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- 9 Gründe, warum ich Kreativität liebe
„Schönes“ kreieren, wollte ich schon immer. Zumindest so lange ich denken kann. Als Kind der DDR wurde mir schon sehr zeitig klar, was es bedeutete kreativ zu sein ... denn wie es so hieß "es gab ja nichts". Um aufzufallen, wurde gestaltet, gebastelt, außergewöhnliche Kleidung genäht, gestrickt usw. Für mich bedeutet Kreativität, nicht nur Kunst. Für mich ist sie DIE Ressource, um mit den täglichen kleinen und großen Herausforderungen des Lebens umzugehen. Also los geht's, hier kommen meine 9 Gründe, warum ich Kreativität beruflich und privat liebe: Was bedeutet für mich Kreativität? "Being creative is not a hobby, it’s a way of life." Ich beginne damit, was sie nicht ist. Kreativität bedeutet für mich nicht nur Designen. Sie ist auch kein Können, kein Talent. Um kreativ zu sein, benötigst du weder eine künstlerische Ausbildung, noch musst du ein Genie sein. Kreativität bedeutet für mich Lösungsfindung , Ideensuche , Inspiration , Flexibilität , Individualität , Grenzen überwinden und die Schönheit in der Kunst und den Menschen zu sehen. Sie ist in allen Lebensbereichen vorhanden und ist eine meiner wertvollsten Fähigkeiten. Als Kinder ließen wir uns von unserer Fantasie leiten. Wir erfanden Geschichten, bauten Höhlen und Kunstwerke. Wir konnten uns stundenlang mit Dingen beschäftigen und waren im Flow. Mit zunehmendem Alter vergessen viele Menschen, dass sie kreativ sind und packen die Kreativität in die Kunstschublade. Für mich gehört sie da tatsächlich mit rein. Schließlich liebe ich das Zeichnen. Mit meinen Illustrationen möchte ich Menschen erreichen und Emotionen wecken. Jedoch ist Kreativität nicht nur Kunst, sondern auch Gärtnern, an Projekten "basteln", Schreiben, die Erstellung von leckeren Rezepten, die Wahl des Outfits und vieles mehr. 1. Kreativität hält mich flexibel Kunst auf Knopfdruck funktioniert für mich nicht. Kreativität hingegen ja. Bereits in meinem Entertainment-Job musste ich blitzschnell eine Lösung finden, wenn z.B. die Jackennaht beim Warm-up, kurz vor dem Auftritt der Tänzer platzte. Da hieß es für mich als Dresserin (Ankleiderin) nur noch reagieren, und zwar ganz schnell. Für die Kunst gibt es nichts Schlimmeres als starre Vorgaben. Egal ob beim Schreiben dieses Blogartikels oder beim Zeichnen, ich brauche Raum für meine Ideen. Und ich darf ihn mir auch einräumen und schon bin ich bei Punkt 2: 2. Kreativität bedeutet für mich Routine und benötigt etwas Fleiß Fast jeden Freitag-Abend sitze ich über meinem Zeichenblock und zeichne. Die Ideen dafür entstehen oft im Laufe der Woche. Für mich ist dieses heART-"Date" mit mir und der Kunst ein fester Bestandteil meiner Woche. Ich würde tatsächlich meinen, diese Zeit erdet mich. Ähnlich ist es beim Bloggen. Jeden Montag steht ein fester Termin in meinem Kalender. Würde dies nicht sein, wäre bis heute kein einziger Blogartikel entstanden. Das Thema steht und der Inhalt darf wachsen. Wichtig jedoch: ich muss anfangen und dranbleiben. 3. Kreativität lässt mich neugierig bleiben Kreativität ist super individuell . Letztes Wochenende beim Ayurveda-Festival gab es einen „Silent Community Painting - Workshop“ . Ziel dieses Workshops war es, gemeinsam in Stille (ohne zu sprechen) zu kreieren und sich von der Musik inspirieren zu lassen. Die Wahl der Werkzeuge war freigestellt. Manche wählten Pinsel, andere nahmen die Hände. Als ich das Thema auf dem Programm entdecke, dachte ich sofort JA, da bin ich dabei! Was mich davon abhielt … in der Gemeinschaft zu kreieren. Ich liebe Malen und Zeichnen. Im Moment arbeite ich jedoch am liebsten alleine. Meine Zeichnungen sind größtenteils sehr genau und weniger bunt. Im Nachhinein ärgere ich mich etwas, dass ich diese Chance nicht ergriffen habe. Aber eins ist klar, bei der nächsten sich bietenden Möglichkeit bin ich dabei, um die Kunst mit allen Sinnen zu erleben. Manchmal braucht es eben Zeit, um sich mit einem Gedanken oder einer Idee anzufreunden. YIN.YANG.YEAH Ausprobieren, kreativ und im Flow-sein hieß es beim Silent Community Painting Workshop von Nicole und Carola auf dem Ayurveda Festival in Bad König 4. Kreativität steht jedem Menschen jederzeit zur Verfügung Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch kreativ ist . Bereits als Kind wurden Höhlen und Kunstwerke gebaut. Unsere Vorfahren mussten kreativ sein, um zu überleben. Meinen Coachees und mir hilft sie bei der Suche nach Antworten. Und genau da spielt sie eine wichtige Rolle im Veränderungsprozess: die Vision im Blick, aus alten Mustern aussteigen, der gemeinsamen Erarbeitung kreativer Lösungsansätze und Handlungsmöglichkeiten zur Bewältigung der Alltagsthemen. Neue Ideen werden ausprobiert, eventuell wieder verworfen. Dafür benötigt es Vertrauen, Offenheit, Neugier, Mut und das bewusste Hineinfühlen in den Prozess. 5. Kreativität ist ansteckend, motivierend und verbindet Im Ayurveda sind besonders die Vata-Typen kreativ und einfallsreich. Jeder kennt im Freundeskreis DIE eine Person mit den immer verrückten Einfällen. Und genau diese Person macht die Erlebnisse auch so einmalig. Zuerst hat keiner Lust und am Ende freuen sich alle :-) 6. Kreativität bringt mich meinen Zielen näher Das Dranbleiben ist entscheidend. Mich immer wieder fragen, warum tue ich das, was ich tue? Wie oft erwische ich mich beim Prokrastinieren vor einem neuen Blogartikel. Die leere Seite möchte gefüllt werden. Was mir hilft? Zeitfenster einplanen - für die Routine, aber auch für das Schreiben am Stück. In der "Content Society" von Judith Peters gibt es sogenannte Co-Blogging-Termine und ich liebe sie. Sie dauern 3-4 Stunden, sind online und wer möchte, nimmt daran teil. In dieser Zeit schaffe ich es, besonders konzentriert zu bloggen und bin dankbar für diese motivierende Möglichkeit des Zusammenarbeitens. 7. Kreativität ist für mich ein Ausdruck, meine Innenwelt nach Außen zu bringen "Making art helps you discover more of who you are." Kunst und Kreativität machen mich frei. Wenn ich zeichne, bin ich im Flow. Ich vergesse alles um mich herum. Mein privater Instagram-Account heißt nicht zufällig karinas_pinselyoga . Viele Jahre habe ich nicht gezeichnet. Warum? Kann ich gar nicht mehr wirklich sagen. Wieder damit begonnen, hab ich im November 2022, als ich meinen Instagram-Account startete. Ich wollte nicht die gleichen Canva-Vorlagen, den gleichen Feed, wie meine Kolleginnen und Kollegen. Für mich sind die Zeichnungen eine Möglichkeit, mich abzuheben. 8. Kreativität lässt mich sichtbar werden Ich habe viel Zeit aufgewendet, um passende Referenzbilder für Zitate, Texte oder allgemein, für meinen Content zu finden. Bis zu dem Tag als ich eine kleine Fernbedienung geschenkt bekommen habe. Meine beste Freundin Biene (eine tolle Fotografin), schenkte mir zu Weihnachten ein Ringlicht für mein Online-Coaching. Die Fernbedienung gab es dazu. Auf der Suche nach einem Stativ inkl. Fernbedienung fiel sie mir wieder ein und was soll ich sagen, jaaa, sie funktioniert. Seitdem brauche ich niemanden zu nerven oder stundenlang im Internet suchen, um das passende Motiv zu finden. Ich schieße einfach ein Foto von mir und schon hab ich die perfekte Vorlage. Was mir das ermöglicht? Ich traue mich noch nicht wirklich vor die Kamera, aber mithilfe meiner Zeichnungen, mit mir als Motiv, bin ich es indirekt doch :-) 9. Kreativität macht Menschen glücklich Wenn Dinge so funktioniert haben, wie ich sie mir vorgestellt habe, oder es hat sich etwas noch besseres ergeben, dann macht es mich glücklich. Genauso ist es mit meiner Kunst. Es erfüllt mich, wenn sich Menschen über meine Zeichnungen freuen, wenn ich sie inspirieren konnte oder zum Nachdenken angeregt habe. Auch kleine, kreative Freundlichkeiten (sogenannte: Random Acts of Kindness) können unglaublich viel bewirken. Das kann ein Post-it mit einer aufmunternden Nachricht am PC der Lieblingskollegin sein, eine personalisierte Zeichnung, ein einfaches Kompliment für eine fremde Person oder eine personalisierte Affirmationskarte. Für mich bedeutet es eine kleine Geste, für mein Gegenüber eine große Freude ... Diese Illustration entstand für Tessa. Sie hielt einen wundervollen Vortrag beim Ayurveda Festival mit dem Titel: "Surfe deine Stress-Energie Dank Ayurveda". Wie ich meine Kreativität lebe: Zettel und Stift sind immer mit dabei: sobald mich etwas inspiriert oder ich etwas sehe, lese oder höre, mache ich mir Notizen zeichnen, skizzieren, schreiben nicht dem ersten Gedanken folgen Kreativität mit Spiritualität verbinden mit Brainstorming starten und alles notieren, was kommt (egal wie unsinnig es sich im ersten Moment anfühlt) mich mit inspirierenden Menschen austauschen ins Tun kommen: eine Kreativ-Routine etablieren und loslegen Kreativität darf leicht sein: nichts erzwingen und bewusst Kreativ-Pausen einlegen, meistens kommen da die besten Ideen "Do it anyway!": Raus aus den alten (Denk-) Mustern und Neues ausprobieren: Funktioniert etwas, verbessere ich es. Klappt es nicht, lasse ich es. Perfektionismus ablegen (das ist meine persönlich größte Herausforderung :-) ) In diesem Sinne ... BE CREATIVE! Illustrationen: Karina Röpcke
- Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025
Ich liebe den Herbst. Es ist die Zeit des Reflektierens, der Rückschau. Was bleibt? Was möchte zu Ende gebracht werden? Und was darf losgelassen werden? Die Tage werden dunkler und ich möchte es mir gemütlich machen, schön machen. In meinem Zuhause, in meinem neuen Atelier, in meinem Inneren. Es fühlt sich an wie ein Neubeginn, mitten im Jahr. Das vierte Quartal ist für mich wie ein weißes Blatt Papier: leer, offen und voller Möglichkeiten. Und weil ich Listen liebe, freue ich mich jedes Mal wie eine Schneekönigin, wenn es wieder Zeit für meine To-Want-Liste * ist. Viermal im Jahr erscheint sie – mein kleiner Wegweiser, der mir zeigt, was mich wirklich antreibt und bewegt. Bevor ich eine neue schreibe, genieße ich es, die kleinen Häkchen zu setzen: zu sehen, welche Erlebnisse dieses Vierteljahr gefüllt haben, was ich erreicht habe und was ich einfach streichen darf, weil es keine Priorität hatte oder mir schlicht nicht (mehr) entspricht. Also hier ist sie: meine neue To-Want-Liste. Und vielleicht inspiriert sie dich ja, auch deine eigenen Wünsche und Ziele aufzuschreiben – nicht als To-Do, sondern als To-Want. Meine To-Want-Liste im Überblick: Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 4. Quartal 2025 Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 4. Quartal 2025 Was ich mit meiner Kunst und Kreativität bis zum Jahresende 2025 erreichen möchte Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 4. Quartal 2025 Mein Wohn-Projekt für das 4. Quartal 2025 Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 4. Quartal 2025 Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 4. Quartal 2025 freue Hier kannst du meine "alten" To -Wants finden Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 4. Quartal 2025 Ziel 1 - sportlich: Ich laufe bis zum 31.12.2025 meinen 2. Halbmarathon. – Leider hab ich es durch meine Entzündung im Fuß nicht geschafft, zu trainieren. Ziel 2 - persönlich: Ich arbeite in meinem eigenen Atelier (whoopwhoop ... ich freue mich mega!). – Okeee ... ich habe "an" meinem Atelier gearbeitet und es renoviert. Darin gearbeitet wird ab JETZT. Ziel 3 - kreativ: ✔ Es erscheint mein 2. digitaler, kreativer Merry heART-mas -Adventskalender. – Yeah ... ich hab wieder so tolles Feedback bekommen und mich riesig darüber gefreut. Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 4. Quartal 2025 Ich nehme mir in den nächsten acht Wochen Zeit, um meiner Webseite ein komplettes Make-over zu verpassen (Startseite, Über mich - Seite, Blog, Shop, Galerie). Dafür habe ich mir Unterstützung von Judith Peters geholt und werde an ihrem Kurs „Double your Blog“ teilnehmen. – Meine Zahlen haben sich durch den Kurs mehr als verdoppelt, obwohl ich nur 3 von 6 Wochen dabei war. Aktuell wiederhole ich den Kurs und überarbeite meine Seite. Du kannst bis zum Jahresende 2025 meine Kunst im Shop kaufen. Ich möchte meine Newsletter-Liste auf 500 Personen erweitern. Wenn du auf die Liste möchtest, hier entlang ! – Leider noch nicht erreicht, aber ich bleibe dran. Was ich mit meiner Kunst und Kreativität bis zum Jahresende 2025 erreichen möchte ✔ Für die 2. Ausgabe des Magazins von Sandra Hoppenz entsteht eine digitale Illustration zum Thema Ernährung und Gesundheit, die du auch in meinem Shop finden wirst. – Die Ernährungs-Zeichnung ist entstanden und wird in der 3. Ausgabe zu sehen sein. Dafür wurde das Thema "Kreativität - Talent - Berufung" vorgezogen. ✔ Eine neue Comic-Auftragsarbeit wird entstehen. – Und ein neuer Auftrag steht schon in den Startlöchern. Ich bin jedes Mal so dankbar für das Vertrauen, welches mir die Firma entgegen bringt. ✔ Ich vermisse es so sehr und möchte wieder Keramik bemalen. Die Tasse ist in einem Hamburger Keramikmal-Studio zum 30. Geburtstag meiner Freundin Nathalie entstanden 🤍 ✔ Ich werde mindestens einen Zeichen-Workshop anbieten. Ich habe noch so viele Domestika** -Kurse, die darauf warten, dass ich sie beende ... im Winter ist die perfekte Jahreszeit dafür. ✔ Ich veröffentliche 12 Artcollab -Bilder, die zusammen mit anderen Künstler*innen der Artcollabfamily entstehen werden. Artcollab-Oktober: Themen -Portrait mit Pilzen, Art Nouveau, Trbal Portrait und ein Referenzbild passend zum Herbst Artcollab-November: Themen - Portrait mit Mütze/ Hut, Pop Art, Tears und wieder ein Referenzbild Artcollab-Dezember: Themen - Portrait passend zur Weihnachtsstimmung, Christmas Cheer, Jugendstil, ein Referenzbild und alte Werke neu interpretiert. Bei mir ist es die "sporty" Mona Lisa geworden :-) 13. ✔ ATC-Artcollab, die Dritte: Es entstehen 10 Sammel "ATC"-Karten zum Tausch. Dieses Mal sind es meine Mini-Me's in der Weihnachts-Winter-Edition geworden :-) Ich hole 4 fehlenden Bilder nach, die ich mir für die Keramikmalstudio-Challenge vorgenommen habe, zu zeichnen. Mein " 12 von 12 " im Oktober, November und Dezember werden veröffentlicht und ich dokumentiere meinen Tag jeweils am 12. des Monats mit 12 Bildern. ✔ Es gibt wieder einen digitalen Adventskalender. Wenn du möchtest, melde dich jetzt schon an. Du möchtest auch kreativ sein, weißt aber nicht wie und wo du anfangen sollst , dann ist vielleicht meine 1:1 Begleitung "Kreieren statt reagieren" genau das Richtige für dich. Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 4. Quartal 2025 Ich werde mir eine Ayurveda-Herbstkur gönnen. Ich werde mindestens 4x in die Sauna gehen. Mein Wohn-Projekt für das 4. Quartal 2025 Endlos-Story: Ich lasse alle drei Punkte so lange auf der Liste, bis ich einen Haken setzen kann: Mein Schlafzimmer wartet auf seine Renovierung. Ich entsorge alle Unterlagen aus meiner ersten Selbständigkeit und schaffe Platz für kreative Projekte. – Leider noch nicht alle, aber schon einige Ordner sind weg. Ebenso werde ich einige Bücher verkaufen, die ich sowieso nie lesen werde. Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 4. Quartal 2025 ✔ Ich möchte auch in diesem Jahr mindestens drei kleine Weihnachtsmärkte in Leipzig besuchen. – Weihnachtsmarkt am Kreuz, Weihnachtsmarkt am Felsenkeller, Herr Kauzig Wintermarkt, Advent in den Höfen von Kleinzschocher ... und drei weitere W-Märkte in anderen Städten. – Hamburg, München Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 4. Quartal 2025 freue ✔ Es gibt wieder ein "Weihnachts-Come-Togheter" mit meiner Freundin Nathalie im Dezember. Hier kannst du meine "alten" To -Wants finden Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2024 Das 12-Wochen-Jahr: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2024 Meine "To-Want-Liste": Was ich bis zum 31.12.2023 erleben und schaffen möchte 27 Dinge, die ich im Sommer 2023 erleben möchte Hast du berufliche, persönliche, gesundheitliche, kreative oder sogar mutige Ziele bis zum Jahresende 2025? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Alles Liebe und eine wundervolle Zeit - deine Karina 🤍 *Nach dem Prinzip aus „Das 12-Wochen-Jahr“ formuliere ich meine Ziele als To-Want-Liste. Ich möchte mich nicht durch Pflichten antreiben lassen, sondern durch das, was mich wirklich begeistert – meine Kunst, meine Kreativität und das stetige Wachsen auf meinem Weg als kreative Allrounderin. **Domestika ist eine Online-Plattform und Community mit vielen Kursen zum Thema Design und Kreativität. 📷 Katrin Bieneck
