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Mein Motto für 2026: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere

2 Illustrationen auf dem Titelbild: "Mein Motto 2026: Meine Kreativität heilt mich selbst und andere" von Karina Röpcke

Jahreswechsel sind für mich nichts, was ich mit einer großen Party feiern muss. Sie fühlen sich eher an wie ein leiser Übergang. Wie der Wunsch, etwas Neues zu beginnen, ohne sofort loszurennen.

Deshalb habe ich mich bewusst für ein Motto entschieden und gegen klassische „Vorsätze“. Ich kenne mich gut genug. Vorsätze verlieren bei mir oft schon nach ein paar Wochen an Kraft oder scheitern an der Umsetzung. Ein Motto hingegen bleibt. Es begleitet mich. Es ist kein Ziel, das ich abhaken muss, sondern eine Haltung, zu der ich immer wieder zurückkehren kann.

Ich frage mich nicht: Was will ich erreichen?

Sondern: Wie möchte ich mich fühlen?

Kreativität zu leben war schon immer ein Teil meines Lebens. Fast so etwas wie mein persönliches Grundrauschen. Doch der Gedanke, dass meine Kreativität mich selbst heilt – und vielleicht auch andere berührt –, ist seit dem letzten Jahr sehr präsent geworden.

Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen möchte, erzähle ich dir in diesem Artikel.

Viel Freude beim Lesen 🤍


💡 Mein Jahresmotto – kurz erklärt

Was ist ein Jahresmotto?

  • ein Leitfaden, kein Ziel

  • zeigt, worauf ich mich fokussieren möchte

  • richtet den Blick darauf, wie ich mich fühlen will

Motto vs. gute Vorsätze

  • bewusst gewählt, nicht spontan beschlossen

  • geistert oft schon eine Weile im Kopf herum

  • gute Vorsätze sind schnell gesagt – ein Motto bleibt

Form

  • ein Wort oder ein kurzer Satz

  • erkennbar daran, dass er mir Energie gibt

Beispiele

  • Leichtigkeit

  • Kreativität

  • Akzeptanz

  • Bewegung

  • Liebe

Zeitraum

  • wird am Jahresanfang festgelegt

  • wird am Jahresende reflektiert

Kreativ dranbleiben

  • als Blogartikel

  • als Collage

  • im visuellen Tagebuch

  • als Zeichnung oder Bild an der Wand

→ So bleibt das Motto präsent – nicht als Pflicht, sondern als sanfte Erinnerung.


Inhaltsverzeichnis



Ankommen statt Durchstarten


Okay, es ist soweit. Dieser Artikel darf raus.

Während ich ihn schreibe, bin ich in den letzten Zügen der Genesung. Direkt nach dem Veröffentlichen meines Jahresrückblicks bin ich krank geworden. Ob es an der Thaimassage lag, die ich mir nach den anstrengenden Wochen gegönnt habe (ich glaube, da hat sich nicht nur verspannungstechnisch, sondern auch energetisch etwas gelöst) oder ob es einfach die letzten Monate waren.

Mein Mantra für den Dezember lautete: einfach nur überleben. Wenn das kein Hinweis darauf ist, dass es irgendwann zu viel war.

Umso schöner ist es, jetzt langsam wieder Kraft zu sammeln. Ohne Neujahrsdruck. Ohne „Jetzt aber!“.

Für mich beginnt ein neues Jahr nicht um Punkt Mitternacht mit voller Energie, sondern leise. Der Januar ist Raum zum Luftholen, zum Ankommen und zum vorsichtigen Pläne-Schmieden.


Wie ich zu meinem Motto gekommen bin


Bereits im letzten Jahr bin ich im ersten Kapitel des Buches Der Weg des Künstlers* darüber gestolpert. Es ist nicht nur ein Buch, sondern auch ein 12-Wochen-Programm, das zurück zur eigenen Kreativität führt.

In diesem Kapitel werden mehrere Affirmationen vorgestellt. Man soll eine auswählen, die hängen bleibt. Und da war er plötzlich, dieser Satz:

Meine Kreativität heilt mich selbst und andere.


Mein inneres Warnsystem sprang sofort an. Heilt? Mich und andere? Seit meiner Heilpraktiker-Ausbildung blinkt bei diesem Wort ein großes Achtungsschild in meinem Kopf.

Und trotzdem ließ mich dieser Satz nicht los. Er tauchte immer wieder auf. Landete fast täglich am Ende meiner Morgenseiten. Still. Beharrlich. Ohne sich erklären zu müssen.

Als es in meinem Jahresrückblick um ein Motto für 2026 ging, musste ich nicht lange überlegen. Dieser Satz war längst da. Er war mein Mantra geworden. Also durfte er auch mein Motto sein.


