das bedeutet, warum ausgerechnet heute, am Neumond, der richtige Moment ist, und welche Geschichte hinter diesen vier Wörtern steckt, das möchte ich dir hier erzählen. Kreieren ist ein Herzöffner Was ist ein Claim? Ein Claim ist ein kurzer Satz (meist unter 7 Wörtern), der auf den Punkt bringt, wofür jemand steht, nicht das Angebot, sondern die Haltung dahinter. "Just do it" (Nike). "Think different" (Apple). Und jetzt: "Kreieren ist ein Herzöffner" (Karina Röpcke). Darum geht es in diesem Artikel: Kreieren bedeutet: erschaffen aus dem Inneren, nicht Technik, nicht Talent, nicht Kopieren. "Kreieren ist ein Herzöffner" entstand in einem Gespräch über Kakao. Warum frühere Claims wie "Jeder ist kreativ. Punkt." inhaltlich stimmten, aber nicht saßen. Was ich mit diesem Claim in der Welt bewirken möchte, und warum der Neumond der richtige Zeitpunkt ist. Inhaltsverzeichnis Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner"? Warum ich genau jetzt einen neuen Claim entwickelt habe Was ich damit bewirken möchte FAQ: Kreieren ist ein Herzöffner Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner"? Kreieren ist für mich nicht Malen. Nicht Zeichnen. Nicht Basteln. Kreieren bedeutet: etwas erschaffen, das wirklich aus dem Inneren kommt. Gedanklich und bestenfalls mit den Händen. Und das passiert nur dann, wenn es mich auch berührt. Das klingt einfach. Aber ich habe fast 20 Jahre gebraucht, um diesen Unterschied zu verstehen. Ich habe Modedesign studiert, Diplomdesignerin, Fachbereich Angewandte Kunst. Mein Kindheitstraum. Ich hatte so unfassbar darauf hingefiebert. Und dann durfte ich sehr früh lernen, was die Modebranche bedeutet: inspirieren lassen, anpassen, weiterdrehen. Das ist das Handwerk. Das ist das System. Ich merkte: Das bin nicht ich. Meinen Traumjob habe ich nie ausgeübt. Nicht weil ich nicht gut genug war. Sondern weil ich etwas erschaffen wollte, das wirklich aus mir kommt. Nicht angepasst, nicht nachgebaut, sondern MEINS. Wirklich kreiert, in meinem tiefsten Sinne des Wortes, habe ich erst begonnen, als meine Mini-Mes entstanden sind. Kleine Figuren, zuerst Strichmännchen, dann Sketchnotes, dann immer echter, immer persönlicher. Ich zeichnete sie, weil ich meinen Gefühlen eine Form geben wollte, weil Worte manchmal einfach nicht reichen. Das waren die ersten echten Momente, in denen ich kreiert habe. Und genau das öffnet das Herz. Nicht die Technik. Nicht das Können. Das Erschaffen aus dem Inneren, das, was entsteht, weil es dich wirklich berührt. Kreieren ist ein Herzöffner als Kreativität als Herzöffner zu verstehen, ist übrigens nicht dasselbe. Kreativität ist das große Wort. Kreieren ist das Tun. Der erste Strich. Die Hand, die etwas wagt. Deshalb: Kreieren ist ein Herzöffner. Warum ich genau jetzt einen neuen Claim entwickelt habe Ich hatte schon Claims. Zwei davon. "Use your talents." Und "Jeder ist kreativ. Punkt." Beide stimmen. Ich glaube daran, von ganzem Herzen. Und trotzdem saßen sie nicht richtig. "Use your talents" klingt nach Aufforderung. Nach Ansage. Und ich höre in meinen Workshops so oft: "Ich habe kein Talent." Dabei bedeutet Talent für mich: Interesse haben. Üben. Dranbleiben. Wie ein Kind, das laufen lernt. Es fällt hin. Steht auf. Fällt wieder. Und irgendwann läuft es einfach. Mit diesem Claim spreche ich die falsche Sprache für die Menschen, die ich wirklich erreichen möchte. "Jeder ist kreativ. Punkt." Der Satz stimmt. Aber dieser kleine, mächtige Punkt machte daraus eine Absolution. Ich wollte das Gegenteil: Raum für Fragen. Stille. Die sanfte Einladung, sich selbst zu begegnen. Der Punkt ließ keinen Raum dafür. Und dann kam das Feedback auf meine Mini-Mes. Eine Teilnehmerin reiste extra aus Hannover nach Leipzig an, für die Kombi aus HPPsych und Kunst. Nach einem Aquarell-Workshop hörte ich diesen Satz, eines Teilnehmers "Normalerweise hätte ich 100-mal die gleiche Blume gemalt, bis sie perfekt ist, aber heute bin ich so richtig runter gekommen und jetzt total entspannt." Hach...ich schwebte nach Hause. Kreativität zieht sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben, von der Schneiderlehre mit Gesellenbrief, über das Modedesign-Studium, die Kostümbildnerei in Italien (ohne Sprachkenntnisse, einfach gesprungen), die Jahre auf See bei AIDA, bis heute ins Atelier. Immer war der Wunsch da: erschaffen. Ausdruck geben. Berühren. Diese kreative Selbstentfaltung, die ich in meinen Workshops begleite, war der rote Faden, lange bevor ich einen Namen dafür hatte. Mein Claim durfte entstehen. Was ich damit bewirken möchte Heute ist Neumond. Ich hätte diesen Moment nicht bewusst so geplant. Und doch: Der Neumond ist für mich die Zeit der Innenschau. Des Reflektierens. Des stillen Kreierens. Nicht die Zeit der großen Ankündigung. Ich werde diesen Claim erstmal für mich wirken lassen. Ihn fühlen, bevor er in die Welt geht. Das passt für mich. In meiner Bucketliste habe ich geschrieben: "Mein Mini-Me alle Gefühle zeigen lassen. Alle." Und: "Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken lernen, klar, direkt, ohne Umwege." Das ist kein Zufall. Das ist ein roter Faden, der sich gerade sehr deutlich zeigt. Und ... ich bin von Sternzeichen Krebs. Und ja, wir gelten als die mit dem Schutzpanzer, wenn es zu viel wird. Ein Satz, den ich vor nicht all zu langer Zeit gehört habe: "Mein Panzer ist keine Mauer. Er ist eine Werkstatt." Ich ergänze: eine Kreativ-Werkstatt. Denn in mir sind in den letzten Jahren so viele Ideen entstanden. Meine Mini-Mes. "Kunst und Kakao". Der Wunsch, anderen zu zeigen, wie sie ihre eigene Mini-Me erschaffen können. Die tiefe Überzeugung, dass Kreativität heilt, nicht weil ich das behaupte, sondern weil ich es jeden Workshop selbst erlebe: erschöpft gehe ich nach Hause, und gleichzeitig mit einem riesigen Grinsen, vollem Herzen und diesem wunderbaren FLOW-Gefühl. Diese Ideen dürfen jetzt endlich in die Welt. Kreieren ist ein Herzöffner. Das ist mein Claim. Er ist noch warm. Und ich freue mich sehr auf alles, was jetzt kommt. :-) Wenn du neugierig bist, wie sich das anfühlt, dein eigenes Mini-Me zu erschaffen, hol dir gerne mein kostenloses Mini-Me Starter-Kit. Materialliste, Anleitung und 25 Zeichenimpulse warten auf dich. → Hier zum Mini-Me Starter-Kit Und wenn du donnerstags etwas Warmes in deinen Posteingang möchtest, dann freue ich mich über dich in meinem Newsletter. → Hier zum Newsletter Oder stöber gerne weiter: Comics für die Seele: warum Zeichnen mich heilt FAQ: Kreieren ist ein Herzöffner Was ist ein Claim und warum brauche ich einen? Ein Claim ist ein kurzer Satz, meist unter 7 Wörtern, der auf den Punkt bringt, wofür jemand steht. Nicht das Angebot, sondern die Haltung. Ein guter Claim hilft Menschen in Sekunden zu verstehen: Bin ich hier richtig? Er ist auch kein Werbespruch, sondern ehrlicher Ausdruck der eigenen Überzeugung. Was bedeutet "Kreieren ist ein Herzöffner" genau? Kreieren bedeutet für mich nicht Malen als Technik oder Zeichnen als Fertigkeit. Es bedeutet: etwas erschaffen, das wirklich aus dem Inneren kommt, und das nur dann gelingt, wenn es einen auch berührt. Wer so kreiert, öffnet sich selbst. Das Herz geht auf. Das passiert unabhängig von Talent oder Können. Wie hat Karina Röpcke ihren Claim entwickelt? Nicht durch Strategie-Workshops, sondern durch einen unerwarteten Moment: "Kakao ist für mich ein Herzöffner", sagte ich ganz nebenbei. Und sofort wusste ich: Das ist er. Gute Claims entstehen oft aus dem, was man schon sagt, lange bevor man strategisch darüber nachdenkt. Was sind Mini-Mes? Mini-Mes sind kleine, selbstgezeichnete Figuren, bei mir entstanden aus Strichmännchen und Sketchnotes, als Versuch, meinen Gefühlen eine Form zu geben. Heute sind sie mein Markenzeichen und ein Selbsterkenntnistool, das ich in Workshops und über mein kostenloses Mini-Me Starter-Kit mit anderen teile. Warum hat Karina ihre alten Claims aufgegeben? "Use your talents" klang nach Ansage und trifft genau die Menschen nicht, die ich erreichen möchte, weil viele denken: "Ich habe kein Talent." "Jeder ist kreativ. Punkt." war inhaltlich richtig, aber der Punkt machte daraus eine Absolution, ohne Raum für die sanfte Einladung, die ich eigentlich meine. Beide Claims stimmten inhaltlich. Aber keiner klang nach mir. Alles Liebe – Karina 🤍

  • 40+ Dinge, auf die ich stolz bin

    Stolz. Allein das Wort macht mir manchmal Bauchgrummeln. Nicht weil ich mich schäme, stolz zu sein. Sondern weil ich jahrelang gelernt habe, dass man das nicht zu laut sagt. Dass es arrogant klingt. Dass man schnell hinzufügen sollte: "Aber das ist doch nichts Besonderes." Doch weißt du was? Es ist besonders. Für mich. Vor zwei Jahren wollte ich schon bei Lorenas Blogparade mitmachen. Die erste Runde hatte mich sofort angesprochen. Und dann kam das Leben dazwischen. Dieses Mal bin ich wieder spät dran. Aber besser so als nie. Und so nehme ich mir jetzt die Zeit und schreibe auf, worauf ich stolz bin. Nicht um anzugeben. Sondern um zu sehen, wie weit ich schon gekommen bin. Hinweis zur Blogparade Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade "100 Dinge, auf die ich stolz bin 2026" von Lorena Hoormann. Die Idee: Schreib auf, worauf du stolz bist, und entdecke dabei deine eigene Schatzkiste an Ressourcen, Kompetenzen und gelebtem Leben. Hier findest du alle Infos zur Blogparade von Lorena Hoormann Stolz: niedrige Schwingung oder heimliche Superkraft? Ich kenne die Diskussion. In manchen spirituellen Kreisen gilt Stolz als niedrige Schwingung, als Ausdruck des Egos, das sich über andere erhebt, das trennt statt verbindet. Ich glaube, da steckt ein Körnchen Wahrheit drin. Überheblichkeit, Arroganz, das Ego, das andere kleinmacht, damit es selbst größer wirkt. Das fühlt sich nicht gut an. Das kenne ich auch in mir, wenn ich ehrlich bin. Aber darum geht es hier nicht. Was ich aufschreibe, ist kein "Ich bin besser als andere." Es ist: "Ich habe das geschafft. Und das darf ich sehen." Psychologisch gesehen ist genau das Selbstwirksamkeit. Das Wissen: Ich kann etwas bewegen. Ich habe Krisen überlebt, Entscheidungen getroffen, Ängste angeschaut. Das sind keine Zufälle. Das bin ich. Und diese Schatzkiste aus eigenen Erfahrungen ist meine größte Ressource für das, was noch kommt. Also. Hier ist meine Liste ... noch nicht ganz fertig. Und das ist gut so. :-) 40+ Dinge, auf die ich stolz bin 1. Ich bin stolz auf meine Mutter. Sie hat sich nach langen, dunklen Jahren ihrer Depression zurück ins bunte Leben gekämpft. Heute ist sie lebensfreudiger, aufgeweckter und lebendiger denn je. Wenn ich sie sehe, weiß ich: Menschen können sich verändern. Wirklich. (Mehr über sie erfährst du in meinem Interview mit meiner Mom, den Artikel findest du hier.) 2. Ich habe die Heilerlaubnis auf dem Gebiet der Psychotherapie: Ich bin stolz, dass ich meine Heilpraktiker Überprüfung mit Leichtigkeit bestanden habe. OK, ich habe unheimlich viel dafür gelernt , aber besonders den Tag der mündlichen Prüfung und die Bearbeitung des Fallbeispiels konnte ich richtig genießen. 3. Ich bin stolz, dass ich ohne die Sprache zu sprechen nach Italien gegangen bin und dort als Costumista gearbeitet habe. Oh ja, ich hatte Respekt, aber meine Kollegen haben mich in Bella Italia sehr unterstützt. Die Schimpfwörter lernten sie mir selbstverständlich zuerst. 4. Ich bin stolz, dass ich seit genau vier Jahren (20.07.) selbstständig bin, mit wertschätzenden Auftraggebern und großartigen, kreativen Jobs. Das ist nicht selbstverständlich. 5. Ich bin stolz, dass ich mir, als ich an meinem Tiefpunkt war, professionelle Hilfe eines Therapeuten genommen habe. 6. Ich bin stolz, dass ich meine chronischen Rückenschmerzen mithilfe von regelmäßigem Yoga in den Griff bekommen habe und seit einigen Jahren schmerzfrei bin. Ein riesengroßes Dankeschön geht an Mady Morrison für ihre Liebe und ihre Passion! 7. Ich bin stolz, dass ich meine Website allein aufgebaut habe, inklusive aller Tools, die für ein Onlinebusiness gebraucht werden: Zoom, Canva, Calendly und was noch alles dazugehört. 8. Ich bin stolz, dass ich zuhause die Technikfee bin und PC, Drucker und Co. selbst einstelle. 9. Ich bin stolz, dass ich mir seit August 2025 ein eigenes Atelier gemietet habe. Meinen Safe Space. Die Energie dort, ich liebe sie. 10. Ich bin stolz auf meine wundervollen Freunde. Menschen, die ich jederzeit anrufen kann und die mich auffangen, wenn es mir nicht gut geht. Dass ich diese Menschen in meinem Leben habe, ist ein absolutes Geschenk. 11. Ich bin stolz auf mich, dass ich wegen meiner Autofahrangst bewusst immer wieder hinters Steuer setze und mich meiner Angst stelle. Auch wenn es noch zu selten ist. Es zählt. 12. Ich bin stolz, dass ich fast ein ganzes Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff in der Kostümabteilung gearbeitet habe, im Anschluss noch fast 9 Jahre von Land mit wundervollen Dienstreisen. Der Job war anstrengend, trotz der tollen Reiseziele, und der Seegang war manchmal wirklich übel. 13. Ich bin stolz, dass ich mich regelmäßig beruflich neu erfinde und nicht bleibe, "nur weil es vielleicht mehr Geld oder mehr Sicherheit gibt." Dass ich mich wohlfühle, hat Prio. 14. Ich bin stolz, dass alle Berufe, die ich gewählt habe, kreativ sind: Schneiderlehre, Diplom Modedesignerin (FH) und heute als Workshopleiterin für kreative Events. 15. Ich bin stolz auf mich, dass ich bei Events offen und extrovertiert auf Menschen zugehe und meine Freude und Liebe zur Kreativität auf sie übertrage. 16. Ich bin stolz auf meine Morgenroutine. Schreiben, Zeichnen, Meditieren und seit Anfang des Jahres sogar Tanzen. Sie ist mein größter Schatz und meine persönliche Notfallbox in schweren Zeiten. Ohne sie wüsste ich manchmal nicht, wohin mit mir. 17. Ich bin stolz, dass meine Mutter und ich vor Gericht gegangen sind, um Gesicht zu zeigen und Grenzen zu setzen. Wir wissen, wie schwer dieser Schritt ist, besonders für Frauen. Wir sind unendlich dankbar, dass wir gehört, gesehen und geglaubt wurden. 18. Ich bin stolz, dass ich nach jahrzehntelanger Quälerei meinen Körper lieben und schätzen gelernt habe. "Erst annehmen, dann abnehmen" war auf diesem Weg mein größtes Mantra. 19. Ich bin stolz, dass ich zu meiner Spiritualität stehe. Kartenlegen, Räuchern, Heilsteine sammeln. Ich empfinde das nicht als esoterisch, sondern als Seelenschmeichler. (Und ja: Steine sind Herdentiere. Wer hat hier keine Sammlung? :-) ) 20. Ich bin stolz, dass meine Freunde mir ihre liebsten Haustiere anvertrauen. Ich genieße die kleinen Auszeiten und vielen Kuscheleinheiten mit Kater Till und Uno, Katze Mini und dem kleinen Schnautzer Hugo. 21. Ich bin stolz darauf, dass ich mit 18 Jahren einen Wohnungsbrand überstanden habe und aus diesem Trauma halbwegs unversehrt herausgekommen bin. Es war ein einschneidendes Erlebnis, das sicher auch zu meinem großen Bedürfnis nach Sicherheit beigetragen hat. 22. Ich bin stolz auf meinen Partner, der es seit fast 15 Jahren mit mir aushält. So schlimm kann ich also nicht sein. :-) 23. Ich bin stolz, dass ich jeden Mittwoch zur Yogastunde gehe. Danke an Franzi für deinen strengen Blick, durch den du mich in die richtige Position bringst! 24. Ich bin stolz, dass ich Ayurveda nie dogmatisch angewendet, sondern die ayurvedische Lehre in mein Leben integriert habe. Generell halte ich nicht viel von Dogmatismus. 25. Ich bin stolz auf mein Design-Adlerauge. Beim Feedback geben in der The Content Society von Judith Peters durfte ich merken, dass ich einen ganz eigenen Blick für Gestaltung habe, der anderen sehr oft auch hilft. 26. Ich bin stolz, dass ich mir durch die 60/15 Arbeitsregel endlich Pausen nehme. 60 Minuten arbeiten, 15 Minuten Pause. Klingt einfach. War es lange wirklich nicht. 27. Ich bin stolz, dass ich über mehr als ein Jahr mit meiner Freundin Claudia den 5-Uhr-Club hatte und um diese Zeit auch aufgestanden bin. Heute treffen wir uns immer noch 5 × pro Woche, aber erst morgens um acht. 28. Ich bin stolz darauf, dass ich an einem Mittwoch im Februar 2021 ganz spontan meinen ersten Halbmarathon gelaufen bin. Ich hatte Angst, dass die Maskenpflicht auch für meine Joggingrunden an der Alster kommen könnte, und wollte es deshalb unbedingt noch vorher schaffen. 29. Ich bin stolz darauf, dass ich während der Pandemie mit meiner Freundin Nicole mindestens zweimal pro Woche bei Wind und Wetter um die Außenalster gejoggt bin. Ich war in dieser Zeit so fit wie nie und bin nicht einmal erkältet gewesen, während um uns herum alle verschnupft waren. 30. Ich bin stolz, dass ich über 100 Blogartikel geschrieben habe. 100. Das klingt nach einer Zahl. Aber dahinter stecken hundert Mal Hinsetzen, Hineinspüren, Ehrlichsein. 31. Ich bin stolz, dass ich mit meiner Freundin Susi den ökumenischen Pilgerweg laufe. Noch zwei Etappen, dann sind wir in Vacha am Ziel. 32. Ich bin stolz, dass ich den Mut hatte, mich ein zweites Mal selbstständig zu machen. 33. Ich bin stolz auf meine langen grauen Haare. Das war ein riesiger Weg und Prozess. Meine weiße Strähne habe ich schon seit Anfang 30, gefärbt habe ich meine Haare bereits in der Teenagerzeit. Sie rauswachsen zu lassen war eine zu der Zeit mutigsten Entscheidungen, die ich für mich getroffen habe. 34. Ich bin stolz, dass ich mir gerade, jetzt, die Zeit nehme und nochmal auf den alten Elbdeich gehe, bevor ich morgen zurück nach Leipzig fahre. Das ist kein kleines Ding. Das ist Selbstfürsorge in Echtzeit. 35. Ich bin stolz, dass durch mein Coaching zwei weitere tolle Frauen die Überprüfung als Heilpraktikerin für Psychotherapie bestanden haben und nun ebenfalls die Heilerlaubnis besitzen. Stolz und Freude pur. 36. Ich bin stolz auf meine Mini-Mes, meine selbstgezeichneten Illustrationen und Comics, die ich für Menschen und Unternehmen entwerfe. Sie machen Menschen glücklich. Und das macht mich glücklich. 37. Ich bin stolz auf mein dazu passendes Freebie, weil ich schon so oft danach gefragt wurde und es nun endlich fertig ist. 38. Ich bin stolz auf die vielen wundervollen kreativen Events, die ich in den letzten beiden Jahren gegeben habe. Jedes einzelne davon. 39. Ich bin stolz, dass ich zwei neue Künstlerinnen in Magdeburg bei ihrem allerersten Drink & Paint Event im zuckersüßen Café Vanillekind begleiten durfte. Diese Abende waren echt besonders. 40. Ich bin stolz, dass ich heute endlich wieder einen "12von12" Artikel geschrieben habe. 41. Ich bin stolz, dass ich meine Gedanken teile, mich dadurch verletzlich mache und es trotzdem tue. Und du? Worauf bist du stolz? Ich wette, du hast mehr auf deiner Liste, als du gerade denkst. Stell dir Lorenas Lieblingsfrage: "Was noch?" Dann schreib es auf. Für dich. Weil du es verdient hast, deine eigene Schatzkiste zu sehen. Wenn du Lust hast, mach doch gerne bei Lorenas Blogparade mit, oder schreib mir, was auf deiner Liste steht. Und falls du nicht genug von kreativen Impulsen, persönlichen Geschichten und ein bisschen Psychologie-Kram bekommen kannst: Jeden Donnerstag schreibe ich dir meinen Newsletter, direkt ins Postfach, ganz ohne Algorithmus. Alles Liebe – Karina 🤍