- Mein Motto für 2026: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere
Jahreswechsel sind für mich nichts, was ich mit einer großen Party feiern muss. Sie fühlen sich eher an wie ein leiser Übergang. Wie der Wunsch, etwas Neues zu beginnen, ohne sofort loszurennen. Deshalb habe ich mich bewusst für ein Motto entschieden und gegen klassische „Vorsätze“. Ich kenne mich gut genug. Vorsätze verlieren bei mir oft schon nach ein paar Wochen an Kraft oder scheitern an der Umsetzung. Ein Motto hingegen bleibt. Es begleitet mich. Es ist kein Ziel, das ich abhaken muss, sondern eine Haltung, zu der ich immer wieder zurückkehren kann. Ich frage mich nicht: Was will ich erreichen? Sondern: Wie möchte ich mich fühlen? Kreativität zu leben war schon immer ein Teil meines Lebens. Fast so etwas wie mein persönliches Grundrauschen. Doch der Gedanke, dass meine Kreativität mich selbst heilt – und vielleicht auch andere berührt –, ist seit dem letzten Jahr sehr präsent geworden. Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen möchte, erzähle ich dir in diesem Artikel. Viel Freude beim Lesen 🤍 💡 Mein Jahresmotto – kurz erklärt Was ist ein Jahresmotto? ein Leitfaden, kein Ziel zeigt, worauf ich mich fokussieren möchte richtet den Blick darauf, wie ich mich fühlen will Motto vs. gute Vorsätze bewusst gewählt, nicht spontan beschlossen geistert oft schon eine Weile im Kopf herum gute Vorsätze sind schnell gesagt – ein Motto bleibt Form ein Wort oder ein kurzer Satz erkennbar daran, dass er mir Energie gibt Beispiele Leichtigkeit Kreativität Akzeptanz Bewegung Liebe Zeitraum wird am Jahresanfang festgelegt wird am Jahresende reflektiert Kreativ dranbleiben als Blogartikel als Collage im visuellen Tagebuch als Zeichnung oder Bild an der Wand → So bleibt das Motto präsent – nicht als Pflicht, sondern als sanfte Erinnerung. Inhaltsverzeichnis Ankommen statt Durchstarten Wie ich zu meinem Motto gekommen bin Was „Heilung“ für mich bedeutet Meine Kreativität heilt mich selbst Meine Kreativität heilt andere Mein Blick auf 2026 Ankommen statt Durchstarten Okay, es ist soweit. Dieser Artikel darf raus. Während ich ihn schreibe, bin ich in den letzten Zügen der Genesung. Direkt nach dem Veröffentlichen meines Jahresrückblicks bin ich krank geworden. Ob es an der Thaimassage lag, die ich mir nach den anstrengenden Wochen gegönnt habe (ich glaube, da hat sich nicht nur verspannungstechnisch, sondern auch energetisch etwas gelöst) oder ob es einfach die letzten Monate waren. Mein Mantra für den Dezember lautete: einfach nur überleben. Wenn das kein Hinweis darauf ist, dass es irgendwann zu viel war. Umso schöner ist es, jetzt langsam wieder Kraft zu sammeln. Ohne Neujahrsdruck. Ohne „Jetzt aber!“. Für mich beginnt ein neues Jahr nicht um Punkt Mitternacht mit voller Energie, sondern leise. Der Januar ist Raum zum Luftholen, zum Ankommen und zum vorsichtigen Pläne-Schmieden. Wie ich zu meinem Motto gekommen bin Bereits im letzten Jahr bin ich im ersten Kapitel des Buches Der Weg des Künstlers* darüber gestolpert. Es ist nicht nur ein Buch, sondern auch ein 12-Wochen-Programm, das zurück zur eigenen Kreativität führt. In diesem Kapitel werden mehrere Affirmationen vorgestellt. Man soll eine auswählen, die hängen bleibt. Und da war er plötzlich, dieser Satz: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. Mein inneres Warnsystem sprang sofort an. Heilt? Mich und andere? Seit meiner Heilpraktiker-Ausbildung blinkt bei diesem Wort ein großes Achtungsschild in meinem Kopf. Und trotzdem ließ mich dieser Satz nicht los. Er tauchte immer wieder auf. Landete fast täglich am Ende meiner Morgenseiten. Still. Beharrlich. Ohne sich erklären zu müssen. Als es in meinem Jahresrückblick um ein Motto für 2026 ging, musste ich nicht lange überlegen. Dieser Satz war längst da. Er war mein Mantra geworden. Also durfte er auch mein Motto sein. Was „Heilung“ für mich bedeutet Seit letzter Woche bin ich offiziell zu Hause. Ein ungewohntes Gefühl. Durch meine Selbstständigkeit war ich in den letzten Jahren kaum krankgeschrieben, kaum beim Arzt. Durch meinen Nebenjob im Café trage ich jedoch nicht nur Verantwortung für mich, sondern auch für andere. Also blieb ich zu Hause. Und das war gut so. Ich habe alte Bücher hervorgeholt, viel geschlafen und mich, wenn ich wach war, bewusst mit meiner eigenen Heilung beschäftigt. Sogar den Kaffee ließ ich weg. Für jemanden, der sich lange als Kaffeejunkie bezeichnet hat, ein kleines Wunder. Aber das ist eine andere Geschichte. Heilung bedeutet für mich heute vor allem eines: Ich möchte körperlich heilen. Und ganz besonders seelisch. Ich möchte meinen Körper wieder mit der Wertschätzung behandeln, die er verdient. Und innerlich weiterarbeiten. Ehrlich. Sanft. Ohne Abkürzungen. Meine Kreativität heilt mich selbst Was Kreativität für mich ist, darüber habe ich schon oft geschrieben: Kreativität ist für mich nicht nur Zeichnen. Es ist Lösungsfinden, Ausprobieren, Flexibilität, Um-die-Ecke-Denken. Auch 2026 möchte ich Neues wagen. Neue Techniken ausprobieren. Mich wieder öfter überraschen lassen. Am 3. Januar war ich bei einem morphischen Feld-Reading und fragte, was ich in meinem Atelier anbieten soll. Die Antwort kam mehrfach: wilde Farben. Ich war irritiert. Mein Atelier ist ruhig. Holzböden, ein großer brauner Tisch, viel Weiß, Pflanzen, Natur. Wilde Farben passen da auf den ersten Blick nicht hinein. Und doch ertappe ich mich seit Wochen dabei, wie ich mir Videos von Künstler*innen mit riesigen Neon-Acryl-Leinwänden anschaue. Die Farben liegen bereits hier. Pinke Acrylfarbe. Neon-Pastellstifte. „Der Prozess, nicht das Ziel ist der Weg. Und weg vom Perfektionismus“, hieß es weiter. Oh ja. Mein Endgegner. Aber vielleicht ist genau das der heilsame Teil. Loslassen. Vertrauen. Farbe zulassen. (Fun Fact: Wenn Farbe, dann NEON: Ein pinkfarbener Alf-Jogginganzug war als Kind für viele Jahre mein liebstes Kleidungsstück. Vielleicht wusste ich da schon mehr, als mir bewusst war :-) ) Konkret heißt das für mich: Ich möchte freier zeichnen – und größer (nicht immer nur 15 × 15 cm). Ich möchte farbiger arbeiten. Neon, ich komme. Ich möchte neue Techniken ausprobieren, zum Beispiel Acryl kombiniert mit Markern. Ich möchte meine Mini-Mes so oft wie möglich zeichnen (idealerweise täglich). Sie entstehen ohne Perfektionismus. Sie zeigen, was ich wirklich denke und fühle. Und sie bringen mich spürbar in meine eigene Heilung. Meine Kreativität heilt andere Ich weiß: Ich kann niemanden heilen. Das kann nur jede*r selbst wollen. Aber ich kann Raum halten. Ich möchte in meinem Atelier Kurse anbieten, in denen Menschen einfach sein dürfen. Kreativ. Still. Redend. Suchend. Ich möchte mit meiner Kunst berühren. Ich möchte Therapiemanuale zeichnerisch begleiten. Ich möchte Blogartikel schreiben über Kunst, Kreativität und psychische wie körperliche Gesundheit. Und gemeinsam mit meiner Kollegin Sabine Schlotz etwas für Sternenmamas erschaffen. Das ist kein Heilversprechen. Aber wenn mein Sein, meine Kunst, meine Mini-Mes oder meine Worte dazu beitragen, dass es Jemandem ein kleines Stück besser geht, dann ist das für mich alles. Mein Blick auf 2026 Ich gehe langsam in dieses Jahr. Aber klarer. Mit weniger Wollen und mehr Spüren. Mit Vertrauen in Prozesse, die sich nicht planen lassen. Ich denke, genau das ist meine Art, neu zu beginnen. Und vielleicht findest du zwischen diesen Zeilen dein eigenes Motto. Eines, das dich trägt. Ein Gefühl, nach dem du dich ausrichten möchtest. Es ist ein Leitstern, dem du folgen kannst. Und wenn du ihn zwischendurch aus den Augen verlierst, ist das völlig okay. Du brichst keinen Vorsatz. Du kommst einfach in deinem Tempo zurück. So wie ich auch. Alles Liebe - Karina 🤍 *unbezahlte Werbung
- Mein Jahresrückblick 2025: Schonungslos. Gezeichnet. Neu sortiert.
2025 war kein leichtes Jahr. Vielleicht waren es die Jahre davor auch nicht. Was ich mitnehme, ist simpel und gleichzeitig schwer: Nichts bleibt, wie es ist. Also flexibel bleiben, nicht aufgeben und mir selbst vertrauen – auch dann, wenn mir eher nach Rückzug und Verkriechen zumute war. Ich habe 2025 viel geweint, mich meiner Autofahrangst gestellt, Aufträge verloren, Sicherheit gesucht, ein Atelier gefunden, alte Geldbilder verabschiedet, Wege gepilgert und neue Räume betreten – innen wie außen. Die größte Herausforderung war, innerlich ruhig zu bleiben, während im Außen vieles wackelte. Dieser Jahresrückblick 2025 ist kein Hochglanz-Recap. Er ist ehrlich, manchmal rau und sehr persönlich. Ein Jahr, das mich schonungslos geprüft, mich gezeichnet und mich Schritt für Schritt neu zusammengesetzt hat. Inhaltsverzeichnis: Meine Themen und Highlights in 2025 Mut, den ich mir nicht ausgesucht habe Wie kann man denn hier wohnen? Pilgern und Nachdenken Mein Glaubenssatz über Geld – wenn alte Geldbilder nicht mehr tragen Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Das Jahr 2025 und meine Kunst Alfred und ich, eine neue Café-Liebe Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Weitere schöne und besondere Momente in 2025 Mein 2025-Fazit Worauf bin ich 2025 stolz? Was war die größte Entscheidung, die ich 2025 getroffen habe? Erste Male – das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt oder gemacht Sätze, die 2025 etwas in mir bewegt haben Wofür bin ich 2025 besonders dankbar? Mein 2025 in Zahlen Mein Ausblick auf 2026 Was ich 2026 anders (besser) machen möchte So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten Meine 7 Ziele für 2026 Meine Themen und Highlights in 2025 Mut, den ich mir nicht ausgesucht habe "Einfach. Mutig. Sein." Das war mein Motto für 2025. Komfortzonen verlassen, mich Herausforderungen stellen, Dinge aussprechen, die ich mich sonst nicht traute. Tja. Pass auf, was du dir wünschst. 2025 war ich mutig. Aber nicht, weil ich es geplant hatte, sondern weil mich das Leben aus meiner Komfortzone katapultiert hat. Da hatte das Leben wohl andere Pläne. Mutig sein bedeutete für mich eigentlich etwas anderes. Ich wollte mir aussuchen, wann ich mutig bin. Was ich mir zutraue, worauf ich Lust habe, was ich schon lange ausprobieren wollte. Nicht den Mut, den man braucht, wenn das Leben entscheidet. Im März erfuhr ich, dass der befristete Vertrag meines Nebenjobs ausläuft. Viel schlimmer noch: Das Studio, in dem ich gearbeitet habe, schloss. Die Gründe waren absolut nachvollziehbar, und doch riss es mir den Boden unter den Füßen weg. Wie hieß es doch so schön? Was nicht zu dir gehört, wird 2025 sterben. Mein Herz war angeknackst. Kurz dachte ich darüber nach, die Einrichtung zusammen mit einer ehemaligen Kollegin zu übernehmen und das Studio neu zu eröffnen. Doch dafür war ich nicht mutig genug. Alles ging mir zu schnell. Das Risiko, die Verantwortung, der Druck. Wir sagten schweren Herzens ab und ich fiel erst einmal in ein Loch. Kein Nebenjob mehr, der mich so erfüllt hatte. Und die Vorstellung vom eigenen Keramikmalstudio war geplatzt. Ein Gedanke hielt mich aufrecht: Wenn ich ein eigenes Studio habe, dann klein. Mit überschaubaren Kosten, ohne Mitarbeitende und in meinem Tempo. Im September unterschrieb ich den Vertrag für mein Atelier. Es ist in einem Künstlerhaus mit vielen kreativen Seelen. Es ist fein, klein und überschaubar. Ich liebe die Energie der beiden Räume und weiß: Hier darf noch viel entstehen. Eine Zeichnung aus meinen Morgenseiten. Mein Motto für 2025: Einfach. Mutig. Sein. Und da war sie. Meine Vision von einem Ort zum Auftanken. Eine Spielwiese zum Verbinden, Zeichnen und zum Lebenlieben. Mein Atelier. Ein Raum, in dem wir gemeinsam kreieren. Tadaaa ... noch haben hier keine Kurse stattgefunden, aber das wird sich 2026 ändern. Wie kann man denn hier wohnen? Pilgern und Nachdenken Unsere Pilgertour auf der Via Regia hätte fast nicht stattgefunden. Ein Trauerfall in der Familie meiner Freundin Susi stand plötzlich zwischen uns und dem Weg. Geplant war, unsere Strecke von Weimar nach Gotha fortzusetzen. Ursprünglich wollten wir auch die Gedenkstätte Buchenwald besuchen, da ich während meiner Schulzeit nie dort war. Nach dem Trauerfall entschieden wir uns anders. Keine Besichtigung. Einfach nur pilgern. Wir starteten in Weimar. Nach einem schönen Abendessen und einem Wiedersehen mit Yvonne aus Gera beim Italiener genossen Susi und ich unsere Einzelzimmer vor der Tour. Der nächste Tag fühlte sich von Beginn an schwer an. Wir liefen auf der ehemaligen Bahnstrecke, vorbei an Gedenksteinen mit den Namen deportierter Jugendlicher. Jungen. Mädchen. Es war kaum auszuhalten. Keine Lust auf Fotos. Ganz anders als sonst auf unseren gemeinsamen Wegen. In Buchenwald angekommen, suchten wir eine Unterkunft für die kommende Nacht in Erfurt. Die Unterkünfte aus dem Pilgerführer gab es nicht mehr, andere waren längst zu Hostels geworden. 