Was „Heilung“ für mich bedeutet


Seit letzter Woche bin ich offiziell zu Hause. Ein ungewohntes Gefühl. Durch meine Selbstständigkeit war ich in den letzten Jahren kaum krankgeschrieben, kaum beim Arzt.

Durch meinen Nebenjob im Café trage ich jedoch nicht nur Verantwortung für mich, sondern auch für andere. Also blieb ich zu Hause. Und das war gut so.

Ich habe alte Bücher hervorgeholt, viel geschlafen und mich, wenn ich wach war, bewusst mit meiner eigenen Heilung beschäftigt. Sogar den Kaffee ließ ich weg. Für jemanden, der sich lange als Kaffeejunkie bezeichnet hat, ein kleines Wunder. Aber das ist eine andere Geschichte.

Heilung bedeutet für mich heute vor allem eines:

Ich möchte körperlich heilen. Und ganz besonders seelisch.

Ich möchte meinen Körper wieder mit der Wertschätzung behandeln, die er verdient. Und innerlich weiterarbeiten. Ehrlich. Sanft. Ohne Abkürzungen.


Meine Kreativität heilt mich selbst


Was Kreativität für mich ist, darüber habe ich schon oft geschrieben: Kreativität ist für mich nicht nur Zeichnen. Es ist Lösungsfinden, Ausprobieren, Flexibilität, Um-die-Ecke-Denken.

Auch 2026 möchte ich Neues wagen. Neue Techniken ausprobieren. Mich wieder öfter überraschen lassen.

Am 3. Januar war ich bei einem morphischen Feld-Reading und fragte, was ich in meinem Atelier anbieten soll. Die Antwort kam mehrfach: wilde Farben.

Ich war irritiert. Mein Atelier ist ruhig. Holzböden, ein großer brauner Tisch, viel Weiß, Pflanzen, Natur. Wilde Farben passen da auf den ersten Blick nicht hinein.

Und doch ertappe ich mich seit Wochen dabei, wie ich mir Videos von Künstler*innen mit riesigen Neon-Acryl-Leinwänden anschaue. Die Farben liegen bereits hier. Pinke Acrylfarbe. Neon-Pastellstifte.

„Der Prozess, nicht das Ziel ist der Weg. Und weg vom Perfektionismus“, hieß es weiter.

Oh ja. Mein Endgegner. Aber vielleicht ist genau das der heilsame Teil.

Loslassen. Vertrauen. Farbe zulassen.

(Fun Fact: Wenn Farbe, dann NEON: Ein pinkfarbener Alf-Jogginganzug war als Kind für viele Jahre mein liebstes Kleidungsstück. Vielleicht wusste ich da schon mehr, als mir bewusst war :-) )


Konkret heißt das für mich:


  • Ich möchte freier zeichnen – und größer (nicht immer nur 15 × 15 cm).

  • Ich möchte farbiger arbeiten. Neon, ich komme.

  • Ich möchte neue Techniken ausprobieren, zum Beispiel Acryl kombiniert mit Markern.

  • Ich möchte meine Mini-Mes so oft wie möglich zeichnen (idealerweise täglich). Sie entstehen ohne Perfektionismus. Sie zeigen, was ich wirklich denke und fühle. Und sie bringen mich spürbar in meine eigene Heilung.


Meine Kreativität heilt andere


Ich weiß: Ich kann niemanden heilen. Das kann nur jede*r selbst wollen.

Aber ich kann Raum halten.

Ich möchte in meinem Atelier Kurse anbieten, in denen Menschen einfach sein dürfen. Kreativ. Still. Redend. Suchend.

Ich möchte mit meiner Kunst berühren. Ich möchte Therapiemanuale zeichnerisch begleiten. Ich möchte Blogartikel schreiben über Kunst, Kreativität und psychische wie körperliche Gesundheit. Und gemeinsam mit meiner Kollegin Sabine Schlotz etwas für Sternenmamas erschaffen.


Das ist kein Heilversprechen. Aber wenn mein Sein, meine Kunst, meine Mini-Mes oder meine Worte dazu beitragen, dass es Jemandem ein kleines Stück besser geht, dann ist das für mich alles.


Mein Blick auf 2026


Ich gehe langsam in dieses Jahr.

Aber klarer. Mit weniger Wollen und mehr Spüren. Mit Vertrauen in Prozesse, die sich nicht planen lassen. Ich denke, genau das ist meine Art, neu zu beginnen.


Und vielleicht findest du zwischen diesen Zeilen dein eigenes Motto. Eines, das dich trägt. Ein Gefühl, nach dem du dich ausrichten möchtest.

Es ist ein Leitstern, dem du folgen kannst. Und wenn du ihn zwischendurch aus den Augen verlierst, ist das völlig okay. Du brichst keinen Vorsatz. Du kommst einfach in deinem Tempo zurück. So wie ich auch.


Alles Liebe - Karina 🤍





*unbezahlte Werbung

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