  • 108 Dinge, die ich noch erleben, lernen und bewirken möchte

    Mein Beitrag zur Blogparade von Marianna Sajaz 108. Nicht 100. Als ich Mariannas Einladung zur Blogparade gelesen habe, war sofort klar: Den Artikel schreibe ich. Ich kenne sie aus dem Yoga und dem Ayurveda: Auf einer Mala, einer Gebetskette, reihen sich genau 108 Perlen aneinander, eine nach der anderen. Und die 8? Dreht man sie auf die Seite, wird sie zum Zeichen für Unendlichkeit. ∞ Das passt perfekt zu einer Liste, die eigentlich nie fertig wird. Ich liebe Listen. To-do-Listen begleiten mich täglich, auch wenn ich sie gerne kleiner werden sähe. Vier Mal im Jahr schreibe ich To-Want-Listen für mein nächstes Quartal. Mit meinen Mini-Mes zeichne ich sie monatlich ins Skizzenbuch. Meine kreative Bingokarte begleitet mich durchs Jahr. Und Bucketlisten? Die lese und schreibe ich mit echter Begeisterung. Diese hier ist alles auf einmal: Bucketliste, Wunschzettel, Liebesbrief ans Leben. Die Parade ist offiziell schon vorbei. Aber wer schreibt Wünsche nach Ablaufdatum? Ich nicht :-) Was ist eine Bucketliste? Eine Bucketliste ist eine persönliche Sammlung von Dingen, die man im Laufe seines Lebens noch erleben, lernen oder bewirken möchte. Kein Pflichtprogramm, kein Muss. Nur das, was einem wirklich am Herzen liegt. Der Begriff stammt aus dem Englischen und steht für die Dinge, die man getan haben möchte, bevor das Leben endet. Für mich ist eine Bucketliste kein Zeichen von Vergänglichkeit, sondern eine Einladung: Was wäre wirklich wichtig? Meine Reiseroute: 7 Stationen, 108 Wünsche Ich möchte erleben (1–23) Ich möchte lernen (24–35) Ich möchte wachsen (36–53) Ich möchte kreieren (54–68) Ich möchte bewirken (69–80) Ich möchte verbinden (81–92) Ich möchte sein (93–108) Ich möchte erleben Die schwedischen Schären entdecken, in einer Hütte mit eigener Sauna übernachten und ein Böötchen fahren. (Der Gedanke allein macht mich glücklich.) Mit dem Fahrrad den Elberadweg von Dresden nach Hamburg radeln. Mit meiner Mom in den Urlaub fahren. 2023 haben wir eine Raddampferfahrt auf der Elbe gemacht. Ich hatte ganz viel Arbeit im Gepäck. (Brauchte ich nicht :-) Skandinavien mit dem Wohnwagen bereisen. Den Jakobsweg nach Santiago de Compostela laufen, bis ans Meer und hoffentlich mit meiner Freundin Susi. Wir pilgern bereits gemeinsam die Via Regia. Ein Schritt vor dem anderen, zusammen. New York erleben. Nochmal auf Bali in einem Infinity-Pool schwimmen. Mit Rico und meiner Mom eine Kreuzfahrt machen, diesmal als Gäste. Ich durfte 10 Jahre für ein Kreuzfahrtunternehmen arbeiten. Jetzt möchte ich das Meer mal von der anderen Seite des Geländers genießen. :-) Die Orte in Italien nochmal besuchen. Drei Jahre habe ich für eine italienische Firma gearbeitet, diese Orte gehören zu meiner Geschichte. In Japan Umami in seiner reinsten Form probieren. Die Blauen Zonen der Welt besuchen, die Orte, an denen Menschen am glücklichsten alt werden. (Seitdem ich über Ikigai schreibe, lässt mich das nicht los.) Ein Yoga-Retreat in Spanien mitmachen. Eine Faultierfarm besuchen. (Ich weiß, ich weiß.) Vor einem riesigen Wasserfall mit Regenbogen stehen und ganz ehrfürchtig schweigen. Nochmal Polarlichter sehen. Den Sommer wie als Kind draußen verbringen. Wir waren Dauercamper. Natur, Lagerfeuer, Zeit, dieses Gefühl vermisse ich. Von der Natur aus arbeiten. Zeichnen, schreiben, einfach sein. Bei den Tanzabenden am Kanal in Leipzig mitmachen. An lauen Sommerabenden, mit anderen Menschen, einfach tanzen. Mit meinen Robbie-Mädels Anja und Jacqueline bei einem Robbie Williams-Konzert dabei sein und LAUT mitsingen. Eine riesige Party mit all meinen Freunden feiern und dabei so richtig wild tanzen. ✔ Als Wiederholungstäterin immer wieder Keramik bemalen, auch wenn Rico sagt: "Wir haben schon genug Tassen." :-) Die Nacht der Kunst in Leipzig besuchen und irgendwann, wenn die Zeit reif ist, selbst ausstellen. Die Grünau-Plattenbau-Ausstellung besuchen. Ich bin in Leipzig-Grünau aufgewachsen. Das ist kein Museum für mich. Das ist Erinnerung. Ich möchte lernen Digital zeichnen lernen, so leicht und fließend wie mit Stift und Papier. Einen Acrylmalkurs mit Neonfarben bei der Münchener Künstlerin Jessica Eichinger belegen. Dabei eine eigene Leinwand von Grund auf bauen. Tarotkarten legen lernen. Ich schaue schon regelmäßig nach Workshops. Jahreszeitenkreise kennenlernen und feiern. Einen Frauenkreis in Leipzig besuchen. Die Freude am Lernen niemals verlieren. Niemals. Mich über Finanzen bilden. Passives Einkommen, finanzielle Selbstständigkeit, das Thema gehört unbedingt dazu. Täglich irgendetwas Neues lernen, auch wenn es der Name einer Pflanze ist. "Der Weg des Künstlers 2" (Spirituelle Führung auf dem Weg des Künstlers von Julia Cameron) zu Ende lesen. Es schaut mich schon eine Weile fragend an. Die RUSU, der 12-wöchentliche Onlinekurs "Rise Up & Shine Uni" von Laura Malina Seiler abschließen. Das Morgen-Ritual aus der RUSU so lange wie möglich beibehalten: meditieren, tanzen, mit einem riesigen Grinsen in den Tag starten. Ich möchte wachsen Mir selbst weniger im Weg stehen. Das mache ich leider aktuell noch ziemlich oft. Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken lernen, klar, direkt, ohne Umwege. Ich glaube, das würde einige Konflikte in meinem Leben gar nicht erst entstehen lassen. Veränderungen als Prozess annehmen. Sie gehören zum Leben. Es geht nicht ohne sie. Schnellere Entscheidungen treffen. Alte Entscheidungen loslassen, wenn sie nicht mehr passen. (Klappt nicht, ok, next.) Einmal im Monat mutig sein, ganz bewusst. Den Mutmuskel trainieren. Vielleicht wieder als kleine Monats-Challenge mit meiner Freundin Jacqueline. Die Autofahrangst überwinden und einfach losfahren, wie früher. Ganz selbstverständlich, angstfrei. Mich leicht fühlen, vom Kopf, nicht vom Gewicht. Weniger sorgen. Weniger PerFUCKtionismus. Mehr Meer erleben. Die Frage "Was würde die Liebe tun?" öfter beantworten und danach handeln. Neugierig bleiben. Jeden Tag. Mit offenen Augen durchs Leben gehen und die kleinen Wunder dieser schönen Erde bestaunen. Mit offenem Herzen ebenso. Nichts als selbstverständlich nehmen. Alte Geschichten, die ich mir über mich selbst erzähle, loslassen. Platz für neue Erfahrungen machen. Ich möchte kreieren Ein Kinderbuch illustrieren. Eigene Mini-Me-Produkte entwickeln. Es wird Zeit. Anderen zeigen, wie sie IHR Mini-Me zeichnen können, weil Bilder manchmal sagen, was Worte nicht schaffen. ATC-Karten kreieren. ATC sind "Artist Trading Cards", die nur 6,4 x 8,9 cm klein und handgemacht sind, mit ganz ganz viel Herz. Die kreative Bingokarte Feld für Feld ausfüllen. Die Keramikrohlinge vom Lieblingswerk endlich bemalen. Sie warten seit Weihnachten. 12 von 12 schreiben. Zwölf ehrliche Bilder am zwölften. Artcollab-Bilder mit Neon-Markern. Mein Mini-Me alle Gefühle zeigen lassen. Alle. Ein Sommer-Picknick mit kreativer Mustermalerei im Clara-Park leiten. Aquarell-Workshops geben, während ich selbst noch so viel über die Technik lerne. Meine 3 Morgenseiten täglich schreiben. Das visuelle Tagebuch mit meinen Mini-Mes als tägliche Praxis behalten. Das Aufschieberitis-Glas befüllen und jede Woche eine Aufgabe daraus erledigen. Langsam, aber stetig. Wie sage ich immer so schön: Schritt für Schritt. Den MoRüBli jeden Monat schreiben. Ich mag die Bloggertradition sehr, hab mir in den letzten Monaten jedoch keine Zeit dafür genommen. Ich möchte bewirken Über mentale Gesundheit aufklären, ehrlich, ohne Angst, mit dem Hashtag #entthestigma. Menschen berühren und zum Strahlen bringen. Menschen zum Nachdenken anregen, damit sie ihren eigenen Weg finden. Dass Menschen sich trauen, über Scham zu sprechen, so wie ich es mir auch trauen möchte. Kunst und Kakao: Frauenkreise mit Kartenlegung, Kakaozeremonie und intuitivem Malen selbst erleben. Meine Vision Kunst und Kakao selbst geben. Für meine Mini-Mes bekannt sein, immer in Verbindung mit mentaler Gesundheit. Mit meinem Newsletter "Donnerstags bei dir ankommen" viele Menschen erreichen. Blogartikel schreiben, die in Erinnerung bleiben. Mich für Menschen- und Tierrechte einsetzen. Meine Webseite so weiterentwickeln, dass sie zeigt, wer ich wirklich bin. (Kreativkurse in den Mittelpunkt. Ayurveda-Coaching raus.) Mit Menschen über ihre Geschichten sprechen und ihnen wirklich zuhören. Ich möchte verbinden Mit meinem Partner Rico ein schönes, ehrliches und entspanntes Leben leben. Mit Rico zusammen alt werden. Meiner Mom etwas zurückgeben, für alles, was sie mir ermöglicht hat. In welcher Form auch immer. Danke, Mom. Für ALLES. Mit Rico mindestens einmal im Jahr Urlaub machen, ganz ohne Laptop, ganz ohne Arbeit. Noch viele Jahre auf meine Lieblingskater Till und Uno aufpassen 🤍. Auf Katze Mini aufpassen, auch wenn sie mir gerade mit ihren Mäusen als "Geschenk" den letzten Nerv raubt. Seerunden mit Anja und Jacqueline um den Kulki. Das ist kein Sport. Das ist Therapie, Freundschaft und das Beste, was zwei Stunden sein können. Mit Freunden lachen, bis der Bauch wehtut. Freundschaften pflegen, die trotz Distanz halten. (Hallo, MMC-Gang, Nicola, Susi, Mel, Vivi, ...) Mit meiner Hamburger Zeit in Verbindung bleiben, mit den Menschen, nicht nur mit der Erinnerung. Draußen und mit der Natur verbunden sein. Dort meditieren, atmen, lauschen, entdecken, staunen. Mit meinen Menschen das Leben teilen, nicht nur die schönen Seiten. Ich möchte sein In einem eigenen Tinyhäuschen in der Natur sein, mit Ruhe, Zeit und Raum für mein kreatives Sein und Tun. Beruflich immer das tun, was ich liebe und worauf ich Lust habe. Noch einen Halbmarathon laufen. Früh morgens mit meiner Freundin Caro schwimmen gehen, während die Stadt noch schläft. Sauna. Endlich. Und regelmäßig. Täglich tanzen, lachen, schreiben. Weniger Social Media. Mehr Me-Time. Mehr Raum für das, was wirklich zählt: für mich und mein Business. Den Stift nie aus der Hand legen. Nie aufhören, mein Leben als Geschenk zu sehen. Mich selbst als Wunder sehen, immer. Den Frieden finden, der nicht von außen kommt. Immer wissen, wo ich dazugehöre: zu meinen Menschen, meinen süßen Pflegetieren, der Natur. Irgendwann ganz friedlich, voller Dankbarkeit und mit einem Lächeln von dieser Welt gehen. Und wissen: Das war ein schönes Leben. Jeden Tag wählen, dem Leben gegenüber offen zu bleiben. Das nächste Abenteuer planen, das eine, von dem ich heute noch nicht weiß, wie es heißt. So viele "Ich möchte". Und die wenigsten enden mit finanzieller Sicherheit. Verrückt! Ich möchte ein entspanntes Leben, in dem ich lernen, wachsen, ich sein kann. In Verbindung mit meinen Menschen, meinen Tieren und der Natur. Das ist meine 108. Das ist mein ∞. Danke, liebe Marianna, für diesen schönen Impuls. Manchmal brauche ich eine Einladung, um mir wirklich die Zeit zu nehmen und zu fragen, was ich im Leben möchte. Was steht auf deiner Liste? Alles Liebe – Karina 🤍 Ein Auszug aus meinem visuellen Tagebuch mit meiner Mai 2026-Bucketliste.

  • Was sind Morgenseiten? Meine ehrliche Erfahrung mit der Methode von Julia Cameron