50 oder 70 Euro pro Nacht fühlten sich nicht nach Pilgern an. Unser Weg führte an den ehemaligen Häusern der Offiziere vorbei. Heute Wohnhäuser. Ich fragte mich ernsthaft, wie man hier mit dem Wissen um die Geschichte wohnen möchte. Wir liefen weiter. Still. Ruhiger als in den letzten beiden Jahren. Mit der Hoffnung, doch noch etwas zu finden. Schließlich entschieden wir uns gegen Erfurt und für die Pilgerverbundherberge Wallichen davor. Wir wurden mit Kaffee und Kuchen empfangen, feierten den Geburtstag von Oma Brigitte mit und machten abends noch einen Spaziergang. Am nächsten Morgen gingen wir dankbar weiter. Der nächste Tag war heiß und anstrengend. Wir liefen an Erfurt vorbei, mit dem Versprechen im Kopf, dass es in der Nähe der nächsten Unterkunft eine Gaststätte geben würde. In Gedanken hielt ich mich mit Pommes rot-weiß über Wasser. Am Ende war das Hotelrestaurant in Frienstedt bereits geschlossen. Stattdessen gab es Spaghetti, duftende Kräuter aus dem Garten und frisch geerntete Tomaten einer lieben Nachbarin. Am letzten Tag liefen wir unsere Etappe bis Gotha. Die Stimmung war anders. Schwerer. Nicht richtig greifbar. Im Nachhinein passt sie genau zu diesem Jahr. Vielleicht musste der Weg so sein. Das Pilgerbuch der Familie Dünger/Schüßler aus Wallichen. Ich drücke mich oft davor, in die Pilgerbücher der Herbergen zu schreiben. Am liebsten würde ich etwas zeichnen, doch dafür fehlt morgens vor dem Aufbruch meist die Zeit. Danke, liebe Susi, für die passenden Worte. Susi und ich an der Krämerbrücke in Erfurt. Mein Glaubenssatz über Geld – wenn alte Geldbilder nicht mehr tragen Freitag ist mein fester Termin mit Mr. Money. Dann schreibe und bezahle ich Rechnungen, sortiere Belege und bringe Ordnung in meine Ablage. „Warum ist es eigentlich ein Mister Money und keine Misses ?“, fragte mich meine Chefin einmal. Gute Frage. Warum ist Geld in meiner inneren Welt ein Mann? Schon vor vielen Jahren kam mir dazu in einer Meditation ein klares Bild: Wenn Geld eine Person wäre, dann wäre es ein Typ im Hoodie, etwas finster, eher distanziert. Mir wurde bewusst, dass ich Geld entweder sofort wieder loswerden wollte oder es richtig wegsperrte, aus Angst vor Not- und Katastrophenfällen. Auch in diesem Jahr tauchte Mister Money in Meditationen wieder als düstere Gestalt auf. Ich versuchte, mit ihm Frieden zu schließen, ihn einzuladen, ihn als Freund zu sehen. Doch meine Glaubenssätze rund ums Geld veränderten sich kaum. In einer weiteren Meditation erkannte ich schließlich, dass es weniger um das knappe Geld meiner Kindheit ging, sondern um die mehrfachen Enteignungen meiner Großmutter, die sich als starke Frau immer wieder etwas aufgebaut hatte. Ein Hoch auf die Epigenetik. Tief in mir saß der Satz: Geld ist nicht sicher. Und erst recht nicht, wenn ich meine Finanzen aus der Hand gebe. Irgendwann kündigte ich Mister Money innerlich. Ich engagierte eine Misses Money, dazu ihre coole, kompetente Assistentin. Und was soll ich sagen: Es funktioniert. Ob es die Kündigung war, das Aufdecken des Glaubenssatzes oder die Verarbeitung über meine Zeichnungen … irgendetwas hat sich gelöst und verändert. Nur gezeichnet, aber mit großer Wirkung. Bye Bye Mr. Money! Mein Blog, mein Prozess und die Content Society Am 10. Januar 2023 habe ich meinen ersten Blogartikel veröffentlicht. Meinen Jahresrückblick 2022 . Damit startete auch mein großes Abenteuer in der Content Society mit Judith als Mentorin. Anfangs ging es mir vor allem um Sichtbarkeit, weil man das im Online-Business eben so macht. Man braucht Content. Also entschied ich mich für einen Blog. Im Juli 2022 hatte ich mit Ayurveda-Coaching begonnen. Wenn ich heute durch meine Artikel scrolle, fühlt es sich an wie ein Tagebuch. Ich habe mit Ayurveda gestartet, mich durch die Heilpraktiker-Prüfungszeit gekämpft – die Artikel aus dieser Zeit gehören bis heute zu den meistgelesenen – und bin schließlich wieder bei der Kunst und Kreativität gelandet. Genau dort, wo ich ursprünglich herkomme. Das Schreiben und mein Blog haben mir viel Klarheit geschenkt. Ich weiß inzwischen, dass ich 2026 meine Kunst und das Thema mentale Gesundheit noch stärker verbinden möchte. Aufklären, berühren und sichtbar machen. Mit meiner Kunst und meinem Wissen aus der Psychologie. Aber es ging nicht nur um Klarheit. Es sind auch wundervolle Freundschaften entstanden. Susanne, meine Blogbuddyline , kennt all meine Hochs und Tiefs. Mit Claudia treffe ich mich inzwischen jeden Morgen im 5-Uhr-Call, ein Ritual, das durch eine Teilnehmerin aus der Content Society entstanden ist. Seit diesem Jahr gebe ich als Teammitglied Feedback auf Blogartikel für Judith. Dabei habe ich selbst unglaublich viel gelernt. Für meine eigenen Artikel war nicht immer Zeit und einiges darf ich noch optimieren. Auch meine Webseite wartet noch auf ein Update. Aber alles Schritt für Schritt. Ein Blogartikel über die Angst und wie mir das Zeichnen dabei hilft, mit ihr Frieden zu schließen. 2026 sollen noch viel mehr davon entstehen. Das Jahr 2025 und meine Kunst Artcollabs und meine ersten ATCs Ach, was war ich kreativ dieses Jahr :-) Ich bin Teil mehrerer Artcollab-Gruppen geworden, aktuell sind es fünf, was ich künftig wieder etwas reduzieren möchte. Artcollabs sind Verbindungen von Künstlerinnen und Künstlern, die sich meist über Instagram finden und zu einem gemeinsamen Thema oder Referenzbild arbeiten. Im Januar habe ich sogar an einer riesigen Artcollab teilgenommen. Ein Fuchs, den über 220 Künstler*innen in ihrem eigenen Stil umgesetzt haben. Im April kam mein erstes ATC**-Projekt dazu. Statt eines einzelnen Bildes entstehen dabei neun oder zehn kleine Karten. Das Besondere: Alle Karten werden an eine Person geschickt, neu sortiert und anschließend verteilt. Am Ende halte ich kleine Mini-Karten (6,4 cm × 8,9 cm) von zehn Künstlerinnen in den Händen. Anfangs hatte ich Bedenken, meine Kunst könnte dabei zu sehr "unter die Lupe" genommen werden oder ich hätte Probleme mit der Größe. Entstanden sind 2025 drei ATC-Runden: Sommer, Herbst und Winter. Ich darf hier gut auf mich achten. Ich bin eine echte Deadline-Surferin und viele meiner Bilder entstehen in den letzten Stunden vor der Abgabe. Wenn dann ohnehin schon viel los ist, verliere ich schnell die Lust am Zeichnen. Genau das soll nicht passieren. Deshalb werde ich meine Gruppen 2026 reduzieren und wieder mehr Kunst machen, auf die ich einfach Lust habe. Mein Fuchs für die BIG ARTCOLLAB 2025, an der mehr als 220 Mitglieder und Freunde der Instagram @artcollabfamily teilgenommen haben. Die Auswahl fiel mir nicht leicht. Das sind meine neun liebsten Artcollab-Bilder, alle im Originalformat 15 × 15 cm und mit Fineliner und Künstlertusche (Marker) gearbeitet. Acryl und Aquarell Für eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Leipziger Studio wollte ich Probearbeiten anfertigen. Da bislang nicht klar war, mit welcher Technik wir starten, begann ich mit Acryl. Im Studium habe ich fast ausschließlich damit gearbeitet. Also kaufte ich bei meinem Lieblingskünstlerbedarf zunächst pastellige, später auch neonfarbene Acrylfarben. Während meine Arbeiten im Studium oft riesig waren, blieb ich diesmal bei meinem Lieblingsformat 15 × 15 cm. Entstanden sind ganz unterschiedliche Richtungen, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie sowohl für Anfänger*innen als auch für Fortgeschrittene umsetzbar sein müssen. Als wir uns schließlich auf Aquarell einigten, entstanden auch dazu Arbeiten, die nicht ganz meinem typischen Stil entsprechen. Es tat gut, aus meiner Fineliner-Marker-Zone auszubrechen und mich wieder anderen Techniken zu widmen. Und ich spüre, dass Acryl mich auch 2026 noch viel mehr begleiten wird. Meine Mini-Mes Ich liebe sie. Meine Mini-Mes sind ein fester Bestandteil meines visuellen Tagebuchs. Ich zeichne mich meistens morgens mit Dutt, Leo-Leggings (Funfact: Ich besitze keine, finde sie an meiner gezeichneten Version aber zuckersüß) und in Situationen, die ich erlebt habe oder mir vorstelle. Sie helfen mir, Erinnerungen festzuhalten, Erlebtes zu verarbeiten oder Dinge zu manifestieren. Manche sind auch extra für meine Blogartikel entstanden. Willkommen in meiner Welt! Erschöpft und glücklich nach einem kreativen Wochenende mit den Kids. Wochenendrückblicke, "12 von 12" und mein Mini-Me für den kreativen Adventskalender Merry heART-mas. Alfred und ich, eine neue Café-Liebe 2025 war wild. Ich musste mir eingestehen, dass neben meinem Wert der Freiheit auch Sicherheit erfüllt sein muss, damit ich kreativ und mit Freude arbeiten kann. Zwei Werte, die gegensätzlicher kaum sein könnten und für mich doch zusammengehören. Auf meinen Joggingrunden lief ich regelmäßig durch die kleine Fußgängerzone Richtung Park. Das alte Eisenbahngeschäft stand leer und im Schaufenster hing ein handgeschriebenes Schild: Alles bleibt anders. Ich mochte diesen Satz und war neugierig, was hier entstehen würde. Monate später kam die Auflösung. Ein kleines Café eröffnete, mit liebevoll ausgewählten, von Künstlerinnen und Künstlern gestalteten Produkten. Das war im September 2024. Am 12. Februar 2025 kamen meine Mutter und ich gerade aus dem Kräuterladen, wo ich mir wie an jedem Mittwoch mein frisches Brot abhole. „Komm, lass uns da mal reingehen“, sagte sie. Kein guter Zeitpunkt, dachte ich. Ich hatte den ganzen Tag Kopfschmerzen und wollte eigentlich nur nach Hause. "Okee, aber nur ganz kurz." gab ich schließlich nach. Wir öffneten die Tür des Café Alfred und Wir . Später erfuhr ich, dass es nach dem Vorbesitzer Alfred Nitsche, einem Modelleisenbahn-Ladenbesitzer, benannt wurde. Hinter dem Tresen strahlte uns Petra, mit großen Augen an und hieß uns herzlich willkommen. Wow, was für ein Strahlen, was für ein Empfang, dachte ich. Wir setzten uns in die gemütliche Ecke mit der kleinen Stehlampe und dem Bücherregal. Alles war so liebevoll eingerichtet. Weißer Salbei zum Räuchern lag auf dem Tisch, die Kerzenhalter, die an Omas Zuhause erinnerten. Ich mochte die Atmosphäre. Ich trank eine heiße Schokolade, meine Mom aß eine Kleinigkeit. Irgendwann fragte ich unsere Gastgeberin, was man tun müsste, um hier selbst Produkte zu verkaufen, und erzählte, dass ich auch nach Räumen suche. „Ach, komm mal mit, ich hab’ da was“, sagte sie. Wir gingen durch den Hinterhof, vorbei an Kaninchen, die genüsslich Salat knabberten, hinein in die Hallen der Erfinderkinder . Ich war überwältigt. Auch den Laden kannte ich noch von früher, damals ein Fahrradladen, nur mit einem anderen Eingang. Wie viele Schätze sich doch in der eigenen Hood verbergen. Aus diesem ersten Treffen ist eine wundervolle Zusammenarbeit entstanden. Ich arbeite heute in Teilzeit im Café, was mein großes Bedürfnis nach Sicherheit erfüllt, gebe Kinderworkshops und habe zwei wunderbare Chefinnen und die entspanntesten Cafébesucher überhaupt gewonnen. Der erste Besuch wurde sogar in meinem "12 von 12" im Februar festgehalten. Ich lieb sie einfach, die Räumlichkeiten der Erfinderkinder-Werkstatt. Weitere schöne und besondere Momente in 2025 Schneewanderung auf dem Rohnberg am Schliersee Meine 3-Wochen-Frühlingskur 2025 zusammen mit Nathalie von Fit & Vermögend Dumm gelaufen in Hamburg (auf dem Weg zur Technischen Orthopädie umgeknickt … das muss man erst mal schaffen) Ausstellung in der Spinnereistraße in Leipzig. Shooting Nummer 2: Danke Biene, für deine Kreativität und Spontanität Ein Wochenende mit den Mädels in Prag. Mein Mini-me und der Fuchs: Die Karte ist eine der Winter-ATC-Karten und die Tasse habe ich am Geburtstag von Nathalie in Hamburg bemalt. Für den 30. Geburtstag meiner Freundin und zum Keramikbemalen nehme ich auch die fast 10-stündige Zugfahrt in Kauf :-) Mein 2025-Fazit Worauf bin ich 2025 stolz? Comic und Magazin Ich habe es getan. Mir endlich mein lang ersehntes iPad gekauft. Auslöser war eine Anfrage für einen Illustrationsjob. Das Unternehmen bot an, meine Zeichnungen zu digitalisieren. Aber ich dachte mir: Wenn schon so eine tolle Möglichkeit, dann will ich den Job auch richtig machen. Kein weiterer Grund mehr, den Kauf vor mir herzuschieben. iPad gekauft, Procreate geladen, ein, zwei Kurse zum digitalen Zeichnen gemacht und den ersten Auftrag umgesetzt. Puh. Gar nicht so einfach. Ich zeichne, seit ich einen Stift halten kann, aber digital ist wirklich eine andere Nummer. Aus diesem einen Auftrag sind in diesem Jahr vier geworden. Dafür bin ich unendlich dankbar. Für die Möglichkeit, das Vertrauen und dafür, dass man mir diesen Weg zugetraut hat. Und dann noch etwas richtig Schönes: Meine Kollegin Sandra Hoppenz erzählte im Blog-&-Talk-Meeting meiner Blogmentorin Judith, dass sie ein Magazin ins Leben ruft. Mein erster Impuls, meine Freundin Nathalie würde sagen ein sakrales Ja: Ich mache die Illustrationen. Ich schrieb Sandra eine Nachricht und kurze Zeit später entstanden bereits drei Zeichnungen. Die zweite Ausgabe inklusive meiner Illustrationen ist inzwischen veröffentlicht. Hach. Ja. Darauf bin ich wirklich stolz. Digital zeichne ich bisher nur fürs Business. Ich liebe einfach die Haptik von Papier und das Geräusch des Stifts, wenn er darüber gleitet. Aber ich bin mir sicher: Sobald etwas mehr Raum da ist, tauche ich noch tiefer ins digitale Zeichnen ein. Was war die größte Entscheidung, die ich 2025 getroffen habe? „Verkaufe Babyschuhe, ungetragen.“ Ein Satz, der mich vor Jahren tief berührt hat. Ich las ihn in einem Buch über Storytelling. Und ja, er erzählt so einiges. Lange habe ich überlegt, ob ich das hier teilen möchte. Doch weil ich 2026 noch ehrlicher mit mir und anderen sein will, fühlt es sich jetzt richtig an. Dieses Weihnachten war ich bei meiner Tante in Thüringen. Das letzte Mal, als ich dort war, war Weihnachten 2017. Damals war ich schwanger. Am 28.12.2017 erfuhr ich, dass das Herz nicht mehr schlug. 2025 war ein intensives Jahr. Die größte Entscheidung, die ich getroffen habe: Ich werde keine Kinder haben. Für viele in meinem Umfeld war das längst klar. Ich war 47. Für meinen Partner ohnehin, er hat bereits drei Kinder. Für mich hingegen war es lange nicht entschieden. 