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Mein Monatsrückblick August 2026: Elf Events, ein Urteil und viele Katzengeschenke

vor 13 Stunden
7 Min. Lesezeit
Monatsrückblick August 2026: Illustration eines Mädchens mit Leopardenleggings, daneben Musterbild und gähnende schwarze Katze.


Goodbye August. Du warst voll. Aufregend. Manchmal echt anstrengend. Und du hast mich mehr beschäftigt als ich dachte.


Manchmal schreibt ein Monat sein eigenes Drehbuch. Ich war mehr Zuschauerin als Regisseurin. Ein Gerichtssaal, tote Mäuse, Fotoalben aus alten Zeiten. Und dazwischen: Farbe, Pinsel, 11 Events und eine Workation in der Nähe von Hamburg. August eben.


Warum ich einen Monatsrückblick schreibe?

Ich nehme mir Zeit, um auf das Vergangene zu schauen.

Was hat mich bewegt? Was hat mich begleitet? Was darf ich loslassen?

Der Monatsrückblick ist mein persönlicher Raum für Reflexion.



Inhaltsverzeichnis





Was war das für ein kreativer August in Leipzig!


Ganze 11 Events durfte ich im August hosten. Darunter 8 Drink&Paint-Events, zwei Aquarell-Workshops in einem wundervollen DIY-Studio auf der Karli und ein ganz eigenes in meinem Atelier.

Geplant war es als Picknick. Dann kam das Wetter dazwischen und kurzerhand verlegten wir es nach drinnen. Das Thema: Meditative Musterzeichnung, Bierdeckelkunst. Hach, war das schön. Um mich darauf vorzubereiten, zeichnete ich passend vor dem Schlafengehen selbst die kleinen Deckelchen. Ein schöner Moment, in dem ich meinen Social-Media-Konsum reduzieren und ihn mit der Workshop-Meditation verbinden konnte.



Gerichtssaal, Katze Mini und das Thema Leben und Tod


⚠ Triggerwarnung

Im nächsten Abschnitt schreibe ich über Stress, ein Gerichtsverfahren und den Tod kleiner Tiere. Wenn dich das gerade zu sehr berührt, überspring diesen Teil einfach und lies weiter unten weiter.


Ich war so angespannt. Mein Hals und Nackenbereich schmerzte, mein ganzer Körper war fest. Wir saßen auf der Bank vor dem Amtsgerichtszimmer und warteten darauf, dass das Urteil gesprochen wird.

Sie kamen. Wir betraten den Saal. Das Urteil war da. Und ich lief direkt aus dem Gerichtsgebäude zur nächsten Bushaltestelle. Puh. Die Verhandlung hatte wieder länger gedauert als erwartet, und ich musste meine Züge bekommen.

Eigentlich war geplant, die kleine Mini, ein schwarzes, zartes Samtpfötchen meiner Freundin Mel, bereits ab Sonntag, dem 2.08. zu hüten. Dann kam die Anfrage für das Aquarell-Event, über die ich mich unfassbar gefreut habe. Und nach dem zweiten Gerichtstermin folgte die Nachricht, dass es einen dritten brauchen würde. Dienstag, 4.08.2026.

Also fuhr ich direkt nach der Verhandlung nach Hause, schnappte mir meinen Koffer und düste zum Hauptbahnhof. Was für ein Stress, und dazu noch ein unfassbar schwüler Tag.

Die Zugfahrt... oh je. Das ist ein anderes Thema. Ich glaube, ich werde das Chaos zeichnen. Fix und fertig erreichte ich den letzten Bus ab Hamburg-Harburg Richtung Over. Bekam den Schlüssel von dem Mädchen, das Mini bis zu meiner Ankunft gefüttert hatte, und war endlich in der Wohnung meiner Freundin angekommen. Und da lag es. Mein Willkommensgeschenk.

Ein kleines, lebloses Mäuschen.

Mit Spinnen, Käfern, Krabbeltieren, null Probleme. Aber tote Tiere? Das kann ich nicht. Ich war so angewidert. Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Partner und einer ordentlichen Portion Motivation machte ich mich an die Entsorgung.

Was in den nächsten Tagen folgte, war ganz viel Liebe und Gastfreundschaft seitens der kleinen Katze. Drei Mäuse, ein lebendiges Mauswiesel und ein Vögelchen. Mini brachte ihre Beute über ein offenes Dachfenster ins Haus.

Ich liebe diese Katze. Aber für mich als Stadtpflanze war es Stress pur. Bisher hatte ich Till und Uno, meine beiden Lieblingskater, gehütet. Dass ich durch die kleine Mini so mit Leben und Tod in Berührung kommen würde, das musste ich erst mal verdauen. Sogar nach meiner Abreise legte sie noch zwei weitere Geschenke in die Wohnung, bis ihre Lieblingsmenschen von ihrer Reise zurückkamen. Puh. Das war ein Erlebnis.