    Drei Seiten. Jeden Morgen. Von Hand. Das war mein erster Gedanke, als ich im Zug von Hamburg nach Leipzig saß und die ersten Seiten von "Der Weg des Künstlers*" las: Wie soll das gehen? Was soll ich da schreiben? Und warum ausgerechnet drei Seiten? Ich hatte das Buch kurz zuvor in einer kleinen Buchhandlung in der Marktstraße gefunden, nahe der U-Bahn-Station Feldstraße. Mit meiner Freundin Vivi war ich durch Hamburg geschlendert, und es lag da, als hätte es auf mich gewartet. Am 17. Juni 2024 schrieb ich meine ersten Morgenseiten. Was danach passierte, hat mich selbst überrascht. Das Wichtigste in Kürze Was sind Morgenseiten? Drei handgeschriebene Seiten, die du jeden Morgen als erstes schreibst, unzensiert, ohne Struktur, ohne Bewertung. Die Methode stammt von Julia Cameron aus ihrem Buch "Der Weg des Künstlers" (1992). Wer hat Morgenseiten erfunden? Julia Cameron, US-amerikanische Autorin, Künstlerin und Kreativ-Coach. Was bringen Morgenseiten? Sie sortieren Gedanken, bauen Stress ab, räumen mentalen Nebel weg und öffnen den Weg zur eigenen Kreativität. Wie lange dauern Morgenseiten? Je nach Schreibtempo 20-40 Minuten. Darf ich Morgenseiten tippen? Julia Cameron empfiehlt ausdrücklich Handschrift. Der Stift auf dem Papier hat eine andere Wirkung als die Tastatur. Inhaltsverzeichnis Was sind Morgenseiten, und warum klingen sie so simpel? Woher kommen Morgenseiten? Julia Cameron und "Der Weg des Künstlers" Warum genau 3 Seiten? Steckt da ein System dahinter? Was ist der Unterschied zwischen Morgenseiten und einem Journal? Meine ehrliche Erfahrung: Was Morgenseiten mit mir gemacht haben Was können Morgenseiten für dich tun? FAQ: Häufige Fragen zu Morgenseiten Was sind Morgenseiten, und warum klingen sie so simpel? Morgenseiten sind drei handgeschriebene Seiten, die du jeden Morgen schreibst. Direkt nach dem Aufstehen, bevor der Tag dich einholt. Keine Struktur, keine Vorgaben, keine Bewertung. Sozusagen direkt vom Kopf aufs Blatt. Julia Cameron beschreibt es so: "Damit Sie Ihre Kreativität fördern können, müssen Sie sie zunächst einmal finden. Um dieses Ziel zu erreichen, bitte ich Sie, ein auf den ersten Blick sinnloses Verfahren anzuwenden: das Schreiben der Morgenseiten." Julia Cameron, Der Weg des Künstlers Sinnlos. Sie sagt es selbst. Und trotzdem hat diese Methode seit 1992 unfassbar vielen Menschen geholfen: Künstlerinnen, Führungskräften, Menschen in Krisen, Menschen, die einfach wieder zu sich selbst finden wollten. Der Kern ist simpel: Du schreibst. Alles. Was in deinem Kopf ist. Unzensiert. Drei Seiten voll. Woher kommen Morgenseiten? Julia Cameron und "Der Weg des Künstlers" Morgenseiten stammen aus dem Buch "Der Weg des Künstlers - Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität" von Julia Cameron, erschienen 1992. Das Herzstück des Buches: ein Zwölf-Wochen-Programm mit zwei Werkzeugen. Jeden Morgen drei handgeschriebene Seiten, die Morgenseiten. Und einmal pro Woche ein Kreativtreff mit dir selbst, etwas, das nur dir gehört. Kein klassischer Ratgeber. Kein "5 Tipps für mehr Kreativität". Eher ein Begleiter, der ganz zart fragt: Was wolltest du eigentlich schon immer tun? Ich beschreibe es gerne als meine kreative Bibel. In meinem Artikel "Der Weg des Künstlers: Wie Morgenseiten meine Mini-Mes in die Welt brachten" erfährst du mehr :-) Warum genau 3 Seiten? Steckt da ein System dahinter? Ja. Und nein. Julia Cameron empfiehlt drei Seiten, weil die ersten anderthalb Seiten meistens "Oberflächen-Gedanken" sind. Der Einkaufszettel, die E-Mail, die du noch schreiben solltest, das Gespräch von gestern, das dich noch beschäftigt. Erst danach, wenn der Kopf sich leer geschrieben hat, kommen die ehrlichen Sätze. Die, die du dir selbst eigentlich nicht sagen wolltest. Die, die wichtig sind. Drei Seiten sind genug, um wirklich anzukommen. Und nicht so viel, dass es sich wie eine Aufgabe anfühlt. Dazu gibt es eine konkrete Notlösung für Tage, an denen dir gar nichts einfällt: Schreib dasselbe Wort, bis die drei Seiten voll sind. Klingt absurd. Funktioniert. Was ist der Unterschied zwischen Morgenseiten und einem Journal? Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Und es ist ein echter Unterschied. Strukturierte Journale wie das 6-Minuten-Tagebuch oder das Higher-Self-Journal von Laura Malina Seiler arbeiten mit vorgegebenen Fragen und Prompts. "Wofür bin ich heute dankbar?" "Was möchte ich heute erreichen?" Diese Struktur ist hilfreich, wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst. Sie gibt dir Halt. Ein Eintrag in mein 6-Minuten-Tagebuch vom 11. Oktober 2023, dem Tag meiner schriftlichen Überprüfung zum HPPsych. Morgenseiten haben keine Fragen. Keine Vorgaben. Keinen Halt. Das ist genau der Punkt. Du schreibst, was ist. Nicht, was sein sollte. Nicht, was sich gut anhört. Sondern das echte, ungeordnete, manchmal chaotische Innere. Ich nutze beide. Das eine ergänzt das andere. Aber sie fühlen sich grundverschieden an. Morgenseiten Strukturiertes Journal Vorgaben Keine Ja, Prompts und Fragen Länge 3 Seiten Meist 1-2 Seiten Wann Morgens, als erstes Flexibel Ziel Gedanken rauslassen, Klarheit Reflexion, Dankbarkeit, Ziele Format Fließtext, unzensiert Antworten auf Fragen Meine ehrliche Erfahrung: Was Morgenseiten mit mir gemacht haben Als Kind habe ich Tagebuch geschrieben. Das Cover war niedlich, irgendetwas mit Blumen, rosa, mit einem kleinen silbernen Schloss und einem dazugehörigen Schlüssel. Ich habe es nie zu Ende geschrieben. Ein paar Zeilen, dann verlor ich die Lust. Wiedergefunden, gleiche Geschichte. Ich dachte, ich bin einfach kein Tagebuch-Mensch. Dann kam "Der Weg des Künstlers". Und etwas war anders. Ich glaube, es war das Fehlen jeder Erwartung. Kein Schloss, das ich aufmachen musste. Kein leeres weißes Buch, das auf etwas Bedeutsames wartete. Nur drei Seiten. Täglich. Fertig. Am 17. Juni 2024 schrieb ich die ersten Zeilen: "Meine ersten Morgenseiten! 17.06.2024. Ich habe gerade dieses schöne Notizbuch entdeckt. Ich hab es vor fast zwei Jahren, an meinem Geburtstag, von Andrea geschenkt bekommen. Wir haben uns zum Frühstück in Altona getroffen. Lange stand es neben meinen anderen Notizbüchern. Ich nehme es aus dem Schrank und die Überschrift auf dem Cover: everyday adventures." Karina Röpcke, erste Morgenseiten, 17. Juni 2024 Passt, dachte ich. Was dann folgte: Ich schrieb täglich. Mal drei Seiten voller Gedanken, mal eine halbe Seite To-do-Liste (ja, das mache ich leider immernoch). Ich stellte mir Fragen, die ich mir sonst nie gestellt hätte. Ich fing an, meine Gefühle zu benennen, nicht nur meine Gedanken. Ich fragte mich, wo ich Emotionen in meinem Körper spüre. Das Gefühl des "Getrieben-seins" am Morgen, dieses innere Unruhe-Kribbeln, das mich manchmal schon beim Aufwachen erwischte? Es verschwand. Als meine Mutter im Sommer 2024 ins Krankenhaus musste und die Tage schwerer wurden, als die Worte es konnten, wusste ich: Ich brauche die Seiten. "Angst ist das, was einen Künstler blockiert. Die Morgenseiten räumen die Angst beiseite." Julia Cameron, Der Weg des Künstlers Sie hatten recht. Und noch etwas passierte: Aus meinen Seiten tauchten Figuren auf. Kleine, strichmännchenartige Gestalten, die meine Gedanken zeichnerisch festhielten. Daraus wurden meine Mini-Mes, meine selbstgezeichneten Figuren, die heute in meinen Blogartikeln aufklären, Gefühle ausdrücken und mein Erlebtes festhalten. Morgenseiten haben meine Mini-Mes in die Welt gebracht. Das hätte ich nie gedacht. Mein Mini-Me aus meinem visuellen Tagebuch. Was können Morgenseiten für dich tun? Du musst keine Krise haben, um mit Morgenseiten anzufangen. Du musst auch keine Künstlerin sein. Julia Cameron hat diese Methode für alle entwickelt, die das Gefühl haben, dass da noch etwas in ihnen steckt, das raus möchte. Morgenseiten können dir helfen, wenn du: morgens mit einem vollen Kopf aufwachst und nicht weißt, wo du anfangen sollst das Gefühl hast, getrieben zu sein, ohne Pause, ohne Klarheit kreativ sein möchtest, aber nicht weißt wie oder wo Gedanken und Gefühle trennen möchtest einfach einen Ort brauchst, der nur dir gehört Sie sind kein Wundermittel. Manche Tage fühlen sich leer an. Manche Seiten lesen sich später wie eine Einkaufsliste. Das ist völlig in Ordnung. Aber über Wochen und Monate entsteht etwas. Eine ehrlichere Beziehung zu dir selbst. FAQ: Häufige Fragen zu Morgenseiten Muss ich jeden Tag Morgenseiten schreiben? Julia Cameron empfiehlt es täglich, ohne Ausnahme. In der Praxis gilt: Dranbleiben ist wichtiger als Perfektion. Wenn du einen Tag aussetzt, fang am nächsten einfach wieder an. Was schreibe ich, wenn mir nichts einfällt? Schreib genau das: "Mir fällt nichts ein." Oder schreib dasselbe Wort immer wieder, bis die Seiten voll sind. Der Punkt ist, die Hand zu bewegen und den Kopf zu leeren, nicht literarische Meisterwerke zu produzieren. Darf ich meine Morgenseiten jemals lesen? Julia Cameron empfiehlt, die ersten acht Wochen nicht zurückzublättern. Die Morgenseiten sind zum Rauslassen da, nicht zum Analysieren. Ich halte mich meistens daran. :-) Wie viel Zeit brauche ich für Morgenseiten? Je nach Schreibtempo 20-40 Minuten. Ich schreibe nach meinem Yoga-Call, mit einer kleinen Kerze auf dem Schreibtisch. Können Morgenseiten als Therapieersatz dienen? Nein. Morgenseiten sind ein kreatives Werkzeug, keine therapeutische Methode. Bei ernsteren psychischen Belastungen empfehle ich professionelle Unterstützung, und behalte die Morgenseiten als Ergänzung. Was brauche ich, um mit Morgenseiten zu starten? Ein Notizbuch, einen Stift, drei Seiten Zeit. Das war's. Vielleicht liest du das gerade und denkst: Drei Seiten? Jeden Morgen? Was soll ich da nur schreiben? Ich habe genau das gedacht. Dann griff ich trotzdem zum Stift. Und mache es bis auf wenige Ausnahmen noch heute. Wenn du Lust bekommen hast, dein kreatives Inneres ein bisschen mehr zu erkunden, schau dir gerne mein kostenloses Starter-Kit an. Es ist kein Kurs über Morgenseiten, aber ein erster Schritt in deine eigene kreative Praxis: dein erstes Mini-Me zeichnen. Du zahlst keinen Euro dafür, nur deine E-Mail-Adresse. Dafür bekommst du von mir jeden Donnerstag ein bisschen von mir in dein Postfach. :-) [ZUM STARTER-KIT 🤍] Und wenn du magst, begleite mich jeden Donnerstag per Newsletter. Dort schreibe ich über Kreativität, mentale Gesundheit und das Leben als Künstlerin in Leipzig. Alles Liebe – Karina 🤍 *unbezahlte Werbung für alle Bucherwähnungen

  • Der Weg des Künstlers: Wie Morgenseiten meine Mini-Mes in die Welt brachten

    Mein Beitrag zu Melanies Blogparade „Welches Buch hat dein Leben verändert?" Mein absolutes Lieblingsbuch. Meine kreative Bibel. So habe ich Der Weg des Künstlers von Julia Cameron schon einmal beschrieben, in einem Artikel über drei Bücher, die mein Leben auf den Kopf gestellt haben. Und trotzdem hätte ich damals nicht ahnen können, wie tief dieses Buch noch in mein Leben eintauchen würde. Es stand ewig auf meiner Kaufliste. Ich schob es vor mir her und fand es schließlich in einer kleinen Buchhandlung in Hamburg. Dann kam eine Affirmation aus Woche 1 des Buches, die mich anfangs fast abgestoßen hat: „Meine Kreativität heilt mich selbst und andere." Puh. Wie übergriffig, dachte ich. Wie groß das klingt. Wie weit weg von mir. Heute ist genau dieser Satz mein Motto für 2026 und der am meisten notierte in meinen Morgenseiten (drei handgeschriebene Seiten, die ich jeden Morgen schreibe). Aus diesen Seiten wurden Zeichnungen. Aus den Zeichnungen wurden Mini-Mes, meine selbstgezeichneten Figuren, die meine Gefühle ausdrücken, mein Erlebtes festhalten und in meinen Blogartikeln über mentale Gesundheit aufklären. Wie das passiert ist? Das erzähle ich dir hier. Der Weg des Künstlers Der Weg des Künstlers von Julia Cameron ist 1992 erschienen und hat seitdem unfassbar vielen Menschen geholfen, ihre Kreativität wiederzufinden. Oder zum ersten Mal wirklich zu leben. Das Herzstück: zwölf Wochen, zwei Übungen. Jeden Morgen drei handgeschriebene Seiten, die sogenannten Morgenseiten. Und einmal pro Woche ein Kreativtreff mit dir selbst, etwas, das nur dir gehört. Kein Ratgeber im klassischen Sinne. Kein „5 Tipps für mehr Kreativität". Eher ein schöner Begleiter, der dich sanft anschubst und fragt: Was wolltest du eigentlich schon immer tun? Inhaltsverzeichnis Ein Buch, das nicht locker ließ: meine erste richtige Begegnung mit Der Weg des Künstlers Meine Erfahrung mit den Morgenseiten: Drei Seiten? Jeden Morgen? Wirklich? Meine erste Sketchnote und der Prototyp meiner Mini-Mes Als Zeichnen Therapie wurde: der Sommer, als meine Mom ins Krankenhaus musste Aus Strichmännchen wurden Mini-Mes Dein eigener Weg des Künstlers beginnt vielleicht hier Ein Buch, das nicht locker ließ: meine erste richtige Begegnung mit Der Weg des Künstlers Es stand schon lange auf meiner Kaufliste. Immer wieder ploppte es auf meinem Handy auf, wurde empfohlen, tauchte in Bücherschränken auf. Ich sah es, klickte weiter, legte es weg. „Irgendwann", dachte ich. „Wenn die Zeit passt." Dann war ich bei meiner Freundin Vivi in Hamburg zu Besuch. Wir schlenderten durch die Marktstraße, über den kleinen Platz gegenüber der U-Bahn-Station Feldstraße, und standen plötzlich vor einer kleinen Buchhandlung. „Komm, lass uns reingehen", sagte ich. Ich liebe es, Bücher zu kaufen, wenn ich auf Reisen bin. Es fühlt sich an wie ein kleines Souvenir für den Kopf. Ich steuerte direkt auf die Spiri-Abteilung zu, strich mit dem Finger über die Buchrücken und blieb stehen. Da war es: Der Weg des Künstlers von Julia Cameron. Diesmal musste ich es einfach kaufen. Ich arbeitete selbst gerade an einem Coachingprogramm, bei dem es darum ging, Menschen wieder mit ihrer eigenen Kreativität zu verbinden. Das Buch lag da, als hätte es auf mich gewartet. Ich kaufte es. Und bereits im Zug zurück nach Leipzig las ich die ersten Seiten. Dass es sich um ein Zwölf-Wochen-Programm handelte, wurde mir erst da so richtig bewusst. Meine Erfahrung mit den Morgenseiten: Drei Seiten? Jeden Morgen? Wirklich? „Damit Sie Ihre Kreativität fördern können, müssen Sie sie zunächst einmal finden. Um dieses Ziel zu erreichen, bitte ich Sie, ein auf den ersten Blick sinnloses Verfahren anzuwenden: das Schreiben der Morgenseiten." Julia Cameron, Der Weg des Künstlers „Drei Seiten? Jeden Morgen? Was soll ich da nur erzählen?" Das war mein erster Gedanke. Und trotzdem griff ich zum Stift. Am 17. Juni 2024 legte ich los. Oben auf der Seite stand: „Meine ersten Morgenseiten! 17.06.2024. Ich habe gerade dieses schöne Notizbuch entdeckt. Ich hab es vor fast zwei Jahren, an meinem Geburtstag, von Andrea geschenkt bekommen. Wir haben uns zum Frühstück in Altona getroffen. Lange stand es neben meinen anderen Notizbüchern, die teilweise beschrieben und teilweise noch neu sind. Ich nehme es aus dem Schrank und die Überschrift auf dem Cover: everyday adventures." Passt, dachte ich. Und am Ende schrieb ich: „Geschafft! Meine ersten drei Morgenseiten, jippie ... der wichtigste Schritt ist getan :-) Bis morgen!" Das Buch fordert dreierlei: drei Seiten von Hand schreiben, und zwar jeden Morgen, einmal pro Woche einen Kreativtreff mit sich selbst einplanen, und sich auf die zwölf Wochen einlassen. Ich hab's getan. Meine erste Sketchnote und der Prototyp meiner Mini-Mes Genau einen Monat später beantwortete ich eine Aufgabe aus dem Buch. Die Anweisung lautete: „Führen Sie, in der Reihenfolge von wichtig bis gering oder umgekehrt, zehn Veränderungen auf, die Sie gerne vornehmen würden. Beginnen Sie dabei folgendermaßen: Ich würde gerne ..." Meine Nummer 9: Ich würde gerne mehr zeichnen. Meine Nummer 10: Das mache ich heute Abend. Und dahinter zeichnete ich direkt ein kleines Blatt Papier mit der Aufschrift: „To Do: Heute abend zeichnen." Gezeichnet hatte ich ja schon immer, also ab dem Zeitpunkt, als ich als Knirps einen Stift halten konnte. Aber das war meine erste Sketchnote. Dabei half mir ein kleiner Zufall: Im Notizbuch lag noch ein A5-Blatt mit Sketchnote-Zeichnungen, eine Vorlage, die ich längst vergessen hatte. Genau das wurde meine Inspiration. Strichmännchenartig, ganz einfach und ehrlich. Und wenn ich heute zurückschaue: praktisch der Prototyp meiner Mini-Mes, entstanden durch eine einzige Buchaufgabe. Es folgten kleine About Today-Zeichnungen: mein Partner und ich beim Shoppen, beim Reisen mit der Deutschen Bahn, ich beim Bloggen. Klein und spontan, aber sie hielten meinen Alltag fest wie ein visuelles Tagebuch. Drei Kurse auf Domestika (einer Online-Kreativplattform mit Fokus auf Design, Illustration und Handwerk), die ich in dieser Zeit buchte, taten ihr Übriges und brachten meine Mini-Mes zum Leben. Als Zeichnen Therapie wurde: der Sommer, als meine Mom ins Krankenhaus musste Meine Mom hatte eine Routine-OP. Alles sollte unkompliziert laufen. Mein Partner holte sie aus der Klinik ab, sie sollte ein paar Tage bei uns übernachten, einfach zur Sicherheit nach der Narkose. Es war unfassbar heiß draußen. Sie schlief viel, aß fast nichts, trank wenig. Ich schrieb in mein Tagebuch, wie aufgewühlt ich war. Sie war schwach, blass, schweißnass, kraftlos. Als ich sie bat, ein paar Treppenstufen mit mir zu laufen, konnte sie es kaum. Mein Partner Rico half mir, sie zurück ins Bett zu bringen. Ich rief in der Klinik an. Letztendlich fuhren wir in die Notaufnahme. Nach stundenlangen Untersuchungen trat die Ärztin zu mir auf den Krankenhausflur. "Malignom in der Lunge", sagte sie. Und irgendetwas mit Raumforderung. Ich stieg zu meinem Partner ins Auto, googlte Malignom und war geschockt. Das hatte sie mir gesagt? Auf dem Flur einer Notaufnahme? Die Luft war schwer, wie die Diagnose, die im Raum stand. Was mir in dieser schweren Zeit half: meine Morgenseiten. Und das Zeichnen. Ich zeichnete unsere Besuche in der Klinik. Wie ich den Garten meiner Mom goss, während sie nicht konnte. Die verstörenden Gespräche, in denen sie anfing, meinem Partner und mir den Garten schmackhaft zu machen, als ob sie... nein. Das zeichnete ich auch. Und das Gespräch, in dem ich durch "Zufall" erfuhr, dass es sich zum Glück „nur" um eine Lungenentzündung handelte. Diese kleinen Strichmännchen hielten meine Gedanken fest. Ließen meine Befürchtungen raus. Gaben meiner Angst einen Ort. „Angst ist das, was einen Künstler blockiert. Die Morgenseiten räumen die Angst beiseite." Julia Cameron, Der Weg des Künstlers Ich brauchte die Bilder, um zu verarbeiten. Warum mir das Schreiben allein nicht gereicht hat? Ich weiß es nicht genau. Was ich weiß: Zeichnen war für mich, seit ich denken kann, so etwas wie Beruhigung. Etwas, das ich konnte. Etwas, das immer verfügbar war. Ich brauchte nur einen Stift und Papier. Und in diesem Sommer brauchte ich es mehr als jemals zuvor. Aus Strichmännchen wurden Mini-Mes Heute trenne ich meine Seiten. Ich habe mein Texttagebuch, dass sich manchmal eher anfüllt, wie eine endlos-lange To-Do-Liste, in dem an manchen Tagen drei Seiten mit Gedanken gefüllt sind und an anderen weniger. Und ich habe ein visuelles, kreatives Tagebuch, in dem meine Mini-Mes leben. Sie haben sich weiterentwickelt, diese kleinen Figuren. Optisch, aber vorallem in dem, was sie ausdrücken. Ich zeichne immernoch About the Day-Zeichnungen. Ich zeichne Monatsbucketlisten mit Dingen, die ich unbedingt erleben möchte. Ich zeichne meine Gefühle, wenn alles zu viel wird. Und ich zeichne Mini-Mes, die in meinen Blogartikeln aufklären: zum Beispiel darüber, was Skin-Picking ist oder zum Thema Angst. Eine Buchaufgabe. Zehn kleine Veränderungen. Nummer 9: Ich würde gerne mehr zeichnen. Daraus wurden meine Mini-Mes. Manchmal braucht es nur einen einzigen Satz, den man aufschreibt, um etwas in Bewegung zu bringen. Und manchmal braucht es ein Buch, das einen daran erinnert, dass Kreativität kein Luxus ist, sondern ein Weg nach Hause zu sich selbst. Der Weg des Künstlers hat mir diesen Weg gezeigt und ich darf ihn bis heute gehen. Texttagebuch / Morgenseiten Mein visuelles Tagebuch / Mini-Mes Format 3 handgeschriebene Seiten Zeichnungen, Illustrationen, Mini-Mes Wann Täglich, morgens Wenn Worte einfach nicht reichen Was drin steckt Gedanken, Gefühle, Alltag, alles was raus muss About the Day, Monatsbucketlisten, Gefühle wenn alles zu viel wird, Aufklärung zu mentaler Gesundheit Werkzeug Stift und Notizbuch Stift, Papier, Fineliner Funktion Loslassen, Klarheit gewinnen, verarbeiten Verarbeiten durch Bild, ausdrücken und mit dir teilen Dein eigener Weg des Künstlers beginnt vielleicht hier Mittlerweile gibt es auch die Fortsetzung: Spirituelle Führung auf dem Weg des Künstlers von Julia Cameron. Darin kommt neben den Morgenseiten, dem Kreativtreff und den ebenfalls im ersten Buch empfohlenen Spaziergängen noch eine vierte Säule hinzu: die Bitte, geleitet zu werden. Ich bin noch nicht ganz durch mit dem diesmal 6- statt 12-Wochen-Programm. Egal, was jetzt noch kommt: Das erste Buch hat sein Versprechen mehr als gehalten. Und nicht nur das, es hat meine kleinen Mini-Mes in die Welt gebracht. Mit denen an meiner Seite kann mich nichts mehr so schnell umhauen. Und vielleicht liest du das hier und denkst: „Ich möchte das auch. Ich brauche auch so kleine Superhelden um mich herum, mit denen ich meine Welt gestalten kann." Dann ist mein Freebie „Zeichne dein erstes Mini-Me" vielleicht genau das Richtige für dich. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du deine eigene kleine Figur aufs Papier bringst, ganz ohne Vorkenntnisse, ganz ohne Perfektion. Der Weg des Künstlers ist meine absolute Herzensempfehlung. Wenn du spürst, dass da etwas in dir ist, das raus möchte, hol es dir. Du wirst staunen, was ein Stift, ein Notizbuch und drei Seiten am Morgen in Bewegung bringen können. Und wenn du danach Lust hast, dein eigenes Mini-Me zu kreieren, klick gerne auf das Bild oder den Button und melde dich kostenlos an. Alles Liebe – Karina 🤍

  • Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2026

    Q2, wir müssen kurz reden. Du warst schön, du warst voll, du warst manchmal zu viel. Mein Nacken meldet sich täglich und erinnert mich daran, dass Pause kein Luxus ist. Die letzten Wochen haben mich emotional an meine Grenzen gebracht, und ich wäre nicht ehrlich, wenn ich das hier nicht erwähnen würde. Gleichzeitig: 19 von 29 To-Wants umgesetzt. Fast zwei Drittel. Ich bin stolz auf mich. :-) Und weil das 3. Quartal schon seit dem 1. Juli läuft und ich erst jetzt dazu komme, meine Liste zu schreiben, halte ich es kurz: Das ist nicht normal. Aber normal ist nicht mein Ding. Also, hier sind sie. Meine To-Wants für Juli bis September 2026. Ein paar alte Bekannte, viele neue Wünsche und ein klares Thema, das sich durch alles zieht: Balance. Arbeit und Erholung. Kreativität und Stille. Geben und auch mal Empfangen. So funktioniert meine To-Want-Liste Die Idee kommt aus dem Buch Das 12-Wochen-Jahr*. Ich habe das Konzept für mich angepasst und mache es seitdem jedes Quartal. Der Grundgedanke: Ein Jahr in vier Abschnitte von je zwölf Wochen aufteilen. Nicht auf "irgendwann" warten, sondern in überschaubaren Zeiträumen denken und handeln. Das klingt banal und ist es irgendwie auch. Und trotzdem verändert es alles. Der zweite Grundgedanke: keine To-do-Liste. Sondern eine To-Want-Liste. Ich frage mich nicht, was ich erledigen muss. Ich frage mich, was ich wirklich möchte. Was ich erleben, erschaffen, lernen, genießen will. Das klingt wie ein kleiner Unterschied. Fühlt sich aber ganz anders an, wenn du die Wörter laut sagst. "Ich muss noch ... " versus "Ich möchte ..." Versuch es mal. :-) Meine To-Want-Liste im Überblick Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 3. Quartal 2026 Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2026 Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 3. Quartal 2026 erreichen möchte Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 3. Quartal 2026 Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 3. Quartal 2026 Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 3. Quartal 2026 freue Hier kannst du meine "alten" To-Wants finden Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 3. Quartal 2026 Ziel 1 - Körper: Mein Nacken hat in den letzten Wochen laut gesprochen. Ich höre hin. Die Physio-Übungen, die ich aus der Therapie mitgenommen habe, möchte ich konsequent umsetzen. Und ich möchte mindestens 10x morgens schwimmen gehen oder, wenn das Wetter nicht mitspielt, mit dem Fahrrad um den Cossi drehen. Bewegung als Medizin. Nicht als Pflicht. Ziel 2 - Hamburg: Zehn Tage Workation in Hamburg. Ich hüte die Katze meiner Freundin Mel, arbeite, treffe meine Lieblingmenschen und atme durch. Arbeit und Erholung auf einmal. Das ist mein Q3-Herzensziel. Ziel 3 - eigene Mini-Me-Produkte: Es wird Zeit. Meine Mini-Mes sind nicht nur meine kreative Ausdrucksform, sie sind auch ein echtes Angebot. In diesem Quartal fange ich damit an, eigene Produkte rund um die Mini-Mes zu entwickeln. Was das genau wird? Das erzähle ich dir, wenn es so weit ist. :-) Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2026 Die Blogdekade läuft gerade: 10 Artikel in 10 Tagen. Ich bin spät dran, aber ich bin dabei. Mindestens 10 Blogartikel möchte ich in diesem Quartal veröffentlichen. Im Rahmen von Judith Peters Content Society gebe ich weiterhin schriftliche und Video-Feedbacks auf Blogartikel, Webseiten, Über-mich-Seiten und Angebotsseiten. Ich lerne dadurch täglich Neues. Das ist nicht nur Arbeit, es ist meine persönliche Masterclass. Meine eigene Webseite überarbeite ich Schritt für Schritt weiter: Die Startseite ist dran, dann die Über-mich-Seite. Und dann sind da noch die eigenen Mini-Me-Produkte. Ja, ich erwähne sie zweimal. Weil sie mir wirklich wichtig sind. Mindestens einen Aquarell-Workshop möchte ich in diesem Quartal geben. Aquarell ist für mich noch verhältnismäßig neu, und ich möchte das Wissen weitergeben, während ich selbst noch lerne. Das fühlt sich aufregend und ein bisschen mulmig an. Beides ist gut. :-) Jeden Donnerstag erscheint mein Newsletter. Das ist kein Wunsch mehr von mir, das ist Realität. Und es fühlt sich immer noch wie ein kleines Wunder an, wenn ich auf "Senden" drücke. Die Newsletter-Äääängst ist besiegt, aber ich will den Schwung halten. Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 3. Quartal 2026 erreichen möchte Mein Mini-Me lernt, Gefühle zu zeigen. Das klingt klein. Ist es aber nicht. Für mich war es lange nicht selbstverständlich, Gefühlen Raum zu geben. Meine kleine gezeichnete Karina hilft mir dabei, das zu üben. Alle Gefühle sind willkommen. Die ATC-Karten kommen wieder: Artist Trading Cards, 6,4 cm x 8,9 cm. Klein, handgemacht, mit viel Herz. Ich freue mich schon auf das neue Thema. Neon-Marker und bunte Artcollab-Bilder: Ja, auch das bleibt. Etwas reduziert, aber die "wilden Farben" aus der Jahresvorschau lasse ich nicht fallen. "12 von 12" erscheint auch wieder. Zwölf Bilder am zwölften. Ein ehrlicher Schnappschuss meines Tages. Meine kreative Bingokarte füllt sich weiter. Und dann darf ich im September etwas Besonderes erleben: Ich reise nach Lüneburg und bemale zusammen mit meiner Freundin Nicola endlich wieder Keramik. Das wird sooo schön! Außerdem leite ich ein Sommer-Picknick mit kreativer Mustermalerei im Clara-Park. Als Sommerfest für eine Ergotherapie. Menschen, die draußen sitzen, malen, lachen. Das ist der Job, den ich meinte, als ich mir einmal "Kunst und Kakao" vorgestellt habe. Und die Keramikrohlinge vom Lieblingswerk, die seit Weihnachten auf mich warten? Die werden in diesem Quartal endlich bemalt. Ich habe sie schon lange genug angeschaut. Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 3. Quartal 2026 Nacken. Physio. Übungen umsetzen. Jeden Tag. Mindestens 10x morgens schwimmen gehen. Der Cossi liegt so nah, und der Gedanke, morgens ins Wasser zu gleiten, während die Stadt noch schläft, macht mich glücklich. Wenn es klappt: wunderbar. Wenn nicht: Fahrrad um den See und die Morgenstille trotzdem genießen. Sauna. Endlich. Das hatte ich schon im Q2 auf der Liste und es hat nicht geklappt. Diesmal zähle ich es wirklich. Mindestens zweimal. Zahnreinigung. Unromantisch, aber wichtig. Done. Den MoRüBli (Monatsrückblick) führe ich ab sofort als festes Format weiter. Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 3. Quartal 2026 Hamburg, Hamburg, Hamburg. Zehn Tage Workation bei meiner Freundin Mel in Over/ Seevetal. Ich hüte ihre Katze Mini, arbeite, esse gut und treffe viele liebe Menschen aus meiner Hamburg-Zeit. Meine Freundin Nathalie treffe ich morgen schon :-) Ich freu mich so sehr. Meine MMC-Gang, Denise und Michal, sehe ich auch endlich wieder. Wir haben uns damals durch Lars Amends Magic Monday Club kennengelernt und unsere Freundschaft hält trotz der 400 Kilometer Entfernung. Andrea, meine Freundin aus Stelle, besuche ich. Wir haben uns durch die Ayurveda-Ausbildung kennengelernt. Und dann ist da Mels 50. Geburtstag. Mel und 50. Das passt irgendwie überhaupt nicht zusammen und gleichzeitig passt es perfekt, weil Mel eine von diesen Menschen ist, die mit jedem Jahr schöner werden. In Lüneburg besuche ich, wie schon erwähnt, mein Möhrchen Nicola. In Leipzig gibt es auch einiges: Die Nacht der Kunst möchte ich besuchen. Ursprünglich wollte ich selbst ausstellen. Ich habe gemerkt, dass die Zeit dafür noch nicht reif war. Und das ist in Ordnung. Ich gehe als Besucherin, schaue, staune, lasse mich inspirieren. Die Grünau-Plattenbau-Ausstellung besuche ich. Ich bin in Leipzig-Grünau aufgewachsen. Diese Ausstellung ist für mich kein Museum, sie ist Erinnerung. Und das Nachfeiern von Bienes Geburtstag steht am 16. August an. Biene hat im Januar Geburtstag und feiert ihn mit ihren Leipziger Freunden und ihrer Familie in diesem Jahr im Sommer nach. Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 3. Quartal 2026 freue Die Seerunden mit meinen Mädels Anja und Jacqueline. Mindestens zweimal möchte ich mit ihnen um den See laufen. Diese Runden sind kein Sport. Das ist Therapie, Freundschaft und das Beste, was zwei Stunden Bewegung sein können. Meiner Autofahrangst ins Gesicht sehen. Sobald der Dicke, unser Bully aus der Werkstatt ist, setze ich mich ans Steuer. Puh und ... Punkt. Das Minimalismus-Glas läuft weiter. Langsam, aber weiter. RUSU beenden: Das Online-Programm von Laura Malina Seiler hat mich täglich tanzen gelehrt. Die morgentliche Meditation und das Tanzen behalte ich. Das Programm möchte ich in diesem Quartal noch abschließen. "Der Weg des Künstlers 2" zu Ende lesen. Das Buch liegt schon eine Weile rum und schaut mich fragend an. Mein Hörbuch-Abo kündige ich. Ich schaffe es zeitlich einfach nicht. Lieber Podcasts, die ich wirklich höre. Meine aktuellen Lieblingspodcasts: "Betreutes Fühlen" und "Kaulitz Hills". So unterschiedlich. So gut. Und das war sie, meine Q3-To-Want-Liste. Ehrlich? Sie ist lang. Vielleicht zu lang für jemanden, der gerade sagt: Ich brauche Balance. Aber weißt du was? Nicht alles davon ist Arbeit. Vieles davon ist Leben. Freundschaft, Bewegung, Farbe, Wasser, Lachen, Keramik, Podcasts im Ohr und Katzen streicheln. Das zählt auch. In diesem Sinne: Worauf freust du dich in deinem Sommer noch? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Und wenn du magst, begleite mich jeden Donnerstag per Newsletter. Kein Spam, keine Werbung, nur ich, mit dem, was mich gerade bewegt. Dein erstes Mini-Me: Das Starter-Kit für 0 EUR. Zeichne dich. Fühl dich. Versteh dich. Mit Anleitung, Materialliste und 25 Zeichenimpulsen für dein kreatives Tagebuch. Kein Talent nötig, nur du, ein Stift und ein bisschen Mut. Hier kannst du meine "alten" To-Wants finden: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2024 Das 12-Wochen-Jahr: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2024 Meine "To-Want-Liste": Was ich bis zum 31.12.2023 erleben und schaffen möchte 27 Dinge, die ich im Sommer 2023 erleben möchte Alles Liebe – Karina 🤍 *unbezahlte Werbung

  • Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2026

    Heute ist bereits der 12. Mai 2026. Und normalerweise plane ich mein 2. Quartal Anfang April. Aber was ist schon normal und wer bestimmt hier auf meinem Blog die Regeln ... ich natürlich :-) Und deshalb mache ich mir heute Gedanken, was in den nächsten eineinhalb Monaten noch entstehen darf. Ich freu mich drauf! Hier sind sie, meine To-Wants für das 2.Quartal 2026. 🤍 Was ist eine To Want Liste? Die Idee meiner To-Want-Liste kommt aus dem Buch Das 12-Wochen-Jahr*. Dort geht es darum, Ziele nicht nur als Pflichten oder Aufgaben zu sehen, sondern bewusst zu hinterfragen, was man wirklich möchte. Statt mich ständig mit „Ich muss noch …“ unter Druck zu setzen, schreibe ich To-Wants auf. Also Dinge, die ich erleben, lernen, kreieren oder entwickeln möchte. Meine Kunst, meine Kreativität und mein persönliches Wachstum fühlen sich dadurch nicht mehr wie eine endlose To Do Liste an, eher wie etwas, was ich mir bewusst aussuche. Das 12-Wochen-Jahr basiert auf der Idee, ein Jahr gedanklich auf zwölf Wochen zu verkürzen. Dadurch werden Ziele greifbarer, klarer und oft auch motivierender, weil man nicht auf „irgendwann“ wartet, sondern innerhalb kurzer Zeit ins Handeln kommt. Meine To-Want-Liste im Überblick: Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 2. Quartal 2026 Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 2. Quartal 2026 Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 2. Quartal 2026 erreichen möchte Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 2. Quartal 2026 Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 2. Quartal 2026 Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 2. Quartal 2026 freue Hier kannst du meine "alten" To -Wants finden Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 2. Quartal 2026 Ziel 1 – sportlich: ✔ Seit zwei Monaten habe ich endlich einen "richtigen" Yogakurs in meiner Nähe gefunden. Ich liebe meine Yoga Stunde am Mittwoch und möchte sie auch in diesem Quartal einmal pro Woche besuchen. Ziel 2 – persönlich: Mein Mini-Me lernt, Gefühle zu zeigen. Wobei mein Mini-Me eigentlich ich selbst bin beziehungsweise eine kleine gezeichnete Figur von mir. Für mich war es lange nicht einfach, meinen Gefühlen Raum zu geben. Mit Unterstützung meiner "kleinen Karina" möchte ich das in diesem Quartal üben. Alle Gefühle sind willkommen und durch sie werden sie sichtbar. Ziel 3 – kreativ: ✔ "Wilde Farben" hieß es in der morphischen Feldlesung am Jahresanfang: Es werden mindestens zwei neonfarbene Acrylbilder entstehen. Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 2. Quartal 2026 Vier Tage FREI. Vom 14. bis 17. Mai werde ich nicht arbeiten. Das erste lange und vor allem freie Wochenende seit Ewigkeiten. - Leider nicht ganz geschafft, dafür liebe ich das "Arbeiten" umso sehr. ✔ Seit April gebe ich nicht nur schriftliches Feedback auf Blogartikel in Judith Peters Content Society, sondern auch in Form von Videoaufzeichnungen. Dadurch lerne ich so viele großartige Unternehmen kennen und nehme täglich neue Ideen und Impulse für meinen eigenen Blog mit. Jetzt heißt es nur noch: umsetzen und das Gelernte auch auf meine eigene Seite übertragen. - Judiths Summer-Blogging-School hat mich ordentlich in die Umsetzung gebracht. Deshalb ist der nächste Punkt auf meiner Liste das längst überfällige Überarbeiten meiner Webseite. Ich beginne mit der Startseite. ✔ Claude Cowork (ein KI-Assistent, der direkt auf dem Desktop arbeitet) ist dabei der neue Partner an meiner Seite. Natürlich überlasse ich nicht alles der KI. Aber wegschauen bringt nichts. Gerade jetzt zählen die eigenen Werte, eine klare Haltung und Individualität mehr denn je. Und ich bin ehrlich: Ich liebe kleine Rechtschreibfehler oder holprige Satzkonstruktionen, denn genau die zeigen, dass dort noch ein echter Mensch schreibt. ✔ Über 400,00 EUR zahle ich pro Jahr für meinen Newsletter Anbieter und bisher habe ich gerade einmal zwei Adventskalender verschickt. Das MUSS sich ändern. Wenn du beim Besiegen meiner Newsletter-Äääängst dabei sein möchtest, klick aufs Bild oder den Button ⬇️, hüpf rüber und trag dich ein. - Ich bin so stolz auf mich! Mein Newsletter erscheint jetzt jeden Donnerstag. Es gibt keine Ausreden mehr. Und ich traue mich inzwischen tatsächlich zu sagen: Die Äääängst ist besiegt. Danke, Judith, auch dafür. Ohne dich wäre ich diesen Schritt wahrscheinlich nicht gegangen. Was ich mit meiner Kunst und Kreativität im 2. Quartal 2026 erreichen möchte Meine Artcollab Bilder werden farbenfroh und ich teste meine neuen Neon Marker. Mindestens drei Bilder sollen in diesem Quartal bunt werden. ✔ Ebenfalls werde ich mindestens zehn kreative Workshops als freie Künstlerin für Drink&Paint leiten. Ich freue mich schon sehr darauf. ✔ Und ich habe die Ehre, zwei neue Künstlerinnen für den Standort in Magdeburg einzuarbeiten. Was für ein großes Vertrauen seitens der Firma. Ich veröffentliche 15 Artcollab-Bilder, die zusammen mit anderen Künstler*innen der Artcollabfamily entstehen werden. ✔ ATC Artcollab, die Fünfte: Die ATC Karten (6,4 cm x 8,9 cm) zum Thema Melonen stehen an und ich habe mich wieder für meine Mini-Mes entschieden, weil sie mir schon bei den letzten beiden Durchgängen so viel Freude bereitet haben. Es entstehen zehn ATC (Artist Trading Card)-Sammelkarten zum Tauschen. Endlich wieder 12 von 12: Im Mai und Juni veröffentliche ich jeweils am 12. des Monats (also auch heute) zwölf Bilder, die meinen Tag dokumentieren. 12 von 12 bedeutet ganz schlicht: zwölf Bilder am zwölften. Hier ist der Blogartikel vom 12. April: ✔ Ich möchte mindestestens einen kreativen Workshop buchen und eine Technik lernen, die ich noch nicht kann. - Ich musste den Workshop gar nicht buchen. Ich durfte die neue Serviettentechnik für unsere Drink & Paint Events lernen und sie direkt an meine Gäste weitergeben. Und was soll ich sagen? Ich mag diese Technik sehr :-) ✔ Meine kreative Bingokarte wird weiterhin mit Leben gefüllt. Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 2. Quartal 2026 Ich möchte mir eine Thai-Massage gönnen. Aktuell ist es wieder richtig frisch Draußen und ich möchte in diesem Quartal mindestens 3x in die Sauna gehen. ✔ Seit einigen Monaten habe ich Probleme im Schulter-Nacken-Bereich. Ich vermute, dass sie von meinem Gebiss kommen, denn ich beiße mich im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich fest. Endlich habe ich Termine bei der Physiotherapie bekommen. Heute ist der erste Termin und ich hoffe, dass ich gute Übungen an die Hand bekomme, die ich auch zuhause anwenden kann. Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 2. Quartal 2026 ✔ Ich reise Ende Mai nach Ulm, denn meine liebste Blogbuddyline Susanne feiert ihren Geburtstag. Ich freue mich so sehr, sie endlich mal wieder live zu sehen. - Was war das nur für eine legendäre Party! Und ich konnte endlich Ferri und Susannes schönes Zuhause kennenlernen. ✔ Leipzig & Friends. Die "alte" Gang trifft sich wieder. Dieses Mal in meiner Heimatstadt. Wir werden im Juni gemeinsam mit dem Rad und einem ordentlich gefüllten Picknickkörbchen die Radwege der Leipziger Seenlandschaft unsicher machen. Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 2. Quartal 2026 freue ✔ Ich werde 48 Jahre. Ein Level höher, mutiger, verrückter, ungefilterter. Das liebe ich an meinem Alter. Keine Lust mehr auf Verstellen, etwas sein zu wollen, was ich nicht bin. Sondern das Leben voller Dankbarkeit und mit einem Hauch voller Demut zu feiern, wie es sich dafür gehört. ✔ Ich habe durch das Online-Programm „Die RUSU“ von Laura Malina Seiler mit dem Tanzen direkt nach dem Aufstehen begonnen und möchte es nicht mehr missen. Ja, im Alter werde ich verrückter. :-) Daher werde ich auch weiterhin an jedem Morgen (keine Ausnahme) tanzen. Ich sage nur: #lebenlieben ✔ Keramik- und Kreativmarkt, ich komme: Mindestens einen Markt werde ich in diesem Quartal besuchen und mich von Kunst und Keramik inspirieren lassen. Da ich gerade beim Thema bin: Ich möchte endlich meine Keramikrohlinge bemalen, die ich mir beim Lieblingswerk bestellt habe. Sie warten seit Weihnachten auf die Fertigstellung. Ich habe ein neues „Tool“, das mir hilft, meine Wohnung Schritt für Schritt Richtung Minimalismus (schön wär's!) zu verändern. Und zwar ein Aufschiebe-Glas, in dem sich kleine, von mir beschriftete Zettel mit Aufgaben befinden. Für jede Aufgabe habe ich eine Woche Zeit. Das bedeutet, dass ich in diesem zweiten Quartal noch mindestens sieben Aufgaben erledigen werde. Entdeckt habe ich die Idee mit dem Glas auf Instagram. - Ich habe nur drei Dinge geschafft: die Gewürze aussortiert, meine alten Planer entsorgt und den Kühlschrank ausgewischt. Nicht die Welt, aber immerhin. ✔ Ich möchte mir im Kino "Der Teufel trägt Prada 2" ansehen. Genau 20 Jahre ist der erste Teil her. Damals war ich selber noch in der Modebranche tätig und hab den Film so sehr gefeiert. ✔ Pittlerwerke Leipzig mal zwei: Am 15.05.2026 möchte ich den Motel a Miio Pop-up-Keramikmarkt besuchen. Diese handgemachte Keramik aus Portugal ist einfach so unfassbar schön. Ich mag besonders die pastellfarbenen Stücke. Und am ersten Juni-Wochenende ist das 2. Leipzig Coffee Festival geplant. Die Location ist großartig und erinnert mich sehr an die Baumwollspinnerei hier ganz in meiner Nähe, in der auch meine Berufsschule vor vielen Jahren war. Damals habe ich meine Schneiderlehre gemacht und große Träume von einer Karriere als Modedesignerin gesponnen. ✔ Ich komme meiner Vision von "Kunst und Kakao" ein Stück näher und werde am 29. Mai an einer Kakao-Zeremonie teilnehmen. Ich habe die liebe Annett (auch aus Leipzig) auf dem Pilgerweg kennengelernt. Zufälle gibt es nicht. 🤍 Hier kannst du meine "alten" To -Wants finden Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2026 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2024 Das 12-Wochen-Jahr: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2024 Meine "To-Want-Liste": Was ich bis zum 31.12.2023 erleben und schaffen möchte 27 Dinge, die ich im Sommer 2023 erleben möchte Hast du berufliche, persönliche, gesundheitliche, kreative oder sogar mutige Ziele für das zweite Quartal 2026? Worauf freust du dich? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Alles Liebe und eine wundervolle Zeit - deine Karina 🤍 Dein erstes Mini-Me: Das kostenlose Starter-Kit Zeichne dich. Fühl dich. Versteh dich. Mit Anleitung, Materialliste, 25 Zeichenimpulsen für dein kreatives Tagebuch. Kein Talent nötig, nur du, ein Stift und ein bisschen Mut. *unbezahlte Werbung Titelfoto: Katrin Bieneck

  • Selbstliebe oder Narzissmus? Der Unterschied und was Eigenliebe wirklich bedeutet

    „Du liebst dich selbst? Bist du nicht ein bisschen narzisstisch?" Diesen Satz höre ich immer wieder. Und er zeigt, wie sehr Selbstliebe und Narzissmus in einen Topf geworfen werden. Dabei sind beide grundverschieden. Selbstliebe, Eigenliebe, Selbstverliebtheit, Narzissmus: In diesem Artikel schauen wir genau hin, was dahinter steckt und wo die Grenze verläuft. Kurz erklärt: Was ist der Unterschied zwischen Selbstliebe und Narzissmus? Selbstliebe bedeutet, sich mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen, mit Empathie für sich selbst und andere. Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung mit übermäßigem Geltungsdrang, mangelnder Empathie und einem tiefen Loch im Selbstwert. Beides sieht von außen ähnlich aus. Innen ist es das genaue Gegenteil. Inhaltsverzeichnis Selbstliebe vs. Narzissmus auf einen Blick Was ist Narzissmus? Was sagt die ICD 10? Unterschiede Narzissmus und Selbstliebe Empathie Selbstwert Selbstwahrnehmung Beziehungen Therapie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung Egoist, Narzisst, selbstverliebt: Was ist der Unterschied? FAQ Fazit Selbstliebe vs. Narzissmus auf einen Blick Selbstliebe Narzissmus Empathie vorhanden, auch für andere kaum bis gar nicht Selbstwert stabil, von innen fragil, braucht Bestätigung von außen Selbstwahrnehmung realistisch verzerrt, überhöht Beziehungen auf Augenhöhe Ausnutzung und Kontrolle Was ist Narzissmus? Anmerkung: Ich schreibe zur besseren Lesbarkeit in der männlichen Form. Der Name Narzissmus stammt aus der griechischen Mythologie, die besagt, dass ein schöner Jüngling, namens Narziss, so selbstverliebt und egoistisch war, dass er letztendlich an seiner unerwiderten Liebe starb. Laut ICD10* wird der (pathologische) Narzissmus im Bereich der Persönlichkeitsstörungen (PS) einkategorisiert, genauer: unter "sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen" (ICD10-Code: F60.8). Die Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch ein übermäßiges Bedürfnis nach Anerkennung und Bewunderung und tritt lediglich bei 0,5 bis ca. 2 % der Gesamtbevölkerung auf. Der Begriff wird heutzutage leider sehr schnell verwendet und viele Menschen in Schubladen gesteckt. Ist ein Mensch unsympathisch oder egoistisch, ist er Narzisst. Nicht selten bekommen Manager, die sogenannten Macher, diesen Stempel aufgedrückt. Wir alle tragen narzisstische Persönlichkeitsanteile in uns. Bei einem sind sie mehr, bei anderen weniger stark ausgeprägt. Schauen wir genauer hin! Was sagt die ICD 10? Wie bei allen Persönlichkeitsstörungen (PS) müssen die allgemeinen Kriterien erfüllt sein: Beginn in der Kindheit/ Jugend es ist fest im Charakter verankert Abweichungen von der Gesellschaft in Verhalten, Gedanken, Emotionen hohe Komorbidität mit anderen Erkrankungen (Depression, Süchte, ...) und es besteht ein starker Leidensdruck der Betroffenen oder des Umfelds. Die narzisstische PS braucht eine Diagnose, die nur ein Psychologe, Psychotherapeut oder Heilpraktiker für Psychotherapie stellen kann. Für die Diagnose werden mindestens 5 von 9 Merkmale benötigt. Ich bin grandios Die eigenen Leistungen, Fähigkeiten, Künste und Talente werden als etwas besonders Bedeutendes angesehen. In einem Interview erzählte ein Betroffener, dass er bereits im Studium und später durch seine Berufswahl das Gefühl hatte, er wäre anderen überlegen, er steche aus der "Masse" heraus und sei etwas Besonderes. Ich bin schön und erfolgreich Viele Themen handeln von Schönheit (Kleidung, Aussehen), Glanz, Erfolg, Macht und der perfekten Liebe. Diese Fantasien bestimmen einen Großteil des Lebens. Ich bin einmalig und etwas Besonderes Diese Einmaligkeit wird lediglich von Menschen verstanden, die ebenso "besonders" und "großartig" sind, wie der Betroffene selbst. Der hohe Status spielt dabei eine entscheidende Rolle. Schaut her und bewundert mich Es besteht ein Bedürfnis nach übermäßiger Bewunderung. Weil ich großartig bin, steht mir auch mehr zu Es wird die Extrabehandlung erwartet, nur auf Basis der eigenen Großartigkeit. Wünsche dürfen erfüllt werden und besser noch, sie stehen dem Menschen mit einer narzisstischen PS sogar zu ("Das wird mir doch niemand vorenthalten!"). Schön, dass du meinen Glanz verstärkst Zwischenmenschliche Beziehungen werden zum eigenen Vorteil ausgenutzt, um Ziele zu erreichen (wirtschaftliche, emotionale und physische "Ausbeute"). Gibt es Menschen, die die Macht verstärken können, z. Bsp. bewundernswerte Persönlichkeiten, bekommen sie die ganze Aufmerksamkeit. Der Narzisst identifiziert sich mit Menschen, die ihn "wichtiger" fühlen lassen ("Ich bin in bester Gesellschaft!"). Empathie, was ist das? Ein weiteres Merkmal bei Menschen mit einer narzisstischen PS ist der Mangel an Empathie. Durch die Selbstbezogenheit ist es schwer, Bedürfnisse und Gefühle anderer anzuerkennen. Bist du nicht auf meinem Level, bist du raus! Durch die eigene Großartigkeit gibt es viele Menschen, die neidisch sind. Es kann aber auch das Gegenteil sein, dass Personen, dem der Betroffene nicht "das Wasser reichen können", den Neid auf sich ziehen werden. Was willst du mir? Das 9. und letzte Merkmal beinhaltet das arrogante und hochmütige Verhalten des Betroffenen. Unterschiede Narzissmus und Selbstliebe Jetzt, da du die typischen Merkmale und Denkinhalte bei einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung kennst, wird es nicht schwerfallen, die Unterschiede zur Selbstliebe zu benennen. Empathie Selbstliebe: Durch Selbstmitgefühl und die Fähigkeit, sich liebe- und verständnisvoll selbst zu begegnen, können auch die Bedürfnisse und Gefühle anderer verstanden und darauf eingegangen werden. Narzissmus: Die PS ist gekennzeichnet durch einen Mangel an Empathie und das Fehlen am persönliche Interesse anderer Menschen. Selbstwert Selbstliebe: Menschen, die gut für sich sorgen, sich mit allen Stärken und Schwächen annehmen, brauchen keine Aufmerksam von Außen. Sie sind sich selbst genug und kennen ihren Wert. Narzissmus: Menschen mit einer stark ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeitsakzentuierung oder einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung haben ein kleines Selbstbewusstsein und verstecken dieses hinter einem fetten Image. Ihnen fehlt die Selbstliebe. Selbstwahrnehmung Selbstliebe: Ein Mensch, der sich respektiert und selbst akzeptiert, ist nicht abhängig von der Meinung anderer. Er ist mit sich im Reinen und strahlt das auch aus. Seine Wahrnehmung ist realistisch. Narzissmus: Der Narzisst schätzt sich als den wichtigsten Menschen ein und überschätzt sich dabei. Er ist außergewöhnlich und erwartet die ihm zustehende Sonderbehandlung von seiner Umwelt. Anerkennung und Selbstaufwertung sind das A &O. Gelingt ihm dies nicht, fordert er sie gerne ein. Kritik wird kaum toleriert und bedeutet Angriff. Die Selbstwahrnehmung ist dementsprechend positiv, jedoch nicht real. Beziehungen Selbstliebe: Die Selbstliebe ist die Basis für gesunde Beziehungen für sich selbst und deren Mitmenschen. Die eigenen Bedürfnisse werden mitgeteilt und die der Mitmenschen auch respektiert. Narzissmus: Ein Mensch mit einer narzisstischen PS ist selbstverliebt. Probleme mit Kollegen und in Liebesbeziehungen sind durch den Mangel an Empathie vorprogrammiert. Die eigenen Bedürfnisse werden durch Ausnutzung und Manipulation und Abwertung anderer befriedigt. Wird sein Vertrauen missbraucht, bedeutet es das endgültige Aus. Ich möchte betonen, dass ich bei der Aufzählung der Unterschiede vom "Schlimmsten" ausgegangen bin. Jeder Mensch ist individuell. Es macht mich traurig zu lesen, wie viele Hass-Nachrichten es gegen Narzissten gibt. Denn wie du erfahren hast, steckt hinter dem scheinbar sehr großen Selbstbewusstsein, die Angst vor Ablehnung und ein schwaches Selbstwertgefühl. Die Genetik, häufige Traumatisierungen, Verletzungen oder Überbehütung in der Kindheit und tiefes Leid sind einige Ursachen der Erkrankung. Therapie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung Menschen mit einer narzisstischen PS kommen selten in die Praxis. In den meisten Fällen erst, wenn sie sich in der sogenannten narzisstischen Krise befinden. Selbst für erfahrene Therapeuten ist es schwierig und oft frustrierend, mit ihnen zu arbeiten. Doch es ist unerlässlich, denn die größte Gefahr ist die narzisstische Kränkung. Wird er abgelehnt, erschüttert das sein Weltbild so sehr, dass er sich das Leben nehmen möchte. Das therapeutische Ziel ist die Verbesserung der Interaktionsfähigkeit mit den Mitmenschen, das Erlernen von Empathie und die Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls. Egoist, Narzisst, selbstverliebt: Was ist der Unterschied? Nicht jeder Egoist ist ein Narzisst. Ein Egoist stellt die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund. Das kann situativ sein und muss keine Persönlichkeitsstörung bedeuten. Ein Narzisst dagegen braucht konstante Bewunderung, zeigt einen tiefgreifenden Mangel an Empathie und handelt aus einem verzerrten Selbstbild heraus. Selbstverliebt klingt ähnlich wie narzisstisch, meint aber umgangssprachlich oft einfach nur: jemand, der sich viel um sein Äußeres kümmert oder selbstbewusst auftritt. Das ist kein Narzissmus. Kurz gesagt: Selbstliebe ist gesund. Selbstverliebtheit ist ein Klischee. Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung. FAQ Ist Selbstliebe dasselbe wie Eigenliebe? Ja, Selbstliebe und Eigenliebe meinen dasselbe: die Fähigkeit, sich selbst mit Respekt, Mitgefühl und Akzeptanz zu begegnen. Beide Begriffe beschreiben eine gesunde innere Haltung, keine Selbstbezogenheit. Ist Selbstliebe egoistisch? Nein. Wer sich selbst liebt, kennt die eigenen Bedürfnisse und Grenzen und kann deshalb auch für andere da sein. Selbstliebe ist die Voraussetzung für gesunde Beziehungen, kein Hindernis. Bin ich narzisstisch, wenn ich mich selbst liebe? Nein. Selbstliebe und Narzissmus sind Gegensätze. Selbstliebe kommt von innen und braucht keine Bestätigung von außen. Narzissmus entsteht aus einem tiefen Mangel an Selbstwert, der durch Bewunderung und Kontrolle kompensiert wird. Was ist der Unterschied zwischen einem Egoisten und einem Narzissten? Ein Egoist stellt die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund. Das kann situativ sein und ist keine Persönlichkeitsstörung. Ein Narzisst zeigt ein tiefgreifendes, stabiles Muster aus Geltungsdrang, fehlendem Mitgefühl und verzerrter Selbstwahrnehmung. Jeder Narzisst wirkt egozentrisch, aber nicht jeder Egoist ist ein Narzisst. Wie erkenne ich einen Narzissten? Laut ICD10 braucht es mindestens 5 von 9 diagnostischen Merkmalen für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, darunter übermäßiger Geltungsdrang, Mangel an Empathie und das Bedürfnis nach konstanter Bewunderung. Eine Diagnose kann nur ein Psychologe oder Psychotherapeut stellen. Kann ein Narzisst Selbstliebe lernen? In der Therapie ist das das eigentliche Ziel: ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen, das nicht von außen abhängt. Es ist schwierig und dauert lang, aber möglich. Fazit Der Artikel verdeutlicht die Unterschiede zwischen Selbstliebe und Narzissmus. Während Selbstliebe eine gesunde Selbstachtung und Empathie beinhaltet, handelt es sich beim pathologischen Narzissmus um eine Persönlichkeitsstörung, die durch übermäßige Selbstbewunderung, Mangel an Empathie und unrealistische Selbstwahrnehmung gekennzeichnet ist. *ICD10: International Classification of Mental and Behavioural Disorder - Tenth Edition. Das bedeutet, es ist ein weltweit anerkanntes Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen. Krankheiten werden nach Gruppen sortiert und erhalten einen Code. Die Nummer 10 ist die noch gültige Ausgabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