2025 war ein Jahr des Loslassens. Ich kündigte die Kryovereinbarung. Seitdem übe ich mich in Akzeptanz. In dem Wissen, nie Mutter zu sein. Viele Jahre hat es mich getroffen, wenn Freundinnen schwanger wurden. Für sie war es schwer, mir davon zu erzählen. Für mich war es schwer, mich ehrlich mitzufreuen. Ich gönnte es ihnen von Herzen und versank trotzdem im Selbstmitleid. Es gab Zeiten, da empfand ich sogar Wut, besonders gegenüber Frauen, die bereits Kinder hatten. Jetzt ist es ausgesprochen. Ich trauere, mal mehr, mal weniger. Und es ist okay. Ich genieße es, die Kinder meiner Freunde beim Wachsen zu begleiten, arbeite mit Kindern und werde noch das ein oder andere Business-Baby in die Welt bringen. Erste Male – das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt oder gemacht digital gezeichnet ein Atelier gemietet Schneeschuhlaufen mit Patrick, Biene und Nathalie alleine einen Film im Sommerkino angeschaut ein Podcast-Interview gegeben und über das wunderbare Ikigai gesprochen das Leipzig Coffee Festival in den Pittlerwerken besucht einen kreativen Workshop mit Picknick im Park gegeben (ich liebe diese Kombi) mit Petra einen Siebdruck-Kurs gemacht (gar nicht so einfach) einen Sushi-Kurs mit Freunden besucht Zentangle® beim Content Society-Barcamp in Stuttgart kennengelernt Alle gleich und doch anders. Mein erster Siebdruck: Das war echt nicht einfach! Sätze, die 2025 etwas in mir bewegt haben Ich mache das nicht gegen dich, sondern für mich. Ich habe diesen Satz zum ersten Mal in Karin Kuschiks Buch „50 Sätze, die das Leben leichter machen“ * gelesen. Ich hielt ihn für gut. 2025 hat er mich allerdings ganz schön getriggert. Ich hörte ihn in einem Moment, in dem ich ohnehin sehr dünnhäutig war. Stressbedingt. Ich hatte mich gerade getraut, etwas zu einer Absage zu sagen. Und dann dieser Satz. Der saß. Ich war sauer und genervt. Kurz davor hatte ich mich schon über meine beste Freundin geärgert. Es ging darum, Entscheidungen zu treffen und dann auch dazu zu stehen. Mir wurde klar, dass eine Entscheidung für mich ein echtes Commitment ist. Wenn ich zusage, dann tue ich alles dafür, diese Zusage auch einzuhalten. Der Satz „Ich mache das nicht gegen dich, sondern für mich“ fühlte sich in diesem Moment an wie eine Entschuldigung dafür, Vereinbarungen zu brechen. Vielleicht liegt das an meinen Werten . Oder daran, dass ich meine eigenen Grenzen oft noch übergehe. Und ja, ich verstehe den Satz. Sehr sogar. Und dennoch hat er mich genau in diesem Moment richtig getroffen. Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. Es war eine der Affirmationen aus Woche 1 des Buches und 12-Wochen-Programms „Der Weg des Künstlers“ * von Julia Cameron. Dieses Buch ist so etwas wie meine Bibel. Es hat mich dazu gebracht, mit den Morgenseiten zu beginnen. Aus ihnen sind später auch meine Mini-Mes (kleine Selbstzeichnungen mit Dutt als Markenzeichen) entstanden. Heilen. Wie kann man dieses Wort verwenden und es dann auch noch in Bezug auf andere verwenden? Heilversprechen sind schließlich ein Tabu, besonders im Coaching oder als Heilpraktikerin. Und doch lässt mich dieser Satz seitdem nicht mehr los. In den letzten Wochen ist er zu einem Mantra geworden. Er steht fast täglich am Ende der letzten Zeile meiner Morgenseiten. Deshalb nehme ich ihn mit ins Jahr 2026. Als Leitsatz. Als mein Motto. Ich werde mit meinen Mini-Mes zeichnend meine eigenen Themen bearbeiten. Und vielleicht bewegen sie auch etwas in dir. Vielleicht helfen sie dir, dich ein kleines Stück heilen zu lassen. Ich habe mir die Zeit dafür nicht genommen Andrea setzte in einem Zoom-Meeting gerade an zu sagen: „Ich hatte keine Zeit.“ Dann stoppte sie sich selbst und korrigierte: „Nein. Ich habe mir die Zeit dafür nicht genommen.“ Wow. Dieser Satz war kraftvoll und ehrlich. Ich liebe ihn und versuche, ihn mir in Momenten voller Ausreden bewusst ins Gedächtnis zu rufen. Ich kann nicht → Ich gebe dir nicht den Raum Auch dieser Satz war prägend. Ein schnell dahingesagtes „Ich kann nicht“ bedeutet oft: Ich gebe dir gerade nicht den Raum. Das ist mir dieses Jahr erst richtig bewusst geworden und ich wähle ihn, sobald ich es mitbekomme, mit Bedacht. Wofür bin ich 2025 besonders dankbar? Ich liebe Listen. Vor allem, wenn es um Dankbarkeit geht. Darüber könnte ich einen eigenen Artikel schreiben. Heute halte ich mich kurz. Ich bin dankbar für die besten Freundinnen und Freunde, die mich in diesem Jahr besonders aufgefangen haben. Danke an Jacqueline, Andre, Biene, Nathalie, Su, Mel, Nicola, Andrea und all die anderen lieben Herzen in meinem Leben. für meinen Partner, der mir regelmäßig den Spiegel vorhält und mich sanft, manchmal auch klar, auf den Boden der Tatsachen zurückholt. für meine Mom, die gesund, bunt und voller Freude durchs Leben tanzt. für meine Blogbuddyline Susanne, mit der ich 2026 eine ganze Batterie an Blogartikeln veröffentlichen werde. für meine Pilgerwegkarten-Leserin Susi, bei der sich das gemeinsame Gehen, trotz seltener Treffen, jedes Mal wie Nachhausekommen anfühlt. für die beiden Kater Till und Uno, die mir auch 2025 viele kuschelige Momente geschenkt haben. für meine Business-Kolleginnen, mit denen ich unzählige Zoom-Sessions hatte und durch die ich so viel lernen durfte. Danke an Sandra Hoppenz, Katharina Potyka und Bettina Stelzer. für den Mädels-Trip nach Prag und unsere tiefen, ehrlichen Gespräche. für meine beiden ehemaligen Chefs Sandra und Marcus, durch die ich erkannt habe, wie viel Freude, Erfüllung und Leidenschaft für mich selbst in einem Nebenjob liegen können. für meinen Körper, der mich auch mit fast 50 und nach jahrelangen Strapazen nie im Stich gelassen hat. und für dich, Mutzi, meine Laufbuddyline. Sorry, dass es 2025 nicht so oft geklappt hat. Das wird sich ändern. Kaffeetrinken und Katzenkraulen … Was gibt es Schöneres? Auch 2025 durfte ich das Haus und die beiden Schmuse-Tiger Till und Uno von meinen Freunden hüten. Ich kann gar nicht oft genug erwähnen, wie sehr ich jedes Mal die Zeit genieße. Mein 2025 in Zahlen Webseiten-Besucher in 2025: 7.912 Instagram Follower: @karinas_pinselyoga : 591 @karina.roepcke : 384 Anzahl der veröffentlichten Blogartikel: 28 (2024: 38) Klicks des meistgelesenen Artikels: 2566 Die Rosinenübung - Eine Anleitung zur Achtsamkeit Domain Authority : 13 (2024: 9) Anzahl Newsletter-Abonnenten: 192 (2024: 107) Anzahl entstandener Artcollab-Bilder: 51 (2024: 7) Anzahl entstandener ATC-Karten: 30 (2024: 0) Getrunkener Kaffee in Litern: ungefähr 400 Meine Homepage im Dezember 2025 Mein Kunst-Instaprofil am 13.01.2026 Mein Business-Instaprofil am 13.01.2026 (ich muss zugeben, diesen Account vernachlässige ich aktuell etwas) Mein Ausblick auf 2026 Was ich 2026 anders (besser) machen möchte Mehr Yin, weniger Yang 2025 war ich sehr im Kopf. Schon morgens lief das Gedankenkarussell auf Hochtouren. Was ich definitiv verändern möchte, ist meine Zeitgestaltung am Abend. Ich will nicht mehr an abendlichen Zoom-Meetings teilnehmen, weil sie meinen Schlaf stören. Ich möchte auch nicht mehr vom Rechner direkt ins Bett fallen, weil ich mich vorher innerlich nicht lösen kann. Meine Morgenroutine habe ich etabliert, fast schon perfektioniert. Jetzt ist es höchste Zeit für entspannte Abende. Denn wie ich es in der Ayurveda-Ausbildung gelernt habe: Ein guter Tag beginnt am Abend davor. Also spätestens um 19 Uhr den Rechner aus. Vielleicht etwas Yoga, vielleicht zeichnen. So oder so ähnlich stelle ich mir meine Abende vor. So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten Live und in Farbe im Atelier Besuch mich in meinem Atelier im Leipziger Stadtviertel Kleinzschocher. Über kreative Kurse und Workshops informiere ich dich über meinen Newsletter oder auf Instagram. Workshops & Events Du planst ein Event und suchst künstlerische Unterstützung? Dann kannst du mich gern als Workshopleiterin/ Künstlerin anfragen. Illustrationen Ob als Geschenk für dich oder deine Liebsten oder als Illustration für dein Business, schreib mir gern. Oder ganz unkompliziert Wenn du mich einfach sehen möchtest, dann besuch mich sehr gerne im Café oder Atelier. Es ist nichts Passendes für dich dabei und du möchtest trotzdem mit mir arbeiten? Du hast Interesse an einer Zusammenarbeit oder willst dich einfach nur austauschen? Ich freue mich auf deine Nachricht :-) Meine 7 Ziele für 2026 2026 steht für mich im Zeichen des Neuanfangs. Die Zahl 1, mein chinesisches Sternzeichen Pferd und das Jahr des Feuerpferds. Ich möchte meiner Intuition vertrauen und mich von ihr leiten lassen. 1.Aufklärung mit meiner Kunst Ich möchte Blogartikel und Therapiemanuale zum Thema psychische Gesundheit schreiben und sie mit meinen Zeichnungen verbinden. 2.Ein Herzensprojekt Gemeinsam mit Sabine Schlotz entsteht ein Projekt, das Sternenmamas und Familien in Zeiten von Verlust und Trauer begleitet und unterstützt. 3.Mehr Zeit für mich Weniger machen, mehr fühlen. Ich möchte mir bewusst Zeit nehmen für Klangschalenmassagen, Tarotkarten, Familienaufstellungen und alles, was mich innerlich wachsen lässt. 4.Verbindungen leben Schluss mit leeren Versprechen. Ich möchte jeden Monat mindestens eine Freundin besuchen, die ich lange nicht gesehen habe. Vic, Corinna, Mel, Anna, … macht euch bereit :-) 5.Gastartikel schreiben 2026 möchte ich mehrere Gastartikel zu den Themen psychische Gesundheit und Kreativität veröffentlichen. Wenn du einen passenden Blog hast und Gastautorinnen suchst: hello@karinaroepcke.de 6.Mein Motto für 2026 Meine Kreativität heilt mich selbst und andere. 2026 wird es nicht einfacher, aber mit Sicherheit weniger schwer. *unbezahlte Werbung ** ATC-Karten sind kleine Kunstwerke im Scheckkartenformat, die man tauscht wie früher die Sticker auf dem Schulhof. ATC steht für Artist Trading Cards . Jede Karte ist ein Unikat und reist nach der Fertigstellung per Post zu anderen Künstler*innen. So schön analog inmitten der digitalen Welt. Titelbild 📷 : Katrin Bieneck
- Wenn Gedanken Bilder werden: 33 Ideen für dein visuelles Tagebuch
Oh, wie ich sie liebe – meine kleinen „Mini-Me's“. Besonders, wenn ich nervös bin, die Äffchen in meinem Kopf ein neues Musikstück einstudieren, Gedanken Karussell fahren und meine Gefühle Purzelbäume schlagen, dann will ich nur eins: meine Ruhe. Und dann ... genau dann ... greife ich zum Stift. Denn Zeichnen hilft mir, die Welt leiser zu drehen und alles um mich herum, zu vergessen. Wenn ich meine Mini-Mes (das bin ich als kleine Figur mit meinem Markenzeichen, dem Dutt und der weißen Haarsträhne) zeichne, sortiere ich Gedanken, verarbeite Erlebtes, meinen Tag und mache sichtbar, was mich im Inneren berührt. Für diesen kurzen Moment des Zeichnens, des Kreierens, bin ich ganz bei mir. Und falls du jetzt denkst: "Oh ja, das möchte ich auch!", dann ist ein visuelles Tagebuch vielleicht genau das Richtige für dich. Ich habe für dich 33 kreative Journaling-Ideen gesammelt, die dir helfen, zur Ruhe zu kommen (und ja, das wünsche ich dir von ganzem Herzen), dich selbst zu verstehen und einfach mit Farben und Stift dein Leben ein Stück schöner und bunter zu machen. Also: Mach’s dir gemütlich, schnapp sie dir, die Stifte, Marker oder Aquarellfarben und lass uns loslegen. Enjoy the process! Inhaltsübersicht I. Selbstreflexion & Emotionen verstehen und zeichnen II. Achtsamkeit & mentale Ruhe III. Kreativer Ausdruck & Inspiration IV. Motivation & Zukunftsvision I. Selbstreflexion & Emotionen verstehen und zeichnen Zeichne deinen aktuellen Gemütszustand als Wetterkarte Gestalte eine Seite „Dinge, die mir heute gutgetan haben“ Erstelle eine „Mind Map deiner Gedanken“ Verwandle negative Gedanken in abstrakte Formen Zeichne deine kleine Oase der Ruhe Male eine Seite nur mit Gefühlen Zeichne deine Gedankenblase Dein „inneres Ich“ als Figur Visualisiere deine Energie des Tages Wie voll ist dein Akku? Zeichne es :-) II. Achtsamkeit & mentale Ruhe Zeichne deine Atmung Male Geräusche um dich herum Gestalte eine Seite „Heute bin ich hier“ Zeichne eine Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe Gestalte ein „Mood Mandala“ Male dein Lieblingswort Zeichne, was dich heute zum Lächeln gebracht hat Male dein aktuelles „Gedankenwetter“ Gestalte eine Seite nur mit Mustern Nicht im Tagebuch, aber auf Untersetzern: Einige meiner Zentangle®-Muster-Experimente. III. Kreativer Ausdruck & Inspiration Erfinde ein Fantasie-Tier, das deine Kreativität symbolisiert Gestalte eine Farbpalette deines Tages Zeichne mit geschlossenen Augen Verwende Collage-Elemente Erstelle eine Seite mit „Dingen, die ich schön finde“ Male dein Lieblingslied Zeichne mit der „anderen“ Hand Male ein visuelles Zitat Trau dich, spielerisch zu zeichnen, dein Tagebuch ist dein Safe Space. IV. Motivation & Zukunftsvision Gestalte dein „Zukunfts-Ich“ Male dein persönliches Kraftsymbol Gestalte eine Seite „Dafür bin ich dankbar“ Zeichne eine Collage deiner Jahresziele Male deinen Weg der Veränderung Gestalte dein Monatsmotto als Kunstwerk Visualisiere deine Träume Kleiner Tipp: Die letzten Punkte passen wunderbar zu Neuanfängen. Ich liebe es z. B. im Januar meine Vision fürs Jahr zu zeichnen oder mich vom Mondrhythmus leiten zu lassen – beim Neumond zu spüren, was sich im kommenden Monat entwickeln darf, und das dann auch künstlerisch festzuhalten. Meine Jahresvision 2025: Zeichnen, schöne Gespräche mit inspirierenden Menschen und ein eigenes Atelier. Es hat sich alles erfüllt ... ob es am Festhalten im Tagebuch lag ... ? Es ist dein visuelles Tagebuch und es ist viel mehr als ein Skizzenbuch. Und wenn du mich fragst, es ist ein Spiegel deiner Seele. Jede Linie erzählt, wie du fühlst, denkst und wächst. Der 12. Mai 2025 in Hamburg: Auch mein "12 von 12" wird visuell festgehalten. Und jetzt du! Starte heute mit der Idee, die dich am meisten anspricht. Und wenn du noch mehr möchtest, klick auf das folgende Bild ⬇️ und trag dich gerne in meinen Newsletter ein. Alles Liebe - Karina 🤍 Illustrationen: Karina Röpcke
- Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2025