Workation an der Elbe: Webseiten-Makeover und die Claim-Geschichte


Bereits in Over suchte ich nach einer Möglichkeit, runterzukommen. Die letzten Wochen waren hart.

„Ich möchte..." schrieb ich der KI. Wir erarbeiteten einen kleinen Plan, der mich schon während der Workation auf die Zeit danach vorbereiten sollte: Weniger Social Media, besonders vor dem Einschlafen. Mehr Zeit für Spaziergänge. Zeit für meine eigenen Projekte.

Ich habe es so genossen, endlich wieder an meiner Webseite zu basteln. Mir endlich die Zeit für den eigenen Claim, die Dreier-Kombo und all das zu nehmen.

Nachdem mein neuer Claim stand und der Artikel geschrieben war, schickte ich ihn an meine Blogbuddiline Susanne. Ein ernüchterndes Feedback per Sprachnachricht kam zurück, als ich gerade auf dem Elbdeich zum nächsten Supermarkt lief. Die Sonne wärmte meinen Rücken, das Handy in der Hand, Richtung Sonne und Elbe blitzelnd, hörte ich ihre Nachricht ab.

Kurz zusammengefasst: Den Claim fand sie doof.

Oha. Auf die Ehrlichkeit meiner Freundin kann ich mich verlassen. Ich lief den Deich runter, ging einkaufen, ließ das Gehörte erst mal sacken und lief auf dem Deich wieder zurück Richtung Wohnung.

Ja. Irgendwie hatte sie ja recht.

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Auf den Spuren meiner Kindheit in Leipzig-Grünau


Durch meinen eigenen Blogartikel zu meiner Blogparade mit dem Thema Kindheitserinnerungen kam ich an meiner eigenen Kindheit nicht vorbei. Ich rief meine Mom an und bat sie, mir die alten Fotoalben rauszusuchen. Ich holte sie, es sind viele, in einer riesigen Plastetüte ab und setzte mich zuhause mit ihnen auf den Fußboden.

Ich las zum ersten Mal bewusst die Bildnotizen meiner Mom. Ich muss sagen, es bewegte mich sehr.

Ich sah mich als Baby, erfuhr, dass ich die ersten sechs Monate nach meiner Geburt zusammen mit meiner Mom auf dem Bauernhof meiner Oma verbrachte. Als ich einen Krippenplatz bekam, zogen wir zurück nach Leipzig. Zuerst wohnten wir, heute würden wir es WG nennen, bei einer älteren Dame, „Oma Diering". Sie hatte keine Nase und lediglich eine Prothese. Meine Mom sagt das heute noch beim Nennen ihres Namens immer gleich mit dazu.

Später dann eine eigene Wohnung in der Langestraße in Leipzig. Erstes Obergeschoss, eine 1,5-Zimmer-Wohnung mit der Dusche in der Küche und der Toilette im Hausflur, in einem Haus, das bereits damals schon einsturzgefährdet war. Das Geländer zu den oberen Etagen war eingebrochen, es regnete durch das Dach. Unsere Nachbarn zogen aus, der Hund der Familie war mein damaliger Sandmann und sagte mir vor dem Schlafengehen gute Nacht. Dann waren wir allein in dem Haus.

Im Album las ich, wieviel Angst ich hatte. Die Fenster wurden eingeschlagen, Müll in einer Nacht ins Haus gekippt. Und immer wieder las ich von den vielen Versuchen meiner Mutter, für uns eine Wohnung zu finden. Selbst beim Bürgermeister war sie, nur um wieder abgewiesen zu werden. Im Album stand, wie viel ich weinte. Ich las, dass ich körperliche Reaktionen zeigte und manchmal das, was die Psychologie Regression nennt: In Stressphasen fiel ich in jüngere, kindliche Verhaltensmuster zurück. Es macht mich traurig mit dem Wissen, was innerhalb der ersten Lebensjahre eines Kindes alles „aufgenommen" wird.

Tagsüber war ich in der Ganztagskrippe. Von sechs bis sechs. So war das nun mal zu DDR-Zeiten.

Dann endlich die Nachricht: Wir bekommen eine Wohnung in Leipzig-Grünau. Ich bin mittlerweile fünf Jahre alt. Grünau ist ein Viertel, das gerade erst erbaut wurde. Was für ein Lichtblick nach den kalten Wintern in dem alten Haus. Die neue Wohnung: 1,5 Zimmer mit einer richtigen Heizung, einem Bad inklusive Badewanne. Meine Mom erfuhr, dass wir noch sechs Monate warten sollten. Sie war tieftraurig. Als ich sie heute darauf ansprach, sagte sie, dass sie noch nie so sehr um etwas gebettelt hatte. Wahnsinn. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.