  • Was ist Zentangle®: Meditatives Zeichnen für Einsteiger: Anleitung & Erfahrungen

    Kennst du das Gefühl, wenn der Kopf voll ist und du dir einfach einen Moment zum Durchatmen wünschst? Genau so ging es mir, als ich das erste Mal auf Zentangle® traf – ganz zufällig, auf einem Barcamp in Stuttgart. Zentangle® ist eine meditative Zeichenmethode, die mich seither begleitet: als kreatives Ritual am Morgen, als Ruhepol am Abend oder einfach zwischendurch. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit nur wenigen Materialien und ganz ohne Vorkenntnisse ins „Tangeln“ eintauchen kannst. Du erfährst: was Zentangle® eigentlich ist (und was nicht), warum es so beruhigend wirkt, welche Materialien du brauchst, und wie du in wenigen Schritten dein erstes Mini-Kunstwerk erschaffst. Aber vor allem bekommst du Lust, selbst loszulegen – versprochen! Kurz erklärt: Was ist Zentangle®? Zentangle® ist eine meditative Zeichenmethode, bei der aus einfachen, sich wiederholenden Linien kleine Kunstwerke entstehen. Entwickelt von Maria Thomas und Rick Roberts (USA, ca. 2005). Du brauchst kein Talent und keine Vorkenntnisse, nur Lust auf den Moment. Inhaltsverzeichnis 1. Meine erste Begegnung mit Zentangle® 2. Was ist Zentangle® eigentlich? 3. Die Grundlagen: Das macht Zentangle® so besonders 4. Warum Zentangle® wirkt – und was es in dir bewegen kann 5. Für wen ist Zentangle® geeignet? 6. Materialliste für dein erstes Zentangle®-Projekt 7. Anleitung: So erstelle ich meine meditativen Bierdeckel-Kunstwerke 8. Meine Erfahrungen – von Artcollabs bis Alltag 9. Q&A – Die wichtigsten W-Fragen rund um Zentangle® 10. Fazit: Dein nächster kreativer Schritt? 1. Meine erste Begegnung mit Zentangle® Mein erstes Barcamp, meine erste Begegnung mit Zentangle®. Beides lernte ich in Stuttgart kennen. Falls du ein Barcamp nicht kennst, es ist ein Treffen mit parallellaufenden Veranstaltungen. Das Schöne, du kannst aus einem Potpourri von Workshops wählen, wonach dir gerade ist. Für eine Person, der die Entscheidungsfindung nicht so einfach fällt, eher schwierig. Doch dieses Mal nicht. Ich hörte lediglich das Wort "Zeichenmethode" und für mich stand fest: Das möchte ich kennenlernen. Es war der letzte von fünf Workshops für diesen Tag. Ich war schon ziemlich durch und nicht mehr ganz so aufnahmefähig. Wie sich herausstellte, war diese Session genau das, was ich zum Abschluss des Tages brauchte. Auf dem Tisch waren bereits die Materialien vorbereitet. Kleine weiße quadratische Papierkärtchen, die mich an Bierdeckel oder Untersetzer erinnerten, schwarze Fineliner, Bleistifte und etwas, das aussah, wie ein Stift, aber lediglich aus Papier bestand. Der Workshop begann und plötzlich war es ganz still. Mit dem ersten Setzen eines Punktes verschwand die Angst vor dem weißen Blatt. Wunderbar angeleitet, wurde jeder Strich bewusst gesetzt. Ach, das war toll! Fineliner-Zeichnungen liebe und praktiziere ich seit eh und je, jedoch war das etwas anders. Es hat mich beruhigt und gleichzeitig war ich hoch-konzentriert. Am Ende des Workshops wurden die kleinen Kunstwerke signiert und auf einem Tisch zusammengelegt. Alle gleich und doch so unterschiedlich. Seit dem Barcamp hat mich diese Form der meditativen Zeichenkunst nicht mehr losgelassen. Ich integriere das Musterzeichnen in meine Morgenroutine oder in eins meiner kreativen Projekte wie der z.B. der Jugendstil-Artcollab. Ich "tangle", wenn ich Entspannung, Fokus oder einfach den Kopf frei brauche. Mein erstes Zentangle®-Muster in Stuttgart. 2. Was ist Zentangle® eigentlich? Der Name Zentangle® setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: „Zen“, das steht für Ruhe und Achtsamkeit und „Tangle“, also Gewirr oder Muster. Und genau das trifft’s ziemlich gut: eine entspannende Zeichenmethode, bei der aus einfachen, sich wiederholenden Linien kleine Kunstwerke entstehen. Vielleicht denkst du jetzt an dieses gedankenverlorene Gekritzel, das man beim Telefonieren macht – eine Hand am Hörer, die andere malt irgendwelche Spiralen aufs Notizblatt. Aber nein, das ist es nicht. Denn im Gegensatz zu diesem beiläufigen Gekritzel geht’s beim Zentangle® gerade nicht ums unbewusste Zeichnen. Hier machst du die Muster ganz bewusst, mit Aufmerksamkeit und Ruhe. Also … was ist Zentangle® denn nun genau? Stell dir vor, du machst einen gemütlichen Spaziergang, nicht draußen, sondern mit dem Stift über das Papier. Schritt für Schritt, ohne große Pläne, dafür mit umso mehr Freude am Ausprobieren und Entdecken. Jeder Strich wird ganz bewusst gesetzt. Und während du die Muster wiederholst, passiert etwas Erstaunliches: Dein Körper kommt zur Ruhe, dein Atem wird tiefer, und auch dein Kopf wird klarer. Du bleibst konzentriert, jedoch ganz ohne Druck. Entwickelt wurde diese Methode übrigens etwa 2005 von Maria Thomas und Rick Roberts in den USA. Es geht dabei nicht um Kunst im klassischen Sinne, sondern um Achtsamkeit. Mit einfachen, abstrakten Formen entstehen nach und nach kleine Zeichnungen, die sogenannte „Tiles“. Und das Beste: Ich bin überzeugt, dass wirklich jede*r Zentangle® zeichnen kann. Du brauchst kein Vorwissen, kein Talent, keine Ausrede. Nur einen Stift (am besten einen schwarzen Fineliner), ein Blatt Papier und ein bisschen Lust, im Moment anzukommen. Bevor du tiefer eintauchst, ist mir noch eins wichtig: Ich bin keine zertifizierte Zentangle®-Trainerin. Ich arbeite mit der Methode auf meine eigene Art – zum Entspannen, als kreative Auszeit oder einfach als Teil meiner Kunst. 3. Die Grundlagen: Das macht Zentangle® so besonders Zentangle® basiert auf einfachen Regeln. Es gibt kein "richtig" oder "falsch" und Fehler sind erlaubt und tatsächlich auch willkommen! Jeder Strich wird ganz achtsam gesetzt. Gearbeitet wird meist in Schwarz-Weiß auf einem 9 x 9 cm großen Kärtchen, einem "Tile". Ich nehme gerne Blanco-Untersetzter (manche nennen sie auch Bierdeckel). Wiederholung bringt wie beim Zeichnen von Mandalas den Fokus. Es gibt viele offizielle Muster ("Tangles"), die wunderbar kreativ kombiniert werden. Und, die Profis verzichten sogar auf den Radiergummi. 4. Warum Zentangle® wirkt – und was es in dir bewegen kann Für mich ist Zentangle® viel mehr als nur Zeichnen. Wenn ich merke, dass der Tag mir über den Kopf wächst, greife ich zu diesem kleinen Stück fester Pappe, atme einmal tief durch und fange an. Linie für Linie. Muster für Muster. Sobald ich beginne, verlagert sich etwas in mir. Mein Kopf wird stiller. Ich denke nicht mehr an die Wäsche, die Arbeit oder die lange To-do-Liste. Ich bin einfach da, ganz bei mir. Jeder Strich bekommt meine volle Aufmerksamkeit. Nicht husch-husch, sondern mit Ruhe. Der Strich muss unter den anderen Linien durch … also: Konzentration. Mein Blick folgt der Bewegung, mein Ohr dem leisen Kratzen des Stiftes auf dem Papier. Ich liebe dieses Geräusch. Es holt mich ins Jetzt. Und während ich so zeichne, spüre ich, wie mein Atem ruhiger wird. Ich komme an. Im Moment. Bei mir selbst. Dann ist sie da ... die letzte Linie. Ich lege den Stift beiseite, nehme mein kleines Werk in die Hand und betrachte es. Braucht es noch einen letzten Akzent? Ich halte es etwas weiter weg. Nein, es ist gut so. Ich mag es. Unterschrift drunter – fertig. Da ist dieses Gefühl von Stolz. Ich hab gerade etwas Schönes geschaffen. Ganz einfach – und einfach schön. Zentangle® kann so vieles unterstützen: Stress abbauen und entspannen Abends besser schlafen (wenn ich vor dem Schlafen zeichne, ist mein Kopf frei und ich schlafe wie ein Stein) Den Fokus stärken Das Selbstwertgefühl heben („Ich hab das wirklich gemacht!“) Kreatives Vertrauen wachsen lassen Mehr Klarheit im Inneren schaffen 5. Für wen ist Zentangle® geeignet? Ich denke Zentangle® ist für alle da. Du musst nicht zeichnen können. Du brauchst auch keine Vorerfahrung. Für den Anfang reicht eine Anleitung und mit der Zeit wirst du mutiger, und traust dich weitere Muster auszuprobieren. Daher: Zentangle® ist für Stressgeplagte, die zur Ruhe kommen möchten. für Selbstständige, die kreative Routinen suchen. für Kreative, die neue Techniken ausprobieren wollen. für Menschen mit Lust auf Stift & Papier, ohne Druck & Perfektion. Und natürlich: Für dich, wenn du deinem inneren Kind Raum geben willst. 6. Materialliste für dein erstes Zentangle®-Projekt Für dein erstes Zentangle®-Projekt brauchst du wirklich nicht viel. Das ist das Schöne daran. Alles, was du brauchst, passt in eine kleine Mappe und kann dich überallhin begleiten. Lediglich einen schwarzen Fineliner, einen weichen Bleistift (mindestens 2B), wenn du magst einen Papierwischer (Tortillion*) und und ein Stück Papier. Ich persönlich liebe die Größe sehr. Denn oft, wenn das Blatt zu groß ist, werden wir nicht "fertig" oder es fühlt sich überwältigend an, das Blatt zu füllen. Die Original-Materialien** kannst du direkt über die offizielle Website zentangle.com oder zertifizierte Partner erwerben. Dort findest du auch sogenannte „Tiles“, also die Kärtchen (klassisch 8,9x8,9 cm/ Bijou 5,1x5,1 cm/ Zendala, das runde Format ist 11,5cm und das große Tile ist 27x27cm), auf denen traditionell gezeichnet wird. Ebenso findest du ganze Zentangle-Kits in schönen Boxen, die alle Materialien und Anleitungen enthalten. Ich selbst arbeite mit folgenden Materialien: Fineliner in Schwarz: ich liebe meine Copic Multiliner**, die ich auch für meine Finelinerzeichnungen verwende. Zentangle Inc. empfiehlt die hochwertigen japanischen Klassiker, die Stifte von von Micron** (Größe 01 oder 005) weicher Bleistift (mindestens 2B) : zum Vorzeichnen von Hilfslinien oder für Schattierungen Papier oder kleine Kärtchen („Tiles“) in ca. 9x9 cm: ich verwende gerne runde Blanco-Untersetzer/ Bierdeckel, weil sie so schön griffig sind Papierwischer (Tortillon): für sanfte Schattierungen, aber ein Wattestäbchen tut's auch Optional: etwas Aquarellfarbe oder Buntstift – wenn du gerne einen kleinen Farbtupfer einbringen möchtest Ein Radiergummi wird im Original nicht verwendet und ist auch verpönt. Ich gebe zu, dass ich ihn tatsächlich manchmal fürs Entfernen der vorgezeichneten Ränder verwende (schuldbewusstes Augenzwinkern) Ganz wichtig: Du musst nicht perfekt ausgestattet sein. Starte mit dem, was du hast :-) 7. Anleitung: So erstelle ich meine meditativen Bierdeckel-Kunstwerke Auch hier noch einmal der Hinweis: Ich bin keine zertifizierte Zentangle®-Trainerin. Ich nutze die Methode im Alltag und beim Zeichnen ganz frei, so wie sie für mich stimmig ist. Und genau das möchte ich dir hier weitergeben. 1. Zeit für dich Mach dein Handy aus oder leg es außer Reichweite. Hol dir dein Lieblingsgetränk und richte dir deine Materialien her. Jetzt geht’s nur um dich. 2. Durchatmen Schon jetzt kannst du stolz auf dich sein. Du hast dir Zeit genommen - für dich, für deine Ruhe. Atme tief ein … und wieder aus. Alles, was du gerade nicht ändern kannst, darf jetzt kurz Pause machen. 3. Ankommen im Moment Nimm dein kleines Kärtchen in die Hand, streich mit den Fingern übers Papier. Spür das Material, spür dich selbst. Du bist genau richtig. Hier, jetzt, in diesem Moment. 4. Erste Punkte setzen Mit einem Bleistift machst du in jede Ecke einen kleinen Punkt. Ganz einfach. Und zack ... das weiße Blatt verliert seinen Schrecken. 5. Verbinden Jetzt verbindest du die Punkte mit Linien. Ob gerade, schräg, geschwungen oder eckig, du entscheidest. Es gibt kein Richtig oder Falsch. 6. Flächen einteilen Teile deine Fläche nun in kleinere Bereiche, in denen später die Muster entstehen. Auch hier gilt: Alles darf. Du kannst Wellen zeichnen, Zickzacklinien, Schlaufen oder freie Formen. Spiel ruhig ein bisschen damit. 7. Jetzt wird’s meditativ – das Tangeln beginnt Schnapp dir deinen Fineliner und wähle ein Muster. Dann zieh Linie für Linie - ganz bewusst. Dreh dein Kärtchen so, wie es für dich angenehm ist. Und atme. (Ich selbst ertappe mich oft dabei, wie ich beim Zeichnen die Luft anhalte. Also: weiteratmen nicht vergessen!) Die Wiederholungen bringen Ruhe. Mit jedem Strich wirst du entspannter. Du musst nichts planen, nichts kontrollieren. Jedes Kärtchen entwickelt sich von selbst. Punkte, Linien, geometrische Formen … du kannst alles miteinander kombinieren. Wenn ein Feld gefüllt ist, geh weiter zum nächsten. Ich persönlich liebe starke Kontraste. Neben zarte Muster setze ich gern dunkle Flächen, bei denen ich viel ausmale. Das bringt Spannung ins Bild. 8. Tiefe durch Schatten Sind deine Muster fertig, kommt der weiche Bleistift zum Einsatz. Frag dich: Wo liegt was „darunter“? Wo überschneiden sich Linien? Durch gezielte Schattierungen bringst du Tiefe ins Bild. Nimm dafür gern einen Papierwischer oder einfach deinen Finger. Und falls du dich mal verirrst, keine Sorge, der Radiergummi ist nicht dein Feind ;-) 9. Kurz innehalten Schau dir dein Werk an. Fühlt es sich stimmig an? Drehe es ruhig mal um, halte es weiter weg. Manchmal hilft ein Perspektivwechsel. Gibt’s ein oben und ein unten? Oder ist es ganz frei? 10. Unterschreiben & wertschätzen Wenn du zufrieden bist, dann unterschreibe. Vorne, hinten, mit Kürzel oder vollem Namen - mach es so, wie es sich für dich gut anfühlt. Ich notiere manchmal auch Datum, Ort oder Anlass. Und seit Kurzem schreibe ich gern ein Zitat oder eine Affirmation auf die Rückseite, besonders, wenn das Kunstwerk Teil meiner Morgenroutine war. Und jetzt: Glückwunsch zu deinem Kunstwerk! Nimm dir einen Moment, um es zu feiern und dich gleich mit. Schön, dass du dir diese Zeit geschenkt hast. 8. Meine Erfahrungen – von Artcollabs bis Alltag Das Bild ist zum Weltjugendstiltag enstanden (Mustermix trift auf Art Nouveau). Ich liebe es, mit neuen Zeichenformen zu spielen. Zentangle® hat sich ganz einfach in meine Projekte eingefügt. Besonders bei einer Zeichnung zum Weltjugendstiltag (10. Juni 2025) meiner Instagram-Artcollab war es spannend, Zentangle-Muster mit Elementen des Art Nouveau zu verbinden. Herausgekommen ist ein schöner Mix aus Beidem (meditative Zeichentechnik trifft schwungvolle Eleganz). Im Alltag nutze ich Zentangle® oft morgens als kreativen Start oder abends zur Entspannung. Ab und zu zur Aufwärmung der Hand vor kreativen Übungen und ja ... manchmal auch einfach nur zwischendurch. Für mich ist das "Tangeln" Entspannung pur. 9. Q&A – Die wichtigsten W-Fragen rund um Zentangle® Was bedeutet „Zentangle®“? „Zen“ steht für Achtsamkeit, „Tangle“ für Muster. Gemeinsam: ein meditatives Zeichenerlebnis. Wer hat es erfunden? Zentangle® wurde von Maria Thomas und Rick Roberts in den USA entwickelt. Brauche ich Talent oder Zeichenkenntnisse? Nein! Zentangle® ist für alle! Für Kinder, Erwachsene, Kreative, Gestresste, Perfektionist*innen, Anfänger*innen. Es geht um Entspannung und nicht um Perfektion. Was brauche ich zum Start? Einen schwarzen Fineliner (je feiner, desto besser), ein Stück Papier (z. B. 9x9 cm), einen weichen Bleistift und wenn du magst einen Papierwischer (ein Tortillion* - ein schmal gerolltes Papier, das die Bleistiftstriche fließender macht und für Schattierungen sorgt). That’s it! Wie fange ich an? Nimm dir Zeit und mach es dir mit deinem Lieblingsgetränk gemütlich. Schalte dein Handy aus, atme tief ein und aus. Nimmt dein Kärtchen in die Hand und beginne ganz achtsam zu zeichnen. Wie lange dauert ein Tile? Ca. 10–30 Minuten. Manchmal länger. Ganz, wie du magst. Worauf du achten solltest (inkl. rechtlicher Hinweis) Zentangle® ist ein eingetragenes Markenzeichen der Firma Zentangle, Inc. Da ich selbst bin keine zertifizierte Zentangle-Lehrerin (CZT) bin, teile hier meine persönliche Erfahrung und Anwendung. Dieser Artikel steht in keiner Verbindung zur Zentangle, Inc. und basiert auf meiner persönlichen Erfahrung. Wenn du tiefer einsteigen möchtest oder offizielle Kurse suchst, findest du CZTs und Material auf zentangle.com. Darf ich eigene Workshops geben? Nur zertifizierte Zentangle-Trainer*innen (CZTs) dürfen offiziell Kurse unter diesem Namen anbieten. 10. Fazit: Dein nächster kreativer Schritt? Lust bekommen? Dann schnapp dir einen Stift, ein kleines Stück Papier und fang einfach an. Zeichne eine Linie. Dann noch eine. Wiederhole das Muster und spüre, wie es dich beruhigt. Wenn du außerdem Lust hast, deine eigene kleine Figur zu zeichnen: Mein Mini-Me Starter-Kit zeigt dir Schritt für Schritt wie das geht. Für 0 EUR, ohne Vorkenntnisse. Alles Liebe – Karina 🤍 Du möchtest mehr über Kreativität und mentale Gesundheit erfahren? Dann komm sehr gerne in meinen Newsletter. *EinTortillion (Papierwischer) ist ein schmal gerolltes Papier, das die Bleistiftstriche fließender macht und für Schattierungen sorgt. ** alle genannten Stifte und Kärtchen sind unbezahlte Werbung