Die erste Hälfte von 2025 ist schon rum – verrückt, oder? Zeit also, einmal durchzuatmen, kurz zurückzublicken und dann mit frischem Blick nach vorn zu schauen. Ich liebe dieses kleine Ritual: alle paar Monate innehalten und mich fragen, was ich in der nächsten Zeit eigentlich wirklich will. Meine To-Want-Liste für das dritte Quartal ist wieder inspiriert vom Buch Das 12-Wochen-Jahr *. Statt in klassischen Jahreszielen zu denken, plane ich lieber in kleineren, überschaubaren Etappen. Drei Monate, das fühlt sich greifbar an. Und motivierender als ein diffuses „irgendwann dieses Jahr“. Also los geht’s – hier kommen meine To-Wants für den Sommer bis Herbst 2025! Meine To-Want-Liste im Überblick: Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 3. Quartal 2025 Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2025 Meine kreativen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2025 Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 3. Quartal 2025 Mein Wohn-Projekt für das 3. Quartal 2025 Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 3. Quartal 2025 Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 3. Quartal 2025 freue Hier kannst du meine "alten" To -Wants finden Meine 3 wichtigsten To-Wants für das 3. Quartal 2025 Ziel 1 - sportlich: Ich möchte mindestens 3x pro Woche Yoga praktizieren. – Das hat fünf Wochen super geklappt und dann leider nicht mehr. Ziel 2 - kreativ: ✔ Ich werde drei neue kreative Techniken ausprobieren. – Acrylmalerei, Siebdruck, Aquarell-Blumenkränze Ziel 3 - persönlich: ✔ Da gibt’s diesen Wunsch, mich mal wieder ein bisschen zu strecken – raus aus der Komfortzone, rein ins Ungewisse. Ich will mich in diesem Quartal mindestens dreimal bewusst in Situationen bringen, die mich Überwindung kosten. Etwas tun, das ein bisschen Mut braucht, das Herz kurz höher schlagen lässt – und bei dem ich hinterher sagen kann: „Okay, das war jetzt vielleicht nicht bequem, aber es war gut.“ (meine Ideen: den Wasserskilift am Kulkwitzer See ausprobieren/ mit der Doppelseilrutsche im Harz über den Stausee fliegen/ ...) – Ich bin alleine ins Sommerkino gegangen, hatte bei einem Seespaziergang eine kurze Shorts an und (darauf bin ich besonders stolz) ich habe mich meiner Angst gestellt und bin Auto gefahren. Meine beruflichen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2025 5 Expertenartikel zum Thema Zeichnen-lernen entstehen auf meinem Blog. – Es sind zwei geworden: Zentangle® , Was ist eine Artcollab? ✔ Ich gebe mindestens 5 kreative Workshops. ✔ Ich kreiere für das Magazin von Sandra Hoppenz meine künstlerische Version zum Thema Selbstbestimmung. ✔ Ich beginnen einen neuen Nebenjob. Ich gönne meiner Webseite ein neues Make-over. Ich werde meine Zeichnungen als Produkte anbieten. Ich möchte meine Newsletter-Liste auf 500 Personen erweitern. Wenn du auf die Liste möchtest, hier entlang ! ✔ Ich habe Lust, meine Bilder auszustellen und suche dafür eine passende Veranstaltung und Location. – Yeah ... ich habe seit September ein eigenes Atelier in einem Künstlerhaus und Ausstellungen werden dort stattfinden. ✔ Ich werde 3 neue Projekte mit großartigen Unternehmen starten. Meine kreativen Ziele und Wünsche für das 3. Quartal 2025 Ich werde den gebuchten Procreate-Kurs auf Domestika** beenden. ✔ Auch in diesem Quartal werde ich an jedem 13. des Monats ein Bild posten, welches ich für die Instagram @Artcollabfamily zeichnen werde. Mittlerweile bin ich in vier festen Gruppen, d. heißt jeden Monat entstehen 4 Bilder jeweils in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*Innen. ✔ Ich möchte mit Acrylfarbe arbeiten und werde mindestens 3 Farbexperimente machen. Ich hole 4 fehlenden Bilder nach, die ich mir für die Keramikmalstudio-Challenge vorgenommen habe, zu zeichnen. Mein "12 von 12" im Juli ✔ , August, September werden veröffentlicht und ich dokumentiere meinen Tag jeweils am 12. des Monats mit 12 Bildern. Du möchtest auch kreativ sein, weißt aber nicht wie und wo du anfangen sollst , dann ist vielleicht meine 1:1 Begleitung "Kreieren statt reagieren" genau das Richtige für dich. Meine sportlichen und gesundheitlichen Ziele für das 3. Quartal 2025 Leipzig hat diese wundervolle Seenlandschaft, von der ich bisher viel zu wenig gesehen habe. Dieses Quartal möchte ich das ändern – und mindestens vier verschiedene Seen erkunden. Rafting im Kanupark Markkleeberg steht schon lange auf dem Plan und ich hoffe, dass meine Freunde und ich es dieses Jahr schaffen werden. Ich hab richtig Lust, mal wieder bei einem offiziellen Stadtlauf mitzumachen – mit allem Drum und Dran: Anmeldung, Vorfreude, ein bisschen Aufregung und dieser besondere Moment, wenn man gemeinsam mit anderen über die Ziellinie läuft. Dieses Quartal wird’s soweit sein. Ich melde mich an. Und ich laufe ihn auch. Punkt :-) Mein Wohn-Projekt für das 3. Quartal 2025 Endlos-Story: Ich lasse diesen Punkt so lange auf der Liste, bis ich einen Haken setzen kann: Das Kinderzimmer wartet immer noch auf seine Renovierung. Ich entsorge alle Unterlagen aus meiner ersten Selbständigkeit und schaffe Platz für kreative Projekte. Ebenso werde ich einige Bücher verkaufen, die ich sowieso nie lesen werde. Meine Reiseabenteuer und Streifzüge für das 3. Quartal 2025 ✔ Ich gehe mit meiner Freundin Susann im August erneut pilgern. Dieses Mal starten wir ab Weimar ... immer schön der Jakobsmuschel hinterher. Meine persönlichen To-Wants und schöne Dinge, auf die ich mich im 3. Quartal 2025 freue ✔ Im Juli bin ich zwei Wochen im „Katzenmodus“ – ich hüte das Haus und meine beiden Lieblingskater Till und Uno. Für mich bedeutet das: viel Ruhe, viel Me-Time und ganz bewusst Energie auftanken. Kein Trubel, keine Termine – nur schnurrende Gesellschaft, leckeren Kaffee auf der Terrasse und ein bisschen "Pinselyoga" (zeichnen). ✔ Noah hat im August Schulanfang und ich werde mit Kinderschminken kleine Herzen höher schlagen lassen. ✔ Ich freue mich auf einige freie Tage mit meinem Partner und unserem Wohnwagen. Hier kannst du meine "alten" To -Wants finden Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2025 Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 3. Quartal 2024 Das 12-Wochen-Jahr: Meine To-Want-Liste für das 2. Quartal 2024 Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2024 Meine "To-Want-Liste": Was ich bis zum 31.12.2023 erleben und schaffen möchte 27 Dinge, die ich im Sommer 2023 erleben möchte Hast du berufliche, persönliche, gesundheitliche, kreative oder sogar mutige Ziele für das 3. Quartal 2025? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Alles Liebe und einen wundervollen Sommer - deine Karina 🤍 *unbezahlte Werbung **Domestika ist eine Online-Plattform und Community mit vielen Kursen zum Thema Design und Kreativität. 📷 Katrin Bieneck
- Mein „12 von 12“ am 12. August 2025
Heute ist der 12. August 2025. Und wenn du schon länger hier mitliest, weißt du: neuer Monat, neues Kännchen! Am 12. jedes Monats zeige ich dir in 12 Bildern kleine Ausschnitte aus meinem Tag. Der Name „Kännchen“ kommt übrigens von Caro vom Blog Draußen nur Kännchen , die diese schöne Bloggertradition weiterführt. Viele Blogger*innen machen mit, und es ist jedes Mal total spannend zu sehen, wie unterschiedlich so ein Tag aussehen kann. Heute stand bei mir alles im Zeichen der Kreativität. Also mach es dir gemütlich, scroll dich durch und viel Freude beim Stöbern! Ohne Kaffee startet aktuell bei mir kein Tag. Ich koche ihn im Topf. Wasser, gemahlener Kaffee, eine Prise Meersalz, ein verschlafener Blick und ganz viel Liebe. Falls du dich fragst, warum ich ihn nicht in der (oder heißt es mit der?) Maschine koche? Ich hab das irgendwann von meinem Freund übernommen und für gut befunden. Licht- und Schattenliebe. Heute steht 15 Minuten "Yoga Energizer" auf Mady Morrisons und meinem Plan. Noch etwas, was ich liebe … diese Seife habe ich auf Madeira auf einem kleinen Wochenmarkt entdeckt – eine meiner letzten Dienstreisen auf See. Lange lag sie nur im Regal und wartete darauf, endlich benutzt zu werden. Im letzten Monat bekam ich Besuch und somit die perfekte Gelegenheit, das schöne Stück zum Einsatz kommen zu lassen. Ich freue mich jeden Tag, wenn ich sie sehe und erst recht, wenn ich sie auch anwende. Fotoauswahl: Schön komisch guggen kann ich ... Ich brauchte ganz schnell und dringend ein kreatives Foto von mir. Zum Glück ist meine beste Freundin Fotografin und war gerade in der Stadt. Sie hat es mal wieder geschafft, aus den ungünstigsten Bedingungen, das Beste herauszuholen. Danke Biene* für deine Spontanität, dein Talent und einfach nur für dein Sein. Love you🤍 Und noch ein witziges Foto mit etwas entspannterem Blick. Heute muss es schnell gehen. Keine Lust aufs Kochen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Licht - und Schatten liebe?! Das ist auch mein Themenvorschlag für die neue Instagram-Artcollabfamily gewesen. Dafür, dass ich meine Bilder fast immer auf den letzten Drücker einreiche (Abgabetermin hierfür ist der 16. August), bin ich doch recht zeitig dran. Was eine Artcollab ist, darüber habe ich einen Artikel geschrieben. Klick gerne aufs Bild und du kommst zum Beitrag. Weiter geht es mit der Kunst. Hier entstehen einige Acrylbilder für ein tolles neues Projekt. Kurze Pause und ein Treffen mit meiner Mom im Café "Alfred & Wir". Für mich gibt es die Hauslimo, farblich passend zu meinem Rock. Wie schön sind denn bitte die Hausfassaden in Leipzig?! Nach dem zweitägigen Siebdruck-Workshop im Leipziger Makerspace mussten meine Bilder noch trocknen. Heute konnte ich sie abholen und ich bin super-happy mit den Ergebnissen. Ich verabschiede mich wie an jedem 12. des Monats mit meinem aktuellen Artcollab-Bild. Diesmal das Thema Zirkus. Vielen Dank fürs Guggen und bis zum nächsten "12 von 12". Alles Liebe - deine Karina 🤍 Illustrationen: Karina Röpcke *Biene heißt Katrin Bieneck und ihren Instagram-Account findest du hier (unbezahlte Werbung, dafür von Herzen)
- Die Rosinenübung - Eine Anleitung zur Achtsamkeit
"Achtsamkeit ist in aller Munde." Und das nehmen wir heute wortwörtlich. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du mit einer einzigen Rosine deine Achtsamkeit schulen kannst. Viel Freude beim Ausprobieren! Inhaltsverzeichnis: Was ist Achtsamkeit? Rosinenübung: Anleitung 1. Nimm dir Zeit 2. Berühren 3. Anschauen 4. Riechen 5. Hören 6. Hineinbeißen 7. Schmecken 8. Schlucken 9. Spüren 10. Dankbarkeit Schlusswort Was ist Achtsamkeit? Achtsamkeit, auch als "Mindfulness" bekannt, ist ein mentaler Zustand, der dich unterstützen kann, körperlichen und seelischen Stress zu vermindern. Die Rosinenübung wurde nicht von mir erfunden. Sie ist eine Achtsamkeitsübung, welche oft in der MBSR Anwendung findet. MBSR ist die Abkürzung für "Mindfulness-Based Stress Reduction" (was übersetzt so viel bedeutet wie "Stressreduktion durch Achtsamkeit"), welche von Dr. Jon Kabat-Zinn in den 70ern entwickelt wurde. Wahrnehmen-Beschreiben-Teilnehmen* Durch Achtsamkeit bist du im Hier und Jetzt. Du schulst deine Wahrnehmung (Was denkst du? Was siehst du? Was riechst du? Was schmeckst du? ... alles, was wir in der Rosinenübung trainieren). Beim Beschreiben findest du Worte, indem du deine Gedanken, Gefühle und Emotionen benennst. Teilnehmen bedeutet zu praktizieren, indem du deine Aufmerksamkeit auf Tätigkeiten lenkst und sie mit allen Sinnen erlebst. Diese Übung kannst du jederzeit in deinen Alltag einbauen. Und wie bei jeder Achtsamkeitsübung gilt auch hier: Du kannst nichts falsch machen! Rosinenübung: Anleitung Dauer: 10 bis 15 Minuten Zutaten: ein paar Rosinen und einen ungestörten Ort Falls du keine Rosinen magst, kannst du auch gerne andere Trockenfrüchte nehmen. 1. Nimm dir Zeit Plane dir 10 bis 15 Minuten für dieses Genusserlebnis ein. Die Zeit fürs Essen kommt in unserem hektischen Alltag viel zu kurz. Hier "noch schnell was essen", da ein belegtes Brötchen "fix" vom Bäcker besorgen und im Auto auf dem Weg in die Firma verdrücken. Nimm dir ganz bewusst die Zeit für diese Achtsamkeitsübung und sorge für einen ruhigen Ort ohne Ablenkung (Musik oder TV). 2. Berühren Leg dir eine Rosine (gerne auch die mit Schokolade) oder eine Trockenfrucht in deine Hand. Wie viel wiegt sie? Wie fühlt sich die Oberfläche an? Wenn du sie zwischen Daumen und Zeigefinger nimmst und leicht zusammendrückst, geht das einfach? Ist sie trocken oder klebt sie an deinen Fingerkuppen? 3. Anschauen Was siehst du? Wie schaut sie aus? Kannst du etwas an der Oberfläche entdecken? Entdeckst du Rillen, ist sie gleichmäßig rund oder etwas unförmig? Falls du die Schokorosine gewählt hast, glänzt die Schokolade? Ist sie hellbraun oder dunkelbraun? Verändert sie ihre Farbe, wenn du sie ins Licht hältst? 4. Riechen Führe die Rosine langsam zu deiner Nase. Wie riecht sie? Hat sie überhaupt einen Duft? Kannst du ein Aroma wahrnehmen? Ist sie süßlich oder riecht sie "chemisch"? Intensiviert sich ihr Geruch, wenn du die Augen schließt? Wie reagierst du, wenn du sie riechst? Rümpfst du die Nase oder lächelst du? Füllst du dich albern, wenn du diese Übung machst? 5. Hören Bevor du die getrocknete Weintraube kostest, führe sie zu deinem Ohr. Auch wenn das vielleicht seltsam klingt, kannst du etwas hören? Vielleicht, wenn du sie leicht zusammenrückst? 6. Hineinbeißen Führe die Rosine zu deinen Lippen. Wie fühl es sich an, wenn du sie berührst? Ist es ähnlich wie mit den Fingern? Ist es möglich ein Stück abzubeißen oder nimmst du sie ganz in den Mund? Wie liegt sie auf der Zunge? Hast du das Bedürfnis, sie direkt hinunterzuschlucken? Bildet sich Speichel im Mund? Zermahle sie mit deinen Zähnen. Wie ist die Konsistenz der kleinen Frucht? Eher weich oder hart? Falls du die Schokorosine gewählt hast, schmilzt die Schokolade? 7. Schmecken Wie schmeckt sie? Fruchtig, süß oder säuerlich? Kannst du ein bestimmtes Aroma feststellen? Verändert sich der Geschmack im Mund? Wie lange dauert es, bis du sie hinunterschlucken möchtest? 8. Schlucken Kannst du fühlen, wie der Speisebrei langsam den Rachen hinunterrutscht? Wie ist der Geschmack, der im Mund verbleibt? 9. Spüren Wie war diese Erfahrung für dich? War der Geschmack anders, als du ihn gewohnt bist? Möchtest du die Übung wiederholen oder nervt dich die Langsamkeit? Wo waren deine Gedanken während der Übung? 10. Dankbarkeit Bevor du die Übung beendest, möchte ich dir noch einen zusätzlichen Gedanken ans Herz legen. Wie wäre es, wenn du Dankbarkeit vor oder nach jeder Mahlzeit einfließen lässt? Dankbarkeit lässt dich im Moment ankommen und du wirst dich spürbar zufrieden fühlen. Also: Wem kannst du im Fall unserer Rosine dankbar sein? Der Natur, den Weinanbauern, den Erntehelfern, der Verkäuferin, deinem Partner, der die Rosinen eingekauft hat? Schlusswort Durch das Üben bringst du Ruhe in dein Leben. Du beobachtest deine Emotionen und Gefühle, bleibst neugierig und lernst, dich zu fokussieren. Mit der Zeit wirst du durch das Verweilen im gegenwärtigen Moment feststellen, dass du weniger urteilst und bewertest. Möchtest du mehr über "Mindfulness" lesen oder weitere Übungen ausprobieren? In diesem Artikel erfährst du 6 Gründe, warum ich Achtsamkeitsübungen empfehle. Bleib achtsam! Deine Karina *Quelle: Martin Bohus/ Martina Wolf-Arehult: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten: Das Therapeutenmanual, 2. Auflage, Schattauer Verlag 2009, 2013 Illustration: Karina Röpcke
- Selbstbestimmung: Was bedeutet sie für mich als kreative Allrounderin?
Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Was soll ich denn dazu schreiben? Das waren meine Gedanken, als Sandra Hoppenz zu ihrer Blogparade mit dem Thema „Was bedeutet für mich Selbstbestimmung?“ aufrief. Und so ignorierte ich die Frage und widmete mich anderen Artikeln. Doch irgendwie lies sie mich nicht mehr los. Ich ging mit ihr spazieren, stellte sie Freunden und Kolleginnen und mir ... immer und immer wieder. Beim Schreiben sortierten sich meine Gedanken. Was bedeutet Selbstbestimmung eigentlich für mich – als kreative Allrounderin, als Frau, als Mensch, der oft gegen das laute Außen ansteuern muss, um bei sich selbst zu bleiben? Und hier ist er, mein Artikel. Nicht pünktlich im Zeitrahmen der Blogparade, aber er ist geschrieben. Und falls du auch kreativ arbeitest, dich selbstständig machst oder mit inneren Antreibern und Zweifeln kämpfst, findest du hier vielleicht den einen oder anderen Impuls. Viel Freude beim Lesen! Inhaltsverzeichnis Was bedeutet Selbstbestimmung? Was bedeutet Selbstbestimmung für mich als kreative Allrounderin? Was bedeutet Selbstbestimmung für mich nicht? Wie selbstbestimmt lebe ich? Wann habe ich zuletzt gespürt: Jetzt bin ich ganz bei mir, das ist mein Weg? Was braucht es, um Entscheidungen zu treffen, die wirklich aus mir selbst herauskommen? Was hat mich unterstützt, mehr ich selbst zu sein? Was hält mich manchmal noch zurück? Ist es egoistisch, selbstbestimmt leben zu wollen? Ist ein selbstbestimmtes Leben überhaupt möglich? Meine Buchtipps aus dem Bereich Psychologie & Persönlichkeitsentwicklung Fazit Was bedeutet Selbstbestimmung? Selbstbestimmung ... ein großes Wort. Es fühlt sich mächtig an, aber auch irgendwie einschüchternd. So ein Wort, das man erstmal ein bisschen drehen und wenden will, bevor man es sich ganz in den Mund legt. Bevor ich diesen Artikel begonnen habe, habe ich einige meiner Freundinnen und Kollegen gefragt: "Was bedeutet es für dich, selbstbestimmt zu leben?" Folgendes kam dabei heraus: Selbstbestimmung bedeutet, wie ein Kind zu sein. Es zieht an, was es möchte – nicht um zu rebellieren, nicht um zu gefallen, sondern einfach, weil es sich selbst gefällt. Grenzen setzen – fast immer gennant. NEIN sagen, STOPP sagen, sich abgrenzen. Eigene Bedürfnisse spüren und ausdrücken. Sich selbst ernst nehmen. Für manche war Selbstbestimmung auch ein innerer Kompass, eine Art der Orientierung. Sobald ich weiß, wohin ich möchte, kann ich Entscheidungen treffen, die in diese Richtung führen. Was bedeutet Selbstbestimmung für mich als kreative Allrounderin? Mein erster Gedanke war: FREIHEIT. Und zwar nicht nur im großen, politischen Sinne. Sondern diese kleine, tägliche Freiheit: Die Freiheit, nur Aufträge anzunehmen, die ich mag. Die Freiheit, mir die Wohnung so einzurichten, wie ich es möchte. Die Freiheit, das anzuziehen, was mir gefällt. Die Freiheit, meine Haare grau sein zu lassen, obwohl andere meinen: "Grau macht alt." Tatsächlich habe ich überhaupt nicht an das Wort selbst gedacht. Aber ja, das Wort sagt es schon: Ich bestimme selbst. Was bedeutet Selbstbestimmung für mich nicht? Als ich Sandras Fragen zur Blogparade gelesen habe, fiel mir sofort einer meiner meistgelesenen Artikel ein: „Der große Unterschied zwischen Selbstliebe und Narzissmus“. Vielleicht, weil es auch bei der Selbstbestimmung so leicht ist, sie mit Egoismus zu verwechseln. Oft ist es viel einfacher zu sagen, was Selbstbestimmung nicht ist. Wenn ich für mich entscheide, heißt das nicht, dass ich über Grenzen gehe – weder meine noch die anderer. Es bedeutet nicht, egoistisch oder rücksichtslos zu sein. Es bedeutet nicht, sich immer durchzusetzen oder keine Kompromisse mehr einzugehen. Und es bedeutet ganz sicher nicht, dass ich „bestimme“, wie andere zu leben haben. Es geht mir auch nicht darum, lauter zu sein als andere. Für mich bedeutet Selbstbestimmung eher das Gegenteil: echt zu sein. In Verbindung mit mir selbst. Klar in dem, was ich brauche. Freundlich in dem, was ich mitteile. Und offen dafür, dass andere ihren Weg genauso gehen – nur eben anders. Wie selbstbestimmt lebe ich? Ich habe mich vor drei Jahren für die Selbstständigkeit entschieden. Nicht, weil es der einfachere Weg war, ganz im Gegenteil. Sondern weil ich mir eine 40-Stunden-Woche im Büro einfach nicht mehr vorstellen konnte. Ich wähle Aufträge, auf die ich Lust habe. Ich liebe Haustiere, streichle aktuell aber die meiner Freund*innen. Ich arbeite mit meinem Laptop manchmal auf dem Campingplatz oder besuche unter der Woche Freundinnen. Und an anderen Tagen fluche ich über abgesagte Aufträge oder mache mir ernsthafte Gedanken und Geldsorgen. Gerade dieses Jahr merke ich, wie sehr Menschen ihr Geld festhalten. Kreativität scheint plötzlich ein Luxus zu sein. Kolleginnen berichten, dass ihre Kurse kaum noch gebucht werden. Liegt es an der Inflation, am Krieg, an der Dauerkrise? Und doch: Ich liebe die Selbstständigkeit. Ich darf Workshops geben, kreative Prozesse begleiten, mit 47 beim Teambuilding-Event wieder Kind sein. Und das genieße ich sehr. Wann habe ich zuletzt gespürt: Jetzt bin ich ganz bei mir, das ist mein Weg? Eigentlich jeden Morgen. Gerade hüte ich das Haus einer Freundin, inklusive zweier Felltiger. Ich schreibe meine Morgenseiten, male abends auf meinem kleinen quadratischen Zeichenblock und verliere mich in Linien. Viele meiner Zeichnungen landen in der artcollabfamily – meiner Instagram-Kunstgemeinschaft. Letzten Monat habe ich zum ersten Mal einen großen Zeichenauftrag erhalten. Ein Comic. Ich durfte zeichnen und wurde dafür bezahlt. Das war so ein Moment. So ein: "JA, das bin ich. Und ja, das darf Geld bringen." Natürlich schleicht sich auch da der Gedanke ein: Was, wenn ich auf Knopfdruck kreativ sein muss? Aber solange ich mir meine Aufträge aussuchen kann … Was braucht es, um Entscheidungen zu treffen, die wirklich aus mir selbst herauskommen? Ich muss wissen, was ich will. Meine Werte kennen. Meine Bedürfnisse ernst nehmen. Ich habe gelernt, dass es manchmal ein bisschen dauert, bis eine Entscheidung reift. Aber wenn ich sie einmal getroffen habe, stehe ich dazu. Mit allem, was dazugehört. Was hat mich unterstützt, mehr ich selbst zu sein? Definitiv meine Mom. Sie ist mein Vorbild. Eine Frau, die ihr Leben immer selbst in die Hand genommen hat. Und ja, ich habe eine Coaching-Ausbildung gemacht, sowie den Heilpraktiker für Psychotherapie – da lernt man einige Tools kennen: das Lebensrad, die Lebenslinie, Wertearbeit, „Inneres Team“ nach Schulz von Thun, das eigene Ikigai entdecken, Dosha-Typen aus dem Ayurveda. Alles spannend. Was mir aber wirklich geholfen hat: meine eigene Verhaltenstherapie. Es gab eine Zeit, in der ich nicht mehr die Starke war, die alles allein hinbekommt. Und ehrlich gesagt – ich musste das auch gar nicht mehr sein. Ich habe mich geöffnet. Habe mich jemandem anvertraut, der ganz neutral war, aber die richtigen Fragen stellte. Diese leisen, lebensverändernden Fragen, die einen nicht belehren, sondern begleiten. Ich bin so dankbar für diese Erfahrung. Und ich kann es nicht oft genug sagen: Jeder Mensch sollte einen Gesprächsbuddy haben. Jemanden, der zuhört, ohne zu bewerten. Der mitfragt, statt zu urteilen. Dieses Stigma rund um das Thema Psyche – das darf endlich verblassen. Wirklich. Es gehört in die Vergangenheit. Heute ist es vor allem das Zeichnen meiner Mini-Mes, das mir hilft. Mein visuelles Tagebuch. Wenn ich innerlich sortieren muss, greife ich zu Stift und Papier. Ich zeichne, ich schreibe, ich male. Vielleicht kennst du das auch: Wenn das, was vorher nur ein wirres Gefühl war, plötzlich eine Form bekommt. Eine Farbe. Einen kleinen Ausdruck von „So geht’s mir gerade.“ Und das reicht manchmal schon, um wieder einen Schritt weitergehen zu können. In meiner Arbeit als Kreativberaterin und in meinen Workshops erlebe ich immer wieder, wie befreiend kreativer Ausdruck sein kann. Wie Menschen aufblühen, wenn sie sich erlauben, einfach drauflos zu malen – ohne Bewertung, ohne Erwartung. Das ist für mich ein gelebter Ausdruck von Selbstbestimmung. Ich erinnere mich an eine Teilnehmerin, die sagte: „Ich wusste gar nicht, dass ich das kann – aus dem Kopf zeichnen.“ Und genau da liegt für mich der Zauber. Kreativität zeigt uns: Du kannst. Punkt. Was hält mich manchmal noch zurück? Alte Glaubenssätze. Geldangst. Zweifel. Der innere Kritiker, der flüstert: "Was, wenn das alles nicht reicht?" Aber ich stelle mich diesen Stimmen. Nicht immer mit einem großen "Tschakka!", manchmal einfach nur mit einem kleinen "Ich hör dich. Aber ich geh trotzdem weiter." Erst diese Woche habe ich mir eine Angstliste erstellt und Punkt für Punkt widme ich mich jeder einzelnen. Ist es egoistisch, selbstbestimmt leben zu wollen? Nein. Wie Audre Lorde es sagt: "Selbstfürsorge ist kein Egoismus. Es ist ein Akt der Selbstachtung." Ein selbstbestimmtes Leben heißt nicht: Ich zuerst. Sondern: Ich auch. Ist ein selbstbestimmtes Leben überhaupt möglich? Nicht immer zu 100 %. Aber in vielen kleinen Momenten. In der Art, wie ich meinen Kaffee trinke. In der Entscheidung, wem ich meine Energie schenke. In einem klaren Nein. In einem leisen Ja zu mir selbst. Und manchmal, wenn ich zeichne, da vergesse ich, dass es die Welt da draußen überhaupt gibt. Dann bin ich ganz bei mir. Selbstbestimmt. Verbunden. Lebendig. Meine Buchtipps* aus dem Bereich Psychologie & Persönlichkeitsentwicklung 1. „Der Weg des Künstlers" – Julia Cameron Ein Buch, das ich immer wieder empfehle, ist „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron. Es ist mehr als ein Kreativ-Ratgeber, es ist ein 12-Wochen-Programm, das dich zurück zu deiner inneren Stimme führt. Es geht nicht nur ums Kreativsein, sondern vor allem darum, dich selbst ernst zu nehmen. Dir zu erlauben, Räume zu schaffen, in denen nichts „geleistet“ werden muss. Kein Perfektionismus, keine Deadline, einfach nur du und deine Gedanken. (Kleiner Funfact am Rande: Ich habe für das 12-Wochen-Programm tatsächlich 12 Monate gebraucht. Aber es war der Beginn meiner Morgenseiten und das ist bis heute eine der wertvollsten Routinen in meinem Leben.) 1. „Das Kind in dir muss Heimat finden“ – Stefanie Stahl Ein echter Klassiker, wenn du dich für die innere Kind-Arbeit interessierst. In dem Buch geht es darum, wie alte Prägungen dein Verhalten beeinflussen und wie du wieder „bei dir“ ankommen kannst. Für Mini-Me-Fans wie mich ist es super anschlussfähig und kann gut als Grundlage für die kreative Selbstreflexion dienen ... und wenn es nur um das visuelle Festhalten eines Wochenendes ist. 2. „Du musst nicht von allen gemocht werden“ – Ichiro Kishimi & Fumitake Koga Wer mich kennt, weiß, wie gerne ich „Synchronisation!“ rufe. Dieses kleine Wort ist für mich zu einer Art innerem Mantra geworden. Eine Erinnerung daran, dass etwas plötzlich zusammenpasst. Sich verbindet. Oder einfach klick macht. Das Hörbuch „Du musst nicht von allen gemocht werden“ wartete schon lange in meiner digitalen Schublade. Immer wieder habe ich es angehört, dann pausiert, dann wieder hervorgeholt. Und gestern, beim Spaziergang, war es plötzlich wieder da. Ich hatte so oft den Impuls, laut „Synchronisation!“ zu rufen. Ich hörte das Kapitel „Was wahre Freiheit ist“. Und es war, als würde es direkt in mein Inneres sprechen. Dieses Buch ist ein philosophisch-psychologischer Dialog, inspiriert von Alfred Adler. Es geht darum, wie sehr wir Menschen uns nach Anerkennung richten – nach dem, was andere von uns denken, erwarten, fordern. Und wie Selbstbestimmung entstehen kann, wenn wir diese Abhängigkeit loslassen. Also wenn du oft das Gefühl hast, dich zu sehr nach außen zu orientieren, ist dieses Buch eine zarte, aber kraftvolle Einladung, wieder mehr bei dir selbst anzukommen. Wunderschön geschrieben – klar, dialogisch, tiefgründig und gleichzeitig sehr zugänglich. 3. „Finde dein Warum“ – Simon Sinek Ich habe mir das Buch gekauft, als ich mich selbständig gemacht habe. Es ist zwar sehr auf Business und Führung ausgerichtet, aber das Grundprinzip ist universell: Wenn du weißt, warum du etwas tust, kannst du mit Klarheit und Selbstbestimmung handeln :-) Und wenn du möchtest, kannst du dein persönliches „Warum“ auch kreativ z.B. als Collage in Form eines Visionboards oder als Mindmap umsetzen. 4. „Presence: Bringing Your Boldest Self to Your Biggest Challenges“ – Amy Cuddy Das Buch ist eine Mischung aus Psychologie, Embodiment und Mut. Amy Cuddy zeigt, wie sehr die Körperhaltung und die mentale Einstellung zusammenhängen und das du dir mehr zutraust, wenn du innerlich präsent bist. In meinen Zeichen-Kursen und Workshops lasse ich die Teilnehmer*innen am Beginn der Session auch mental "ankommen", indem sie tief- ein und ausatmen. 5. „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ – Eckhart Tolle Zwar ist das Buch spiritueller und manchmal etwas abstrakt, aber zauch hier findest du die die Botschaft: Wenn du ganz im Moment bist, wirst du unabhängig von äußeren Erwartungen. Für mich war es nicht einfach zu lesen. Ich musste die Seiten erneut lesen und Pausen machen. Daher ist es eher für ruhige Phasen als Inspirationsquelle vor dem Zeichnen oder Journaling geeignet. 6. Die Biografie „Becoming“ von Michelle Obama Ich hab das Hörbuch von Michelle "verschlungen", so inspirierend war es. Das Buch ist ihre Lebensgeschichte über Identität, Mut und das Suchen und Finden der eigenen Stimme. 