Nachdem ich die Alben gelesen und mir Fotos für meinen Kindheitsartikel rausgesucht hatte, traf ich mich am nächsten Tag mit meinem Freund Janko in Grünau, dem Viertel, in das ich vor über 40 Jahren gezogen bin. Die Fotoausstellung „Als Grünau noch Schlammhausen hieß" im Leipziger KOMM-Haus, mit Fotografien von Harald Kirschner, wartete auf uns. Und auch da. Wir schauten uns die Bilder an und bei fast jedem sagte ich: „Wie abgefahren." Das waren so sehr wir. Wir Kinder von Grünau. Wir spielten auf riesigen Kabelrollen, kippelten auf Gehwegplatten rum, die auf Schlamm lagen, blieben unzählige Male mit den Schuhen im Matsch stecken. Das war unsere Kindheit. Das Leben auf einer Baustelle. Und das fühlte sich im Vergleich zu der Wohnung in der Leipziger Innenstadt für mich an wie das reinste Paradies.



Mein Gedanke im August: Hinschauen und loslassen


„Irgendwann wird alles einen Sinn ergeben. Vertraue dem Prozess." — Unbekannt


Dieser August hat mich immer wieder zu einem eingeladen: Hinschauen. Dem Unangenehmen ins Gesicht sehen. Der Gerichtsverhandlung. Den kleinen toten Tieren. Den alten Fotoalben. Der Angst vor dem Autofahren, der ich mich endlich gestellt habe.

Und dann: loslassen. Nicht aufgeben, sondern loslassen.

Die partielle Mondfinsternis am 28. August im Zeichen Fische sagte es auf ihre Weise: Überlass es dem Universum. Lass los und vertraue. Versuche nichts zu erzwingen.

Genau das war es. Alles ist genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.



Was im August sonst noch los war


  • Keramikbemalen mit meiner Freundin Nicola in Lüneburg

  • Ein Frauenkreis (Psychodrama) als Teilnehmerin

  • Sommer-Geburtstagsfeier meiner Freundin Biene

  • Kreieren neuer ATC-Karten für die Instagram-Artcollabfamily



Diese Blogartikel habe ich im August 2026 geschrieben


Nach meiner Blogparade kam direkt die Blogdekade: 10 Artikel in 10 Tagen. Nach einer langen Schreibpause habe ich 7 Blogartikel geschafft. Ich bin so stolz darauf :)




Mein Ausblick auf den September 2026


  • Ganze 10 kreative Workshops werde ich geben: 9 Acryl-Events und einen Aquarell-Workshop. Falls du mich als Künstlerin live in Leipzig erleben möchtest, meld dich gern bei mir.

  • Am 5. September besuche ich die Nacht der Kunst in Leipzig-Gohlis. Eigentlich wollte ich selbst ausstellen, doch war es noch nicht der richtige Zeitpunkt. Ich freue mich darauf, die vielen Kunstwerke auf mich wirken zu lassen.

  • Ich feiere ganz viele Geburtstage: meine Freundin Caro, meine Freundin Kati, der wunderbare Künstler Konrad Thalmann feiert seinen runden Geburtstag, und mein Partner Rico und ich fahren wieder nach Over, denn meine Freundin Mel feiert ebenfalls ihren Ehrentag. Ich freue mich schon sehr auf das Wiedersehen mit Mini, der kleinen Raubkatze.

  • Endlich eine neue Startseite. Die aktuelle ist eine Katastrophe: der falsche Claim drauf, noch halb Ayurveda-Coaching, halb Kreativität. Das soll sich jetzt endlich ändern.

  • Ich arbeite an einem neuen Projekt. Ich freue mich so sehr darauf, meine Mini-Mes noch mehr in die Welt zu bringen.



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Alles Liebe — Karina 🤍


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Über mich

Hi, ich bin Karina Röpcke.

Ich bin Künstlerin, Bloggerin und Kreativberaterin aus Leipzig. Ich gebe Mal- und Kreativ-Workshops, illustriere für Unternehmen und liebe es vor allem, Menschen beim kreativen Arbeiten zum Strahlen zu bringen. Mit meinen Mini-Mes, kleinen gezeichneten Figuren meiner selbst, verbinde ich Kunst und mentale Gesundheit auf ganz eigene Weise. Meine Überzeugung: Jeder Mensch ist kreativ. Man muss sich nur wieder daran erinnern.

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