  • Kreativ gegen Stress und Angst: 10 Aktivitäten für Achtsamkeit und Entspannung

    Stress abbauen, bewusster leben, den Moment genießen: All das kannst du mit kreativen Aktivitäten erreichen. Und manchmal hilft Kreativität sogar dort, wo Worte nicht mehr reichen, bei Angst, innerer Unruhe oder einfach zu viel Gedankenkarussell. In diesem Artikel findest du 10 kreative Ideen, praktische Tipps und persönliche Erfahrungen, wie du Achtsamkeit auf kreative Weise in deinen Alltag bringst. Was du in diesem Artikel lesen wirst Kreativität und ihre Wirkung auf die Psyche Warum kreative Tätigkeiten achtsam machen 10 kreative Aktivitäten für mehr Achtsamkeit und Entspannung Angst zeichnen und malen: Wie Kreativität bei Ängsten hilft Praktische Tipps: So integrierst du kreative Achtsamkeit in deinen Alltag Meine persönliche Erfahrung Buchempfehlungen & Inspiration für kreative Entspannung und mentale Gesundheit FAQ Fazit: Jeder Mensch ist kreativ – du auch! Kreativität und ihre Wirkung auf die Psyche Kreativität ist weit mehr als künstlerisches Schaffen - sie ist ein natürlicher Ausdruck unseres inneren Erlebens und ein Schlüssel zu unserer mentalen Gesundheit. Beim kreativen Arbeiten - sei es Zeichnen, Schreiben, Musikmachen oder Problemlösen - wird das Gehirn auf besondere Weise aktiviert: Der präfrontale Cortex (zuständig für Planung, Entscheidungsfindung und Selbstwahrnehmung) arbeitet eng mit emotionalen Zentren wie der Amygdala und dem limbischen System zusammen. Dadurch wird nicht nur unsere emotionale Intelligenz gefördert, sondern auch die Fähigkeit, Stress abzubauen und in einen Zustand tiefer Konzentration ("Flow") zu gelangen. Kreative Tätigkeiten können Angstgefühle mindern, die Stimmung stabilisieren und Selbstwirksamkeit stärken. Besonders heilsam ist dabei, dass es nicht um Leistung oder Perfektion geht - sondern um freies, absichtsloses Gestalten und Ausprobieren. Kreativität erlaubt es uns, neue Wege zu denken, innere Spannungen zu lösen und unser psychisches Gleichgewicht auf natürliche Weise zu fördern. Warum kreative Tätigkeiten achtsam machen Kreatives Arbeiten bringt dich in den Flow. Du vergisst Zeit und Raum und bist voll im Moment. Dein Fokus verschiebt sich. Sorgen und Gedankenkreisen treten in den Hintergrund. Selbstwirksamkeit entsteht. Du schaffst etwas mit deinen eigenen Händen - ohne Leistungsdruck. Eine von der BBC in Zusammenarbeit mit der University College London durchgeführte Studie mit über 50.000 Teilnehmenden zeigt: Schon eine einmalige kreative Tätigkeit kann Stress reduzieren und die Stimmung heben. (Quelle: BBC, 2019) 10 kreative Aktivitäten für mehr Achtsamkeit und Entspannung 1. Malen und Zeichnen Ob freies Malen, Mandalas ausmalen oder Keramik bunt gestalten - Farben wirken beruhigend auf dein Nervensystem. 2. Sketchnotes und visuelles Tagebuch Kleine Symbole und Skizzen helfen dir, Gedanken und Gefühle spielerisch festzuhalten. 3. Töpfern und Arbeiten mit Ton Mit den Händen arbeiten, erdet dich und schenkt ein Gefühl von Verbundenheit. 4. Achtsames Schreiben (Morning Pages) Drei Seiten Gedankenfluss am Morgen - ohne Anspruch auf Stil oder Perfektion. 5. Handlettering und Kalligrafie Jede Linie, jeder Schwung erfordert Konzentration und Achtsamkeit. 6. Collagen und Art Journaling Kreative Collagen mit Bildern und Worten sind eine wunderbare Selbstreflexion. 7. Naturfotografie Mit offenen Augen spazieren gehen und Details entdecken - Blätter, Strukturen, Lichtspiele. 8. Stricken oder Häkeln Die sich wiederholenden Bewegungen wirken meditativ und entspannend. 9. DIY-Projekte mit Naturmaterialien Basteln mit Fundstücken wie Steinen, Blättern, Holz - ideal für achtsame Stunden. 10. Mandalas gestalten Kreise, Muster und Farben helfen dir, deinen Geist zu beruhigen und Klarheit zu finden. Angst zeichnen und malen: Wie Kreativität bei Ängsten hilft Manchmal sitzt die Angst so tief, dass Worte nicht reichen. Genau da kommt das Zeichnen ins Spiel. Angst zu zeichnen oder zu malen bedeutet nicht, dass du ein schönes Bild erschaffen musst. Es geht darum, dem inneren Druck einen Ausdruck zu geben. Einen Ort außerhalb von dir. Das kann ein wildes Gekritzel sein. Schwarze Striche auf weißem Papier. Eine Farbe, die sich nach dem Gefühl anfühlt. Oder eine kleine Figur, die das zeigt, was du gerade nicht in Worte fassen kannst. Was dabei passiert: Dein Nervensystem bekommt einen Kanal. Die Amygdala, die in Angstzuständen auf Hochtouren läuft, wird durch das fokussierte kreative Tun beruhigt. Du bist nicht mehr im Gedankenkarussell, sondern im Moment, beim Stift, auf dem Papier. Ich durfte das selbst erleben, in einer Zeit, in der es meiner Mutter sehr schlecht ging. Das tägliche Zeichnen wurde kein Hobby. Es wurde ein Rettungsanker. Du brauchst dafür: ein leeres Blatt, einen Stift und keine Erwartungen. Praktische Tipps: So integrierst du kreative Achtsamkeit in deinen Alltag Mikro-Kreativzeiten schaffen: Jeden Tag 5–10 Minuten etwas Kreatives tun – egal ob Skizze, Collage, kleine Wortspiele oder ein neues Rezept ausprobieren. Kleine, kreative Inseln tun so gut. Perfektionismus bewusst loslassen: Nicht das Ergebnis zählt, sondern der kreative Prozess. Erlaube dir, einfach zu experimentieren. Kleine Rituale entwickeln: Feste Zeiten einplanen, z. B. Sonntagmorgen Zeichnen, kurze Mittagspausen-Skizzen, abends ein Gedankenjournal gestalten, eine kurze Sketchnote zum Kaffee oder ein Naturfoto auf dem Spaziergang "Kreatives Tagebuch" führen: Gedanken, Ideen, kleine Skizzen oder Farbexperimente sammeln - ganz ohne Druck. Sinne anregen: Mal neue Materialien verwenden (z. B. Naturmaterialien, ungewöhnliche Farben) oder an neuen Orten kreativ sein (z. B. draußen im Park oder am See). Kreative Bewegung: Auch durch Tanzen, freies Bewegen oder intuitive Bewegungsübungen kannst du kreativ sein. Digital Detox-Zeiten einbauen: Weniger Ablenkung schafft mehr Raum für eigene Gedanken und kreative Impulse. Atempausen nutzen: Einmal bitte langsam und tief Ein- und Ausatmen: Kurze bewusste Atemübungen oder Meditationen helfen, den Geist zu klären und den Zugang zur eigenen Kreativität zu öffnen. Meine persönliche Erfahrung „Morgenseiten klären unseren Geist, heilen unser Herz und öffnen uns für kreative Impulse.“ - Julia Cameron aus „Der Weg des Künstlers“ Ich war schon immer sehr kreativ, als Kind, bei der Auswahl meiner Berufe, bei meinen Hobbys. Doch die bewusste Kraft der kreativen Entspannung durfte ich erst im letzten Jahr richtig für mich entdecken. Alles begann bei einem Besuch in Hamburg, als ich zufällig durch eine kleine, gemütliche Buchhandlung schlenderte. Dort stand es: das Buch, das ungelogen schon seit Jahren auf meiner Bücherwunschliste wartete - „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron. Ich kaufte es - und damit begann meine Reise: Ich startete mit dem Schreiben der täglichen drei Morgenseiten. Ende Juli 2024 meldete ich mich außerdem ziemlich spontan zu einer "5-Uhr-Club-Challenge" an. 30 Tage lang stand ich tapfer jeden Morgen um 4:45 Uhr auf. Gemeinsam mit anderen Teilnehmerinnen begrüßten wir uns verschlafen um Punkt 5 Uhr und beschrieben, was wir an diesem Morgen vorhatten. Für mich war klar: Die gewonnene Zeit wollte ich für meine Morgenseiten und kreativen Ausdruck nutzen. Ich begann, meine Morningpages mit kleinen "Sketchnote-Mini-Me's" zu verzieren, illustrierte Dankbarkeitsmomente in meinem Tagebuch und hielt mein persönliches Tageshighlight in kleinen Zeichnungen fest. Was ich dabei entdeckte, war viel mehr als nur ein neues Hobby: Das Schreiben und Zeichnen am Morgen beruhigte mich. Jeder Strich des Fineliners, das Ausmalen der kleinen Bilder, das leise Kratzen des Stifts auf Papier - all das half mir, innerlich zur Ruhe zu kommen. Ich war nicht mehr so nervös, strukturierte meinen Tag und gewann Klarheit. Besonders in einer Zeit, in der es meiner Mutter gesundheitlich sehr schlecht ging, wurde dieses kreative Ritual zu meinem Rettungsanker. Heute ist dieses morgendliche "Ankommen im Tag" mein fester Begleiter: Es sortiert meine Gedanken, macht Gefühle sichtbar und schenkt mir die nötige innere Ruhe, um den Alltag mit mehr Gelassenheit zu bewältigen. Egal ob Reminder-Liste für die 3-Wochenkur, gezogene Tageskarten oder Erlebnisse, die meinen Tag visuell dokumentieren, alles landet in meinen Morgenseiten. Buchempfehlungen* & Inspiration für kreative Entspannung und mentale Gesundheit: „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron - ein Klassiker (inkl. vieler praktischer Übungen wie Morgenseiten), der dich liebevoll zurück zu deiner kreativen Quelle führt. „Art as Therapy“ von Alain de Botton - warum Kunst und kreatives Schaffen Balsam für die Seele sein können. "Big Magic – Nimm dein Leben in die Hand und es wird dir gelingen" von Elizabeth Gilbert - ein inspirierendes Buch über Mut, Kreativität und den Umgang mit Ängsten beim kreativen Arbeiten. "Kreativität. Wie sie uns mutiger, glücklicher und stärker macht" von Melanie Raabe - hier findest du schöne Impulse aus dem Leben - sehr motivierend und nahbar geschrieben. "Ikigai – Gesund und glücklich hundert werden" von Héctor García und Francesc Miralles - ein Buch über die Verbindung von Lebenssinn, kleinen kreativen Momenten und mentaler Gesundheit. Film-Tipp: "Finding Joe" - eine inspirierende Doku über die Reise zu sich selbst und die Bedeutung kreativen Ausdrucks. Weitere Bücher, die mein Leben verändert haben, findest du hier. FAQ Welche kreativen Aktivitäten helfen bei Stress und Angst? Besonders wirksam sind Aktivitäten, die dich in den Flow bringen und Gedankenkarussells unterbrechen: Zeichnen, Malen, Schreiben, Töpfern oder Stricken. Sie lenken die Aufmerksamkeit vom Kopf in die Hände und beruhigen das Nervensystem auf natürliche Weise. Kann Zeichnen wirklich bei Angst helfen? Ja. Zeichnen gibt inneren Spannungen einen Ausdruck nach außen. Die Amygdala, die bei Angst auf Hochtouren läuft, wird durch fokussiertes kreatives Tun beruhigt. Du musst kein schönes Bild erschaffen, ein Gekritzel reicht. Was sind kreative Hobbys zur Entspannung? Malen, Zeichnen, Handlettering, Töpfern, Stricken, Naturfotografie, Art Journaling oder das Schreiben von Morgenseiten. Alle haben gemeinsam: Sie bringen dich ins Hier und Jetzt, ohne Leistungsdruck. Was ist kreative Achtsamkeit? Kreative Achtsamkeit bedeutet, eine kreative Tätigkeit bewusst und ohne Ergebnisdruck auszuüben. Nicht das fertige Bild zählt, sondern der Prozess: das Spüren des Stifts, die Farbe auf dem Papier, der Moment selbst. Brauche ich Talent, um kreative Achtsamkeit auszuprobieren? Nein. Kreative Achtsamkeit ist keine Kunstübung, sondern eine Selbstfürsorgepraxis. Jeder kann einen Stift in die Hand nehmen und loslegen, ganz ohne Vorkenntnisse. Fazit: Jeder Mensch ist kreativ – du auch! Kreative Achtsamkeit ist für alle da. Du brauchst keine besonderen Fähigkeiten, nur die Offenheit, Neues auszuprobieren. Lass dich darauf ein, den Stift in die Hand zu nehmen, Farben zu spüren oder Materialien zu entdecken und finde so auf eine sanfte Weise zu innerer Ruhe, Lebensfreude und Selbstverbindung. Wenn du mit dem Zeichnen anfangen möchtest und noch nicht weißt wie: Mein Mini-Me Starter-Kit zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deine eigene kleine Figur zeichnest. Kostenlos, ohne Vorkenntnisse. Alles Liebe – Karina 🤍 Hast du eine kreative Achtsamkeitspraxis? Was entspannt dich am meisten? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren! *unbezahlte Werbung

  • Kognitive Denkfehler erkennen: 8 alltägliche Denkfallen und wie du sie überwindest