7. „Big Magic“ – Elizabeth Gilbert „Ideen sind lebendige, eigenständige Dinge. Sie suchen sich Menschen, die bereit sind, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wenn du eine Idee nicht annimmst – aus Angst, aus Zweifel oder weil der Moment gerade nicht passt – dann zieht sie weiter. Und sucht sich jemanden, der bereit ist, sie umzusetzen.“ – Elizabeth Gilbert, Big Magic Ich liebe diesen Gedanken aus Big Magic. Dass Ideen eine Art Eigenleben haben. Dass sie uns finden, nicht zufällig, sondern weil wir gerade bereit sind. Und wenn wir zögern, zu lange abwägen oder den Mut nicht aufbringen? Dann ziehen sie weiter. Ganz still. Und klopfen woanders an. Vielleicht ist genau das auch eine Form von Selbstbestimmung: Den Mut haben, Ja zu sagen, wenn etwas bei uns anklopft. Auch wenn wir noch nicht wissen, wohin es führt. Es ist ein wildes Buch über Kreativität, Angst und das Vertrauen in die eigene Intuition. „Kreativität ganz ohne Druck“: Ich mag es sehr. 8. „Wild“ – Cheryl Strayed Wie gehe ich meinen Weg, Schritt für Schritt? Der Weg zu sich selbst – über 1.700 km Wanderung. Ich selbst liebe das Pilgern. Das Buch ist super für Menschen, die ihren Weg gerade suchen oder am liebsten in Bildern denken. Fazit: Selbstbestimmung ist für mich kein Ziel, das ich erreiche und dann abhaken kann. Es ist ein Zustand in Bewegung. Selbstbestimmung ist meine Haltung. Ich habe gelernt: Es geht nicht darum, immer sicher, laut oder fest überzeugt zu sein. Sondern darum, zu spüren, was mein nächster kleiner Schritt ist und den dann auch zu gehen. Auch wenn’s wackelt. Auch wenn ich zögere. Auch wenn’s sich nicht immer leicht anfühlt. Meine Kunst, mein Schreiben, meine Mini-Mes – all das sind Werkzeuge, mit denen ich mich selbst wiederfinde, wenn ich mich im Lärm der Welt verliere. Und genau das möchte ich weitergeben – in meinen Workshops, in meinen Beratungen, in meinen Illustrationen. Dass es erlaubt ist, bei sich selbst anzukommen. Und dass ein selbstbestimmtes Leben nicht perfekt sein muss. Sondern echt. Alles Liebe - Deine Karina 🤍 Spontanes Fotoshooting mitten am Tag: auch das bedeutet für mich selbstbestimmt und frei zu leben. Du möchtest weitere Buchtipps, dann lies hier: Diese 3 Bücher haben mein Leben auf den Kopf gestellt *alle Buchempfehlungen: unbezahlte Werbung 📷 Katrin Bieneck
- Ikigai, Kreativität & mentale Gesundheit – Wie du deinem inneren Kompass folgst
Es gibt Tage, da fühlt sich alles zäh an. Du stehst auf, weil du musst, nicht weil du willst. Der Kaffee schmeckt okay, der Blick aus dem Fenster ist grau – außen wie innen. Und dann gibt es diese anderen Tage. Sie sind leise besonders. Du wachst auf, ein Gedanke huscht durch deinen Kopf, und du spürst: Da ist etwas, das mich ruft. Vielleicht ein Projekt, eine Idee, ein leises Kribbeln in den Fingern. Es fühlt sich sinnvoll an. Wie ein inneres Leuchten. Genau das ist der Moment, in dem ich über Ikigai gestolpert bin. Nicht als Methode, nicht als Ziel – sondern wie über einen alten Freund, der sagt: „Du darfst so leben, wie es dir guttut.“ Und wenn du wie ich mit Kreativität unterwegs bist, dann lohnt es sich, diesen Gedanken genauer anzuschauen. Was, wenn dein innerer Antrieb nicht hart erarbeitet, sondern liebevoll gepflegt werden will? Was, wenn Sinn und Kunst kein Widerspruch sind? Und was, wenn genau darin ein Weg liegt, der nicht nur schöner, sondern auch gesünder ist? Viel Freude beim Lesen! Was du in diesem Artikel lesen kannst: Was ist Ikigai? Ikigai und Kreativität – wenn dein Inneres sichtbar wird Die vier Elemente des Ikigai – und wie sie deine Kunst bereichern Wie du dein kreatives Ikigai findest Kreativität & mentale Gesundheit – eine sanfte Verbindung Kleine Impulse für deinen Alltag Kreativität durch Ikigai steigern – Konkrete Tipps Häufige Fragen zu Ikigai, Kreativität & mentaler Gesundheit Podcast-Empfehlung & Buchtipp für neugierige Seelen Zum Schluss Was ist Ikigai? Stell dir vor, du wachst am Morgen auf. Ein Lächeln macht sich auf deinem Gesicht breit und deine Augen beginnen zu leuchten. „Das wird ein schöner Tag“, denkst du, während du mit Leichtigkeit und einem freudigen Sprung das Bett verlässt. Okay, ganz so strahlend muss es vielleicht nicht sein – aber genau das ist es, worum es beim Ikigai geht: um den Grund, morgens aufzustehen. Nicht aus Pflicht, sondern aus Freude. Aus einem inneren Ruf heraus, der dich leise, aber bestimmt durchs Leben führt. Ich habe lange gesucht – nach einem roten Faden, der sich gut anfühlt. Irgendwann bin ich über das Wort Ikigai gestolpert. Klingt weich und rund, irgendwie freundlich. Und genau das ist es auch: ein japanisches Konzept für das, wofür es sich zu leben lohnt. Kein Druck, keine To-do-Listen. Nur die Frage: Was bringt dein Herz zum Leuchten? Vielleicht hast du schon mal von Ikigai gehört – in meinem Adventskalender, auf Instagram oder in einem älteren Artikel von mir. Heute möchte ich dich einladen, es neu zu betrachten: Was passiert, wenn du Ikigai mit Kreativität verbindest? Wenn dein innerer Antrieb nicht nur funktioniert, sondern auch leuchtet? Kann Ikigai dir helfen, kreative Blockaden zu lösen, deine Kunst (wieder) zu lieben und dich selbst ein Stück mehr zu verstehen? Ich sage: Ja. Ikigai und Kreativität – wenn dein Inneres sichtbar wird Kreativität ist mehr als Malen, Schreiben oder Basteln. Sie ist ein Lebensgefühl. Eine Sprache ohne Worte. Manchmal ist sie laut und bunt, manchmal leise und fast unsichtbar. Aber immer ist sie ein Ausdruck dessen, was in uns wohnt. Doch die kreative Quelle versickert schnell, wenn wir unter Druck stehen. Wenn der Anspruch, „etwas daraus zu machen“, größer wird als die Freude am Tun. Genau hier kommt Ikigai ins Spiel. Wenn du weißt, warum du kreierst – wenn du dein inneres Warum kennst – wird deine Kunst wieder frei. Dann malst du nicht mehr für Likes, sondern für dich. Du schreibst nicht, um zu beeindrucken, sondern um zu verstehen. Deine Kreativität darf atmen, wachsen und leuchten. Ganz ohne Filter. Die vier Elemente des Ikigai – und wie sie deine Kunst bereichern Ikigai lebt in der Schnittmenge von vier Fragen: Was liebst du? Worin bist du richtig gut? Was braucht die Welt von dir? Wofür kannst du bezahlt werden? Diese vier Bereiche lassen sich auch auf deine kreative Seite übertragen. Denn Kunst ist nicht nur Ausdruck – sie kann Berufung, Beitrag und Lebensgrundlage zugleich sein. Hier treffen sich Herz, Können, Sinn und Alltag – und zeigen dir, wohin dein innerer Kompass gerade deutet. 1. Was du liebst Die Momente, in denen du die Zeit vergisst. Wenn du dich verlierst in Farben, Melodien oder Worten. Wo dein Herz schneller schlägt – nicht vor Stress, sondern vor Freude. Beispiele: Zeichnen, Malen, Skizzieren im Café oder auf Reisen Farben mischen und mit neuen Techniken experimentieren Gedanken auf Papier sichtbar machen (in Bildern oder Worten) Tanzen, Singen oder Musizieren – alles, was dich kreativ ausdrücken lässt Einfach mal den Pinsel schwingen, ohne Ziel, nur für dich Etwas mit den Händen gestalten beim Keramik bemalen, Töpfern, bei der Holzgestaltung Fotografieren oder mit Licht und Schatten spielen Muster für Textilien entwerfen 2. Worin du gut bist Talente, die dir oft gar nicht auffallen – weil sie dir leichtfallen. Vielleicht hast du ein gutes Auge für Komposition. Oder dein Stil ist sofort erkennbar. Vielleicht berührst du Menschen mit deinen Bildern, weil sie echt sind. Beispiele: du hast ein Gespür für Ästhetik, Farben und Formen du liebst Details du kannst eine besondere Mal- oder Zeichentechnik dein eigener Stil ist unverkennbar deine Bilder lösen Emotionen aus du erzählst Geschichten mit deiner Kunst (z.B. in Form von Comics oder Illustrationen) du berührst Menschen emotional mit deinen Werken du findest kreative Lösungen für "Design"-Probleme du bist super schnell im Skizzieren von Ideen und kannst Konzepte einfach erklären 3. Was die Welt braucht Kunst kann inspirieren, verbinden, erinnern, berühren und bewegen. Sie kann Räume verändern, Menschen heilen, gesellschaftliche Themen aufgreifen oder einfach nur Schönheit in den Alltag bringen. Vielleicht ist genau das dein Beitrag. Beispiele: Du kannst ... Kunstwerke mit gesellschaftlicher oder politischer Botschaft erschaffen Menschen durch deine Kunst zum Nachdenken oder Fühlen bringen Workshops oder Kurse geben, um Kreativität zu fördern kunsttherapeutisch arbeiten (mit entsprechender Ausbildung), um Menschen zu unterstützen nachhaltige Kunstprojekte oder Upcycling-Kunst machen mit deiner Kunst Spendenaktionen oder wohltätige Zwecke unterstützen Räume mit deiner Kunst verschönern und positive Energie verbreiten 4. Wofür du bezahlt werden kannst Kunst darf auch wirtschaftlich sein. Ob du Auftragsarbeiten machst, Workshops gibst oder deine Werke online verkaufst –Kunst kann nicht nur deine Seele, sondern auch dein Konto bereichern. Der Schlüssel ist, einen Weg zu finden, mit deiner Kreativität auch finanziell nachhaltig zu arbeiten, ohne den Spaß daran zu verlieren. Beispiele: Auftragsarbeiten (Illustrationen, Porträts, Wandbilder) eigene Kunst verkaufen (Drucke, Originale, in Form von Aktien Workshops oder Online-Kurse anbieten Arbeiten als Designer*in, Illustrator*in oder Künstler*in Kunst für Produkte (z. B. Kalender, auf Textilien, Logodesign, Buchcover) etsy, ebay, domestika oder andere Plattformen nutzen, um Unterstützung von Fans zu bekommen Live-Kunst-Performances oder Eventzeichnen Dort, wo sich all das trifft, beginnt dein Ikigai. Und es fühlt sich nicht nach Karriereleiter an, sondern nach einem weichen, stabilen Netz aus Sinn. Wie du dein kreatives Ikigai findest Vertraue deinem Tempo Ikigai ist kein Ziel, das du abhaken musst. Es ist ein Prozess. Vielleicht sogar ein lebenslanger. Lass dir Zeit, lausche nach innen hör auf dein Bauchgefühl und geh kleine Schritte. Reflektiere ehrlich Was liebst du wirklich – auch wenn niemand zuschaut? Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielt? Welche Themen kehren immer wieder in deiner Kunst zurück? Komm ins Tun Schreiben, zeichnen, kritzeln. 10 Minuten am Tag reichen. Nicht für Instagram, nicht für Perfektion. Nur für dich. Lass es sich verändern Dein Ikigai ist nicht in Stein gemeißelt. Du wächst – und dein Lebenssinn wächst mit. Kreativität & mentale Gesundheit – eine sanfte Verbindung „Manchmal ist ein Pinsel, ein Stift oder ein Lied genau das, was unser Innerstes braucht, um wieder atmen zu können.“ Ich erlebe es immer wieder – bei mir selbst und in meiner Arbeit als Coach: Wenn Menschen einen Sinn in dem spüren, was sie tun, geht es ihnen besser. Sie fühlen sich verbundener, geerdeter, lebendiger. Kreativität ist dabei wie ein innerer Garten. Wenn du ihn pflegst, wächst dort nicht nur Kunst, sondern auch Selbstvertrauen, Ruhe und Klarheit. Fragen, die dich begleiten können: Wann fühle ich mich lebendig? Was kann ich stundenlang tun? Wofür bekomme ich Komplimente? Welche kreativen Tätigkeiten tun mir gut – auch mental? Kleine Impulse für deinen Alltag Starte den Tag mit der Frage: Was würde mir heute guttun? Richte dir eine kleine Kreativecke ein – auch wenn es nur ein Notizbuch ist. Lass jeden Tag ein Ausdruck sein: ein Lied, ein Gedanke, ein Farbklecks. Erinnere dich regelmäßig: Du darfst neugierig, verspielt und unperfekt sein. Kreativität durch Ikigai steigern – Konkrete Tipps Finde dein Warum: Wieso kreierst du? Entwickle Routinen, die dich mit deinem Ikigai verbinden Nutze Ikigai, um langfristig kreativ zu bleiben & dich nicht zu verlieren Setze deine Kreativität gezielt ein (z. B. ein Herzensprojekt starten) Häufige Fragen zu Ikigai, Kreativität & mentaler Gesundheit Was ist Ikigai einfach erklärt? Ikigai ist ein japanisches Konzept und beschreibt das, wofür es sich zu leben lohnt. Es ist der innere Antrieb, der Sinn und Freude in deinen Alltag bringt. Wie finde ich mein kreatives Ikigai? Indem du ehrlich reflektierst, was du liebst, worin du gut bist, was die Welt braucht und wofür du bezahlt werden kannst. Die Schnittmenge zeigt dir deinen Weg. Warum ist Kreativität wichtig für die mentale Gesundheit? Kreativität hilft, Gefühle auszudrücken, Stress abzubauen und sich mit sich selbst zu verbinden. Sie wirkt oft wie ein Ventil – sanft, aber kraftvoll. Was kann ich tun, wenn ich eine kreative Blockade habe? Nimm den Druck raus. Fang klein an – 10 Minuten Zeichnen, Kritzeln oder Schreiben ohne Ziel. Frag dich nicht „Was bringt’s?“, sondern „Was tut mir gut?“ Kann ich mit meiner Kunst wirklich Geld verdienen? Ja, das ist möglich – zum Beispiel durch Aufträge, Kurse oder Online-Shops. Wichtig ist, dass du deinen eigenen Wert erkennst und nicht nur für andere arbeitest. Podcast-Empfehlung & Buchtipp für neugierige Seelen Podcast-Empfehlung: Mein Interview mit Siglinde Czenkusch und Johanna Heep zum Thema IKIGAI - Finde deinen Weg! Buchtipp: "Ikigai: Gesund und glücklich hundert werden"* von Héctor García & Francesc Miralles – ein stilles, inspirierendes Buch über das Leben, das mehr fragt als „Was arbeitest du?“ Zum Schluss Du musst nicht alles wissen. Du musst auch nicht sofort etwas ändern. Aber du darfst dir die Frage stellen: Was bringt mein Herz zum Leuchten? Und dann schauen, wohin es dich trägt. Wenn du magst, erzähl mir davon. Schreib mir, lass mir einen Kommentar da oder trag dich in meinen Newsletter ein. Ich freu mich, von dir zu lesen. *unbezahlte Werbung
- Ikigai vs. Ikigai-Diagramm – Zwei verschiedene Konzepte?
Lange Zeit dachte ich, das Ikigai-Diagramm mit den vier Kreisen sei eine traditionelle japanische Darstellung dieses Konzepts. Bis ich mich tiefer damit auseinandersetzte. Ich kaufte mir das Buch "Ikigai - Die Japanische Lebenskunst*" von Ken Mogi, neugierig darauf, endlich mehr über diese Diagramme zu erfahren. Doch zu meiner Überraschung: Kein einziges Wort darüber. Stattdessen erzählte Mogi von einem Fischer, der mit großer Hingabe seinem Handwerk nachgeht, vom kunstvollen Schalenbau, von alltäglichen Routinen, die den Menschen Erfüllung schenken. Seine Beispiele zeigten, dass Ikigai nicht nur ein Modell ist, sondern eine wundervolle Lebensweise, die Sinn stiftet und das Altern gesund und glücklich macht. Doch woher kommt dann das Diagramm mit den vier Kreisen? Und was hat es wirklich mit dem japanischen Konzept des Ikigai zu tun? Was ist der Unterschied? Lies selbst! Was du in diesem Artikel lesen kannst: 1. Ikigai als traditionelle japanische Lebensweise 2. Ikigai als westliches Konzept (mit den vier Kreisen) Fazit: Ist es das Gleiche oder nicht? Es gibt tatsächlich zwei unterschiedliche Arten, wie der Begriff Ikigai heute genutzt wird: 1. Ikigai als traditionelle japanische Lebensweise In Japan ist Ikigai tief in der Kultur verwurzelt und beschreibt einen ganzheitlichen, eher subtilen Lebenssinn. Dabei geht es weniger um beruflichen Erfolg oder eine große Lebensaufgabe, sondern vielmehr um kleine, alltägliche Dinge, die das Leben lebenswert machen. Was macht das traditionelle Ikigai aus? Kleine Momente genießen Das kann ein Spaziergang sein oder das Trinken und Genießen einer Tasse Tee. Es kann aber auch die gemeinsame Zeit mit der Familie sein. Ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit Gerade in ländlichen Regionen Japans ist das Miteinander noch tief verwurzelt. Die Menschen unterstützen sich gegenseitig, sei es im Alltag oder in schwierigen Zeiten. Besonders schön zu sehen ist das in der Netflix-Doku "The Blue Zones" (absolute Empfehlung!**), wo deutlich wird, wie ältere Menschen aktiv ins Familienleben eingebunden sind. Sie helfen, geben ihre Weisheit weiter und sind ein fester Teil der Gemeinschaft – anstatt am Rand zu stehen. Das tut nicht nur ihnen gut, sondern stärkt auch die jüngeren Generationen. Denn wenn Jung und Alt sich gegenseitig bereichern, entsteht etwas, das weit über ein langes Leben hinausgeht: echte Verbundenheit. Langsames und bewusstes Leben Langsamkeit statt ständiger Optimierungsdruck. Eine positive Einstellung zum Altern Beständigkeit und Routine (statt ständiger Suche nach „dem einen großen Ding“) In Okinawa, einer der berühmten „Blue Zones“ mit überdurchschnittlich vielen Hundertjährigen, ist Ikigai eng mit Langlebigkeit verbunden. Die Menschen dort führen ein aktives, aber entspanntes Leben, haben enge soziale Bindungen und eine starke Verbindung zu ihrer täglichen Arbeit, sei es Gartenarbeit, Kochen oder Handwerk. Daher: In Japan selbst gibt es keine festen „vier Fragen“ oder eine einzige Formel für Ikigai. Es ist vielmehr eine individuelle, persönliche Wahrnehmung des Lebenssinns. 2. Ikigai als westliches Konzept (mit den vier Kreisen) Im Westen ist Ikigai vor allem durch das berühmte „Ikigai-Diagramm“ bekannt geworden, eine Grafik mit vier sich überschneidenden Kreisen: Was du liebst Worin du gut bist Was die Welt braucht Wofür du bezahlt werden kannst Ich dachte, das Ikigai-Diagramm sei eine traditionelle japanische Darstellung, doch das stimmt so nicht. Tatsächlich wurde es vom spanischen Autor Andrés Zuzunaga entwickelt und 2012 als "Purpose Venn Diagram" veröffentlicht. Erst später wurde es mit dem japanischen Konzept des Ikigai verknüpft. Durch seine große Verbreitung entstand der Irrglaube, es stamme direkt aus Japan. Wenn du heute nach dem Ikigai-Diagramm suchst, wirst du vor allem Karriere-Ratgeber finden, dabei ist Ikigai so viel mehr als nur ein Beruf. Was ist der Unterschied zum traditionellen Ikigai? Stärker auf Beruf und Produktivität fokussiert Zeigt eine Art „Tool“, um den Sinn zu finden Kann unter Druck setzen, „die eine große Lebensaufgabe“ zu entdecken Nicht von den ursprünglichen japanischen Wurzeln inspiriert Fazit: Ist es das Gleiche oder nicht? Nein, es sind zwei verschiedene Dinge! Das japanische Ikigai ist ein flexibles, persönliches Konzept für ein erfülltes Leben, unabhängig von Erfolg oder Geld. Das westliche Ikigai-Modell ist eine Struktur, um Karriere und Lebenssinn zu vereinen, aber oft zu eng auf Arbeit und Leistung ausgerichtet. Mein Tipp: Wenn du Ikigai wirklich verstehen und leben will, kannst du die entspannte japanische Haltung mit dem strukturierten westlichen Modell kombinieren. Es geht nicht darum, „den einen großen Zweck“ zu finden, sondern darum, mehr von dem ins Leben zu holen, was es bereichert, in ganz kleinen Schritten. Du möchtest mehr? Dann kommt hier meine Podcastempfehlung: Im Interview spreche ich mit Siglinde Czenkusch und Johanna Heep über mein Lieblingsthema das Ikigai . *Buchempfehlung (unbezahlte Werbung): "Ikigai - Die Japanische Lebenskunst" (Autor: der japanische Neurowissenschaftler Ken Mogi) **Serienempfehlung (unbezahlte Werbung): "Die Geheimnisse der Blauen Zonen": Die Dokumentarserie aus dem Jahr 2023, hat mich nachhaltig beeindruckt. Sie zeigt, wie man glücklich 100 Jahre werden kann. Illustration: Karina Röpcke
- Entdecke Ikigai und finde deinen Lebenssinn
Inhaltsverzeichnis Was ist Ikigai? Was machen die Japaner besser? Ken Mogi: Die Fünf Säulen des Ikigai Mit vier Fragen den Lebenssinn entdecken Entdecke dein persönliches Ikigai und finde deinen Lebenssinn - PDF als Download Fazit Serienempfehlung Buchempfehlung Podcastempfehlung Was ist Ikigai? Im Ayurveda heißt es Dharma, wir bezeichnen es als Lebenssinn und in Japan gibt es Ikigai. Du hast dich bestimmt schon mal gefragt: Was ist dein Warum? Was ist dein Grund, morgens aufzustehen? Was kannst du der Welt geben? Oder bist du auf der Suche nach dem Lebenssinn? Genau das umschreibt "Ikigai"! Wer sich mit der Sinnfrage beschäftigt, mit seinem "Purpose", kommt an diesem Konzept nicht vorbei. Es ist nicht nur ein Konzept, ein Tool oder ein Modell, es ist vielmehr ein schönes warmes Gefühl zu wissen, wofür es sich zu leben lohnt. Schauen wir uns das japanische Wort genauer an. "Ikigai" setzt sich aus der Silbe "iki", dem Leben und der Silbe "gai", dem Wert oder Nutzen zusammen und bedeutet frei übersetzt: "das, wofür es sich zu leben lohnt". Stell dir vor, du wirst für deine Leidenschaft, deine Talente und für das, was du liebst und auch gut kannst, bezahlt. Deine Tätigkeit, dein Produkt oder deine Dienstleistung sind etwas, was die Welt braucht. Das ist die Erfüllung deines Ikigai. Wenn du diesen kleinen Schatz gefunden hast, wirst du feststellen, dass es die Basis für ein erfülltes und sinnvolles Leben ist. Was machen die Japaner besser? Die Bewohner der Insel Okinawa leben gesünder, glücklicher, zufriedener und sogar länger. Auf der Insel (wo der Begriff auch ursprünglich entstand) leben die ältesten Menschen der Welt. Was sie uns voraus haben? Während wir immer MEHR, immer "Schneller-Höher-Weiter" wollen, ist es bei ihnen das Streben nach dem GLÜCK, welches grundlegend in ihnen verankert ist. Ken Mogi: Die Fünf Säulen des Ikigai In seinem Buch "Ikigai - Die japanische Lebenskunst"* beschreibt der Autor und Hirnforscher Ken Mogi anhand kurzer Geschichten die fünf Säulen des Ikigai. Die fünf Säulen lauten wie folgt: Klein anfangen: Die erste Säule betont die Bedeutung von kleinen Schritten und einem behutsamen Start bei der Verfolgung von Zielen und Träumen. Mogi schreibt, dass es nicht immer notwendig ist, große Sprünge zu machen, sondern dass wir durch kleine, kontinuierliche Fortschritte unser Ikigai entdecken können. Loslassen lernen: Bei dieser Säule geht es darum, sich von Ballast und unnötigem Gepäck zu befreien, sei es materiell oder emotional. Der Autor argumentiert, dass wir erst Dinge loslassen müssen, die uns belasten, um Platz für die Entdeckung unseres Ikigai zu schaffen. Harmonie und Nachhaltigkeit: Diese Säule betont die Bedeutung von Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit in unserem Leben. Wenn wir nach Harmonie in unseren Beziehungen, unserer Arbeit und unserer Umwelt streben, kann das dabei helfen, ein erfülltes Leben im Einklang mit unserem Ikigai zu führen. Die Freude an kleinen Dingen entdecken: Hierbei wird die Bedeutung des Genießens und Wertschätzens kleiner Momente und alltäglicher Freuden betont. Wir werden ermutigt, die Schönheit in den kleinen Dingen des Lebens zu erkennen und dankbar für sie zu sein, da sie oft den Schlüssel zu unserem Ikigai enthalten können. Im Hier und Jetzt sein: Diese fünfte Säule legt den Fokus darauf, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Oft neigen wir dazu, uns zu sehr auf die Vergangenheit oder auf die Zukunft zu konzentrieren, anstatt den Moment zu leben. Indem wir im Hier und Jetzt sind, können wir unser Ikigai klarer erkennen und erleben. Doch wie findest du nun dein Purpose, deinen Lebenssinn? Mit vier Fragen den Lebenssinn entdecken "Möglicherweise macht Ikigai aus uns allen einen Peter Pan. Und das ist nicht unbedingt eine schlechte Sache. Lasst uns alle zwölf Jahre alt sein! Ein jugendlicher Geist ist beim Ikigai wichtig, aber auch Engagement und Leidenschaft, egal wie unbedeutend dein Ziel auch ist." - Ken Mogi Wie funktioniert's? Ikigai basiert auf der Idee, dass jeder von uns eine einzigartige Kombination aus Leidenschaft, Berufung, Beruf und Mission hat. Werden alle vier Elemente miteinander verbunden, ergibt sich eine Schnittstelle. Diese Schnittstelle ist der Idealzustand und ergibt deinen Lebenssinn, sprich dein IKIGAI. Was du dafür brauchst, ist Selbstreflexion, die Bereitschaft, dich mit deinen eigenen Werten, Schwächen, Stärken und Ressourcen auseinanderzusetzen und lediglich die Beantwortung von vier Fragen. Es klingt einfach, ja fast banal. Jedoch sei ehrlich bei der Beantwortung. Denn "Was liebst du wirklich?" heißt nicht "Was magst du?". Und "Was kannst du besonders gut?" ist nicht nur auf deinen Job bezogen. Es können ebenso die ganz einfachen Dinge sein, die für dich selbstverständlich sind. Jedoch nicht nur bei der großen Frage, nach dem Sinn des Lebens, auch bei wichtigen oder auch ganz kleinen Entscheidungen, kann dir Ikigai als Kompass helfen, dich besser zu verstehen und dir über deine Herzensthemen, Träume und Visionen bewusst zu werden. Die Schnittstelle der vier Elemente ist der Idealzustand und ergibt dein Ikigai. Die vier Fragen im Ikigai Passion - Begeisterung/ Leidenschaft: Was liebst du zu tun? Vocation - Talent/ Berufung: Was kannst du besonders gut? Profession - Beruf/ Wert: Womit kannst du Geld verdienen? Mission - Bedarf: Was braucht die Welt von dir? Ich möchte es dir am Beispiel von Jenny erklären. Jenny ist 38. Sie ist kreativ, ehrgeizig, führt ein aufregendes Leben. Bereits als kleines Mädchen träumte sie von einer Kariere als Grafikdesignerin. Den Eignungstest an der Hochschule in der Tasche, die Studienjahre erfolgreich überstanden, der erste richtige Job in ihrer Wunsch-Agentur, alles läuft nach Plan. Einige Jahre später: Jenny ist mittlerweile wahnsinnig erfolgreich, hat viele zufriedene Kunden, die ihre Arbeit und die gemeinsame Zusammenarbeit sehr schätzen. Und da ist es wieder, dieses Gefühl, das erst ganz subtil und leise und dann immer stärker wird. Irgendetwas fehlt. Wie kann das sein, sie lebt doch ihren Traum? Sie erinnert sich zurück an die Zeit als Kind. Sie liebte das Malen und war stundenlang versunken in ihrer kleinen Welt der bunten Farben. Für sie sind das die schönsten Erinnerungen. Sie war glücklich und unbeschwert. Nach einem langen Arbeitstag, geht sie los und kauft sich einen Farbkasten, neue Pinsel und einen 15x15cm quadratischen Zeichenblock. Sie beginnt in ihrer Freizeit erneut zu malen. Und da ist es wieder, sie ist im Flow. Immer häufiger sitzt sie am Abend und an den Wochenenden über ihren Bildern. Zunächst verschenkt sie ihre kleinen Aquarelle an Freunde und Familie. Die Nachfrage wächst, denn ihre Freunde bestellen ihre Kunstwerke wiederum für ihre Familien. Und so wird aus dem kleinen Hobby ein eigenes Business. Zurück zum Ikigai: Jenny ist kreativ und liebt das Zeichnen (Passion). Durch ihre jahrelange Praxis in der Kindheit und während des Studiums kann sie es auch besonders gut (Vocation). Ihre Freunde und Familie unterstützen ihre Arbeit, indem sie ihre Kunst kaufen und sie weiterempfehlen (Profession). Und mit ihren Aquarellen macht sie die Welt ein Stückchen schöner (Mission). Jenny hat es getan. Sie lebt ihr Ikigai. Dieses Beispiel soll dich nicht zu einem Jobwechsel inspirieren, aber es zeigt, wenn du auf dein Bauchgefühl hörst und wieder beginnst mehr von dem zu machen, was du liebst, wirst du dein Leben als sinnvoll empfinden. Beantworte für dich ganz ehrlich diese vier Fragen. Entdecke dein persönliches Ikigai und finde deinen Lebenssinn - PDF als Download Im Folgenden hab ich dir ein Workbook als PDF erstellt. Wenn du möchtest, lad es dir herunterladen und druck es aus. Mach es dir mit deinem Lieblingsgetränk an deinem Wohlfühlort gemütlich und beantworte ganz ehrlich die Fragen. Lass dir gerne Zeit dafür. Dort, wo sich die Schnittmenge ergibt, findest du dein persönliches Ikigai. Vergiss dabei nicht, du bist einzigartig und die Kombination bestehend aus deiner Persönlichkeit, deinen Talenten, deinem Wissen und deinem Können machen jedes Produkt, jede Tätigkeit besonders. Fazit Wenn du deine Talente und Leidenschaften nutzt, wenn du das tust, was du liebst, was du gut kannst, wofür du bezahlt wirst und der Welt das gibst, was sie braucht, wirst du deinem Leben einen Sinn geben und Glück und Erfüllung finden. Und vielleicht erhöht es wie bei den Japanern auf der Insel Okinawa nicht nur deine Lebensqualität, sondern auch deine Lebenszeit :-) Hat dir der Artikel gefallen? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar. Und vielleicht verrätst du mir auch, ob du dein Ikigai bereits gefunden hast. Alles Liebe - deine Karina 🤍 Serienempfehlung Wie wird man 100 Jahre alt? - Die Geheimnisse der blauen Zonen *- Eine wundervolle Netflix-Dokumentation über die Blue Zone und seine ältesten, gesündesten und glücklichsten Bewohner. Streetfood* (2019, 1 Staffel): Eine kulinarische Reise durch die Straßenküchen der Welt. Mich bewegten besonders die Menschen, ihre Traditionen und ihre Geschichten. Buchempfehlung Ikigai - Die Japanische Lebenskunst von Ken Mogi* Podcastempfehlung Karina Röpcke - mein Interview mit Siglinde Czenkusch und Johanna Heep zum Thema IKIGAI - Finde deinen Weg! Tanita Schneider - roots to fruits: #12 Ikigai – Wie du endlich Sinn und Erfüllung (in deiner Arbeit) findest *unbezahlte Werbung