    Wir alle tappen täglich in Denkfallen, meist ohne es zu merken. Ein Gedanke schleicht sich ein. Er fühlt sich wahr an. Und schon beeinflusst er, wie wir Entscheidungen treffen, Menschen einschätzen und wie wir über uns selbst denken. Diese unbewussten Muster heißen kognitive Denkfehler. Sie zu erkennen ist der erste und wichtigste Schritt, um sie zu verändern. In diesem Artikel zeige ich dir 8 typische Beispiele mit konkreten Alltagssituationen, die du wahrscheinlich kennst. Und ich gebe dir eine 5-Minuten-Übung mit, die du sofort anwenden kannst. Kurz erklärt: Was sind kognitive Denkfehler? Kognitive Denkfehler – auch kognitive Verzerrungen genannt – sind unbewusste Fehlurteile, die unsere Wahrnehmung und Entscheidungen beeinflussen. Beispiel: Beim sogenannten Bestätigungsfehler glauben wir bevorzugt Informationen, die unsere Meinung bestätigen – und übersehen widersprüchliche Hinweise. Mini-Tipp: Suche regelmäßig nach Gegenbeweisen – so trainierst du dein Denken. Inhaltsverzeichnis Was sind kognitive Denkfehler? Definition & einfache Erklärung 8 Beispiele für kognitive Denkfehler im Alltag 1. Schwarz-Weiß-Denken – Warum dein Gehirn Extreme liebt 2. Übergeneralisierung – Wenn eine Erfahrung „immer“ gilt 3. Falsche Schlussfolgerungen – Wie du voreilige Urteile vermeidest 4. Gedankenlesen – Warum du nicht weißt, was andere denken 5. Katastrophisieren – Wenn dein Kopf Worst-Case-Szenarien malt 6. „Sollte“-Sätze & innere Befehle – Wie du dich selbst unter Druck setzt 7. Personalisierung – Warum du Dinge zu oft auf dich beziehst 8. Emotionale Beweisführung – Wenn sich etwas „richtig“ anfühlt, aber falsch ist Kognitive Denkfehler erkennen und verändern – 6 wirksame Schritte Schritt 1: Erkennen – Beobachte deine Denkmuster bewusst Schritt 2: Infragestellen – Prüfe deine Gedanken auf Realität und Beweise Schritt 3: Gedankenanalyse – Woher kommt dieser Gedanke? Schritt 4: Gedanken ersetzen – Formuliere hilfreiche, realistische Alternativen Schritt 5: Entkatastrophisieren – Lerne, Situationen realistisch einzuschätzen Schritt 6: Üben – Trainiere dein Denken im Alltag Praktische Übung: Denke realistisch in 5 Minuten Bonus: Wie du langfristig achtsamer mit Denkfehlern umgehst FAQ Fazit Was sind kognitive Denkfehler? Definition & einfache Erklärung Kognitive Denkfehler sind Gedanken, die in ihrer Art verzerrt sind. Sie wecken negative Emotionen, lassen dich schlecht fühlen und beeinflussen dementsprechend auch dein Leben. Denkfehler sind ein zentraler Teil der Kognitiven Verhaltenstherapie, dessen Ziel es ist, Gedanken zu identifizieren, sie zu hinterfragen, um letztendlich neue und somit realistischere Sichtweisen zu entwickeln. Im folgende stelle ich dir 8 häufige kognitive Denkfehler vor: 8 Beispiele für kognitive Denkfehler im Alltag 1. Schwarz-Weiß-Denken – Warum dein Gehirn Extreme liebt Beim "Schwarz-weiß-Denken" finden wir das "Alles-oder-Nichts-Prinzip". Das bedeutet, eine Person denkt in extremen entweder-oder-Kategorien. Die Welt ist bunt und vielseitig. Beim Schwarz-weiß-Denken fehlen dementsprechend die Graustufen. Beispiel: "Heute regnet es, der Tag ist einfach nur furchtbar." "Meine Ohren stehen ab, ich bin einfach nur hässlich." An diesem Beispiel wird deutlich, dass entweder der ganze Körper inklusive der Ohren schön ist, oder eben alles ist hässlich. 2. Übergeneralisierung – Wenn eine Erfahrung „immer“ gilt Eine negative Tatsache wird auf das ganze Leben beziehungsweise auf die gesamte Situation übertragen. Beispiel: "Immer muss ich alles machen und du machst gar nichts in der Wohnung. Wir sollten die Beziehung einfach lassen." 3. Falsche Schlussfolgerungen – Wie du voreilige Urteile vermeidest Die Situation wird nur aus einer Sichtweise betrachtet, ohne eine weitere Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Beispiel: "Meine Freundin hat sich seit einer Woche nicht gemeldet. Ich glaube, sie ist eingeschnappt und möchte es mich spüren lassen." 4. Gedankenlesen – Warum du nicht weißt, was andere denken Das Gedankenlesen ist ein irrationaler Gedankenprozess, bei dem davon ausgegangen wird, die Gedanken, Absichten und Gefühle des Gegenübers zu kennen, ohne weitere Beweise einzubeziehen. Ganz in dem Sinne: "Ich weiß, was du denkst und so ist es." Kennst du die Geschichte mit dem Hammer von Paul Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein"? Es ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Beispiel: "Ich habe meinen Nachbar heute Morgen ganz freundlich gegrüßt und er hat mich nicht mal angeschaut und zurückgegrüßt. Wie unfreundlich. Ich glaube, er kann mich nicht leiden." 5. Katastrophisieren – Wenn dein Kopf Worst-Case-Szenarien malt Ohne Beweise wird eine Situation als extrem negativ und katastrophal bewertet. Das bedeutet, es wird das Allerschlimmste eintreffen. Beispiel: "Beim Vorstellungsgespräch konnte ich eine Frage nicht richtig beantworten. Sie werden denken, dass ich unfähig für diesen Job bin. Ich bin eine richtige Versagerin und werde nie eine Arbeit finden, die zu mir passt." 6. „Sollte“-Sätze & innere Befehle – Wie du dich selbst unter Druck setzt Jeder kennt sie, die "ICH MUSS/ ICH SOLLTE-Aussagen. Die Befehlsformen im eigenen Denken beziehen dich auf den inneren Dialog (die innere Stimme), bei denen sich selbst Anweisungen gegeben wird. Oft erscheinen sie in Form von strengen Regeln und hohen Anforderungen, denen man nicht gerecht werden kann. Beispiel: Marie nimmt sich vor: "Ich muss morgen früh ganz zeitig aufstehen, damit ich alles von meiner To-do-Liste schaffe." Wenn sie am Abend den Tag reflektiert und feststellt, dass sie nur einen Teil der Aufgaben erledigt hat, kommen Gedanken wie: "Ich hätte eher aufstehen müssen" oder "Ich muss schneller arbeiten und darf nicht so lange Pausen machen. Ich bin eine Versagerin und schaffe es nicht, meinen Tag perfekt zu strukturieren." 7. Personalisierung – Warum du Dinge zu oft auf dich beziehst Eine Person bezieht alles Negative auf sich selbst, ohne positive Dinge zu berücksichtigen. Beispiel: "Meine Tochter ist so traurig, weil ich ihr heute Früh das falsche Frühstück mitgegeben habe. Ich bin eine schlechte Mutter." 8. Emotionale Beweisführung – Wenn sich etwas „richtig“ anfühlt, aber falsch ist Die Gefühle und Emotionen einer Person dienen als Beweis für die Richtigkeit einer negativen Annahme oder Überzeugung, unabhängig von der Realität. Das bedeutet, dass was gefühlt wird, wird auch als wahr angenommen. Beispiel: Lisa denkt: "Ich fühle mich alleine. Ich habe keine Freunde und Familie, die an mich denken. Ich fühle mich so einsam." Die emotionale Beweisführung kann zu negativen Gedankenspiralen führen, die das Selbstwertgefühl stark beeinträchtigt. Kognitive Denkfehler erkennen und verändern – 6 wirksame Schritte "Ertappen und Umschalten" würde die Psychologin Stefanie Stahl sagen. In der kognitiven Verhaltenstherapie werden mit Unterstützung des Therapeuten Denkfehler erkannt und die kognitiven Denkfehler durch neue Gedanken bzw. eine neue Sichtweise ersetzt. Im Folgenden findest du 6 Schritte, die dir bei der Veränderung deiner Gedanken helfen: Schritt 1: Erkennen – Beobachte deine Denkmuster bewusst Durch Selbstbeobachtung kannst du feststellen, wann ein negativer Gedanke auftaucht. Es benötigt etwas Übung dafür und vielleicht ist das Führen eines Gedankentagebuchs ein hilfreiches Tool für dich. Schritt 2: Infragestellen – Prüfe deine Gedanken auf Realität und Beweise Ist dieser Gedanke wirklich wahr? Und was gibt es für Beweise? Schritt 3: Gedankenanalyse – Woher kommt dieser Gedanke? In diesem Schritt wird logisch analysiert. Schau von oben auf deine Gedanken und hinterfrage sie. Schritt 4: Gedanken ersetzen – Formuliere hilfreiche, realistische Alternativen Was ist ein neuer Gedanke, der es dir ermöglicht, die aktuelle Situation positiver zu erleben? Schritt 5: Entkatastrophisieren – Lerne, Situationen realistisch einzuschätzen Beschäftige dich mit dem eigenen Katastrophendenken und du wirst feststellen, dass deine negativen Gedankenspiralen kleinere Kreise ziehen. Was ist der Ursprung kognitiven Denkfehler? Sind es Ängste oder Erfahrungen? Schritt 6: Üben – Trainiere dein Denken im Alltag Wie bei jeder Veränderung bedarf es der Übung, das Erlernte im Alltag anzuwenden. Praktische Übung: Denke realistisch in 5 Minuten Wenn du merkst, dass du dich in einem kognitiven Denkfehler verheddert hast – etwa beim Katastrophisieren oder Gedankenlesen –, nimm dir kurz Zeit für diese kleine 5-Minuten-Übung. Sie hilft dir, den Autopiloten deines Denkens zu stoppen. 1. Beobachte deinen Gedanken. Was denkst du gerade genau? Schreib den Satz so auf, wie er in deinem Kopf auftaucht. Beispiel: „Ich blamiere mich bestimmt in der Präsentation.“ 2. Prüfe die Beweise. Welche Fakten sprechen wirklich dafür? Und was spricht dagegen? Trenne Gefühle (z. B. Angst) von Beobachtungen (z. B. „Ich habe mich gut vorbereitet“). 3. Finde die realistischere Sichtweise. Formuliere den Gedanken neu – neutral, sachlich und hilfreich:„Ich bin nervös, aber ich habe geübt und bin vorbereitet.“ 4. Atme tief durch. Erlaube dir, diesen neuen Gedanken einen Moment wirken zu lassen.→ Schon wenige bewusste Atemzüge reichen, um dein Nervensystem zu beruhigen. Ergebnis: Du hast in nur fünf Minuten dein Denken überprüft, korrigiert und gestärkt. Mit regelmäßigem Üben trainierst du, kognitive Denkfehler schneller zu erkennen – und realistisch zu bleiben. ➕ Bonus: Wie du langfristig achtsamer mit Denkfehlern umgehst Kognitive Denkfehler verschwinden nicht von heute auf morgen – unser Gehirn liebt Abkürzungen. Doch du kannst lernen, mit ihnen bewusster umzugehen. Diese drei Gewohnheiten unterstützen dich langfristig: 1. Achtsamkeit im Alltag Nimm dir täglich kleine Momente, um innezuhalten. Frag dich: Was denke ich gerade – und ist das wirklich wahr? Schon wenige Sekunden Achtsamkeit können helfen, automatisierte Denkmuster zu entlarven. 2. Selbstreflexion durch Journaling Notiere regelmäßig, wann du typische Denkfehler bei dir bemerkst.Welche Situationen triggern sie? Welche neuen Gedanken könntest du stattdessen wählen? Ein Reflexionsjournal macht Fortschritte sichtbar – und hilft dir, bewusster zu reagieren. 3. Mitgefühl statt Selbstkritik Fehler im Denken sind menschlich. Statt dich zu verurteilen, erinnere dich daran: Jeder fällt auf seine kognitiven Muster herein – wichtig ist, dass du sie erkennst und Schritt für Schritt veränderst. Langfristig achtsames Denken bedeutet nicht, perfekt zu sein – sondern dir selbst aufmerksam zuzuhören. FAQ: Was sind kognitive Denkfehler? Kognitive Denkfehler, auch kognitive Verzerrungen genannt, sind unbewusste Denkmuster, die unsere Wahrnehmung verzerren. Sie beeinflussen, wie wir Situationen bewerten, Entscheidungen treffen und über uns selbst denken, oft ohne dass wir es merken. Wie viele kognitive Denkfehler gibt es? Die Kognitive Verhaltenstherapie beschreibt über 20 bekannte Denkfehler. Die häufigsten im Alltag sind Schwarz-Weiß-Denken, Katastrophisieren, Gedankenlesen, Übergeneralisierung und emotionale Beweisführung. In diesem Artikel findest du 8 davon mit konkreten Beispielen. Was ist der Unterschied zwischen Denkfehler und Denkfalle? Die Begriffe werden oft gleichbedeutend verwendet. „Denkfalle" beschreibt eher das Muster, in das wir tappen. „Denkfehler" beschreibt den verzerrten Gedanken selbst. Beides meint dieselbe Sache. Wie erkenne ich kognitive Denkfehler bei mir? Der erste Schritt ist Selbstbeobachtung: Wann tauchen negative Gedanken auf? Klingen sie nach „immer", „nie", „alle" oder „ich bin schuld"? Das sind klassische Signale. Ein Gedankentagebuch hilft, Muster sichtbar zu machen. Kann ich kognitive Denkfehler selbst verändern? Ja. Mit etwas Übung lernst du, Denkfehler zu erkennen, zu hinterfragen und durch realistischere Gedanken zu ersetzen. Die 6 Schritte und die 5-Minuten-Übung weiter oben im Artikel sind ein guter Einstieg. Fazit: Kognitive Denkfehler sind menschlich – doch du kannst sie erkennen und verändern Kognitive Denkfehler gehören zum Menschsein dazu – sie zeigen, wie kreativ, aber auch wie voreingenommen unser Denken sein kann.Der Schlüssel liegt darin, sie zu bemerken, zu verstehen und aktiv gegenzusteuern. Mit etwas Achtsamkeit, realistischen Gedanken und regelmäßigem Üben kannst du lernen, dich nicht mehr von ihnen leiten zu lassen. Denn klarer zu denken heißt, bewusster zu leben. Denk mal darüber nach! Alles Liebe – Karina Illustration: Karina Röpcke

  • Aufruf zur Blogparade: Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte

    In ein paar Tagen werde ich 48 Jahre jung. Nicht alt, nur um einige Level höher und besser :-) Ich habe mal gehört, dass die Tage rund um den eigenen Geburtstag ähnlich intensiv sind wie die Raunächte: Sie laden dazu ein, innezuhalten, zu spüren und zu träumen. Und bei mir ist in diesen Tagen noch etwas ganz besonders präsent: die Erinnerung an die "gute alte Zeit". Alles fühlt sich ein wenig weicher an, die Gedanken gehen tiefer als sonst und ich blicke mit großer Dankbarkeit auf das, was war und auf das, was noch kommen darf. Kein Wunder also, dass mich gerade vieles emotional berührt. Wann bist du das letzte Mal barfuß über eine Wiese gelaufen? Oder absichtlich mitten durch eine Pfütze? Manchmal genügt eine einzige Kindheitserinnerung und plötzlich ist sie wieder da: diese Leichtigkeit, dieses unbeschwerte Gefühl von damals. Und so schön, dass gerade jetzt die unverbindliche Blogempfehlung von Judith Peters in meinem Postfach landet, mit ihrem Aufruf zur eigenen Blogparade. Und da ich dazu unbedingt einen eigenen Artikel schreiben möchte und mich bereits jetzt unfassbar sehr auf die Umsetzung freue, möchte ich dich auch in diesem Jahr sanft ermutigen: Erinnere dich. Träume. Und werde richtig neugierig auf die Dinge, Erlebnisse und Momente, die dir als Kind bereits Freude gemacht haben und die du unbedingt noch einmal erleben möchtest. Lass uns gemeinsam erinnern und schreiben 🤍 Was ist eigentlich eine Blogparade? Eine Blogparade ist eine Einladung, gemeinsam über ein bestimmtes Thema zu schreiben. Jeder veröffentlicht dazu einen eigenen Blogartikel, erzählt seine persönliche Geschichte und verlinkt ihn anschließend im Kommentarbereich der Gastgeberin/ des Gastgebers. So entsteht eine bunte Sammlung ganz unterschiedlicher Perspektiven, Erinnerungen und Erfahrungen und ganz nebenbei lernen sich Bloggerinnen und Blogger besser kennen. Was dich in diesem Blogartikel erwartet: Was ist eine Blogparade? Fragen und Schreibimpulse für deine Kindheitserinnerungen So nimmst du an dieser Blogparade teil Häufige Fragen zur Blogparade Was ist eine Blogparade? Bei einer Blogparade gibt ein Blogger ein Thema vor und andere Blogger schreiben dazu einen eigenen Artikel auf ihrer Website. Das Thema meiner Blogparade lautet: Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte. Wenn du mitmachen möchtest, schreibst und veröffentlichst du einen Blogartikel auf deiner eigenen Website. In deiner Einleitung verlinkst du diesen Artikel hier. Sobald dein Beitrag online ist, hinterlässt du unter diesem Artikel einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag. Wie du schreiben möchtest, bleibt ganz dir überlassen. Persönlich, kreativ, poetisch, reflektierend oder ganz einfach als Liste. Alles ist willkommen. Das Schöne daran: Du tauchst für einen Moment wieder in deine Kindheit ein. Vielleicht erinnerst du dich an verrückte Abenteuer, kleine Rituale, besondere Menschen oder die Dinge, die dich damals glücklich gemacht haben. Und wenn es dir wie mir ergeht, freust du dich schon während des Schreibens (ich werde dazu noch zeichnen) auf die Umsetzung. Menschen lieben Geschichten. Und oft ist es nur ein kleiner Satz oder eine Erinnerung, die plötzlich die eigene Kindheit wieder lebendig werden lässt. Genau das macht eine Blogparade für mich so besonders. Du schreibst einen ganz persönlichen Blogartikel, teilst ein Stück deiner Geschichte und erfährst gleichzeitig, welche Erinnerungen dieses Thema bei anderen weckt. Ich finde es jedes Mal aufs Neue faszinierend, wie unterschiedlich und doch verbindend unsere Geschichten sein können. Und falls dir auch deine Sichtbarkeit am Herzen liegt, ist eine Blogparade eine wunderbare Gelegenheit. Neue Menschen entdecken deinen Blog, lernen dich und deine Arbeit kennen und vielleicht entstehen dabei sogar neue Verbindungen. Gleichzeitig kannst du dich von den Beiträgen der anderen Teilnehmer inspirieren lassen und ihre ganz persönlichen Kindheitserinnerungen entdecken. Bist du dabei? Diese Blogparade läuft bis zum Sonntag, den 2. August 2026. Bis dahin kannst du deinen Blogartikel veröffentlichen und hier in den Kommentaren hinterlassen. Warum Kindheitserinnerungen so wertvoll sind? Kindheitserinnerungen sind viel mehr als schöne Geschichten von früher. Sie erinnern uns daran, was uns als Kinder Freude gemacht hat, wofür wir uns begeistern konnten und was uns leichtgefallen ist. Manchmal genügt schon ein Geruch, ein Lied oder ein Ort und plötzlich ist dieses unbeschwerte Gefühl wieder da. Genau deshalb lohnt es sich, diesen Erinnerungen nachzuspüren. Sie können uns zeigen, was uns auch heute noch guttut und was wir vielleicht viel zu lange aus den Augen verloren haben. Fragen und Schreibimpulse für deine Kindheitserinnerungen Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Manche Erinnerungen sind groß und laut, andere wie eine sanfte Umarmung, ganz leise. Und oft sind es gerade die kleinen Momente, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Hier sind einige Fragen, die du in deinem Blogartikel gerne aufgreifen und beantworten kannst. Was hast du als Kind regelmäßig getan und dann irgendwann einfach aufgehört? Welches Kindheitserlebnis taucht in deinen Gedanken immer wieder auf? Gibt es etwas, das du als Kind geliebt hast und wofür du dir heute keine Zeit mehr nimmst? Welches Abenteuer, welches Spiel oder welcher Ort aus deiner Kindheit wartet darauf, wiederentdeckt zu werden? Was würde dein Kind-Ich zu dir sagen, wenn es dich heute beobachtet? Wann hast du zuletzt so gelacht, gespielt oder gestaunt wie als Kind? Was war dein absolutes Lieblingsessen als Kind? Und dein Lieblingsgetränk? Hast du beides schon lange nicht mehr gehabt? Welche kreative Technik hast du als Kind geliebt und nie wieder ausprobiert? Basteln, malen, Scherenschnitt, Linoldruck, Encaustic, Ton, Papier, Farbe, Stoff? Was hat deine Hände damals glücklich gemacht? Gibt es ein Lied aus deiner Kindheit, das du einfach mal wieder laut singen möchtest? Oder eine Pfütze, in die du springen willst? Oder einen Moment echter, ungenierter Frecheit, auf den du lange verzichtet hast Möchtest du mal wieder im Regen tanzen, Gänseblümchenketten flechten, Kirschkerne spucken, Höhlen (unter Tischen) bauen, mit Straßenkreide malen, auf Bäume klettern, nachts Glühwürmchen suchen und Papierboote schwimmen lassen? Falls dir nichts einfällt … Welche Erinnerung bringt dich heute noch zum Lächeln? Welche Kindheitsfreude möchtest du wiederbeleben? Was durftest du als Kind stundenlang tun? Welche Gerüche oder Lieder versetzen dich sofort zurück? Diese Fragen sind Impulse und Einladungen, kein Pflichtprogramm. Du kannst sie beantworten, weiterentwickeln oder deinen ganz eigenen Zugang zum Thema finden. So nimmst du an dieser Blogparade teil: Schreibe einen Beitrag über Kindheitserinnerungen, die du dieses Jahr unbedingt wiederholen möchtest. Wenn du noch keinen Blog hast, kannst du gerne hier unter diesem Blogartikel deinen Beitrag als Kommentar hinterlassen. Verlinke meine Blogparade (also genau diesen Artikel, den du gerade liest) in der Einleitung oder im Fazit deines Blogartikels. Sobald du deinen Blogartikel veröffentlicht hast: Kommentiere hier unter meinem Artikel mit einem kurzen Text und dem Link zu deinem eigenen Blogartikel. Denn nur so kann ich deinen Beitrag zu meiner Blogparade finden. Die Blogparade endet am Sonntag, 2. August 2026. Bis dahin kannst du deinen Beitrag hier im Kommentarbereich hinterlassen. Danach werde ich alle Artikel in einem schönen Abschlussbeitrag zusammentragen und verlinken. Häufige Fragen zur Blogparade Bis wann kann ich teilnehmen? Die Blogparade läuft bis zum 02. August 2026. Danach veröffentliche ich eine Zusammenfassung aller Beiträge. Wie lang sollte mein Beitrag sein? So lang, wie es sich für dich richtig anfühlt. Ob wenige Absätze oder ein ausführlicher Artikel, beides ist willkommen. Muss ich alle Fragen beantworten? Nein. Such dir einfach die Fragen aus, die dich ansprechen. Vielleicht reicht sogar eine einzige Kindheitserinnerung, um einen wunderschönen Artikel entstehen zu lassen. Kann ich auch teilnehmen, wenn ich noch keinen Blog habe? Dann hinterlasse deine Erinnerung gerne als Kommentar unter diesem Artikel oder teile sie auf Social Media und verlinke mich. Darf ich mehrere Erinnerungen aufschreiben? Unbedingt. Es gibt keine Vorgaben. Erzähle genau die Geschichten, die erzählt werden möchten. Vielleicht holst du dir mit deinem Artikel nicht nur eine Erinnerung zurück, sondern auch ein kleines Stück von der Leichtigkeit, die damals ganz selbstverständlich zu deinem Alltag gehörte. Ich freue mich riesig darauf, deine Geschichte zu lesen. Alles Liebe - Karina 🤍 Illustrationen: Karina Röpcke

bottom of page